zur Burg Hohenklingen

Heute packten wir fünf Leute und fünf Bikes in einen VW-Transporter und fuhren nach Ramsen im Kanton Schaffhausen. Beat hatte eine "Supertour mit sehr hohem Singletrailanteil" im Internet entdeckt und mir den entsprechenden GPS-Track zugemailt, so dass ich sie auch auf mein Garmin GPS laden konnte. Wir alle waren noch nie in dieser Gegend biken und waren gespannt, was da auf uns zukommt.  

Das Wetter war nicht schlecht. Etwas windig, die versprochenen 16° Grad wurden vermutlich nicht erreicht, dazu viele Wolken und nur ab und zu mal etwas Sonnenschein. Der Untergrund war jedoch perfekt trocken und das Laub knisterte nur so unter den Reifen. Wirklich ideale Bedingungen für eine schöne Herbsttour.

Die Strecke hat dann unsere Erwartungen eigentlich noch übertroffen. Da gab es wirklich kilometerlange Singletrails, die sich durch den Wald schlängelten. Oft befahrene Strecken, nicht allzu schwierig aber mit viel Flow. Dazu das viele Herbstlaub, ja, das war wirklich Spitzenklasse! Zwischendurch gab es aber auch ziemlich heftige Steigungen, die alle Kraft erforderten. Wirklich abwechslungsreich und interessant. An den drei höchsten Stellen der Runde gab es auch immer wieder tolle Ausblicke ins flache Land oder an das Ende des Bodensees, da wo der Rhein in Richtung Schaffhausen und Basel beginnt. Sehr schön.

Unsere wohlverdiente Rast legten wir erst gegen Ende der Tour, im Restaurant der Burg Hohenklingen, ein und genehmigten uns Kuchen und heisse Schokolade. Das hat gut getan, denn das stete auf und ab hat doch Substanz gekostet. Zum Abschluss bestiegen wir noch den Burgturm und genossen die tolle Aussicht runter nach Stein am Rhein. Dazu dann noch ein Gruppenfoto mit Selbstauslöser. ;-)

Der Rückweg bot noch einen letzten superschönen Singletrail und dann ein gemütliches Ausrollen bis zum Auto. Das war eine wirklich superschöne Herbsttour. Besten Dank für die Organisation, das Fahrzeug und den tollen Tag. Diese Tour wird in Erinnerung bleiben. Das GPS sagt: 38 km., 3:30 Std., 1'070 Hm.

doch noch eine Tour auf den Palfries

Am 13. Oktober stellte ich ja fest, dass ich zwei meiner Lieblingstouren dieses Jahr noch nicht gefahren bin. Pizol und Palfries. Auf dem Pizol war dann am 14. Oktober (vor genau drei Wochen) und heute bot sich mir ganz unverhofft doch noch die Chance die Palfries-Tour auch 2010 abhaken zu können. Unverhofft deshalb, weil nach den Schneefällen vor zwei Wochen lange nicht klar war, ob man mit dem Velo nochmals auf über 1'500 m.ü.m. fahren kann. Das schöne Wetter der letzten Woche hat diesen ersten Schnee jedoch schon sehr weit wieder weg geputzt.

Gestern Abend lud ich mir die Daten der Tour vom 14.06.2008 auf das GPS. Damals bin ich mit Peter diese Runde gefahren und heute bin ich also (fast) genau gleich gefahren. Nur, irgendwie hatte ich die Steigung via Kurhaus Alvier auf den Palfries nicht mehr so streng in Erinnerung, wie sie mir dann heute gefallen ist. Schon nach etwa einer halben Stunde uphill begannen mich die hinteren Oberschenkel zu schmerzen und dabei fühlte ich mich auch ziemlich kraftlos. Nur ist kraftlos nicht wirklich gut für über 1'500 Höhenmeter. Das tolle Wetter und die schöne Herbststimmung haben mir zum Glück über diese kleinen Krisen hinweg geholfen.

Es war wirklich sehr, sehr schön. Obwohl nun schon November ist, war es kurz nach zehn Uhr, als ich mit dem Bike in Sargans gestartet bin, etwa 12° Grad und im Laufe des Tages wurde es noch bis 16° Grad warm. Einfach super! Ich konnte echt in kurzen Hosen fahren. Dies auch, obwohl ab etwa 1'500 m.ü.m.   Schneeresten und an schattigen Stellen, kleine Schneefelder zu sehen und zu bewältigen waren. Farblich war das alles super. Dunkelgrüne Wiesen, gelb-braune Bäume, weisser Schnee, blauer Himmel.

Ein kleiner Wehrmutstropfen gab's dann doch noch. Obwohl an der Strecke drei Bergrestaurants liegen, waren alle drei geschlossen. Die Sommersaison ist vorbei und die Wintersaison hat noch nicht angefangen, scheinbar ideal um den Laden ein paar Wochen dicht zu machen. Ich war deshalb froh, dass ich genügend Proviant dabei hatte und ich mich aus dem Rucksack gut verpflegen konnte. Daran hat es nicht gemangelt. Genauso wenig an schönen Rastgelegenheiten mit Traumaussicht.

Der Downhill vom Kurhaus Sennis runter bis nach Heiligkreuz hat dann wieder richtig Spass gemacht (genau so, wie ich das in Erinnerung hatte). Für die letzten flachen Kilometer zurück zum Auto war ich noch dankbar. Ich konnte so leicht auskurbeln und die müden Beine schon mal etwas lockern. Das war wieder eine Supertour! Ich weiss, weshalb das eine meiner Lieblingsrunden ist und ich denke, dass ich auch 2011 wieder hierher kommen werde. Das GPS sagt: 42 km., 3:47 Std., 1'650 Hm.