Anerkennung

Ich bin heute eher zufällig auf einen Zeitungsartikel gestossen, aus dem ich Folgendes zitieren möchte:

Der Wunsch, wahrgenommen zu werden, ist mächtiger als alle moralischen Bedenken. Wir ahnen, dass z.B. Google und Facebook gegen uns arbeiten, unsere Daten abschöpfen, uns süchtig machen, um ihren Profit zu erhöhen, aber der Wunsch, dabei zu sein, ist grösser als das Bedürfnis, moralisch und konsequent zu handeln.

Tobias Haberl: «Die grosse Entzauberung – Vom trügerischen Glück des heutigen Menschen», Blessing-Verlag 2019, 288 S., ca. 29 Fr.

Da fühle ich mich doch glatt angesprochen. :shame:

Habe nämlich genau gestern Abend noch etwas rumgesurft mit dem Gedanken, wie ich mehr Leser auf diesen Blog kriege. Letztendlich ist dies nichts anderes als eben dieser Wunsch, wahrgenommen zu werden...

Natürlich bin ich beim surfen auf viele Ratschläge gestossen. Einträge in Blog-Verzeichnisse erstellen, Verlinkung mit Facebook (und anderen Social-Media-Kanälen, die ich jedoch nicht nutze), Beiträge auf relevante Google-Keywords erstellen, und Einiges mehr. Letztendlich basiert auch die geäusserte Idee, eine einfachere URL zu wählen, auf dem gleichen Bedürfnis nach Wahrnehmung und Anerkennung.

Alle diese Ideen habe ich wieder verworfen. Wenn ich mich nämlich rückbesinne auf den Grundgedanken dieses Blogs, dass dies mein elektronisches Gedächtnis sein soll, dann brauche ich gar nicht mehr Leser. Dann genügt es, wenn ich den Blog lese... ;-) (sagt der Narzist)

Es zeigt aber auch, dass ich ziemlich Mainstream-mässig ticke. Auch ich sehne mich nach Wahrnehmung und Anerkennung. Am liebsten hätte ich täglich Kommentare die mir bauchpinseln... wie toll doch dieser Blog sei... :shame:

(alles) FAKE

Zuerst: HAPPY NEW YEAR!

War "Fake News" das Unwort des Jahres 2018 oder 2017? Ich weiss nur, dass "Fake News" zwei Wörter sind und nicht nur eins. ;-)

However. Es wird in letzter Zeit viel über Filterblasen und zurechtgeschneiderte Internet-Information geschrieben und gesprochen. Je ausgefeilter die Algorithmen von Google, Facebook, Twitter und Konsorten werden, desto genauer wissen Sie, was wir lesen, wo wir klicken/tippen und demzufolge, was uns interessiert. Und so zeigen Sie uns vorwiegend Dinge und Informationen, die "zu uns passen". Das hilft mir natürlich um meine Meinung zu festigen. Positiv ausgedrückt.

Ein anderes Dilemma erkenne ich bei SPAM-EMails. Seit 1994 verfüge ich über eigene E-Mail-Adressen. Natürlich über mehrere. Privat, Halbprivat, Geschäft, etc. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis SPAM zunimmt. Auf meinem ältesten EMail-Account den ich noch nutze, kriege ich am meisten SPAM/Schrott. Wer kennt es nicht? Ein Bankmanager aus Afrika will mit meiner Hilfe XX Millionen Dollar eines verstorbenen Kunden nach Europa transferieren. Dafür braucht er meine Hilfe und entlöhnt mich dabei mit X Millionen... Die neuste Pille verspricht einen Waschbrettbauch innert 30 Tagen ohne Sport und ohne zu hungern... oder eine Dauererektion für 10 Stunden Nonstop-Sex... oder einen Lottogewinn für dessen Auszahlung ich nur noch meine Bankverbindung angeben soll... oder Bitcoin-Millionen... oder 100%ige Börsentipps... oder... you name it! Über die Jahre stumpft einem das Ganze langsam aber sicher ab...

Und man stellt zudem fest, dass all die SPAMer, SCAMMer, PHISHer immer cleverer und perfider werden. Aus purem Eigenschutz kann man gar nicht anders, als gegen alles Unbekannte und Fremde misstrauisch zu werden. Ja. Mittlerweile lösche ich eigentlich alle EMails, deren Absender ich nicht persönlich kenne. - Nur: so lerne ich auch nichts Neues mehr kennen und bewege mich in meiner bekannten Blase.

Im Grossen kommt der Verdacht auf, dass es gar keine uninterpretierte Wahrheit mehr gibt. Noch schlimmer: Vielleicht hat es die gar nie gegeben... Es kommt alles als eine Meinung daher, die uns irgendwie beeinflussen will. Vielleicht hat das auch mit der unglaublichen Schnelllebigkeit des Mediums Internet zu tun. Eine Wahrheit ist so schnell erzählt, dass noch viel Zeit und Platz bleibt um diese Wahrheit auszuschmücken, zu analysieren und zu interpretieren. Irgendwie muss man Alles aufpeppen und dem möglichen Leser schmackhaft machen, weil jeder Schreiber/Autor/Journalist/Publizist heutzutage von Klicks/Likes/Shares und Followern lebt... und nicht davon, wie wahr und informativ seine Story ist.

Vor ein paar Wochen vermeldete DER SPIEGEL, dass einer ihrer bestdekorierten und mit vielen Auszeichnungen gewürdigter Journalist zumindest Teile seiner Stories erfunden hat. Man muss fast annehmen, dass eben diese erfundenen Ausschmückungen sehr gut angekommen sind und er genau deswegen diese Preise gewann... Was soll man dazu sagen? Wem kann man denn noch glauben?

Der amerikanische Lügen-Präsident treibt das alles noch auf die Spitze. Man kann es wirklich niemandem mehr verübeln der sagt: "Ich glaube nichts mehr! Das ist alles Fake-News! Alle wollen mich nur beeinflussen und mir so letztendlich das Geld aus der Tasche ziehen!"

Tja... Finden wir denn überhaupt noch ein gemeinsames Fundament von dem aus wir konstruktiv diskutieren können? Wenn wirklich alles in Frage gestellt ist braucht es auch keine Diskussion mehr, weil eh keiner mehr dem Anderen glaubt. Man will auch nicht mehr dazulernen, denn somit würde man sich ja beeinflussen lassen. Man sucht nur noch Bestätigung und die braucht keine Diskussion. Eine Wiederholung des Bekannten und ein Kopfnicken reicht. Alles andere ist FAKE!

 

Ich glaube, dass ich schon früher einmal in diesem Blog darüber geschrieben habe. Das grösste Problem von Algorithmen besteht darin, dass sie aus einer Vergangenheit eine gleichartige Zukunft errechnen. Das erzeugt diese Blasen des immer gleichen. Das Alte holt uns immer wieder ein und bestärkt uns darin. Egal ob die Vergangenheit gut und richtig war oder schlecht und falsch...

facebook verliert Daten

Dieses Jahr nutzte ich facebook als BIKE BUTLER ziemlich intensiv. Das ist so quasi unser Weblog geworden. Das BIKE BUTLER Schaufenster zur online-Welt. Wir dokumentieren da unsere Arbeit und betreiben damit Kontakt- und Kundenpflege. Anfang 2013 hatten wir 30 "Gefällt mir", aktuell sind es 258! Nicht schlecht. Ist doch schon eine markante Steigerung der Beliebtheit (in diesem beschränkten Kosmos)...

Den Aufwand und Zeit die wir dafür aufwenden, erachten Arjun und ich als eine Investition in die Zukunft. Wir versuchen eine Stimmung und Botschaft zu vermitten, die da lautet: Zeig den Menschen wie gut und toll Rikscha fahren sein kann, so dass sie entweder Kunden werden wollen oder als bestehende Kunden wieder kommen. Neue Kunden sollen der Ersterfahrung willen mit uns fahren und das Erlebnis auf sich wirken lassen. Bestehende Kunden möchten die Erfahrung auffrischen oder sie mit jemand Anderem teilen und ein paar unermüdliche Wiederholungstäter werden zu Freunden der Fahrer...

Heute abend wollte ich mir auf facebook mein BIKE BUTLER Jahr 2013 Revue passieren lassen und dabei stellte ich fest, dass in der Chronik viele alte Beiträge verschwunden sind. Sie werden einfach nicht mehr angezeigt. Sie sind nicht gelöscht und können auch gesucht werden, doch in der Chronik erscheinen sie nicht mehr. Das ist mir bereits früher einmal aufgefallen. Zum teil gibt es Lücken von mehreren Tagen. Heute fehlt z.B. das Unterwasserfoto vom 11.11., oder das Bild zu meinem Geburtstag am 02.10., oder die 102 km Rekordfahrt vom 07.07. und vieles mehr. Das ist irgendwie schade (und traurig). Da geht Mühe und Aufwand einfach verloren...

Es zeigt sich, dass facebook kein verlässlicher Speicherpartner ist. Mir wichtige Dinge sollte ich also nicht (nur) auf facebook festhalten, sondern hier in diesem Blog oder auf der Bike Butler Homepage. Da bin ich Eigentümer meiner Daten und kann dafür sorgen, dass nichts einfach so verschwindet oder verloren geht.

