nochmal Winter

Seit gestern Sonntag erleben wir hier noch einmal einen Wintereinbruch mit Kälte und ein paar Schneeflocken.

So wird das nicht viel mit einem erfolgreichen Rikschasaisonstart. Tja. C'est la vie! Werde die nächsten Tage wohl eher zuhause bleiben und noch etwas Grammatik und Schreibtechnik üben.

frostig kalt

Am kommenden Donnerstag, 1. März, startet die neue Rikscha-Saison. Eigentlich bin ich motiviert, doch wenn ich mir den aktuellen Wetterbericht ansehe bin ich mir nicht so sicher, ob ich wirklich am Donnerstag starten werde. Mal sehen...

wo ist die Sonne?

Nun sind wir seit einer Woche wieder zu Hause und in der Zeit habe ich -wenn ich mich recht erinnere- die Sonne kein einziges Mal gesehen. Entweder lagen wir unter der Hochnebeldecke oder es regnete oder schneite. 

Mir ist schon klar, dass eine Woche ohne Sonne Ende November im Schweizer Flachland nichts aussergewöhnliches ist, doch nach den zwei Wochen Ferien mit Sonne, Meer und Strand zeige ich fast so etwas wie Entzugserscheinungen. Nicht dass ich nun gleich depressiv würde, doch es drückt mir schon etwas auf die eigentlich gute Nach-den-Ferien-Stimmung.

Nach der Schnee-/Regenfahrt am Donnerstagabend war ich heute nochmals für eine Rundfahrt gebucht und wieder bin ich mit den Gästen im Regen rumgefahren. Bei 2-3° Grad macht das nicht sonderlich viel Spass und vor allem habe ich so wirklich keine Lust vor oder nach der gebuchten Fahrt noch etwas auf Kundenfang zu gehen. Kalt an sich wäre ja noch o.k. aber dieses nass-kalte und stets trübe Wetter ist einfach wenig motivierend. Da verkrieche ich mich lieber im Büro und hinter dem PC...

erster Schnee

Heute Abend hatte ich eine gebuchte Fahrt vom Bahnhof Stadelhofen zum Hauptbahnhof. Da um 18:00 Uhr die Weihnachtsbeleuchtung der Innenstadt in Betrieb genommen wurde, waren viele Geschäfte bis 22:00 Uhr offen und verschiedene Marktstände und kleine Bühnen waren entlang der Bahnhofstrasse eingebaut. Alles war also zur Anbetung des goldenen Konsumkalbs aufgebaut, so dass wir uns bis zu Weihnachten berauschen können...

Bevor ich in die Stadt fuhr musste ich noch einen Abstecher bei Mainstreet 42 machen um da Spezialwerkzeug auszuleihen, welches ich später brauchte um an Arjun's Rikscha einen Schaden zu beheben. Am späten Nachmittag regnete es noch leicht und es war deshalb klar, dass ich das Regenkombi zum Motorradfahren anziehen musste. Schon auf dem Weg in die Stadt begann es dann zunehmend zu schneien.

Für die Rikschafahrt musste ich also das Regenverdeck runterlassen, was etwas schade war, denn die Sicht für die Passagiere wird dadurch schon etwas eingeschränkt. Das kommt daher, dass bei diesem feuchtkalten Wetter das Verdeck von innen zu beschlagen beginnt und zudem die Schneeflocken aussen am Verdeck kleben bleiben. Na ja, das war nicht so schlimm. Das junge Paar fand die Fahrt durch die beleuchtete Innenstadt doch sehr schön und hat es genossen.

Meine Kleidung war wie folgt: Unten: kurze Radhose, lange Unterhose, lange Radhose, Regenhose. Oben: kurzes Funktionsshirt, langes Funktionsshirt, dünner Fleecepullover, Langarm-BikeButler-Shirt, Regenjacke. Langfingerhandschuhe und Mütze auf dem Kopf. Wahrlich: es ist Winter!

Nach der Fahrt traf ich dann wie vereinbart Arjun in der Garage und wir machten uns an die Reparatur seiner hinteren Bremse. Da war an einem Bremszylinder ein Befestigungsgewinde ausgenudelt und dieses musste nun mit einem Gewindeeinsatz ersetzt werden. Mit dem richtigen Werkzeug war das dann keine grosse Sache und nach einer halben Stunde war dann alles wieder tip top. Wir haben noch etwas geplaudert bevor wir uns verabschiedeten. Ich stieg also wieder ins Regenkombi und auf das Motorrad.

Auf dem Heimweg schneite es ziemlich heftig. Nachts bei Schneefall Motorrad zu fahren ist etwas beängstigend. Ich sehe von Natur aus nachts schon ziemlich schlecht und dann beschlägt es einem das Visier und Schneeflocken auf dem Visier sind dann noch das i-Tüpfelchen für den Blindflug. Ausserdem wird der Untergrund natürlich zunehmend rutschiger und all das zusammen macht die ganze Sache irgendwie zum Eiertanz. Ich fuhr deshalb ziemlich langsam und meist direkt hinter einem Auto. Dessen Rücklichter waren mein Wegweiser und so lange ich in seiner Fahrspur fahre, ist die Strasse auch nur nass und nicht plotschig-rutschig. Ich war dann froh, heil zu Hause angekommen zu sein. Sowas mag ich wirklich nicht. Nun kommt die Zeit, in der die Nachteile des Motorradfahrens sich zeigen.

