Bike putzen

Am letzten Sonntag stellte ich das TREK 1120 direkt nach der Ankunft aus Italien in den Schuppen und rührte es seither nicht mehr an. Nach den über 800 Kilometern in Italien konnte es durchaus etwas Zuwendung vertragen. Zuerst also ein Schaumbad um den Dreck runterzukriegen. Dann mit "Bike-Shine" und Lappen alles sauber machen. Den Antrieb reinigen und die Sattelstütze wieder auf die korrekte Höhe einstellen. Die Gepäckträger wurden wieder demontiert und zusammen mit den Packsack-Geschirren geputzt und eingelagert. Soweit alles wieder in Schuss.

Alles? Nein. Da ist ja noch das Problem mit dem defekten/reparierten Hinterradreifen. Im Laufe der letzten Woche telefonierte ich mit dem freundlichen Bikehändler und schilderte ihm einerseits das Problem und andererseits meine Ansicht, dass es sich dabei um einen Reifen-Produktionsfehler handelt. Ein neuer Reifen kostet fast einhundert Franken und bei der geringen Laufleistung bin ich schon der Meinung, dass sich die Herstellerfirma dabei kulant zeigen sollte. Ich erwarte ja nicht, dass ich einen neuen Reifen gleich umsonst erhalte, doch ein Preisnachlass sollte schon drin sein. Der Händler sagte, dass er einen neuen Reifen bestelle und ich dann den Defekten gegen den Neuen tauschen könne. Er werde dann mit dem Hersteller schauen, wie deren Position ist. Also machte ich mit dem frisch geputzten Bike nur eine kurze Testrunde vor dem Haus und baute dann das Hinterrad aus und nahm den Reifen ab.

Da nun die Rikschasaison anläuft werde ich das Bike nicht unbedingt brauchen und kann den neuen Reifen abwarten. Sollte ich doch Lust und Zeit für eine Bikerunde finden, dann steht das SANTA CRUZ ja wieder bereit. ;-)

Tallboy-Runde

Konnte nicht warten und bin heute Morgen bereits vor neun Uhr mit dem SANTA CRUZ Tallboy zu einer Standard-Trainingsrunde gestartet. Es kündigte sich ein prächtiger Tag an und zu der Zeit waren die Trails noch gefroren und trocken. Gute Bedingungen um das frisch geputzte Bike nicht gleich wieder total einzusauen.

Der neue Lenker macht sich sehr gut. Noch finde ich 780mm Breite ungewohnt, doch das passt schon. Trotz der 50mm Erhöhung fand ich den Lenker immer noch etwas tief, das liegt aber vor allem daran, dass eben meine anderen zwei Bikes nicht so viel Sattelüberhöhung haben.

Auf technischen Singletrails ist das Tallboy-Fully sicher das schnellere Bike als das starre TREK 1120. Es macht Spass mit Speed zwischen den Bäumen durchzuzirkeln und das Limit zu suchen. Ja, mir wurde schon wieder klar, weshalb ich früher so gerne mit diesem Bike gefahren bin. Nur, mit zunehmendem Alter reizt mich Geschwindigkeit gar nicht mehr so sehr. Es ist mir weniger wichtig geworden um schnell und fokussiert vorwärts zu kommen. Heute mag ich mehr die Umgebung und die Situation als Ganzes wahrnehmen...

Aber: Wenn ich wiedereinmal mit Freunden auf eine Trainingstour gehe werde ich bestimmt das SANTA CRUZ nehmen. Da ich als grosser und schwerer Fahrer berghoch mehr Mühe bekunde als die kleineren, leichteren Kollegen, nützt die Effizienz und das geringe Gewicht des Bikes schon. Ja, ich werde das Bike wirklich behalten. Ich mag es immer noch sehr.

Am Nachmittag war ich dann nochmals mit dem TREK 1120 unterwegs und konnte die Unterschiede so ganz direkt erfahren. Mit seinen weichen Monsterreifen ist das TREK ganz prinzipiell ein gemütliches Rad. Fahren im Wiegetritt ist ohne Federung viel einfacher. Es klingt vielleicht etwas blöd, doch das simple Starrbike ist irgendwie ursprünglicher, direkter und ehrlicher. Aber auch langsamer. Für den ganzen Tag sagt das GPS: 62km., 4:03 Std., 1'150Hm.

