verkauft

Via tutti.ch hat nun der Verkauf des SANTA CRUZ Tallboy geklappt. Dies wird also das letzte Bild davon sein und es zeigt den neuen Besitzer, der offensichtlich Freude daran hat. Er ist damit gleich nach Hause gefahren. Seht schön... Nun kann also das Projekt "umlackieren des TREK 1120" konkret angegangen werden.

war wohl nix

Die Auktion für mein SANTA CRUZ Tallboy ist gestern ohne ein Gebot zu Ende gegangen. Auf den ersten Anlauf hat der Verkauf also nicht geklappt. Es wurden ein paar Fragen gestellt und heute kam auch jemand vorbei um das Bike anzuschauen, doch verkaufen konnte ich es nicht. Natürlich bin ich etwas enttäuscht...

Die ganze Sache ist für mich halt auch emotional (und davon muss ich mich etwas lösen). Ich verbinde viele positive Erinnerungen und Erfahrungen mit dem Bike und es nun einfach zu verscherbeln fällt mir schwer. Einer hat angeboten, das Bike für Fr. 800 zu kaufen, doch dafür will ich es nicht hergeben. Ich finde die aufgerufenen Fr. 1'111 nach wie vor angemessen und günstig. Unter Fr. 1'000 gebe ich es nicht her. Da behalte ich es lieber.

Es sieht so aus, als ob ich meine Veraufsanstrengungen verstärken muss. Vermutlich muss ich es auch auf anderen Verkaufsplattformen versuchen und geduldig sein. Die Grösse des Bikes schränkt natürlich die möglichen Kaufinteressenten ein, das ist mir schon bewusst.

Velo-Update

Am Donnerstag habe ich das SANTA CRUZ Tallboy sauber geputzt, forografiert und auf ricardo.ch zum Kauf angeboten. Als Mindestgebot habe ich mal Fr. 1'111.00 angegeben. Die Auktion läuft bis zum kommenden Samstag, 04.05.2019. Bis jetzt hat noch niemand geboten. Mal sehen...

Ebenfalls am Donnerstag konnte ich das reparierte Hinterrad des TREK1120 beim Händler abholen. Es war wirklich ein Lagerschaden und das Radlager wurde kostenlos, auf Garantie, ausgetauscht. Sehr guter Service! Natürlich machte ich dann gleich eine 20km-Testrunde und siehe da: Das Bike läuft nun wieder völlig geräuschfrei. So mag ich das.

Heute Nachmittag hätte ich Zeit und auch Lust um noch etwas Rad zu fahren, doch leider sind immer wieder Regenschauer angesagt. Ich weiss also noch nicht, ob das was wird.

Nachtrag: Es hat dann doch noch für eine kurze Flughafenrunde gereicht. Momentan explodiert das Grün förmlich. Die jungen Buchenblätter leuchten und auch auf dem Waldboden verdrängt junges Grün das abgestorbene Braun. Sehr schön!

Ich denke es immer wieder: Velofahren ist einfach ein wunderbares Hobby. Man ist draussen und bewegt sich mit einer Geschwindigkeit in der der Geist ohne Anstrengung mitkommt. Es ist nicht so langsam wie zu Fuss gehen und somit hat man einen grösseren Aktionsradius. Und es ist nicht so schnell wie mit dem Töff oder dem Auto, wo man sich dann vorwiegend auf die Strasse und auf andere Verkehrsteilnehmer konzentrieren muss. Velofahren ist ruhig und oft meditativ... ein Genuss für Körper und Geist.

hin und her

Hätte Ostersonntag oder -montag schon mal Zeit für eine Bikerunde gefunden, doch ich hatte einfach keine Lust mit dem SANTA CRUZ Tallboy zu fahren. Da klingeln irgendwie die Glocken...

Auf der Gegenseite habe ich nun einen Kontakt aufgetan, welcher das TREK 1120 professionell umlackieren könnte/würde. Das reizt mich schon sehr...

