Defekt

Schon auf der letzten Tour mit dem TREK 1120 bemerkte ich ein Knarzen und Knacken. Ich konnte es aber nicht orten und hatte auch nicht wirklich Zeit um mich darum zu kümmern. Heute Morgen war ich dann mit zwei Freunden für eine Biketour verabredet und schon auf den ersten Kilometern traten die Geräusche wieder auf. Es hörte sich wirklich fies an. Ich kam schon auf die Idee, dass der Rahmen einen Riss haben könnte, denn die Geräusche traten auf, egal ob ich pedalierte oder nur rollte, ob ich im Stehen oder im Sitzen fuhr. Mal waren sie weg, dann kamen sie wieder, mal etwas weniger und ab und zu richtig übel. Es war klar, dass ich zuhause, nach der Tour, der Sache auf den Grund gehen musste.

Zuerst putzte ich das Bike gründlich. Nur so kann man den Rahmen nach Rissen absuchen. Ich war erleichtert, nichts zu finden. An der Sattelstütze kann es auch nicht liegen, denn die habe ich erst neulich geschmiert und die Geräusche traten, wie schon gesagt, auch dann auf, wenn ich im Stehen fuhr. Das einzige was ich sagen konnte war, dass die Geräusche eher von hinten als von vorne kamen. Also war der nächste Schritt, das Hinterrad auszubauen. An den Ausfallenden, da wo das Rad mit dem Rahmen verbunden ist, war nichts Verdächtiges zu sehen. Als ich das Rad dann selbst genauer unter die Lupe nahm, war der Fehler schnell gefunden. Die Achse drehte sich nur noch rucklig und widerwillig. Da ist mindestens auf einer Seite ein Radlager defekt. Da hat sich wohl eine der Kugeln im Lager gelöst und wurde dann im Lager zerquetscht. Splitter dieser Kugel verklemmen nun andere Kugeln. Ja, ganz sicher: das ist ein Lagerschaden.

So etwas kann ich nicht selber reparieren. Ich muss das Hinterrad also zum Händler bringen und die Lager ersetzen lassen (sofern denn nicht noch mehr kaputt ist). Einerseits bin ich natürlich beruhigt, dass nicht der Rahmen gerissen ist, andererseits irritiert mich das Schadensbild etwas. Denn ein defektes Radlager hatte ich in all den Jahren noch nie, an keinem Bike. Und das TREK-Hinterrad ist ja erst etwas über 2'000 Kilometer gelaufen. Komisch. Schade halt, dass mir nun über Ostern das TREK 1120 nicht zur Verfügung steht. Doch dafür hat man ja noch andere Bikes im Schuppen... ;-) Das GPS sagt: 36 km, 2:21 Std, 810 Hm

nächste Testrunde

Wegen des mässigen Wetters bin ich heute zuhause geblieben und habe etwas Bürokram erledigt. Einerseits gab es ein paar längst fällige Anpassungen an der Bike Butler Homepage vorzunehmen und andererseits wollte ich die Steuerunterlagen für die Firma noch fertigstellen. Gegen zwei Uhr mittags war das soweit erledigt und so konnte ich noch eine Bikerunde drehen um den Lenker am TREK 1120 weiter zu testen.

Für Vergleichstests ist es immer gut, wenn man bekannte Strecken fährt, die man mit der vorhergehenden Ausstattung auch schon gefahren ist. So erkennt man wohl am ehesten die Unterschiede. Bevor ich losfuhr kürzte ich den Leker auf jeder Seite um 15mm und somit ist die Gesamtbreite nun bei 750mm (gleich wie der Moonmen-Titanlenker).

Durch die geringere Lenkerkrümmung nach hinten greife ich etwas weiter vorne und so verlagert sich das Gewicht automatisch auch etwas nach vorne. Irgendwie habe ich aktuell das Gefühl zentraler zu sitzen, was durchaus positiv ist. Vor allem an sehr steilen Anstiegen muss ich mich nicht mehr so stark nach vorne beugen um das Vorderrad am Boden zu halten. So kann ich nun mehr Kraft entfalten und somit klettert es sich besser. Ganz generell war ich heute zügig unterwegs. Ich fühlte mich wohl auf dem Bike und hatte Lust richtig Druck auf die Pedale zu geben. Die Finger haben mal kurz etwas gekribbelt, sind aber nicht eingeschlafen. Alles in allem bin ich mit der jetztigen Konfiguration sehr zufrieden. Ich lass das mal so. Das GPS sagt: 40 km, 2:32 Std., 820 Hm.