Strassenrunde

Gestern war ich kurz mit dem KISH-Tourenrad unterwegs und da war ich doch verblüfft, wie gut das rollt. 42mm breite Reifen mit 4 bar Druck rollen auf Asphalt um Welten besser als 78mm breite Reifen mit 0,8 bar Druck. Das war mir schon vorher klar, doch verblüfft war ich trotzdem. Dies vor allem vor dem Hintergrund der zwei langen Tagesetappen der Italienreise mit etwa 80 Kilometern. Ich denke mir: 80km mit dem TREK 1120 werden sich dann wohl wie etwa 120km mit dem KISH anfühlen... das braucht ganz schön Körner...

Mit diesen Gedanken im Kopf und auch weil ich am Samstag das TREK lange und pingelig sauber geputzt habe, wollte ich heute damit eine Asphaltrunde drehen. Ich fuhr in die Stadt Zürich um in der Rikscha-Garage zum rechten zu sehen und um ein paar Bekannte zu treffen und etwas zu tratschen. Wie man auf dem Bild sieht, was das Wetter perfekt. Etwa 7° Grad und strahlender Sonnenschein.

Auf dem Rückweg baute ich noch ein paar Hügel ein, damit auch ein gewisser Trainingseffekt erzielt wird. Wieder zuhause habe ich dann das GPS ausgewertet. Durchschnitt = 17 km/h, mit dem KISH liege ich da meist um 19 km/h. Das ist also der zahlenmässige Unterschied... Egal. Für die Tagesplanung der Italienreise rechne ich ohne Pausen mit 15 km/h und mit Pausen mit 10 km/h. Das heisst: Für 80 Kilometer rechne ich mit 8 Std. Gesamtdauer (vom Hotel 1 zum Hotel 2) bei knapp 6 Std. reiner Fahrzeit. Wenn wir also um etwa 17:00 Uhr beim Hotel ankommen wollen, müssen wir an den langen Tagen spätestens um 09:00 Uhr losfahren. Ja, das scheint realistisch und machbar. Und so bleibt auch hintenheraus noch etwas Reserve, denn Tageslicht sollte bis etwa 18:00 Uhr reichen. Das GPS sagt: 61km, 3:33 Std. 660 Hm

auf die Lägern

Nach über zwei Wochen "sun, fun and nothing to do" war es an der Zeit um wieder einmal aufs Bike zu steigen. In zwei Wochen geht es ja schon nach Rom für die 14tägige Radreise und da kann etwas Training nicht schaden. ;-)

Schon am frühen Morgen zeigte sich die Sonne und deshalb fackelte ich nicht lange und schwang mich schon kurz vor neun Uhr aufs Bike. Die Richtung war klar, denn ich wollte wieder auf die Lägern-Hochwacht fahren und etwas in die Sonne blinzeln. Nachdem es gestern öfters regnete, die Nacht aber ziemlich kalt war, waren zu Beginn die Wege gefroren. Das Schnee-Eis-Gemisch knisterte heftig unter den Rädern. Doch so war es zumindest trocken. Es war nämlich klar, dass es im Tagesverlauf deutlich über Null Grad geben würde und dann wird es nass und dreckig.

In der Auffahrt zur Hochwacht war ich erstaunt, wie viel Schnee lag. Auf über 800m.ü.M. waren es geschätzte 30cm und somit war klar, dass ich auch bergrunter auf der festgefahrenen Waldstrasse bleibe, denn Singletrails waren so schlicht nicht fahrbar. Egal. Zuerst galt es oben anzukommen und die Aussicht zu geniessen. Auf der Aussichtsplattform war es dann aber ziemlich windig und kalt, was dann doch nicht zu einer längeren Pause motivierte. Ich machte dann noch das nebenstehende Bild, welches in Blickrichtung Zürich aufgenommen wurde. Vorne sieht man das Furttal, dahinter links den unteren Zürichsee, rechts den Üetliberg und im Hintergrund die Glarner Alpen. Sehr schön!

