Rundfahrten

am Löwenplatz
am Löwenplatz

Heute Abend hatte ich gleich drei Buchungen für Christmas-Rundfahrten. Wie man sich vorstellen kann, hatte es am Samstag vor dem 3. Advent extrem viele Menschen im Stadtzentrum. Es war eine echte Herausforderung, sich mit der Rikscha da durchzuwängen... aber, es ging. Für die Fahrgäste war das natürlich toll. Nicht allzu kalt, viele Beleuchtungen und alles pulsiert vor Leben.

Obwohl solche Fahrten für mich schon speziell anspruchvoll sind, mag ich diese Zeit und die Weihnachtsbeleuchtungstouren sehr. Ich hätte gerne noch mehr solche Buchungen. :-)

Arbeitstier

auf dem Heimweg
auf dem Heimweg

Die letzten drei Tage bin ich mit dem Kish zu meinem neuen Teilzeitjob gefahren. Am Mittwoch war es trocken, am Donnerstag regnete es und heute Morgen lag etwas Schnee und der Strassendienst streute Salz. Wenn ich nun mein Kish ansehe wird mir bewusst, dass Pendel-Fahrräder wohl den extremsten Bedingungen eingesetzt werden. Jeden Tag, bei Wind und Wetter und sie müssen immer funktionieren.

Ich bin natürlich froh, dass weder der Titanrahmen noch die Edelstahlgepäckträger rosten können, denn das aktuelle Wasser-/Salzgemisch ist ein echter Rost-Beschleuniger. Ich nehme mir aber trotzdem vor, dass ich das Bike mindestens einmal im Monat mit sauberem Wasser putze und -auch wichtig- alle beweglichen Teile gut öle.

mehr Futter

ganz untypisch
ganz untypisch

Seit ich als Rikschafahrer unterwegs bin, habe ich etwa 5 Kilo Körpergewicht verloren. Das kommt natürlich hauptsächlich davon, dass ich mich viel mehr bewege, als zu meinen Sesselfurzerzeiten. Es hängt aber auch ein klitzekleines bisschen damit zusammen, dass ich viel weniger Geld verdiene und ich deshalb unter anderem (fast) keine Snacks mehr kaufe. Auch auswärts essen habe ich stark reduziert, weil selber kochen halt einfach günstiger ist (und meistens auch besser schmeckt).

Ab heute wird das aber wieder anders! ;-)

Ich habe einen 25% Zusatzjob angetreten und werde von nun an zwei oder drei Morgen pro Woche als Lagerist/Magaziner tätig sein. Das ist eine gute Sache, denn morgens habe ich höchst selten Rikscha-Buchungen und das Zusatzgeld kann ich wirklich gut gebrauchen. Zudem freue ich mich, wieder einmal mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten und nicht immer nur auf mich selbst gestellt zu sein.

Einziger Nachteil: Ich muss jeweils morgens um 6:00 Uhr auf der Matte stehen :sik: . Ja, wenn ich vorher noch duschen, rasieren, frühstücken und mit dem Velo zum Arbeitsplatz fahren will, muss ich verdammt früh aufstehen! Heute brauchte ich knapp 40 Minuten für die 13 Kilometer (100 Höhenmeter). Als dann um 12:00 Uhr Schluss war, hatte ich mächtig Hunger und deshalb machte ich auf dem Nachhauseweg einen Döner-Halt. Man muss das Geld, welches man verdient, ja auch wieder unter die Leute bringen :grins: .

Während dem Essen dachte ich, dass ich möglichst zu jedem Blogeintrag ein Bild zeigen will. Auch wenn es noch so banal ist. Ich freue mich nämlich immer an Bildern in alten Beiträgen und mit der Handy-Fotoknipse ist ein Bild ja schnell gemacht.