kurze Runde

Auf dem Heimweg dachte ich daran, dass ich noch etwas zum Abendessen kaufen sollte. Das Wetter war jedoch so schön, dass ich nicht einfach nur kurz mit dem Motorrad bei einem Geschäft halten wollte, sondern dafür lieber noch 15 Minuten aufs Bike steige. Kurz vor Sonnenuntergang machte ich noch folgendes Bild:

Sonntagsrunde

Heute habe ich den Sattel wieder getauscht. Vor der Italienreise montierte ich den Selle Italia SLR Gelflow, weil ich mir davon etwas mehr Komfort versprach als vom Brooks C17 carved, allweather. Das war dann aber nicht so. Obwohl ich jahrelang SLR-Sättel gefahren bin, dünken mich mittlerweile diese Sättel zu schmal. Das kann aber auch daran liegen, dass meine Sitzposition in den letzten Jahren immer aufrechter wurde und sich so natürlich auch die Auflage auf dem Sattel verändert hat. Anyway: Heute montierte ich also wieder den Brooks-Sattel und richtete ihn mit der Wasserwaage genau horizontal aus.

Ebenfalls auf der Italientour stellte ich fest, dass mir trotz des stark abgewinkelten Lenkers (24° Grad Backsweep) mit der Zeit die kleinen Finger einschlafen. Das war nie dramatisch, denn sobald man es merkt, greift man etwas um oder schüttelt die Hände kurz aus und das Taubheitsgefühl verschwindet rasch wieder. Trotzdem ist es ein Zeichen dafür, dass die Griffposition nicht optimal ist. Auf den letzten paar Touren habe ich dann die Lenkerposition etwas verändert (mehr nach vorne oder hinten), doch es wurde nicht wirklich besser. In der Theorie sagt man, dass man bei Taubheitsgefühlen mehr Backsweep versuchen soll, damit die Hände am Lenker in eine natürlichere Position kommen. Wenn ich mich aber richtig erinnere so hatte ich früher, mit weniger Backsweep, kaum solche Beschwerden.

Für das Santa Cruz kaufte ich mir vor zwei Monaten einen neuen Lenker, der (nur) 8° Grad Backsweep aufweist und deshalb kam ich nun auf die Idee, dass ich diesen Lenker ja mal ans TREK schrauben kann um die Sache auszutesten. Gesagt, getan. Ein Lenkertausch ist ja schnell gemacht. Dann zog ich mich um und startete auf eine Sonntagsrunde.

Der Brooks-Sattel ist 3cm breiter als der SLR und er ist wirklich bequemer. Ich weiss gar nicht wieso ich auf die Idee kam, diesen zu tauschen. Die Sache mit dem Lenker braucht wohl noch etwas Zeit und ein paar Touren mehr um zu einem Urteil zu kommen. Wirklich gemerkt habe ich vor allem die Breite. 780mm ist schon sehr breit (den Lenker könnte man aber auch noch kürzen). Natürlich merkte ich auch die geraderen Enden. Das war zwar ungewohnt aber nicht unbequem. Könnte funktionieren. Vielleicht machte ich zu oft Pausen oder konzentrierte mich zu stark auf die Gefühle in den Fingern. Wie auch immer, heute fuhr ich ziemlich beschwerdefrei. Ich lasse den Lenker vorerst mal dran und schaue, wie sich die Sache entwickelt.

Zumindest optisch passt der schwarze Lenker besser zum Bike als der Titanlenker. Doch die Optik ist zum Schluss nicht entscheidend. Das GPS sagt: 38 km., 2:19 Std., 520 Hm.

TREK 1120 - 2'000 km

Seit knapp 5 Monaten besitze ich nun das TREK 1120 und heute legte ich damit den 2'000sten Kilometer zurück. Da könnte ich doch glatt einmal ein erstes Fazit ziehen.