Also werde ich mich wohl doch dazu durchringen und versuchen, das SANTA CRUZ zu verkaufen. Zwar schmerzt mich das irgendwie, doch wenn ich es nicht mehr wirklich fahre, macht es einfach keinen Sinn, wenn es hier nur noch länger rumsteht. Vor allem schaudert mich der gewaltige Abschreiber, denn ich denke, mehr als 1'000 Franken werde ich nicht mehr dafür kriegen. Das Bike ist doch schon fast neun Jahre alt. Vermutlich muss ich schon froh sein, dafür überhaupt einen Käufer zu finden.

Auf der Gegenseite würden 1'000 Franken ganz locker für die Umlackieraktion des TREK reichen. Inkl. Versand und ein paar farbig passende Schräubchen...

Tallboy-Runde

Konnte nicht warten und bin heute Morgen bereits vor neun Uhr mit dem SANTA CRUZ Tallboy zu einer Standard-Trainingsrunde gestartet. Es kündigte sich ein prächtiger Tag an und zu der Zeit waren die Trails noch gefroren und trocken. Gute Bedingungen um das frisch geputzte Bike nicht gleich wieder total einzusauen.

Der neue Lenker macht sich sehr gut. Noch finde ich 780mm Breite ungewohnt, doch das passt schon. Trotz der 50mm Erhöhung fand ich den Lenker immer noch etwas tief, das liegt aber vor allem daran, dass eben meine anderen zwei Bikes nicht so viel Sattelüberhöhung haben.

Auf technischen Singletrails ist das Tallboy-Fully sicher das schnellere Bike als das starre TREK 1120. Es macht Spass mit Speed zwischen den Bäumen durchzuzirkeln und das Limit zu suchen. Ja, mir wurde schon wieder klar, weshalb ich früher so gerne mit diesem Bike gefahren bin. Nur, mit zunehmendem Alter reizt mich Geschwindigkeit gar nicht mehr so sehr. Es ist mir weniger wichtig geworden um schnell und fokussiert vorwärts zu kommen. Heute mag ich mehr die Umgebung und die Situation als Ganzes wahrnehmen...

Aber: Wenn ich wiedereinmal mit Freunden auf eine Trainingstour gehe werde ich bestimmt das SANTA CRUZ nehmen. Da ich als grosser und schwerer Fahrer berghoch mehr Mühe bekunde als die kleineren, leichteren Kollegen, nützt die Effizienz und das geringe Gewicht des Bikes schon. Ja, ich werde das Bike wirklich behalten. Ich mag es immer noch sehr.

Am Nachmittag war ich dann nochmals mit dem TREK 1120 unterwegs und konnte die Unterschiede so ganz direkt erfahren. Mit seinen weichen Monsterreifen ist das TREK ganz prinzipiell ein gemütliches Rad. Fahren im Wiegetritt ist ohne Federung viel einfacher. Es klingt vielleicht etwas blöd, doch das simple Starrbike ist irgendwie ursprünglicher, direkter und ehrlicher. Aber auch langsamer. Für den ganzen Tag sagt das GPS: 62km., 4:03 Std., 1'150Hm.

hoch und breit

Montagabend einen neuen Lenker über Internet in Deutschland bestellt und bereits heute fertig verzollt erhalten. Schöne neue Welt.

Der neue Lenker hat eine Erhöhung von 5cm und so reduzierte sich die Sattelüberhöhung von vorher 8cm auf nun noch 3cm. Zum Vergleich, am TREK 1120 beträgt die Sattelüberhöhung noch 1cm und am KISH Tourenrad sind Sattel und Lenkergriffe auf genau gleicher Höhe. Klar ist, je höher der Lenker (im Vergleich zum Sattel), desto aufrechter sitzt man.

Moderne MTB-Lenker sind im Vergleich zu früher auch viel breiter geworden. Der alte Lenker war 66cm breit und der neue misst nun satte 78cm. Damit man sich wegen der breiteren Griffposition nicht stärker nach vorne neigen muss, baut man kürzere Vorbauten an. So reduzierte ich die Vorbaulänge von 10cm auf nun noch 6cm.

