modern times

Gestern Abend stellten wir fest, dass sich an unserem (vielleicht drei Jahre alten) Geschirrspüler kein anderes Programm, als das letztgenutzte Eco-Programm, einstellen lässt. Man konnte Knöpfe drücken wie man wollte, zum Schluss wurde immer wieder der Eco-Modus angezeigt. Blöd... was tun? Na ja, nutzen wir doch einfach den Eco-Modus. :-D

Heute dachte ich mir, bevor ich einen Techniker aufbiete, nehme ich die Maschine mal vom Strom. Nach dem Motto: Ein Boot tut immer gut! Schliesslich ist eine Waschmaschine heutzutage auch ein Computer. Also: Stecker raus! Ich räume das frisch gewaschene Geschirr wieder in die Schränke und als ich das erledigt hatte, steckte ich den Stecker wieder in die Steckdose und wartete kurz. Und siehe da: Alles funktioniert wieder wie es soll. -> "welches Programm hätten's denn gerne?" ;-)


meine Sekretärin ;-)
meine Sekretärin ;-)

Dann schraubte ich wieder einmal etwas am Blogdesign herum und war eigentlich mit dem Resultat ganz zufrieden. Ich schaute mir das am PC und am Mobile an -> passt. Dann nahm ich Karin's iPad zur Hand und stellte erstaunt fest, dass die Bilder auf der Startseite nicht angezeigt werden. Wieso denn nicht?

Google ist Dein Freund und so kam ich dem Problem schnell auf die Schliche. Vor ein paar Wochen habe ich das Dateiformat der Bilder auf der Startseite von .jpg auf .webp geändert. Dies nachdem ich einen Speedtest durchgeführt habe und dort wurde mir der Ratschlag erteilt, dass ich webp-Bilder verwenden sollte, weil diese weniger Daten speichern und somit dann auch schneller geladen werden. Klingt einleuchtend. Das war dann auch rasch gemacht und ich hielt die Sache für erledigt. - Bis heute. Denn heute sah ich mit eigenen Augen: Apples Safari Browser kann keine webp-Bilder darstellen. Webp ist ein von Google forcierter Standard, weshalb sollte sich Apple darum kümmern? Für mich hiess das dann: zurück auf Feld 1 :grrr:

Zum Glück sind auf der Startseite insgesamt nur drei Bilder und diese Bilder hatte ich ja schon von früher im jpg-Format. Es war also schnell erledigt und jetzt klappt es auch mit dem Apfel-Browser. Tja, dass sind unsere modernen Zeiten. Manchmal bin ich dafür sogar etwas zu modern... ;-)

winterfest

Sitzplatz - bereit für den Winter
Sitzplatz - bereit für den Winter

Heute war UHU-Tag. Das ist eine schweizerdeutsche Abkürzung für "um das Haus herum" -> "Ums Huus Ume". ;-)

Der Laubhügel in der Bildmitte ist das Igel-Winterquartier, welches wir am Sonntag gebastelt haben. Rundherum stand noch einiges von der Blumenwiese, welche ich heute vollständig abgeräumt habe (die etwas dunklere Fläche). Danach warf ich den Rasenmäher an und verpasste der Rasenfläche einen Winterschnitt. Man beachte auf dem Foto auch den Farbunterschied von unserem, weitgehend naturbelassenen, Grundstück zu der gut gedüngten Zuchtrasenfläche des Nachbarn, im Hintergrund. Krass!

Dann galt es das nicht frostsichere Aussenwasser abzustellen und die Leitungen zu entlüften. Danach noch Laub zusammenkehren und die Gartenstühle ins Trockene stellen. Soweit so gut. Der Winter kann kommen.

Igel-Winterhaus

wir bauen ein Igel-Winterquartier
wir bauen ein Igel-Winterquartier

Ich habe hier, im Sommer, schon einmal darüber berichtet, dass wir uns dem allgemeinen Trend nach mehr Biodiversität anschliessen. Deshalb haben wir etwa die Hälfte der Rasenfläche in eine Bienen- und Blumenwiese umgestaltet. Nun ist es an der Zeit, die verblühte Wiese zu mähen und für den Winter bereit zu machen.

Schon in früheren Jahren haben wir vereinzelt Igel in unserem Garten gesichtet und per Zufall sahen wir vor ein paar Tagen einen kurzen Fernsehbericht darüber, wie man für Igel eine Möglichkeit zur Überwinterung herrichten kann. Das fanden wir eine gute Idee und so packten wir heute dieses Vorhaben an.

Eingang und Kuppeldach
Eingang und Kuppeldach
gut isoliert
gut isoliert

Zuerst also mal die Blumenwiese mähen und den Schnitt zur Seite legen. dann eine erste Laubschicht zur Isolation. Darauf legten wir ein paar zusammengebundene Äste und darauf packten wir einen alten Weidenkorb als Dach. Innen ist der Weidenkorb mit Plastik ausgelegt und so bleibt es dann auch bei Regen und Schnee im Igelbau trocken.

hoffentlich zieht auch ein Igel hier ein
hoffentlich zieht auch ein Igel hier ein

Dann packten wir alles mit der abgeschnittenen Blumenwiese ein und zum Schluss bedeckten wir das Ganze nochmals mit einer Schicht Laub. Der gesamte Hügel dürfte am Schluss etwa 80cm hoch und etwas über einen Meter im Durchmesser gross sein. Uns gefällt es und wir hoffen, dass es auch einem Igel gefallen wird und er unser Angebot für ein lauschiges und trockenes Winterquartier annimmt. ;-)

Mehr Diversität

Wir wohnen in einem Doppeleinfamilienhaus und teilen den Sitzplatz/Garten mit unseren Nachbarn. Bis anhin war es eine einzige grosse Rasenfläche. Der Hitzesommer 2018 hat den Rasen in grossen Teilen verbrannt und für dieses Jahr musste man sich also etwas einfallen lassen. Der Nachbar entschied sich weiterhin für einen kultivierten Rasen (siehe Fläche im Hintergrund). Wir wollten mal etwas anderes versuchen und wurden wohl auch durch die vielen Medienberichte zu "mehr Biodiversität" beeinflusst.

Im Frühling habe ich den verbrannten Rasen abgetragen und Samen für eine Blumen-, Schmetterlings- und Bienenwiese ausgestreut. Regelmässig gewässert und abgewartet. Hier sieht man nun das (vorläufige) Ergebnis. Es ist wirklich ein buntes Sammelsurium unterschiedlichster Pfanzen und Blumen entstanden und es ist auch so, dass man viele Bienen sieht, welche die Blüten besuchen. Soweit also so gut.

Natürlich hat es auch noch Schwächen und Nachteile. Erstens muss einem bewusst sein, dass dies keine Spielwiese mehr ist. Die einzelnen Pflanzen sind bis zu einem Meter hoch und da kann man nicht so einfach darin rumlaufen. Zweitens muss man eine Blumenwiese wohl als ein langfristiges, mehrjähriges Projekt ansehen. Es gibt noch kahle Stellen und auch Unkraut wächst ganz hervorragend. Es wird durch die Jahre wohl besser, weil viele Blumen versamen werden und weil wir auch in den kommenden Frühlingen weitere Samen ausstreuen werden. Dabei können wir auch lernen. Zum Beispiel nicht mehr ganz so hochwachsende Wiesenblumensamen kaufen und noch etwas bunter dürfte es nach meiner Meinung auch noch werden. Zudem wird es interessant bleiben, wie der Übergang zur restlichen Rasenfläche gestaltet werden kann.

Interessant wird auch sein, wie die ganze Geschichte die Beziehung zu unserem Nachbarn beeinflussen wird. Es ist ja wohl klar, dass die herunterfliegenden Samen auch in seinen Monokulturrasen fallen werden und ob er da wirklich Freude daran hat, wird sich zeigen. Wie auch immer. Ich finde es eine spannende Geschichte und schaue heute sicher mehr in den Garten, als zu der Zeit, als es einfach eine einheitliche Rasenfläche war.

basteln mit IKEA

Neben unserem Esstisch steht ein ziemlich altes und windschiefes IKEA-Gestell/-Regal. Das hat bestimmt schon 20 Jahre und ein paar Reparaturen auf dem Buckel und genau so sieht es auch aus. In der Vergangenheit haben wir schon das eine oder andere Mal darüber nachgedacht um das Gestell zu ersetzen, doch so richtig dazu durchgerungen haben wir uns bisher noch nicht.

Kurz nach dem Jahreswechsel erwischte meine Frau einen dieser seltenen Momente, an dem Sie mich für einen Besuch bei IKEA überreden konnte. Und wenn ich das dann schon auf mich nehme, dann will ich auch gleich Nägel mit Köpfen machen und etwas kaufen. Hier ein kleiner Einschub. Vermutlich war ich vor 10 Jahren das letzte Mal bei IKEA. Die gehen schon auch mit der Zeit. Da kann man sich an PCs mit grossen Monitoren seine Wunschkombination zusammenklicken und in 3D von allen Seiten betrachten. Respekt! Wir haben also ein paar mögliche Musteraufbauten angesehen und uns dann unsere Vorstellung virtuell zusammengestellt. Zum Schluss kann man sich die sich daraus ergebende Teileliste ausdrucken und den ganzen Krempel dann im Lager zusammensuchen. Nett!

Natürlich ist unser Auto zu klein um all die Teile zu transportieren und so musste ich zuerst unseren Nachbarn fragen, ob ich seinen Kombi ausleihen dürfe. Wir sind also eine Woche später nochmal hingefahren und haben alle Teile gekauft, eingeladen und nach Hause gebracht. Dann galt es zuerst das alte Möbel auszuräumen und zu zerlegen, damit ich es bei der nächsten Sperrgut-Sammlung entsorgen kann. Danach ging es dann an den Neuaufbau.

Man macht das ja nicht zum ersten Mal und weiss deshalb, dass man jedes Möbelteil zuerst auspacken, alle Einzelteile auf dem Tisch ausbreiten, und den Lieferumfang penibel kontrollieren muss, bevor man mit dem Aufbau beginnt. Auch da sollte man kreative Lösungen gleich vergessen. Es gilt, sich haargenau an die Aufbauanleitung zu halten, ansonsten endet die Sache in einem Fiasko. Man geht das am besten ganz ruhig an, liest die Bauanleitung lieber noch einmal durch, bevor man zu murksen beginnt. Mit der richtigen, meditativen Geisteshaltung klappt es dann ganz gut. ;-)

Das neue Möbel besteht aus drei Teilen. Es beinhaltet 2 Schubladen, 2 Holztüren und 2 Glastüren. Diverse Holz- und Glastablare und geschmückt wird das Ganze mit 2 innenliegenden Beleuchtungen. Um dem ganzen die Krone aufzusetzen haben wir auch gleich noch unsere alte Stereoanlage durch etwas Neues, Kleines ersetzt, welches natürlich auch untergebraucht und verkabelt werden musste. Also tief durchatmen... Nach geschätzten acht Arbeitsstunden war es dann vollbracht und das neue Gestell konnte in Position geschoben und die drei Teile dann miteinander verschraubt werden. Ganz zum Schluss dann alles wieder einräumen und Freude herrscht!