nicht 100 Prozent

geklautes Beispiel-Bild
geklautes Beispiel-Bild

Morgens um 10:00 Uhr hatte ich eine Rikscha-Rundfahrt von eineinhalb Stunden. Auf der Fahrt zum Treffpunkt zeigte eine Aussentemperaturanzeige +3° Grad. Noch bedeckte Hochnebel den Himmel doch es war absehbar, dass sich der Nebel lichten wird. Nach der Rundfahrt machte ich eine Kaffeepause. Mir war kalt. Trotz ausreichend Kleidung und Themosocken.

Derzeit ist nicht viel los in der Stadt. Überall werden Weihnachtsstände und -märkte aufgebaut. Am kommenden Donnerstagabend startet dann der ganze Vorweihnachtszirkus. Einerseits freue ich mich darauf, andererseits ist dieser kultivierte Konsumwahn doch irgendwie... ähm... sonderbar?... eklig?... unzeitgemäss? Tja, the show must go on! Das Fest der Liebe ist hierzulande vor allem zu einem Fest des Geldes geworden. Dem kann ich nur noch irgendwie zynisch begegnen. Tja, ist halt so.

Wie auch immer. Ich entschied mich kurz nach Mittag, nach Hause zu fahren. Die Sonne setzte sich wirklich langsam durch. Vielleicht noch eine kurze Runde mit dem Mountainbike?

Auch nach einem heissen Kaffee zuhause war mir an Füssen und Knie noch immer kalt. Wieder nach Draussen in die Kälte? Ich weiss ja nicht. Etwas essen, etwas surfen... nun ist der Himmel mehrheitlich blau. Es wäre zu schade, den Nachmittag in der warmen Stube zu vergeuden. Ich ziehe eine Jacke und Winterschuhe an und putze das TREK 1120 an einem windstillen Plätzchen an der Sonne. So kann ich auch ohne kalten Fahrtwind noch etwas Vitamin D tanken und mich am Bike erfreuen. ;-)

Es gibt halt so Tage, an denen man sich -trotz gutem Willen- nicht so richtig zum 100%-Programm durchringen kann. Zudem nimmt mein Kälteempfinden mit steigendem Alter zu. Ich mag das nicht toll finden, was aber nichts daran ändert.

easy sunday

in Zürich, Schwäne am Utoquai

Nach einem späten Frühstück wollte ich das dreckige Mountainbike putzen, damit es an diesem Sonntag sauber in der Garage auf die nächste Ausfahrt warten kann... ;-)

Danach tranken meine Frau und ich noch gemütlich einen zweiten Kaffee und besprachen, was wir heute unternehmen wollen. Tourasia-Rikscha mit neuem DesignGegen Ende der Woche habe ich eine neu bedruckte Rückwand für meine Tourasia-Rikscha erhalten und diese Rückwand sollte natürlich rasch montiert werden. Auf dem Motorrad kann ich sie aber nicht transportieren und so entschieden wir uns, dass wir diesen Auto-Transport mit einem Spaziergang in der Zürcher Innenstadt verbinden. Für den nächsten Tourasia-Newsletter sollten noch ein paar aktuelle Rikscha-Bilder her und deshalb sind wir mit der Rikscha noch kurz aus der Garage gefahren um ein paar Fotos bei Tageslicht zu machen. Auch gleich erledigt - sehr gut. Danach parkierten wir das Auto in der Altstadt und flanierten etwas durch die Stadt. Mit einem kleinen Imbiss bewaffnet setzten wir uns dann beim Utoquai ans Seebecken, blinzelten in die Sonne und sahen zu, wie viele hier die Schwäne fütterten.

Danach sind wir noch etwas durch die Einkaufsstrassen gebummelt, leisteten uns etwas feine Schokolade bei Teuscher und tranken einen (nicht mal sehr teuren) Latte Macchiato in der neuen Bar45, beim UBS-Hauptsitz, an der Bahnhofstrasse. Alles ganz easy und sonntäglich... :th_up:

schlechtes Gedächtnis

Man kann durchaus behaupten, dass ich ein ziemlich schlechtes Gedächtnis habe. Es passiert mir z.B. andauernd, dass sich Fahrgäste bei der Begrüssung mit Ihrem Vornamen vorstellen und ich zwei Minuten später nicht mehr den geringsten Schimmer habe, wie sie heissen.