Das ist gar nicht so einfach, denn erstens bin ich aus dem Jubel- und Euphorie-Alter herausgewachsen und zweitens ist das Bike ziemlich ausgeglichen, ohne explizite Stärken aber auch ohne grössere Schwächen. Vielleicht hilft es als Ausgangsbasis, wenn ich den Werbetext von der TREK-Homepage zitiere:

Das 1120 ist der Traum eines jeden Bikepackers. Der robuste All-Terrain-Rahmen, die 29-Plus-Bereifung, das spezielle Gepäckträgersystem und die geländespezifische Ausstattung, wie etwa der 1x-Antrieb, machen das 1120 zu einem Tourenrad mit unbegrenzter Offroad-Tauglichkeit. Dieses Rad ist darauf ausgelegt, die entlegensten Winkel der Welt zu erkunden, meistert aber auch Wochenendtouren und kürzere Ausflüge hervorragend.

O.K. So gesehen wird das Bike bei mir eher unterfordert. Wie man auf dem Foto von heute sieht, fahre ich meist ohne Gepäckträger, die ich nur im Bedarfsfall ans Rad schraube. Auf der zweiwöchigen Italienreise bin ich mit 3 Packtaschen und knapp 6 Kilo Zuladung ausgekommen. Ohne Zelt, Matte, Schlafsack und Kochutensilien nutzte ich die Bikepacking-Möglichkeiten bei weitem nicht aus. Die "entlegensten Winkel der Welt" will ich damit auch nicht erkunden. Ich nutze es vorwiegend als Touren- und Mountainbike.

Im Vergleich zum KISH Tourenbike rollt es auf Asphalt deutlich schlechter und im Vergleich zum SANTA CRUZ Mountainbike ist es im Gelände (wegen der fehlenden Federung) deutlich unbequemer. Aber: Es kann beides - und das ist wohl das Entscheidende. Schotterstrassen und technisch einfachere MTB-Passagen, da ist das TREK in seinem Element. Man könnte es Offroad-Touring nennen. Es kann fast alles, aber nichts wirklich Spitze.

Wichtig ist: Ich fahre das Bike wirklich gerne. Ich mag die dicken Reifen und das gutmütige Fahrverhalten. Schon früher hab ich mal geschrieben: Es ist ein ehrliches Bike. Ohne Schnickschnack. Einfach draufsitzen, losfahren und Spass haben.

Was mich am meisten stört, ist diese hässliche, grau-matte Farbe. Das Rad anzuschauen macht mir nicht sonderlich Freude. Ich überlege mir wirklich ernsthaft, ob ich den Rahmen in einer schönen Farbe lackieren lassen soll. Noch schrecken mich die Kosten und der Aufwand ab. Wenn ich es weiterhin so regelmässig nutze wie bisher ist es aber nur eine Frage der Zeit, bis ich diesem Kotz-Grau überdrüssig werde.

Frühlingstag

Heute Morgen hatte ich mit der Rikscha eine Hochzeitsfahrt. Diese endete nur etwa 200 Meter von unserer Garage entfernt. Für den Rest des Tages hatte ich keine Buchungen mehr. Das Wetter war toll und es wurden bis zu 19° Grad prognostiziert. Es wird also bestimmt viele Leute im Stadtzentrum geben und so sollten ein paar Taxifahrten und somit ein paar Franken Umsatz drinliegen.

Mir stand der Sinn jedoch nicht nach Rikscha sondern nach Mountainbike, nicht nach Arbeit sondern nach Vergnügen. Deshalb stellte ich gleich nach der Hochzeitsfahrt die Rikscha wieder in die Garage und fuhr mit dem Motorrad nachhause.

Ich nahm den Schlauch aus dem Hinterrad des TREK 1120, setzte ein Tubeless-Ventil ein, kippte 150ml Dichtflüssigkeit in den Reifen und pumpte ihn auf. Wieder war ich erstaunt, wie leicht die Tubeless-Konvertierung funktioniert. Dann wechselte ich noch die Kette. Nach 1'800 Kilometern war die erste Kette schon etwas gelängt und weil ich weder die Kassette noch das Kettenblatt unnötig verschleissen wollte, montierte ich eine neue Kette. Kostet ja nur 20 Franken und wenn dadurch die anderen Teile länger halten, ist das gut eingesetztes Geld.

Dann war klar, dass ich eine Runde mit dem TREK 1120 drehen wollte. Mittlerweile war es angenehm warm und ich entschloss mich deshalb kurze Bikeshorts anzuziehen. Zur Sicherheit packte ich die Knielinge in den Rucksack. Oben war ich nicht so mutig. Über ein Windstopper-Unterleibchen zog ich ein Langarmshirt an (so muss ich mir auch keine Sonnencreme auf die Arme schmieren). Dann gings los.