Auf dem Rückweg machte ich bei einem Baumarkt noch ein paar kleine Besorgungen und danach stattete ich dem freundlichen Bikehändler noch einen kurzen Besuch ab. Ich kaufte mir Ersatz-Bremsbeläge, die ich dann auf die Italienreise mitnehme.

Mittlerweile war es schon nach ein Uhr Mittag, die Sonne schien warm und die Waldstrassen waren wie erwartet nass und dreckig. Es war also klar, dass ich zuhause noch das Bike waschen und pflegen musste. So kann und will ich es nicht in den Schuppen stellen. Das hat dann noch fast eine Stunde gebraucht und dabei stellte ich auch fest, dass mich diese Tour doch ziemlich geschlaucht hat. Meine Beine fühlten sich ziemlich schwammig an... Das GPS sagt: 61km, 4:05 Std., 980Hm

Trainingsrunde

Es ist ein Privileg, wenn man ziemlich frei über seine Zeit verfügen kann. Bei mir sind es die Monate Januar und Februar, wenn das Rikschageschäft offiziell geschlossen ist und ich die nötigsten allgemeinen Arbeiten gemacht habe. Dann kann ich den Wetterbericht studieren und mir den schönsten Tag unter der Woche für eine längere Biketour aussuchen. Letzte Woche war es der verschneite Donnerstag und diese Woche war es eben heute, ein recht schöner Tag, mit Temperaturen leicht über Null Grad. Dazwischen hat es oft geregnet und der damals gefallene Schnee ist in der Zwischenzeit wieder vollständig verschwunden. Das heisst dann: Im Wald ist es sehr nass und dreckig.

Die heutige Tour erinnerte mich stark an frühere Zeiten, als ich vorwiegend mit dem MTB unterwegs war. Nachdem ich das TREK 1120 kaufte und damit wieder MTB-Touren zu fahren begann verspürte ich grosse Freude. Weg von der Strasse, mitten in der Natur und mit allen Sinnen diese Situation erleben und aufnehmen. Heute merkte ich wieder, dass ich vor Jahren eine gewisse Sättigung erfahren habe. Und diese Sättigung kommt vor allem davon, dass man sehr oft die absolut gleichen Runden fährt. Wenn man direkt von der Haustüre weg startet, dann sind die Möglichkeiten halt begrenzt. Und durch Wiederholung verliert das Meiste seinen Reiz, wird das Spezielle normal.

Unter diesen Eindruck verwandelte sich das spezielle MTB-Erlebnis in eine Trainingsrunde. Der Fokus lag weniger auf einer Naturerfahrung und somit mehr auf einer körperlichen Ertüchtigung um meinen Fitnessstand zu erhalten. Das ist an sich auch nicht schlecht. Einfach ohne das gewisse Etwas. Das GPS sagt: 57.1km, 3:46 Std., 1'020Hm

Schneebiken

Leise rieselt der Schnee...

Heute morgen schneite es ziemlich kräftig, dann immer weniger. Gegen Mittag nutzte ich die Gunst der Stunde um eine Bikerunde zu drehen. Ich freute mich, um erste Spuren in den frischen Schnee zu legen. ;-)

Wenn es schneit, ist es kalt. Also habe ich mich gut eingepackt und bin losgefahren. Kaum weg von der geräumten Strasse, wird es eigentümlich still. Man hört nur das Knirschen des Schnees unter den Reifen, sonst ist es absolut still. Die Schneedecke und die fallenden Schneeflocken sind beste Schallisolatoren. So ruhig ist es eben nur im Winter, wenn es schneit. Majestätisch!

Die Schneemenge hatte ich etwas unterschätzt. 10cm Neuschnee bremsen berghoch doch ganz erheblich. Ich muss schon früh auf kleine Gänge schalten um mich hochzupflügen. Das macht nichts. Ich habs ja nicht eilig und wenn man langsam fährt, hat man mehr davon... Natürlich war ich ganz alleine. Keine Menschenseele weit und breit. Nur diese Stille, dieser Schnee und ich...