Heute war ich für eine Rundfahrt in Neu-Oerlikon gebucht. Wie immer war ich pünktlich vor Ort und schon bald traten meine Kunden an mich heran. Ich schaute mir die zwei Frauen an und war mir nicht bewusst, dass ich sie schon je zuvor gesehen habe. Während der Fahrt erzählten sie mir dann, dass sie nun schon zum vierten Mal mit mir unterwegs sind. Seit vier Jahren buchen sie immer im Herbst eine Rundfahrt und erkunden dabei immer einen anderen Stadtteil von Zürich. Im letzten Herbst seien wir gemeinsam durch Zürich West gefahren und das sei Ihnen noch in bester Erinnerung... Ehrlich? :shame: Ich sah mir die zwei Frauen nocheinmal an und stellte dennoch fest, dass da gar nichts klingelt. Meinerseits ist da nicht ein Hauch einer Erinnerung hängen geblieben. :shame:

Natürlich könnte ich jetzt rationale Gründe vorbringen wie: Ich fahre pro Jahr geschätzte 600 Mal Kunden mit der Rikscha durch Zürich. Ich sitze vorne und die Kunden sitzen hinter mir. Nur wenn ich Ihnen etwas erzähle oder beschreibe, drehe ich mich zu ihnen um und schaue in Ihre Gesichter. Die meiste Zeit schaue ich nach vorne, auf den übrigen Verkehr, auf Fussgänger und auf den Weg, den ich einschlagen möchte. Ich treffe so viele neue, mir unbekannte Menschen, dass ich sie mir unmöglich alle merken kann.

Die Wahrheit ist jedoch viel einfacher. Ich lege keinerlei Wert auf ein gutes Gedächtnis. Im Gegenteil: Ich liebe es zu vergessen! Vergessen macht glücklich! Was interessiert mich denn der Schnee von gestern? Das ist vorüber und vorbei.

Diese grundlegende Haltung habe ich schon seit vielen Jahren und das hilft dann in den Situationen, wie oben geschildert, überhaupt nicht. Natürlich ist mir das manchmal peinlich, doch so funktioniere ich nun mal. Obwohl in der Allgemeinheit ein gutes Gedächtnis und Erinnerungsvermögen als positive Eigenschaften gelten, so ist mir persönlich das überhaupt nicht wichtig. Ja, ich glaube wirklich, dass Vergessen ein wichtiger Bestandteil ist, um glücklich zu sein. Ich habe doch schon einige Menschen kennengelernt, die all die negativen Erfahrungen ihres Lebens einfach nicht vergessen können, verbittert werden und kaum mehr Lebensfreude finden. Das soll mir nicht passieren.

Das bringt mich dann auf diesen Blog, dem ich ja den Untertitel "externes Gedächtnis, seit 2005" gegeben habe. Ich erzähle hier vorwiegend positive Geschichten aus meinem Alltag. Das ist kein Mecker-Blog, wo ich meinem Frust Ausdruck verleihe und mich gross über Dinge auslasse, die mich stören. Das interessiert mich einfach nicht. Wenn ich hier in der Vergangenheit stöbere, dann lese ich gerne über die kleinen Dinge, die mich gefreut haben.

Natürlich ist auch bei mir nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Es gibt auch ab und an mal kritische Beiträge oder ich berichte über Unfälle, Verletzungen oder Krankheit. Doch die Grundstimmung ist positiv. Sich ans Gute erinnern und das Schlechte vergessen, das finde ich einen praktikablen Lebensgrundsatz. Denn wenn es mir mal wirklich schlecht gehen sollte, dann kann ich mich hier an vielen positiven Beiträgen erfreuen und dadurch wird mir dann sicher (oder hoffentlich) bewusst, dass die grundsätzliche Bilanz positiv ausfällt. Diese Idee gefällt mir. :-)

Motivationsloch

In den letzten Jahren fiel ich meist so gegen Ende August in ein Motivationsloch. Die anstrengenden Monate Juni, Juli und August beginnen insofern Wirkung zu zeigen, dass ich mental ermüde. Meist bin ich in diesen Monaten mehr als 20 Tage mit der Rikscha in der Stadt Zürich unterwegs und während dieser Hochsaisonperiode gilt es wirklich fit und präsent zu sein. Doch auch als Rikschafahrer ist es wie in jedem anderen Beruf, es gibt viel Repetition und Gleiches, Unterschiede gibt es nur in Nuancen. Etwas andere Gäste, etwas wärmer/kälter, der eine oder andere Event...