Polit-Promis

Heute traf ich zufällig auf eine Schar Politiker, die sich für ein Gruppenbild zurecht machten. Es sind dabei all die Politiker, die gegen die 1:12 Initiative sind, über die am 22. November abgestimmt wird. Man könnte etwas böse auch sagen, dass es diejenigen sind, die immer noch an selbstregulierende Märkte glauben und neoliberales Gedankengut über das Gemeinwohl stellen... Ich will hier gar nicht lange darüber debatieren. Ich werde für 1:12 stimmen im Bewusstsein, dass sich selbst bei der Annahme der Initiative nicht viel ändern wird. Die Verteilgerechtigkeit wird kaum zunehmen, sondern die betroffenen Firmen werden sich eher unter einer Holdingstruktur in Teilfirmen aufgliedern, in denen dann dann das geforderte Lohnverhältnis von 1:12eingehalten werden kann. (Eine kleine Bemerkung am Rande: Auf Facebook habe ich das Foto auch gepostet. Da schrieb ich jedoch, dass es sich dabei um die Befürworter der Initiative handelt. Hi hi hi, mal sehen, ob das jemand merkt.)

Für mich war es wichtiger, dass es heute ein schöner und warmer Herbsttag war. Mittags um 2 Uhr war es etwa 17° Grad und ich konnte tatsächlich in kurzen Hosen fahren. Das hat natürlich Spass gemacht. Zudem hatte ich noch zwei gebuchte Rundfahrten und so war also alles tip top für einen Montag.

Morgen soll es noch etwas wärmer werden, bevor dann am Mittwoch eine Regenfront über die Schweiz ziehen wird. Schon ab Donnerstag soll es aber wieder besser werden und wieder gegen 18° Grad warm werden. Herrlich dieser Altweibersommer! Das hilft mir natürlich, die Saison positiv abzuschliessen. Am 2. November habe ich endlich Ferien und darauf freue ich mich natürlich riesig.

zweiter Schnee

Vor ziemlich genau einem Monat fiel der erste Schnee, welcher sich erwartungsgemäss nur ein paar wenige Tage halten konnte. Über Nacht und heute Morgen schneite es dann zum zweiten Mal bis hier ins Flachland runter. Auch diesmal wird es wohl nicht allzulange halten, denn es ist mehr Matsch als Schnee. Pünktlich zum Winteranfang soll es aber empfindlich kühl werden und für Samstag sind sogar Temperaturen angesagt, die nicht mehr über Null Grad steigen sollen.

Ich seh's locker. Erfahrungsgemäss hält früher Schnee nicht wirklich lang. Weisse Weihnachten sind hier mehr die Ausnahme als die Regel und erfahrungsgemäss ist es bei uns Ende Januar und im Februar am kältesten. So gesehen ist der heutige Schneefall einfach ein Zeichen dafür, dass der Winter wirklich kommt.

Nachdem ich mir ja am Montagabend ordentliche Blasen an den Fersen geholt hatte, blieb ich die letzten beiden Tage vorwiegend zu Hause und widmete mich Büro- und Internet-Arbeiten. Heute wollte ich aber doch mal wieder nach Draussen, auch wenn es nur für einen kurzen Spaziergang sein sollte. In der Luft lag förmlich der Geschmack von Schnee...

Regenbogen

Heute Mittag machte ich mich zu Fuss auf den Weg ins Dorf um ein paar Besorgungen zu machen. Regen und Sonnenschein wechselten sich ab und so konnte ich mit dem Handy dieses schöne Regenbogenbild machen.

erster Schnee

Der Wetterbericht hatte also tatsächlich recht. Am Samstagabend ging der Regen ganz langsam in Schnee über und heute Morgen war dann die Umgebung vorwiegend weiss und schneebedeckt. Eine kalte Bise wehte übers Land und fast den ganzen Tag durch fielen weiter, wenn auch nur wenige, Schneeflocken.

Am frühen Nachmittag suchten wir unsere Winterkleider hervor und unternahmen einen kurzen Spaziergang. Das fühlt sich schon komisch an. Vor zwei Wochen lagen wir noch bei 30° Grad am Sandstrand und nun stapfen wir durch den Schnee...

Natürlich wird sich dieser Oktoberschnee nicht lange halten können. Mitte Woche sind auch schon wieder Temperaturen um die 10° Grad prognostiziert. So bleibt uns also doch noch etwas Zeit um uns an den kommenden Winter zu gewöhnen. A propos Winter: Letzte Nacht konnten wir eine Stunde länger schlafen, da ab heute wieder Winterzeit gilt. Nun wird es also schon kurz nach fünf Uhr abends dunkel. Ja, die Rikschazeit scheint definitv zu Ende...

verdammt lang her...