Regenrundfahrt

bereit für eine Rundfahrt im Regen
bereit für eine Rundfahrt im Regen

Seit über acht Jahren besitze ich kein Auto mehr. Meist fahre ich Fahrrad. Zur Arbeit pendle ich jedoch mit dem Motorrad. Diese Entscheidung bereue ich höchst selten (eigentlich fast nie). Ich schätze mal, dass 350 Tage im Jahr das Motorrad die bessere Wahl ist. Das heisst es bleiben etwa 15 Tage, an denen Motorradfahren so überhaupt gar kein Spass macht. Am schlimmsten ist es bei Schnee, und knapp dahinter folgen kalte, verregnete Fahrten bei Dunkelheit. Und genau so eine Fahrt stand heute auf dem Programm.

Ich hatte erst um 18:30 Uhr eine gebuchte Rikschafahrt und so bin ich etwa um 17:30 Uhr mit dem Motorrad in die Stadt gefahren. Es regnete, es war kalt und es war dunkel... also vorsichtig fahren. Ich sehe nachts eh schon schlecht, doch mit Regentropfen auf dem Helmvisier und hellem Licht von entgegenkommenden Autos kommt es mir vor, als fahre ich auf ein Lichtervorhang zu. Würde in einem solchen Augenblick ein Hindernis auf der Strasse liegen, ich würde es nicht erkennen...

In der Garage angekommen hiess es dann die nassen Motorradkleider ausziehen und Velo-Regenhose sowie -Regenjacke für die Rikschafahrt anziehen. Luftdruck an den Rikscharädern kontrollieren, Regenverdecke herunterrollen, Wolldecke einpacken, Akkulicht anbringen, Mütze und Handschuhe anziehen und los geht's. Immerhin. es regnete dann nicht die ganze Stunde während der Fahrt und zwischendurch konnten wir das vordere Regenverdeck auch mal hochrollen. Das ist für die Fahrgäste doch deutlich angenehmer.

Wenn ich Velo-Regenkleider trage macht es für mich keinen Unterschied, ob es regnet oder nicht. Nach einer Stunde bin ich so oder so nass. Weniger von Aussen sondern mehr von Innen. So viel Atmungsaktivität gibt es gar nicht, damit ich die produzierte Körperwärme über Kleidermembrane effektiv verdampfen könnte. Im Sommer und an warmen Tagen ist das relativ egal. Aber im Winter, wenn es kalt ist, wird das schnell zum Problem. Kaum lässt die körperliche Beanspruchung nach, kriegt man kalt und beginnt in den feuchten Kleidern zu frieren.

Also nicht lange herumstehen, sondern rasch wieder in die Garage. Doch mit feuchten Bikekleidern in noch halbnasse Motorradbekleidung zu steigen ist auch nicht so lässig und wärmt auch nicht sonderlich. Vor allem während der Fahrt. Wenn ich dann zuhause bin und alle feuchten und nassen Kleider zum Trocknen aufhänge denke ich: Ganz schön viel Aufwand für relativ wenig Ertrag.

Aber hey, ich will mich nicht beklagen. Jedes Leben hat Sonnen- und Regentage und wenn mein Verhältnis im Jahr wirklich 350:15 ist, so kann ich mich glücklich schätzen.  :th_up:

schön-kalt

ein schöner Wintertag
ein schöner Wintertag

Die heutige Rikschafahrt musste ich mir verdienen. Zum Treffpunkt waren etwa 130 Höhenmeter hochzukurbeln. Mit der über 90 Kilo schweren Rikscha komme ich dabei auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ins Schwitzen...

Mit den Fahrgästen ging es dann runter an den See und danach quer durch die Stadt zu einem Restaurant. Es handelte sich um eine Jubiläumsfahrt mit -mittagessen für einen Mitarbeiter. Wie man auf dem Bild sieht, war das Wetter echt schön. Aussentemperatur bei einer Apotheke abgelesene 2° Grad über Null. Da nehmen auch gestandene Männer gerne die Fleece-Decke über die Beine.

