Schweizer Bevölkerungsstatistik

Im heutigen Tagesanzeiger gelesen. Eine Meldung von AP. Will ich einfach als Zeitdokument speichern. Unkommentiert und wertfrei.

Zum ersten Mal hat die Zahl der in der Schweiz wohnhaften Personen aus der EU und der Efta die Millionengrenze überschritten. Am grössten war die Zuwanderung aus Deutschland, wie das Bundesamt für Migration gestern mitteilte. Ende August lebten rund 224'000 Deutsche in der Schweiz, über 36'000 mehr als noch vor Jahresfrist.. Am zweitgrössten war die Zuwachsrate bei Staatsangehörigen aus Portugal mit einem Plus von rund 14'000 Personen, gefolgt von denjenigen aus Frankreich, Grossbrittanien und Österreich.

Am 31 August lebten rund 1,6 Millionen Ausländer in der Schweiz. Innert Jahresfrist stieg die Zahl um 0,7 Prozent. Der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung machte damit 21,3 Prozent aus. Die Zunahme ist insbesondere auf Personen aus der EU- und der Efta-Staaten zurückzuführen. Deren Zahl erhöhte sich innerhalb eines Jahres um 7,9 Prozent auf 1'007'017 Personen. Die Zahl der Ausländer aus Nicht-EU-Staaten nahm nur um 0,5 Prozent zu. Der grösste Rückgang wurde bei Staatsangehörigen aus Serbien verzeichnet, gefolgt von Bosnien-Herzegovina, Kroatien, Sri Lanka und der Türkei.

Gemäss diesem Bericht lebten per Ende August 2008 insgesamt 7,5 Millionen Menschen in der Schweiz.

geschenkte Zeit

Die Nacht war kurz, der Arbeitstag anstrengend und so verliess ich ziemlich müde das Büro kurz vor sechs Uhr abends. Auf dem Nachhauseweg fiel der Druck von mir ab, weil ich heute Abend ganz bewusst "Nichts" vorhatte. Ich setzte mich mit der Zeitung bewaffnet auf die Gartensitzplatz und genoss den schönen Abend...

So richtig interessant fand ich die Zeitung dann aber doch nicht und beim umherschauen mir fiel auf, wie das Unkraut im Garten in den letzten Tagen gewachsen ist. Ich entschloss mich, zuerst eine weitere Lackschicht auf die Federgabel zu sprühen und danach noch etwas Unkraut zu jäten. Und, man kennt es ja: fängt man erst einmal an, entdeckt man immer neues Unkraut und schnell vergeht die Zeit. Als es langsam eindunkelte war's Zeit für das Abendessen. Danach gemütlich die aktuelle MountainBike lesen. Gründlich ;-) . Zum Abschluss des Tages noch etwas surfen, Foren abklappern und bloggen.

Den ganzen Abend kein Radio, keine Musik, kein TV. Ruhe. Einfach Ruhe. Ich musste nach 18:00 Uhr kein einziges Wort mehr reden. Das ist ein seltener Genuss für mich. Freiheit liegt oftmals im freiwilligen Verzicht.

spiralförmig

Nehmen wir einmal an, die Zeit ist ein Lichtstrahl. Irgendwann werden wir aus diesem Strahl geboren und nach spätestes 120 Jahren tauchen wir wieder in ihn ein. Was vorher war wissen wir nicht und was nachher kommt auch nicht. Vielleicht haben wir eine Ahnung davon, glauben etwas oder wünschen uns etwas, aber wirklich wissen tun wir es nicht. Aber das ist jetzt auch egal, darum geht's hier gar nicht.

Ich denke zeitweise, dass wir uns im Leben um diesen Lichtstrahl drehen. Sind wir glücklich, so drehen wir nahe beim Zeitlichtstrahl und fühlen uns in gewisser Weise geborgen. Wenn wir unglücklich werden, werden die Radien des Lebens wieder grösser und wir entfernen uns vom Zentrum und fühlen uns dadurch in gewisser Weise einsam. Die Bewegungsgeschwindigkeit erhöht sich zwar, doch wir entfernen uns vom Kern. Die Tage sind vollgepackt und man ist immer am rotieren, alles ist intensiv und schnell.

Diese Idee gefällt mir. Viele Fragen lassen sich dadurch beantworten. Man kann es auch noch weiter denken. Die Zeit könnte kein Strahl (1) sondern ein Kreis oder ebenfalls eine Spirale (2) sein. Oder noch extremer: Die Zeit gibt es gar nicht. Alles dreht sich um einen Punkt... (3)

Nette Gedankenspiele...

Wie auch immer. Alles verläuft in Wellen, in Kreisen oder Spiralen. Solange wir in dieser dreidimensionalen Welt leben, pendeln wir zwischen Polen, zwischen Zentrum und Peripherie. Wir können nicht stehen bleiben; nur sterben.

Mit diesem Gedanken lassen sich schwerere Tage besser durchleben, weil man weiss, dass man sich irgendwann -meist auch ohne eigenes Zutun- wieder dem Zentrum, dem Lichtstrahl annähert. Das liegt in der Natur des Lebens und das ist gut so.

Aufruf zur Liebe gegen Hass

Auf die untenstehende Nachricht muss ich ganz einfach reagieren:

CH-Bürger Beat X. Menzi hat die Welt zur Unterstützung seiner  Friedensinitiative und der Demokratisierung des Nahen Ostens aufgerufen. Die «glänzende Zukunft » dieser Region findet nur dann statt, wenn wir damit aufhören uns weiter zu bekriegen. Wenn wir Kanonen zu Pflugscharen machen und die Rüstungsausgaben in Bildung sowie die Erforschung  neuer, neutraler Energieträger einsetzen, dann können wir alle gewinnen (auch das Kyoto-Protokoll) sagte Menzi in New Embrach.

Toleranz, Mitgefühl und positiver Gestaltungswille, das sollten wir anderen Religionen vorleben. Nicht Abschottung, Ausgrenzung, Verurteilung, Ausbeutung und den ganzen Mist. Wir werden den "Kampf der Kulturen" verlieren, wenn wir kämpfen. Wir sollen nicht verteidigen, sondern begrüssen, teilen, teilhaben lassen. Nicht nur das: wir erfahren fremdes Wissen, fremde Schöpfungskraft und können gemeinsam wachsen.

Und jeder der denkt, dass es soetwas nie geben wird, der hat einfach zu wenig Fantasie!

Aufruf zum Kampf gegen Terror

Die aktuelle Tagi-online Frontseite beinhaltet die Überschrift von diesem Artikel:

US-Präsident George W. Bush hat die Welt zur Unterstützung seines Antiterrorkampfes und der Demokratisierung des Nahen Ostens aufgerufen. In der Region beginne eine «glänzende Zukunft » Fuss zu fassen, sagte Bush in New York.

Ich konsumiere, also bin ich...

Ich bin ein Stück Zeitgeist. Immer wieder stelle ich fest, wie sehr ich von der Zeit in der ich Lebe geprägt werde... da spielt es oft keine Rolle, wie gut ich über gewisse Dinge nachdenke und versuche eigenständig zu handeln. Schon das Nachdenken über mich und mein Leben findet ja im Kontext zum Jetzt, zu der mich umgebenden Mitwelt statt. Und so stelle ich fest, dass der Drang Dinge anzuschaffen und sich materielle Freude zu bereiten auch mich immer wieder befällt. Derzeit funktioniert diese Welt nun mal so... und ich als Teil davon halt auch. Ich arbeite und verdiene gutes Geld, also will ich etwas davon HABEN; will ich mich belohnen, verwöhnen, Luxus erleben. (Ist das der Versuch, die innere Leere mit äusseren Dingen aufzufüllen)? Das steht nämlich im Gegensatz zu der Erkenntnis dass es weniger zählt was man hat, als was man ist.

Ich weiss... und doch... könnte ich wieder einmal neue Klamotten kaufen... oder ein paar Biketeile... oder gar über ein neues MTB für 2007 nachdenken... oder... Es ist unglaublich. Mein Geist sucht sich immer neue Begierdeobjekte aus und drängt mich dann dazu, diesen nachzujagen. Über Sinn oder Unsinn nachzudenken ist völlig zwecklos. Ich werde geprägt von der Welt und dem Zweitgeist in dem ich lebe... und der heisst nun mal: Ich konsumiere, also bin ich.