Die körperliche Anstrengung stecke ich -nach wie vor- gut weg. Mit genügend Schlaf ist das gut zu bewältigen. Wie oben geschrieben ist es auch keine körperliche, sondern eine geistige Ermüdung, die zu diesen Motivationsproblemen führt.

Mit der wiederaufflammenden Freude am Mountainbiken habe ich mir dieses Jahr mehr Ruhetage gegönnt als die Jahre zuvor. Wenn ich zu Wochenbeginn keine Buchungen habe und das Wetter nicht wirklich top ist, bleibe ich auch einfach mal zu Hause und mache dann eine Biketour in der Umgebung. Vielleicht ist es deshalb nun Mitte September geworden, bis ich diese Lustlosigkeit zu spüren beginne. Ich reagiere empfindlicher auf schlechte Tage und fange dann rasch an die Sinnfrage zu stellen... Natürlich weiss ich, dass dies doof ist und eigentlich nichts bringt. Trotzdem erlebe ich auch dieses Jahr wieder dieses Motivationsloch. Hoffentlich geht es bald vorüber...

gute Aussicht

Glücklicherweise war es heute morgen draussen trocken und so konnte ich den milden Dezembertag an der frischen Luft verbringen. Ich wollte zwei, drei Besorgungen machen und die konnte ich gut mit dem Fahrrad erledigen.

Das Graffitti rechts hat mir gut gefallen. L.G.2011. Was der Spayer damit wohl sagen wollte? Ich interpretierte daraus: "Liebe Grüsse aus dem Jahr 2011". Ein Jahr der Befreiung! Es wurde die Waffe gezückt und abgedrückt, doch es schoss keine Kugel heraus, sondern ganz langsam entwickelt sich eine Kaugummiblase in Herzform... Was passiert wohl 2012, wenn diese Liebesblase platzt? Das setzte ganz viele Bilder und Assoziationen in meinem Kopf frei. Ägyptischer Frühling. Arabische Volksbefreiung. Europäische und globale Finanzkrise. Persönliche Berufsentwicklung. Überall wurde im 2011 gehandelt (die Waffe gezückt und abgedrückt) und überall ist das Ende noch ungewiss... Der Spayer malte ein Herz... Trotz Ungewissheit und Geburtsschwierigkeiten, sind das doch eher gute Aussichten...

bin wieder da

Der PC brauchte fast zehn Minuten, bis er nach all den Updates voll funktionsfähig war. Nur zwei Wochen online-Abstinenz bringen acht Windows-Updates mit sich. Unglaublich.

In den letzten zwei Wochen waren Karin und ich mit Freunden bei deren Verwandten in Süditalien. Dabei konnte ich einige Höhepunkte meiner Sommerveloreise nochmals sehen und gemeinsam mit Karin erleben. Das war wirklich sehr schön. Derzeit kopiere ich die Ferienfotos auf die Festplatte und sehe sie durch. Einzelne Bilder werde ich als Gedankenstütze wohl noch in den Blog einfügen.

Nun ist es erstmal vorbei mit den Ferien. Überhaupt, ich weiss gar nicht mehr genau, wann ich Ferien habe und wann nicht. Seit Ende April arbeite ich nun nicht mehr und habe sozusagen immer Ferien. Eine an sich glückliche Situation, die jedoch nicht von noch allzu langer Dauer sein sollte. Ich zehre in dieser einkommenslosen Zeit von der aufgebauten Substanz und die reicht nicht ewig. Deshalb habe ich mich nun für eine professionelle Standortbestimmung und Laufbahnberatung entschieden. Ich möchte meine Situation mit erfahrenen Berufsberatern diskutieren und erhoffe mir qualifiziertes Feedback, Anregungen und Ideen für die weitere berufliche Zukunft. Der Starttermin dazu ist jedoch erst in zwei Wochen.