Nach der Fahrt bin ich noch etwas in der Stadt rumgelümmelt. Es ist derzeit tagsüber sehr wenig los. Nur noch wenige Touristen und die Einheimischen sitzen in der warmen Stube oder arbeiten im Büro.

Schwarzmaler

scharzes Brett
schwarzes Brett

Es regnete leicht, es war kühl und trotzdem war ich für eine Stadtrundfahrt gebucht. Ich war etwas früh zum Treffpunkt unterwegs und deshalb suchte ich unter einem Vordach Schutz um noch ein paar Minuten im Trockenen warten zu können.

Der Standort ist nur etwa 100 Meter vom Hauptbahnhof entfernt und lange Zeit war hier ein exklusives Herrenbekleidungsgeschäft eingemietet. Im Frühling 2018 ist dieses Geschäft an einen anderen Standort gezogen und seither ist das Ladengeschäft ungenutzt. Kaum war das Geschäft leer, wurden die Schaufenster mit einer Bretterwand abgedeckt. Dies vermutlich deshalb, um im Inneren Umbauarbeiten ohne Beobachter durchzuführen und wohl auch, um die grosse Fensterfront vor Vandalen zu schützen. Dann kündigte eine riesige Werbeblache an, dass hier bald ein italienisches/japanisches Restaurant eröffnen würde. "Coming soon". Ich fand die Kombination Italienisch und Japanisch etwas merkwürdig oder zumindest aussergewöhnlich.

Ein Jahr später stand da immer noch "Coming soon"... Diesen Sommer wurde die Werbefläche demontiert und innert weniger Wochen hinterliessen verschiedenste Sprayer und andere selbsternannten Künstler ihre Werke auf der Holzwand. Ende Oktober wurde die ganze Wand dann schwarz gestrichen und so sieht es nun heute aus.

Es ist schon erstaunlich, dass an einem so zentral gelegenen und gut frequentierten Standort ein Ladengeschäft fast zwei Jahre leer steht. Zu teure Miete (das war zumindest der Grund, weshalb der Herrenausstatter umgezogen ist)? Zu lange Vertragsdauer? Irgend etwas in die Richtung wird es wohl sein. Erstaunt bin ich trotzdem, dass der Eigentümer wohl lieber jahrelang auf Mieteinnahmen verzichtet, als die Konditionen attraktiver zu gestalten.

erste Christmas-Tour

Glühweinhalt beim Weihnachtsdorf
Glühweinhalt beim Weihnachtsdorf

Der gestrige Newsletter hat bereits erste Buchungen gebracht. Sehr gut! Kurz nach 18:00 Uhr war ich für eine Stunde gebucht und fuhr zwei Frauen durch die nun festlich beleuchtete Innenstadt. Am Sechseläutenplatz machten wir einen kurzen Halt, damit sie sich den ersten Glühwein des Jahres kaufen konnten. :beer:

Obwohl mich dieser allgemeine Konsumrausch in der Vorweihnachtszeit schon etwas abschreckt, so mag ich doch diese Abendfahrten sehr. Die verschiedenen Strassenbeleuchtungen, die unzähligen kleinen Marktstände, überall riecht es nach Glühwein und Weihnachtslieder erklingen... ja, da wird einem (trotz Kälte) warm ums Herz. Ich mag Zürich zu jeder Jahreszeit, doch die Vorweihnachtszeit ist jedes Jahr sehr speziell. :th_up:

lieber spät...

Bike Butler Newsletter 2019-11
Bike Butler Newsletter 2019-11

Wieder einmal auf den letzten Drücker... :-P

Heute habe ich endlich wieder einmal einen Rikscha-Newsletter verschickt. Das wurde auch allerhöchste Zeit. Morgen geht es los mit der Weihnachtsbeleuchtung und wenn ich noch ein paar Fahrten generieren will, ist ein Newsletter die einfachste und effektivste Werbemethode. Ich verfüge über etwa 400 E-Mailadressen. Es kann doch nicht so schwer sein, einen Newsletter zu verfassen und zu verschicken... könnte man annehmen...