Sonnensucher

Wer im Zürcher Unterland wohnt, weiss genau was "gebietsweise Nebel" heisst. Sprich: Wir sitzen jedesmal unter oder in dieser grauen Nebelsuppe und das kann einem schon mal aufs Gemüth schlagen. Wenn die Nebelobergrenze so um die 800 m.ü.M. liegt, hat man auf der Lägern Hochwacht die beste Möglichkeit um mal die Sonne zu sehen. Der Üetliberg ist fast gleich hoch und als ich um etwa 10:00 Uhr die dortige Webcam ansurfte, sah ich blauen Himmel. Sehr gut. Also ab auf's Bike und los in Richtung Lägern.

Die Anfahrt war ziemlich kalt und grau und auch im Anstieg zur Hochwacht war ich mir lange nicht sicher, ob es wirklich über die Nebeldecke reicht. Erst auf den letzten Höhenmetern lichtete sich der Nebel und auf der Aussichtsplattform war man vielleicht 20 Meter über dem Nebelmeer. Wenn man in Richtung der Alpen blickte konnte man sehen, dass auch vom Üetliberg, nur ein kleines Stück aus dem Nebel ragte. Egal. Es hat gereicht und so konnte ich mich in die Sonne setzen und etwas Vitamin D tanken.

Den Rückweg bin ich über Regensberg gefahren und natürlich machte ich am Pistenende bei Oberglatt meinen obligaten Kaffeehalt. Nur noch ein kleiner Hügel trennte mich von zu Hause und da sich der Nebel im Laufe des Tages auflockerte hatte ich Glück um nochmals eine sonnige Pause einlegen zu können. Ich zückte die neue Kamera und das Ministativ um ein Foto mit Selbstauslöser zu schiessen. Dann noch eine kurze Abfahrt, einen letzten flachen Kilometer, und danach ab unter die warme Dusche. Schön war's! Das GPS sagt: 52km, 3:16 Std., 850Hm

nochmal biken

Habe heute morgen einen alten GPS-Track hervorgekramt, weil ich mich nicht mehr im Detail an die Streckenführung des "Kyburg-Loop" erinnern konnte. Um 11:00 Uhr bin ich losgefahren und es war eine sehr schöne Biketour, mit Temperaturen um den Gefrierpunkt. Fotos habe ich aber keine gemacht.

Mit dem ungefederten TREK 1120 kann ich wirklich die gleichen Touren fahren, wie mit dem vollgefederten SANTA CRUZ Tallboy. Ich finde es noch nicht mal unbequemer, auch wenn es klarerweise mehr holpert und man bergrunter etwas Geschwindigkeit rausnehmen muss.

Anstatt

Bei dem schönen Wetter heute, hätte ich mich auch mit der Rikscha in der Stadt rumtreiben können und versuchen etwas Geld zu verdienen. Aber irgendwie ist bei mir die Luft bezüglich Rikscha fahren im Moment ziemlich draussen. Die Saison war lang und ohne eine Buchung kann ich mich derzeit nur schwer motivieren. Irgendwie habe ich es für dieses Jahr gesehen...

Also nutzte ich das Wetter für eine längere Mountainbikerunde mit dem neuen Velo.

Die gewählte Strecke bin ich früher oft mit Freunden gefahren. Von zuhause nach Pfungen, von da hoch zum Irchelturm, weiter zur Hochwacht, runter zur Tössegg, hoch zum Rhinsberg und dem Hügelkamm entlang bis nach Eschenmosen. Weil ich genug Zeit hatte, fuhr ich runter ans Pistenende bei Oberglatt und genehmigte mir da noch einen Kaffee, bevor ich dann wieder nach Hause fuhr. Das GPS sagt: 49km, 3:21 Std., 1'100 Hm.

Es war einfach nur schön. Das Velo funktioniert nun einwandfrei. Ich wüsste echt nicht, was man noch verbessern könnte. Die Sonne schien, die Luft war kalt und gut zu atmen. Ich war meist völlig alleine, höchstens ein paar Hündeler. Wirklich perfekt!

Anpassungen

Wenn ich ein neues Bike kaufe, dann brauche ich ein paar 100 Kilometer, bis ich wirklich damit zufrieden bin. Damit meine ich, bis ich es auf meine Körpermasse, Bedürfnisse und Vorlieben angepasst habe. Auch diesmal fing es mit Sattel, Lenker, Griffen und Pedalen an. Also alle Kontaktpunkte zwischen Rad und Mensch. Da weiss ich mittlerweile recht gut, was ich mag und was für mich funktioniert.