Blöd ist halt, dass ich so quasi alles 2x einpflegen muss. Einmal auf facebook und einmal "privat" im Blog oder auf der Homepage. Wobei... es sollte doch möglich sein, dass man Blogbeiträge zusätzlich als facebook-Statusmeldung abspeichern oder per Mausklick dahin exportieren kann. Ich könnte einen Blog in bikebutler.ch einbauen und diese Einträge auf Wunsch zu facebook/bikebutler speichern und hier könnte ich entscheiden, ob ich einen geschriebenen Blogeintrag für den facebook-Account /beatmenzi freigeben möchte. Das würde dann aber auch bedeuten, dass Arjun neu die Blog-Software benutzen muss und nicht mehr direkt auf die bikebutler-facebook Seite posten soll. Dafür bräuchte er einen Account, Login-Daten und etwas Übung. Alles machbar. Vielleicht hat ja ein Leser eigene Erfahrungen mit dem Export von Blogbeiträgen an facebook und kann darüber berichten.

Aufzeichnung "Aeschbacher"

3D-Bild

Ein Rikscha-Kunde macht auch Aufnahmen in 3D. Er hat mir das nebenstehende Foto zugeschickt. Mit blossem Auge wird einem beim Betrachten des Bildes etwas schummerig. Mit einer ro/grün 3D Brille wird das Bild aber unglaublich plastisch und der 3D-Effekt kommt voll zum tragen. Vielen Dank für das Bild!

Kein Anschluss unter dieser Nummer

Ich schätze mal, dass ich schon über 15 Jahre einen mobilen Telefonanschluss habe. Oder wie man in der Schweiz sagt, ein Natel. Es begann mit einem Natel D International Vertrag für 75 Franken pro Monat Grundgebühr. Für die "schöne" Nummer bezahlte ich schon 1995 sechzig Franken. Obwohl, sooo schön war nun 079 421 50 25 auch wieder nicht (doch mehr wollte ich damals nicht ausgeben).

Diese Handynummer hatte ich bis gestern. Nun kommt die Ansage: "Diese Nummer ist ungültig oder nicht mehr in Betrieb." Es sieht so aus, als ob mein Änderungsantrag (Montag) zu spät kam und mein lieber Arbeitgeber den Anschluss bereits deaktivierte. Das Blöde dabei ist, dass deaktivierte Abos nicht transferiert werden können und ich somit die Nummer nicht mehr kriege.

In einer einfachen Welt wäre das alles nicht wirklich ein Problem. Ich würde wen anrufen, der aktiviert die Nummer bei Swisscom wieder und die ändern den Abotyp zu einem Privatabo. Nur leider leben wir nicht in einer einfachen Welt. Mein Arbeitgeber organisiert das ganze Mobile-Geschäft für Europa aus Asien. Das heisst: Ich müsste einen internen Antrag stellen, welcher via Indien und England nach Zürich zur Swisscom geschickt wird. Dieser Antrag müsste von meinem Vorgesetzten bewilligt werden und bestimmt noch weitere Kriterien erfüllen, die mich schon in Gedanken schwindlig werden liessen.

NEIN! Ich will nicht mehr! Ich will eine einfachere Welt und das heisst in diesem Fall ganz einfach LOSLASSEN! Was interessiert mich meine alte Handy-Nummer denn? Das sind nur ein paar Zahlen. Wer wirklich mit mir in Kontakt treten will, wird Mittel und Wege finden um auch meine neue Mobilenummer herauszufinden. Mit einem SMS an alle Freunde sind die mir wichtigsten Menschen ja schnell informiert. Das ist einfach nur ein weiterer, kleiner Schritt in der Loslösung aus meinem alten Leben...

Zum Schluss kann ich der ganzen Geschichte auch noch etwas Positives abgewinnen. Nun war ich plötzlich frei in der Wahl des Abotyps und konnte so auch gleich auf PrePaid wechseln. Nun bin ich Natel easy liberty uno Kunde. Sunrise oder Orange waren für mich kein Thema. Solange ich es mir leisten kann, unterstütze ich lieber Schweizer Firmen. Ich habe gleich einmal 100 Franken Guthaben aufgeladen und bin gespannt, wie lange das reicht.

my name is ...

Seit ich blogge, habe ich wohl noch nie über eine Fernsehserie berichtet.Einmal ist immer das erste Mal und so will ich es heute also tun. Seit ein paar Monaten läuft jeweils am Donnerstag auf ORF1 die zweifellos amerikanische Serie my name is Earl.

Es geht dabei um einen kauzigen Typen, der irgendwie ein Erleuchtungserlebnis hatte und daraufhin eine lange Liste seiner Sünden niederschrieb. Das war nun sein Karma. Er sah es als Aufgabe an, alles wieder gut zu machen um so sein Karma zu bereinigen. (Nette Idee). Jede Serie zeigt nun eine dieser Sünden und vor allem natürlich, wie Earl (und sein Bruder) damit umgeht. Vieles ist völlig überzogen dargestellt, doch im Grundsatz finde ich die Sendung noch nett und witzig aufgemacht. Etwas für die Seele. Mal kein Mord und Totschlag und  keine Arztserie.

Leider kommt die Sendung jeweils ziemlich spät abends und so wichtig finde ich es dann doch nicht, dass ich mich mit dem Videorekorder herumschlagen würde. Deshalb  habe ich bisher erst vielleicht 6 oder 7 Sendungen gesehen. Und ja, heute auch eine. Bisher fand ich alle  Serienteile ganz nett. Vielleicht liegt es auch daran, weil eine Sendung nur etwa eine halbe Stunde dauert. ;-)

Ich mach mir wohl auch mal so eine Liste..........................

29er Artikel in der bike

Ich kaufte heute die September 2007 Ausgabe der deutschen Zeitschrift bike. Dies deshalb, weil darin ein mehrseitiger Artikel über 29er Bikes abgedruckt ist. Darin werden zwei Stumpjumper-Bikes mit verschiedenen Radgrössen miteinander verglichen. Zum Schluss wurde folgende +/- Bilanz für die Tentyniner gezogen:

+ rollt leichter über Hindernisse
+ Spurstabiler als 26 Zoll
+ Niedrigerer Rollwiderstand

- Etwas träger in Kurven
- Schwache Laufradsteifigkeit
- Begrenzte Auswahl an Komponenten
- Nur wenig Federweg möglich

Interessant fand ich, dass im ganzen Artikel kein Bezug zur Grösse des Fahrers hergestellt wurde. Ich persönlich denke nämlich, dass für Biker unter z.B. 1,75m ein 29er schlicht unnötig ist. Da passt ein herkömmliches MTB mit 26 Zoll Rädern ganz ausgezeichnet und das Mehrgewicht der grösseren Räder frisst wohl viele Vorteile eines 29er wieder weg.

Wie auch immer. Der Bericht an sich war positiv und so wie es aussieht, werden in den nächsten Jahren wirklich mehr 29er Bikes und Ersatzteile verfügbar sein. (Es soll ja nicht jeder 7 Monate auf einen Rahmen warten müssen...). Vor allem im Reifenbereich würde ich mir mehr Auswahl wünschen. Das scheint schon bald besser zu werden.

Aufreger

1. SVP

Wer meinen Blog liest hat schon längst bemerkt, dass ich ein Linker und Netter bin. Dennoch bin ich mich mit politischen Aussagen sehr vorsichtig weil ich weiss, wie geprägt ich von den Informationen bin, die ich kenne und einordnen kann. Mit zunehmendem Alter oder zunehmendem Wissen stelle ich dann und wann aber  fest, dass ich mich früher getäuscht habe; dass das was damals richtig war, heute falsch oder zumindest nicht mehr ganz richtig ist. Und so kann ich in zehn Jahren ja auch anders von den Dingen denken, die ich heute für richtig halte. Wie auch immer...

Im heutigen Tagionline las ich folgenden Artikel. Diese Partei geht mir wirklich auf die Nerven! Das ist alles so destruktiv. Diese Schweizerische Volkspartei  hat keine Vision von Zukunft und deshalb träumen sie in der Vergangenheit. Sie nörgeln immer rum und zeigen mit den Fingern stets auf Andere. Das  ist einfach unnütz und lästig, wie eine Ameise die einem das Bein hochkrabbelt, wie der Hund der einem in die Wade beisst, der Klumpen am Fuss.

2. Der Beginn des Swissair-Prozesses

Hier der Artikel. Ich befürchte, dass es nach der grössten Wirtschafts- und Finanzpleite der Schweiz nun noch zum grössten Justizdebakel kommt. Ich befürchte, das wird nichts. Aber ich würde mich gerne eines Besseren belehren lassen. Auch diesmal wird alles vom Steuerzahler finanziert... wie schon die wieviel? 500 Millionen oder 2 Milliarden?

Spät gezündeter Turboboost

Wer weiss, vielleicht hat das Zeitungs-Bashing ja doch genutzt. Auf alle Fälle hatte ich heute abend einen Termin bei der Lokalredaktion des Tages Anzeigers. Das hat mich natürlich gefreut und nun bin ich gespannt auf den Artikel, der demnächst erscheinen wird. Werde bestimmt zu gegebener Zeit hier darüber berichten. Ich hoffe doch sehr, dass sich darauf Schwimmerinnen und Inlinescaterinnen ohne Ende melden.

Also auch hier nochmal: Wir suchen für unser 5er Team am 7-tägigen Gigathlon 2007 noch zwei Frauen. Eine sollte 7x Inline scaten und die Andere 7x schwimmen. Interessentinnen bitte melden!