Vor genau fünf Monaten, am 26. Mai, sass ich das letzte mal auf einem Mountainbike. Man kann sogar sagen auf einem zweirädrigen Fahrrad, denn in der Zwischenzeit bin ich nur mehr mit der dreirädrigen Rikscha gefahren. Phua, ist das lang her... Nie hätte ich mir vorstellen können, dass ich einen ganzen Sommer an mir vorbei ziehen lasse, ohne schöne Radtouren zu unternehmen. Es sei denn, ich wäre irgendwie verletzt gewesen. Seit fast 20 Jahren ist das ein fester Bestandteil meines Lebens.  

Das hat sich nun aber geändert. Natürlich ist Rikschafahren auch irgendwie radfahren. Sozusagen radfahren für Anfänger, denn mit drei Rädern kann man nicht umkippen. Dafür ist es mit Fahrgästen beladen manchmal ziemlich anstrengend. Wie auch immer. In diesen fünf Monaten bin ich also auch "irgendwie" etwas über 3'000 Kilometer Velo gefahren.

Heute war es aber wieder einmal soweit, dass ich das schöne SANTA CRUZ Mountainbike aus der Garage nahm. Der Wetterbericht hat für die kommenden Tage eine drastische Wetterverschlechterung angesagt, die sogar den ersten Schnee bis ins Flachland bringen soll. Da ich wegend dem dauernden Nebel die letzten Tage vorwiegend zuhause rumgelümmelt bin, war es also durchaus wieder einmal an der Zeit um mich etwas zu bewegen.

Kurz nach neun Uhr startete ich in dichtem Nebel, welcher genau so zäh war wie in den letzten Tagen. Bei einer Nebelobergrenze von 1'200 Metern über Meer bestand auch keine Hoffnung, dass ich je aus dem Nebel und an die Sonne kommen würde. Solche Erhebungen gibt es in meiner Umgebung ganz einfach nicht. Aber das war mir auch irgendwie egal. Ich wollte einfach wieder einmal in den Wald, an die frische Luft, aufs Mountainbike... ganz alleine.

Weil es schon so "verdammt lang her" war, konnte ich locker die frühere Standardroute fahren und ganz gemütlich den Spätherbst geniessen. Natürlich wollte ich beim Irchelturm ein Standardfoto schiessen, doch als ich da ankam stellte ich erstaunt fest, dass die Holzliege, auf die ich mich immer hinsetzte, gar nicht mehr da war. Ich erinnere mich, dass die besagte Holzliege zu modern und zu verfaulen begann und dies wird auch der Grund sein, weshalb es sie nun nicht mehr gibt. Meine bisherigen Standardfotos haben nun also auch ein Ende gefunden. Nicht nur weil ich da kaum mehr vorbeikomme, sondern vor allem auch, weil sich die Standard-Umgebung verändert hat. Tja, "time is changing", alles verändert sich und ist im Fluss. Nichts wird je wieder sein, wie es einmal war...

Durch den feuchten Nebel und die fehlende Sonne war es natürlich ziemlich kühl, weshalb ich auf halber Strecke einen Kaffehalt einlegte um mich etwas aufzuwärmen. Ja, der Sommer und die warmen Tage sind für dieses Jahr wirklich passé. Irgendwie war aber dennoch heute alles sehr stimmig und es fühlte sich richtig und gut an. Diese vier Stunden an der frischen Luft haben mir gut getan. Dafür bin ich dankbar... Das GPS sagt: 3:14 Std., 40 km., 1'000 Hm.

Schöne Herbstwoche

Ab Dienstag bin ich nun die ganze Woche, bis heute Sonntag jeden Tag mit der Rikscha unterwegs gewesen. Es war wirklich Traumwetter und von Freitag bis heute Sonntag konnte ich sogar in kurz-kurz fahren. Es war angenehm warm. Richtig goldene Herbsttage!

Heute Sonntag waren unglaublich viele Menschen in der Stadt und bevölkerten das Seebecken. Wer irgendwie Zeit hatte, nutzte das Prachtswetter um etwas dem See entlang zu flanieren. Recht hatten sie natürlich alle, denn es wird wohl nicht mehr mach so schönen und warmen Tag geben. Insgesamt dreimal fuhr ich mit Gästen vom Bellevue zum Zürichhorn und musste dabei förmlich zwischen den Leuten hindurch zirkeln. Da bin ich jeweils froh, dass die Rikscha so positiv aufgenommen wird und es nie zu Gehässigkeiten kommt. Natürlich nehme ich viel Rücksicht und bin immer freundlich. Das versteht sich von selbst und ist mein Teil für ein zufriedenes Miteinander.

Nun hoffe ich natürlich, dass es noch ein paar Tage so weiter geht...