Am letzten Samstag merkte ich dann, dass ich doch noch etwas kleinere/kürzere Gänge gebrauchen könnte. Auch im Hinblick auf die geplante Radreise, da ich dann ja noch mit Gepäck unterwegs bin und so noch mehr Gewicht berghoch treten muss. Auf Grund des schlechten Wetters hatte ich auch genügend Zeit um in Internet nach Möglichkeiten und Alternativen Ausschau zu halten und mir dann die benötigten Teile zu bestellen. Ich kaufte mir ein neues/kleineres Kettenblatt und eine etwas anders zusammengestellte 11fach-Kassette. Auf dem untenstehenden Bild kann man es kaum erkennen, doch das neue Kettenblatt hat 28 Zähne (vorher 30) und es ist oval, also nicht ganz rund. Die dickste Stelle des Kettenblatts erreicht man bei waagrechter Pedalstellung (also dort wo man die meiste Kraft erzeugt) und die dünnste Stelle erreicht man bei senkrechter Pedalstellung, wo man eben kaum Druck aufs Pedal kriegt. Wer sich dafür interessiert, kann die (pseudo-)wissenschaftlichen Hintergründe hier nachlesen.

Die hintere Kassette ist -wie auch schon die original verbaute- vom schnellsten Gang mit 11 Zähnen bis zum langsamsten Gang mit 46 Zähnen gefächert. Der Unterschied liegt allein in den Abstufungen dazwischen. Die sind bei der neuen Kassette einfach gleichmässiger verteilt. Vereinfacht könnte man sagen, dass im vorher/nachher Vergleich die langsamen Gänge etwas näher beisammen liegen, dafür die schnellen Gänge etwas weiter auseinander.

Zu guter Letzt habe ich aus den Reifen die Schläuche entfernt und durch Dichtmilch ersetzt. Das soll besseren Pannenschutz bieten und ein paar Gramm leichter sein. Tubeless (also: Schlauchlos) wird schon seit Jahren bei Mountainbikes propagiert, doch bis anhin war ich noch nie genügend motiviert um das wirklich ein- oder umzusetzen. Das hat verschiedene Gründe. Hauptsächlich lag es daran, dass ich wirklich selten Plattfüsse einfange und einen Schlauch zu wechseln oder zu flicken ist nun wahrlich keine grosse Sache. Zudem schreckte mich der Umgang mit klebrigen Flüssigkeiten (Dichtmilch) doch noch etwas ab. Na ja, nun hat mich die Marketing-Maschine also auch gekriegt ;-)

Nach der Bastel- und Umbaustunde bin ich dann natürlich auch eine Bikerunde gefahren um alles auszuprobieren. Die veränderte Schaltung ist tip top! Das hat sich gelohnt. Nun fühlen sich die Gangwechsel doch gleichmässiger an und das ist berghoch doch einiges angenehmer. Vom ovalen Kettenblatt habe ich nichts gespürt. Was aber klar war und sich so auch zeigte: Durch das kleinere Kettenblatt haben sich die grossen/schnellen Gänge noch einmal verkürzt. Auf einer flachen Strasse trete ich nun Gang 9 oder 10 und wenn es nur schon leicht bergrunter geht, schalte ich auf den höchsten, den 11ten Gang. Über 30km/h kann ich nicht mehr mittreten. Tja, das ist der Preis einer 11fach Schaltung mit nur einem Kettenblatt. Entweder es funktioniert gut berghoch (wie jetzt bei mir) oder es funktioniert gut bergrunter. Beides gleichzeitig geht nicht.

Die Anpass- und Bastelarbeiten sind nun abgeschlossen. Im Hinblick auf die geplante Reise werde ich mich darum kümmern müssen, welches und wieviel Gepäck ich mitzunehmen gedenke und wo am Rad das dann untergebracht wird. Das hat aber noch Zeit. Jetzt würde ich mich über ein paar trockene Tage freuen, an denen ich das TREK 1120 noch etwas durch die Wälder und Hügel der Umgebung fahren könnte.