Bis dahin wird mich der Bau des Gartenhauses auf Trab halten. Ich muss nun die Seiten- und Trennwände bestellen und alles soweit vorbereiten, dass zum Schluss nur noch Türen und Fenster eingebaut werden können. Doch das ist noch ein langer Weg. Erst einmal Holz bestellen und anpassen, dann streichen und fertig montieren. Das dauert bestimmt auch noch zwei Wochen. Elektrisches Licht und Steckdosen werde ich wohl auch noch installieren wollen... das nimmt vorerst mal kein Ende.

Der Rahmen steht

Fast die ganze Woche arbeitete ich im Garten und am neuen Gartenhaus. Am Montag machte ich den Boden fertig, am Dienstag wurde der Holzrahmen aufgebaut, Mittwoch und Donnerstag baute ich das Dach auf und heute Freitag war Zeit für all die kleinen Arbeiten, die noch zu erledigen waren. Wie z.B. neue Rasenerde mit Samen an der Platzkante anbringen oder die Schnittflächen der gekürzten Dachlatten aussen 2x weiss streichen, oder eine Silikonfuge an der oberen Kante des Wandabschlusses anzubringen, oder die übrig gebliebenen Gartenplatten sauber versorgen und die abgefrästen Stücke zum Entsorgen bereitlegen, oder...

Montagabend Pilates und Mittwochabend Yoga, das war mein Sportprogramm. Angesichts der vielen körperlichen Arbeit der letzten zwei Wochen bin ich zufrieden damit. Natürlich wäre es auch herrliches Bikewetter gewesen und man hätte schöne Herbsttouren fahren können, doch dafür fehlte mir die Zeit, respektive ich wollte sie -wie oben geschildert- anders nutzen. Muskelkater im Rücken, in den Schultern, den Unterarmen, sowie den Händen und Fingern sind auch Erfahrungen, die von körperlicher Aktivität zeugen. Hat Spass gemacht.

real life

Ich bin nicht verschwunden oder so, doch das echte Leben interessiert mich derzeit mehr, als Zeit vor dem PC zu verbringen. Und wenn ich online bin, informiere ich mich lieber gemäss meinen Interessen, als dass ich selbst Inhalt produzieren möchte. Hinzu kommt, dass man unreife Themen nicht im öffentlichen Internet ausbreiten sollte (betrifft meine berufliche Situation).

Die zweimonatige Sommerreise ist mir natürlich immer noch sehr präsent und ich merke an kleinen Details, dass sich in mir etwas verändert hat. Ich bin nun zwar wieder zuhause und doch erlebe ich dieses zuhause irgendwie anders. Die Reise war eine sehr spezielle Erfahrung und irgendwie beginne ich einzelne Auswirkungen nun langsman zu verstehen. Gut so.

Im echten Leben bin ich seit dem letzten Blogeintrag vor allem mit dem Ersatz des alten Gartenhäuschens beschäftigt. Was als kleine Idee anfing, artet zusehens in ein grosses und arbeitsintensives Projekt aus. Derzeit schaufle und pickle ich Erde aus dem Garten um danach einen wirklich flachen Steinplattenboden verlegen zu können. Nach der Offerte des lokalen Gartenbauers entschied ich mich, diese Arbeiten selber auszuführen. Zeit habe ich ja und körperliche Arbeit kann ja auch mal nicht schaden.

Natürlich war ich auch öfters mal auf dem Bike. Immer von zuhause aus und meist auf bekannten (und schon fotografierten) Trails. Darüber muss ich ja auch nicht jedesmal berichten.

Über mein derzeitiges und zukünftiges Blog-Verhalten mache ich mir keine besonderen Gedanken und lasse es einfach mal fliessen...

füllen des Vakuums

Die letzten drei Wochen dienten vor allem dazu, die in den knapp neun Wochen der Veloreise entstandenen Bedürfnislöcher zu stopfen. Am Anfang standen natürlich die naheliegenden Geschichten wie Dusche, Bett und Essen. Dabei genoss ich die zuvor vermissten Ressourcen ganz besonders. In der ersten Woche kochte ich uns so ziemlich alle meine Lieblingsgerichte und war froh, dass die Zeit von Linguine und Pizza vorbei war.

Gleich danach machte ich mich an das Mobilitätsloch. Velofahren ist zwar toll und schön, doch wenn es nur darum geht möglichst schnell, einfach und komfortabel von A nach B zu kommen, bietet das Auto halt schon viel mehr. Aus welchen Gründen auch immer entschied ich mich dann aber kurzfristig um und kaufte statt einem Auto ein Motorrad. Ziel ist eigentlich, dass der Töff das Auto ersetzen soll, doch man muss mal sehen, was ich im Herbst und Winter oder nach einer längeren Schlechtwetterperiode von dieser Idee noch halte. Momentan ist es natürlich cool, mit einem so neuen und tollen Motorrad durch die Gegend zu fahren.

Als Nächstes dann die Beziehungs- und Kommunikationslöcher wieder auffüllen. Nach den zwei Monaten alleine sein brannte ich natürlich darauf, Freunde wieder zu treffen und mich mit ihnen auszutauschen.

Dann endlich wieder einmal andere sportliche Betätigungen ausüben als "auf der Strasse Velo fahren". Wieder mit Freunden durch Wälder biken und Singletrails fahren, mit Karin ins Pilates und in die Yogastunde.

Hinzu kam dann noch die Garten/Gartenhausgeschichte, wo ich auch Energie und Zeit investieren konnte. Und so vergingen diese drei Wochen wie im Flug und das bloggen ist merklich ins Hintertreffen geraten.

Kein Anschluss unter dieser Nummer

Ich schätze mal, dass ich schon über 15 Jahre einen mobilen Telefonanschluss habe. Oder wie man in der Schweiz sagt, ein Natel. Es begann mit einem Natel D International Vertrag für 75 Franken pro Monat Grundgebühr. Für die "schöne" Nummer bezahlte ich schon 1995 sechzig Franken. Obwohl, sooo schön war nun 079 421 50 25 auch wieder nicht (doch mehr wollte ich damals nicht ausgeben).

Diese Handynummer hatte ich bis gestern. Nun kommt die Ansage: "Diese Nummer ist ungültig oder nicht mehr in Betrieb." Es sieht so aus, als ob mein Änderungsantrag (Montag) zu spät kam und mein lieber Arbeitgeber den Anschluss bereits deaktivierte. Das Blöde dabei ist, dass deaktivierte Abos nicht transferiert werden können und ich somit die Nummer nicht mehr kriege.

In einer einfachen Welt wäre das alles nicht wirklich ein Problem. Ich würde wen anrufen, der aktiviert die Nummer bei Swisscom wieder und die ändern den Abotyp zu einem Privatabo. Nur leider leben wir nicht in einer einfachen Welt. Mein Arbeitgeber organisiert das ganze Mobile-Geschäft für Europa aus Asien. Das heisst: Ich müsste einen internen Antrag stellen, welcher via Indien und England nach Zürich zur Swisscom geschickt wird. Dieser Antrag müsste von meinem Vorgesetzten bewilligt werden und bestimmt noch weitere Kriterien erfüllen, die mich schon in Gedanken schwindlig werden liessen.

NEIN! Ich will nicht mehr! Ich will eine einfachere Welt und das heisst in diesem Fall ganz einfach LOSLASSEN! Was interessiert mich meine alte Handy-Nummer denn? Das sind nur ein paar Zahlen. Wer wirklich mit mir in Kontakt treten will, wird Mittel und Wege finden um auch meine neue Mobilenummer herauszufinden. Mit einem SMS an alle Freunde sind die mir wichtigsten Menschen ja schnell informiert. Das ist einfach nur ein weiterer, kleiner Schritt in der Loslösung aus meinem alten Leben...

Zum Schluss kann ich der ganzen Geschichte auch noch etwas Positives abgewinnen. Nun war ich plötzlich frei in der Wahl des Abotyps und konnte so auch gleich auf PrePaid wechseln. Nun bin ich Natel easy liberty uno Kunde. Sunrise oder Orange waren für mich kein Thema. Solange ich es mir leisten kann, unterstütze ich lieber Schweizer Firmen. Ich habe gleich einmal 100 Franken Guthaben aufgeladen und bin gespannt, wie lange das reicht.