etwas radfahren

Schon seit fast zehn Tagen ist es bei uns eigentlich viel zu warm. Meist liegen die Temperaturen zwischen 5 und 12° Grad. Zwar regnete es ab und zu, doch für heute Samstag war schönes und trockenes Wetter angesagt. Genau richtig um noch etwas Rad zu fahren und die eine oder andere angefressene Kalorie wieder zu verbrennen.

Ich fuhr mit dem Kish ins Stadtzentrum von Zürich und flanierte etwas durch die Stadt, bevor ich mir dann am Seebecken einen Kaffee gönnte. Das schöne Wetter lockte sehr viele Menschen nach Draussen und es war eine friedliche und schöne Stimmung.

Ende November dachte ich eigentlich, dass ich dieses Jahr die 7'000-Kilometer-Marke noch knacken werde, doch mit dem Schnee Anfang Dezember und dem Regen gegen Mitte Monat lag nicht viel drin. Nebst drei Mal Rikschafahren war ich heute das einzige Mal wirklich auf dem Bike und so wird es also nicht reichen. Das ist mir egal. Wär's mir das nicht, so hätte ich bestimmt noch die eine oder andere Tour reingequetscht, einfach um über die 7'000 zu kommen.

Die heutige Ausfahrt habe ich sehr genossen. Das sanfte dahinrollen mit dem Kish gefällt mir immer wieder ausgezeichnet. Schade, dass ich das nicht öfters tun kann. Denn, die Kilometer verteilen sich dieses Jahr sehr einseitig. Knapp 6'000 Kilometer war ich mit der Rikscha in Zürich unterwegs. Die restlichen Kilometer verteilten sich auf das Santa Cruz Mountainbike und das Kish Strassenrad. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich ziletzt so wenig mit dem Mountainbike unterwegs war wie dieses Jahr. Tja, die Zeiten ändern sich... Und 2013 wird es wieder ähnlich sein...

zweiter Schnee

Vor ziemlich genau einem Monat fiel der erste Schnee, welcher sich erwartungsgemäss nur ein paar wenige Tage halten konnte. Über Nacht und heute Morgen schneite es dann zum zweiten Mal bis hier ins Flachland runter. Auch diesmal wird es wohl nicht allzulange halten, denn es ist mehr Matsch als Schnee. Pünktlich zum Winteranfang soll es aber empfindlich kühl werden und für Samstag sind sogar Temperaturen angesagt, die nicht mehr über Null Grad steigen sollen.

Ich seh's locker. Erfahrungsgemäss hält früher Schnee nicht wirklich lang. Weisse Weihnachten sind hier mehr die Ausnahme als die Regel und erfahrungsgemäss ist es bei uns Ende Januar und im Februar am kältesten. So gesehen ist der heutige Schneefall einfach ein Zeichen dafür, dass der Winter wirklich kommt.

Nachdem ich mir ja am Montagabend ordentliche Blasen an den Fersen geholt hatte, blieb ich die letzten beiden Tage vorwiegend zu Hause und widmete mich Büro- und Internet-Arbeiten. Heute wollte ich aber doch mal wieder nach Draussen, auch wenn es nur für einen kurzen Spaziergang sein sollte. In der Luft lag förmlich der Geschmack von Schnee...

alte Freu(n)de

Mein geliebtes Strassen- und Tourenvelo hat in den letzten sieben Monaten, wo es traurig und ungenutzt in der Garage verbrachte, schon etwas Staub angesetzt. Nachdem es im letzten Sommer ganz Italien bereisen konnte, musste es diesen Sommer ein tristes und unbeachtetes Dasein fristen. Höchste Zeit also um es endlich wieder einmal auszuführen.  

Es stand eine kleine Besorgung an, die ich heute zu erledigen hatte und weil ich nicht wirklich auf das Motorrad steigen wollte war endlich der Moment gekommen um die Reifen am KISH wieder auf Normaldruck zu pumpen, den Staub von Sattel und Oberrohr zu wischen und es somit startklar zu machen. Der Himmel war zwar wolkenverhangen und die +2° Grad waren auch nicht gerade berauschend, doch immerhin waren die Strassen meist trocken und somit bot sich eine Fahrt mit dem Velo geradezu an.

Sofort kam Heimweh auf. Dieses Fahrrad rollt einfach fantastisch. Die Sitzposition ist perfekt und natürlich kamen gleich Erinnerungen vom letzten Sommer hoch. War das schön! Es war, wie wenn man einen alten Freund wieder einmal trifft, nachdem man sich schon lange Zeit nicht mehr gesehen hat. Alles ist sofort vertraut und man geniesst es einfach, wieder einmal Zeit miteinander zu verbringen. Ich habe es sehr genossen... Das GPS sagt: 1:12 Std., 21 km., 280 Hm.

erster Schnee

Der Wetterbericht hatte also tatsächlich recht. Am Samstagabend ging der Regen ganz langsam in Schnee über und heute Morgen war dann die Umgebung vorwiegend weiss und schneebedeckt. Eine kalte Bise wehte übers Land und fast den ganzen Tag durch fielen weiter, wenn auch nur wenige, Schneeflocken.

Am frühen Nachmittag suchten wir unsere Winterkleider hervor und unternahmen einen kurzen Spaziergang. Das fühlt sich schon komisch an. Vor zwei Wochen lagen wir noch bei 30° Grad am Sandstrand und nun stapfen wir durch den Schnee...

Natürlich wird sich dieser Oktoberschnee nicht lange halten können. Mitte Woche sind auch schon wieder Temperaturen um die 10° Grad prognostiziert. So bleibt uns also doch noch etwas Zeit um uns an den kommenden Winter zu gewöhnen. A propos Winter: Letzte Nacht konnten wir eine Stunde länger schlafen, da ab heute wieder Winterzeit gilt. Nun wird es also schon kurz nach fünf Uhr abends dunkel. Ja, die Rikschazeit scheint definitv zu Ende...

Abendspaziergang und schlitteln

Heute Abend verabredeten wir uns mit einem befreundeten Paar um einen schönen Abendspaziergang auf die Alp Egg zu unternehmen. Das Winterwetter war herrlich, es lag sehr viel Schnee und die Sonne versank langsam am Horizont. Nacht etwa eineinhalb Stunden gemütlichen Hochlaufens erreichten wir den höchsten Punkt und genossen die fantastische Aussicht ins Tal und über den Zürcher Untersee und den Seedamm. Das war wirklich sehr, sehr schön.

Im Bergrestaurant hatten wir uns einen Tisch reserviert und der Aufstieg machte auch richtig Hunger. Diesen konnten wir auch wirklich gut gebrauchen, denn die Portionen waren wirklich riesig (man beachte die gigantischen Cordon Bleu). Nach dem Abendessen mieteten wir Schlitten um zogen die Stirnlampen am um den Weg runter ins Tal nicht zu verfehlen. Der Schlittelweg machte mächtig Spass und der ganze Abend war ein voller Erfolg. Danke an unsere Freunde für's organisieren.

Eiszeit (2)

Ich weiss nicht genau wie lange es nun schon andauert, doch seit einiger Zeit sind hier die Aussentemperaturen nicht mehr in den positiven Bereich gekommen. Nach und nach werden kleinere Seen in der Umgebung zum Eislaufen freigegeben. Das hat bestimmt auch seinen Reiz, doch für mich (und wohl die meisten Radfahrer) ist es eher... suboptimal.

Irgendwie büsse ich nun auch etwas für meinen Entscheid Ende August ein Motorrad, statt ein Auto gekauft zu haben. Bei Minustemperaturen schränkt sich so mein Aktionsradius doch sehr ein. Dabei schreckt mich die Kälte noch nicht mal so arg, es ist mehr die Angst vor einem Sturz. Vereiste und schneebedeckte Strassen sind für Motorradfahrer einfach ziemlich gefährlich.

So bin ich also viel zu Hause und nutze die Zeit um mich für den Frühling vorzubereiten. Ich mache mich schlau bezüglich der Geschichte von Zürich, der Sehenswürdigkeiten und den berühmten Zürcher Persönlichkeiten. Wenn ich mit den Velotaxibetrieb starten möchte, sollte ich den Touristen ja auch ein paar Hintergrundinformationen bieten können.

Alles in allem muss ich etwas aufpassen, nicht in Lethargie zu verfallen und die positive Grundhaltung zu behalten. Dass der Februar in unserer Gegend die kälteste Jahreszeit ist, ist an sich normal und für einen "echten" Winter ja auch ganz schön. Dran bleiben.

schöne Weihnachten

Dieses Jahr ist zu Weihnachten das Wetter in der Schweiz wirklich TOP! Hier im Flachland ist es zwar grün, doch schon ab 1'000 Metern über Meer liegt Schnee, so dass Wintersportler auch zum Genuss kommen. Dazu ist es vielfach sonnig, mit fantastischer Aus- und Fernsicht. Wirklich super schön. Klar, dass ich zwischen all den Festtagsessen einmal aufs Bike wollte um meinen (wieder dicker werdenden) Bauch etwas zu bewegen.Ich entschied mich für eine Standardrunde, denn ich wollte schon gerne ein Standardfoto vom diesjährigen Weihnachtstag. Ja, schön war es! Das GPS sagt: 41 km., 3:15 Std., 1'050Hm.

erster Schnee im Flachland

Heute Morgen fiel nun auch hier der erste Schnee. Nachdem es letzte Woche vor allem regnete, wurde es zum Wochenende hin kühler und so gab es nun ganz wenig Schnee. Vermutlich bleibt dieser hier auf etwa 450 Metern über Meer auch nicht lange liegen, denn für die nächsten Tage sind bereits wieder Temperaturen über Null Grad angesagt. Weisse Weihnachten dürften hier in diesem Jahr kaum drinliegen, doch lassen wir uns überraschen.

Wie schon gestern unternahm ich nachmittags einen Spaziergang in Wanderschuhen. Für Velofahren war mir das Wetter zu schlecht, dennoch wollte ich zumindest einmal am Tag aus der warmen Stube und die Nase in den Wind halten. Und heute roch es auch wirklich nach Schnee. Wer es kennt, weiss genau, was ich meine.

Safiental

Nach einem ausgedehnten Frühstück packten wir unsere Sachen im Ferienhaus langsam wieder zusammen. Die zwei, drei kleinen Putz-Jobs wurden verteilt und schon bald war alles wieder so hergerichtet, wie man sich bei Ankunft ein Ferienhaus wünscht. Unser Gastgeber zeigte uns die nähere Umgebung und so fuhren wir mit dem Auto ganz nach hinten ins Safiental. Das Tal ist zeitweise extrem steil und schroff, deshalb ist es wintersportmässig nicht erschlossen. Es ist ruhig und wirklich abgelegen. Man sieht nur wenige Touristen, ein paar Tourengeher, ein paar Schneeschuhläufer, ein paar Wanderer. Absolut entspannend.

Beim einzigen Restaurant sitzen wir draussen in der Sonne und geniessen nochmals einen herrlichen Wintertag. Wir können sogar Rehe, Gämse und ein paar Steinböcke sehen; einfach so, in freier Wildbahn. Sie suchen an schneefreien Stellen nach Futter und immer wenn sie wieder über den Schnee gehen, kann man sie erkennen. Das war wirklich sehr schön.

Im Laufe des Nachmittags machen wir uns auf den Nachhauseweg und tauchen dazu wieder unter die Hochnebeldecke. Der zuvor so strahlend blaue Himmel verbirgt sich schon bald hinter dem Dunst und die zuvor so leuchtenden Farben werden wieder blass und kraftlos... Ein, zwei Tage in den Bergen haben einen wirklich grossen Erholungswert! Das war ein Super-Weekend! Danke!