In solchen Dingen bin ich einfach (zu) schlampig. Immer schiebe ich solche Arbeiten vor mir her und warte auf den letzten Moment. Rein geschäftlich gesehen ist das nicht gut. Immer hin: Lieber spät, als nie... :shame:

nicht 100 Prozent

geklautes Beispiel-Bild
geklautes Beispiel-Bild

Morgens um 10:00 Uhr hatte ich eine Rikscha-Rundfahrt von eineinhalb Stunden. Auf der Fahrt zum Treffpunkt zeigte eine Aussentemperaturanzeige +3° Grad. Noch bedeckte Hochnebel den Himmel doch es war absehbar, dass sich der Nebel lichten wird. Nach der Rundfahrt machte ich eine Kaffeepause. Mir war kalt. Trotz ausreichend Kleidung und Themosocken.

Derzeit ist nicht viel los in der Stadt. Überall werden Weihnachtsstände und -märkte aufgebaut. Am kommenden Donnerstagabend startet dann der ganze Vorweihnachtszirkus. Einerseits freue ich mich darauf, andererseits ist dieser kultivierte Konsumwahn doch irgendwie... ähm... sonderbar?... eklig?... unzeitgemäss? Tja, the show must go on! Das Fest der Liebe ist hierzulande vor allem zu einem Fest des Geldes geworden. Dem kann ich nur noch irgendwie zynisch begegnen. Tja, ist halt so.

Wie auch immer. Ich entschied mich kurz nach Mittag, nach Hause zu fahren. Die Sonne setzte sich wirklich langsam durch. Vielleicht noch eine kurze Runde mit dem Mountainbike?

Auch nach einem heissen Kaffee zuhause war mir an Füssen und Knie noch immer kalt. Wieder nach Draussen in die Kälte? Ich weiss ja nicht. Etwas essen, etwas surfen... nun ist der Himmel mehrheitlich blau. Es wäre zu schade, den Nachmittag in der warmen Stube zu vergeuden. Ich ziehe eine Jacke und Winterschuhe an und putze das TREK 1120 an einem windstillen Plätzchen an der Sonne. So kann ich auch ohne kalten Fahrtwind noch etwas Vitamin D tanken und mich am Bike erfreuen. ;-)

Es gibt halt so Tage, an denen man sich -trotz gutem Willen- nicht so richtig zum 100%-Programm durchringen kann. Zudem nimmt mein Kälteempfinden mit steigendem Alter zu. Ich mag das nicht toll finden, was aber nichts daran ändert.

Abendstimmung

links die ETH, rechts die Universität Zürich
links die ETH, rechts die Universität Zürich

Am späten Nachmittag war ich für eine Stadtrundfahrt gebucht. Danach suchte ich noch etwas nach spontanen Fahrgästen, doch als sich diese wunderschöne Abendstimmung zeigte, machte ich lieber ein paar Fotos.

Stadthaus und Fraumünsterkirche
Stadthaus und Fraumünsterkirche
Der Turm: Sternwarte Urania
auf der Quaibrücke, Blickrichtung Altstadt
auf der Quaibrücke, Blickrichtung Altstadt

Am nächsten Donnerstag, 21.11., wird um 18:00 Uhr die innerstädtische Weihnachtsbeleuchtung erstmals in diesem Jahr eingeschaltet. Das ist jedesmal ein grosses Happening, mit Nightshopping entlang der Bahnhofstrasse und mit mehreren tausend Besuchern. Da werde ich sicher auch in der Stadt sein und hoffe dabei ein paar Fahrten generieren zu können. Und dann wünsche ich mir natürlich bis Ende Jahr noch viele Buchungen für Weihnachtsbeleuchtungsrundfahrten. :th_up: