Many Hill Show, kurze Strecke

Der Wecker klingelte um 06:00 Uhr nur ein einziges Mal und ich war gleich hell wach. Aufstehen und ein kräftiges Birchermüesli machen und essen. Morgentoilette und dann direkt in die Bikekleider und los. (ich war viel zu früh). Nervös. Ich parke das Auto auf dem Firmenparklatz und fahre die kurze Strecke zu Cycle Shark mit dem Bike. Am Startort treffen nach und nach Biker ein und auch Thomas kommt zur Zeit. Für sympatische zehn Schweizerfranken erhält man eine zip-Tasche mit allem, was man braucht. Die Fahrkarte, die jeweils abgestempelt werden muss, das Frageblatt auf welches die Antworten einzutragen sind,  einen  Bleistift, eine Wegbeschreibung und die Not-Telefonnummer.

Um 08:31 Uhr stempelten wir ein erstes Mal unser Ticket und "das Rennen", die Schnitzeljagt, konnte beginnen. Zum Züriberg hochgefahren sind wir natürlich viel zu schnell. Bei der ersten Frage am Waldhüsli war ich schon richtig nass und der Puls lag meist jenseits 160. Der Preis dafür, dass wir einer Gruppe Wegkundiger anhängen wollten. Wenn man in dieser verzweigungsreichen Gegend dauernd nach Wanderwegtafeln mit dem richtigen Text suchen muss, geht der ganze Fahrfluss verloren und es kostet noch zusätzlich Kraft. Die Strecke war wirklich super, das Wetter fast perfekt. Es war stark bewölkt und doch deutlich über 20°Grad warm. Bis zum Pfannenstiel, dem letzten Berg auf der rechten Zürichseeseite, hatten wir gut Druck auf dem Pedal und ich sehnte mich schon auf die Fähre und die Essenspause. Die Abfahrt nach Meilen war schön, leider verpassten wir den Einstieg des Singletrails  in das  Meilenertobel. Egal. Am Bahnhof Meilen stempelten wir unsere Karten für die ungewertete Zeit der Fährenüberfahrt nach Horgen. Geschafft, vorerst.

Bei der Fährstation Horgen kauften wir Sandwiches und etwas zu trinken und setzten uns erst mal hin. Zum Glück wussten wir da noch nicht so genau, was uns dann noch so erwartet. Als wir am Bahnhof wieder einstempeln steht in der Tourenbeschreibung ganz klar: Wanderweg nach Horgenberg, Sihlbrugg. Also los. Nach zwei, drei Kurven zweigt der Wanderweg nach links ab und dann steht man förmlich vor einer Asphaltwand. Es ist sofort klar, dass es so steil ist, dass man überhaupt froh sein muss, im kleinsten Gang hochzukurbeln und nicht abzusteigen. Und das Übel: es sah nicht nach einer kurzen Rampe aus. Es war eine lange, sehr harte Rampe! Geschätzte 100 Höhenmeter. Dann die Strasse runter zur Station Sihlwald, Ticket stempeln und weiter in Richtung Albishorn. Nun folgen 420 Höhenmeter auf 4 Kilometer. Der Wanderweg geht gnadenlos berghoch und der steinige Untergrund verlangt eine gute Linienwahl. Hier zieht es einem alle Körner aus dem Körper. Ich musste zwei Mal absteigen und hochschieben. Das war mir zeitweise einfach zu heftig. Beim Bergrestaurant Albishorn machten wir kurz Pause. Ich bin klatschnass. Hier musste eine Frage beantwortet werden und Thomas wollte noch kurz etwas essen. Gelegenheit, etwas zu verschnaufen. Nun folgen bis zum Üetliberg noch etwa 15 Kilometer auf und ab. 50Hm bergauf, dann wieder runter, wieder hoch und runter.... Die Beine schmerzen. Wir beide müssen nun beissen um mit Anstand ins Ziel zu kommen. Um 13:42 Uhr stempeln wir bei der Bahnstation   Uto Kulm aus. Wir sind platt. Nun ein Kaffee und ein Nussgipfel!

Eine halbe Stunde später machten wir uns auf den Rückweg zu Cycle Shark um unsere Fragebögen und Tickets wieder abzugeben. Der Biketrail vom Üetliberg zum Spital Triemli runter ist mittlerweile supercool ausgebaut. Mit vielen sehr hohen Anliegern und nun teilweise auch mit Spüngen (die ich aber alle umfahren habe). Wirklich Klasse! Dann quer durch die Stadt und wieder hoch auf den Milchbuck zu Cycle Shark. Wir rollen auf den Parkplatz und Pete stellt gerade den Grill auf. Wunderbar. Mit ein paar anderen Bikern grillen wir Würste, trinken afri-cola und reden über das Tagesgeschehen....

Es war ein gelungener, zufriedener  Anlass. Schön! Kann man fürs nächste Jahr speichern. Der Tacho sagt: 71km, 5:02Std., 1'850Hm

Besuch beim Pizzacup

Das Wetter war einfach zu gut um nur etwas zu Hause rumzuhängen und Formel 1, Tennis und Radrennen im Fersehen anzusehen. Ich musste einfach etwas unternehmen. So entschloss ich mich, das heutige Jubiläumsrennen des Pizzacups zu besuchen. Dieses fand heute Nachmittag auf dem Zürichberg statt. 1999 bin ich selbst ein paar "Rennen" des Pizzacups mitgefahren, war jedoch immer unter den Letzten zu finden. Sympatisch ist das Ganze; etwas schräg, mit leicht alternativem Touch und wider dem tierischen Ernst.

Schon als ich von zuhause wegfuhr, zogen von Westen her dicke böse Wolken auf und ich dachte schon bald, dass es ein Fehler war, die Regenjacke nicht eingepackt zu haben... Ich brauchte eine gute Stunde bis zum Ort des Geschehens und die Wolkendecke wurde immer dichter und bedrohlicher. Unter den Teilnehmern und der Handvoll Zuschauer herrschte wie immer eine lockere Atmosphäre, viele lachten und waren guter Dinge. Ich schaute mir einen Vorlauf an und dachte, dass das Donnergrollen kein gutes Zeichen ist und ich mich wohl besser aus dem Wald verziehe und die Nähe von ein paar Häusern suche, damit ich irgendwo unterstehen kann. Also hopp, auf's Rad und durch den Wald in Richtung Uni fahren... schon fallen die ersten Tropfen... schnell... Als sei ich auch an einem Rennen gab ich alles um ein schützendes Vordach zu finden und gleich als es so richtig los zu schütten begann, hatte ich mein Ziel erreicht.

das Gewitter verzieht sich

 Glück gehabt! Es zog ein heftiges Gewitter über Zürich, mit sinnflutartigem Regen, durchsetzt mit Hagel... heftig! Sehr heftig! Mit taten all die Leute im Wald leid. Wie konnten die sich schützen?... Glücklicherweise dauerte es nicht sehr lange. Nach etwa einer Viertelstunde war der Spuk vorbei und der Himmel riss wieder auf. Nochmals eine Viertelstunde später schien wieder die Sonne. Aprilwetter!

Ich bin zwar mit dem MTB unterwegs gewesen, doch die meiste Zeit bin ich auf Asphalt gefahren. Der Tacho sagt: 60km, 3:19 Std., 750 Hm