Wie man sieht, habe ich die neuen Teile gleich angebaut und mal grob eingestellt. Dann habe ich noch beide Reifen ausgetauscht. Ich fand noch ein paar neue Schwalbe Nobby Nic, die ich mir vor Jahren mal als Ersatz beschafft habe. Die sind nun sicher gut gelagert. Ich erinnere mich gar nicht mehr daran, wann ich sie gekauft habe. Die lagen nun schon bestimmt über 8 Jahre in einer Schublade. Ich hoffe einfach einmal, dass der Gummi nicht spröde geworden ist. Sie liessen sich zumindest anstandslos aufziehen und laufen auch erstaunlich rund. Natürlich war ich auf das Ergebnis sehr gespannt, doch für mehr als etwas ums Haus rollen und Lenker und Griffpositionen einstellen hat die Zeit nicht gereicht. Aber: Morgen oder übermorgen werde ich ganz sicher eine Tallboy-MTB-Runde drehen. Da freue ich mich drauf!

behalten

Nachdem ich das neue TREK 1120 nun öfters als Mountainbike einsetze dachte ich ja, dass ich das SANTA CRUZ Fully verkaufen werde. Um in etwa eine Preisvorstellung zu erhalten, habe ich einige Internetseiten abgesurft, auf denen gebrauchte MTBs angeboten werden. Das war ziemlich ernüchternd... Mein Tallboy ist nun fast neuen Jahre alt. Damals, 2010, habe ich das Bike mit dem besten Material aufgebaut was verfügbar war und letztendlich kostete das Bike etwas mehr als 7'500 Franken. Heute muss ich wohl froh sein, wenn ich noch 1'500 Franken dafür kriege... ein Drama!

Um das Bike verkaufsfertig zu machen, musste ich es erst einmal gründlich putzen und schmieren. Die letzten 6 Jahre ist es ja vorwiegend dreckig im Schuppen gestanden und hat zusätzlich Staub gefangen.

Schon während dem putzen hat mir das Bike leid getan. Ich verbinde doch ein paar schöne Erinnerungen daran und nur weil es älter geworden ist, wurde es ja nicht einfach schlechter. Viele schöne und funktionale Teile sind dran, die alle irgendwie eine Geschichte haben. Und während ich den Antrieb reinigte und ölte, kam ich langsam zur Erkenntnis, dass ich es doch nicht verkaufen will. Es frisst ja kein Heu... Ich machte eine kurze Probefahrt um alles zu testen... ist schon ein klasse Bike! Nur die vornüber geneigte Sitzposition ist nicht mehr meins. Wenn ich es behalten will, muss ich zumindest einen höheren Lenker anbauen, damit ich etwas aufrechter sitze. Man wird ja auch nicht jünger... ansonsten: Alles tip top!

Ich habe also festgestellt, dass dieses Bike in der aktuellen Marktlage nicht mehr viel Wert ist und der emotionale Wert, den ich dem Tallboy zumesse übersteigt diesen Marktwert. Also kann ich das Rad auch noch behalten... vor sich selbst kann man alles irgenwie schönreden und rechtfertigen... ;-)

nochmal biken

Habe heute morgen einen alten GPS-Track hervorgekramt, weil ich mich nicht mehr im Detail an die Streckenführung des "Kyburg-Loop" erinnern konnte. Um 11:00 Uhr bin ich losgefahren und es war eine sehr schöne Biketour, mit Temperaturen um den Gefrierpunkt. Fotos habe ich aber keine gemacht.

Mit dem ungefederten TREK 1120 kann ich wirklich die gleichen Touren fahren, wie mit dem vollgefederten SANTA CRUZ Tallboy. Ich finde es noch nicht mal unbequemer, auch wenn es klarerweise mehr holpert und man bergrunter etwas Geschwindigkeit rausnehmen muss.

neues Spielzeug

Habe mich heute ziemlich spontan dazu entschieden, mir ein neues Fahrrad zu kaufen. Nachmittags bin ich zum freundlichen Bikehändler gefahren und habe gleich bestellt. Es wird ein TREK 1120

Es ist eine Kreuzung aus Mountainbike und Tourenrad. Modern ausgedrückt nennt man diese Kategorie "Bikepacking" und darunter versteht man mehrtägige Mountainbiketouren, wofür man zwangsläufig etwas Gepäck mitführen muss. Speziell dafür sind die auffallend orangen Gepäckträger an diesem Rad.

Wie es dazu kam? Gute Frage... ich sitze gerade schmunzeld vor dem PC... das ist eine lange Geschichte... Die Kurzform davon geht in etwa so: Früher war ich lange Zeit begeisterter Mountainbiker. Dann begann ich mich für Fahrradreisen zu interessieren und fuhr (wie man in diesem Blog ja nachlesen kann) im Jahr 2011 durch Italien und im Winter 2017 durch Deutschland. Mit dem normalen Reiserad ist man auf festen Untergrund -um nicht zu sagen auf Strassen- angewiesen. Somit ist man zwangsläufig dem motorisierten Verkehr ausgesetzt, was nicht immer lustig und zeitweise auch gefährlich ist. Zudem bewegt man sich so ausschliesslich in bevölkerten Gegenden, wo jeder Trottel hinkommt oder hinfahren kann. Und letztendlich ist das Naturerlebnis kleiner, als wenn man auf schlechten Wegen, abseits von Strassen unterwegs ist.

Wie auch immer... In den letzten Jahren kam nun diese Bikepacking-Geschichte auf und die Hersteller begannen dieses neue Marktsegment zu erschliessen. Speziell an diesem Rad ist noch zu erwähnen, dass es ziemlich dicke Reifen haben wird. Das nennt sich 29+ (Neunundzwanzig Plus) und bezeichnet 29 Zoll grosse Laufräder mit überbreiten Reifen (ca. 7,5cm breit). Das grössere Luftvolumen dient einerseits der besseren Traktion und andererseits ersetzt es in minimaler Form die Federung. Wie man sehen kann, ist das Velo an sich völlig ungefedert, hinten keine Federung, vorne keine Federgabel. Das Konzept ist also "keep it simple" -> alles was nicht dran ist, kann auch nicht kaputt gehen.

Anyway. Letztendlich war es eine -rasch gefällte- Bauchentscheidung. Ich wollte mir einfach wieder einmal etwas Gutes tun und mich für die sparsamen letzten paar Jahre entschädigen. So in zwei Wochen sollte das Bike beim Händler eintreffen und dann gibt ein paar Live-Bilder.

Natürlich freue ich mich gerade richtig... aber: Der Platz im Fahrradschuppen wird knapp. Ich werde mich wohl von dem einen oder anderen Fahrrad trennen. Es macht einfach keinen Sinn zuviele Fahrräder rumstehen zu haben. Vermutlich werde ich das SANTA CRUZ Fully und das NÖLL Rennrad verkaufen. Das trägt dann auch ein Stückweit zur Finanzierung dieses neuen Spiezeugs bei.

lang ist's her

Am 5. Januar benutzte ich zum letzten Mal mein SANTA CRUZ Mountainbike... So wunderte es nicht, dass ich vor der heutigen Tour zuerst einmal die Reifen aufpumpen und die Spinnweben vom Lenker entfernen musste. 

Ich war mit Jürg für eine Samstagstour verabredet und freute mich richtig, wieder einmal ein Fahrrad ohne Stützräder zu fahren. Über Nacht hat es etwas geschneit und das Thermometer zeigte nur wenig über Null Grad an. Schutzbleche am Bike und warme Kleider am Mann waren also angesagt. Wir sind dann eine Tour gefahren, von der ich früher gesagt hätte "Standard". Wenn man am letzten Novembertag jedoch erst zum zweiten Mal auf dem Mountainbike sitzt, ist jedoch nichts mehr wirklich Standard. Natürlich kannte ich die Strecke und doch... es ist einfach schon so lange her...

Es war ganz angenehm, dass wir nur zu zweit waren. So hatten wir Zeit um etwas zu plaudern und wohl auch deshalb waren wir nicht allzu schnell unterwegs. Es war ein echter Genuss. Trotz der zunehmend kälter werdenden Füsse. Ja, das habe ich wirklich vermisst. Überhaupt: Ich war dieses Jahr kein einziges Mal in den Bergen... auch das habe ich vermisst. Wobei, es war kein schmerzliches Vermissen sondern einfach die Feststellung, dass ich das früher wirklich oft und gerne gemacht habe und nun in der schönsten Jahreszeit einfach keine Zeit mehr dafür habe. Die Zeiten ändern sich...