Ich fuhr eine bestens bekannte Runde. Irchelturm, Irchel-Hochwacht, Tössegg, Rhinsberg, Eschenmosen. Die Bedingungen waren perfekt. Trockener und griffiger Waldboden, angenehm warm, nahezu kein Wind und Sonnenschein pur. Während den Anstiegen merkte ich, dass ich anscheinend recht gut in Form bin. Es fiel mir leichter als auch schon und so konnte ich die ganze Runde gut geniessen. Im Wald beginnt der Bärlauch zu blühen und die ersten Bäume schlagen aus. Noch ist es noch vorwiegend braun und noch nicht grün. In den nächsten Wochen wird sich das Bild aber rasch ändern und junges grün wird sich Platz schaffen. Schön.

Zufrieden kehrte ich nachhause zurück. Ich hatte nicht den Anflug eines schlechten Gewissens (weil ich eben das Vergnügen der Arbeit vorzog). Das Telefon hat nicht ein einziges Mal geklingelt. Scheinbar wurde ich (mit der Rikscha) nicht vermisst. Auch gut. Das GPS sagt: 40km, 2:42 Std., 820Hm

neuer Reifen, 29x3,0"

Heute konnte ich meinen neuen Hinterreifen beim freundlichen Bikehändler abholen. Ich war ganz überrascht, als mir der Reifen als kostenloser Ersatz für den defekten Reifen angeboten wurde. Super! Damit habe ich echt nicht gerechnet und wie man vielleicht am Preisschild erkennen kann, habe ich somit Fr. 85.00 gespart. Tja, manchmal lohnt es sich eben doch, den lokalen Handel zu unterstützen...

Der Original-Reifen hiess ja Chupacabra und dessen Nachfolgemodell heisst nun XR2. Das Profil ist gleich geblieben. Die Änderung die mir auffiel ist, dass der neue Reifen nun mit einer 120TPI-Karkasse gebaut ist, während der Chupacabra noch mit 60TPI aufgebaut war. TPI heisst Threads Per Inch und beschreibt, wieviele Aramidfäden pro inch (2,54cm) in den Reifenaufbau verwoben wurden. Je dichter dieses Gewebe, desto stabiler der Reifenaufbau und desto geringer die Gefahr eines Durchstichs. Der Originalreifen ist ja direkt an der Felgenflanke eingerissen und ich kann mir schon vorstellen, dass ein dichteres Gewebe auch an der Stelle stabiler ist. Man wird sehen.

Als ich nach der Arbeit nachhause gekommen bin wollte ich den Reifen natürlich gleich montieren. Zuerst legte ich ihn aber auf die Küchenwaage um zu überprüfen, ob der Pneu wirklich nur 850 Gramm schwer ist. Meist schummeln die Hersteller bei Gewichtsangaben und die Reifen wiegen effektiv dann mehr. Das war hier aber nicht der Fall. Die Küchenwaage zeigte 848 Gramm. Passt also. Ich montierte den Reifen vorerst einmal mit Schlauch. Am Sonntag werde ich dann wohl wieder auf Schlauchlos umrüsten. Bis dann kann sich der aufgepumpte Reifen an die Felge anpassen.

Bike putzen

Am letzten Sonntag stellte ich das TREK 1120 direkt nach der Ankunft aus Italien in den Schuppen und rührte es seither nicht mehr an. Nach den über 800 Kilometern in Italien konnte es durchaus etwas Zuwendung vertragen. Zuerst also ein Schaumbad um den Dreck runterzukriegen. Dann mit "Bike-Shine" und Lappen alles sauber machen. Den Antrieb reinigen und die Sattelstütze wieder auf die korrekte Höhe einstellen. Die Gepäckträger wurden wieder demontiert und zusammen mit den Packsack-Geschirren geputzt und eingelagert. Soweit alles wieder in Schuss.

Alles? Nein. Da ist ja noch das Problem mit dem defekten/reparierten Hinterradreifen. Im Laufe der letzten Woche telefonierte ich mit dem freundlichen Bikehändler und schilderte ihm einerseits das Problem und andererseits meine Ansicht, dass es sich dabei um einen Reifen-Produktionsfehler handelt. Ein neuer Reifen kostet fast einhundert Franken und bei der geringen Laufleistung bin ich schon der Meinung, dass sich die Herstellerfirma dabei kulant zeigen sollte. Ich erwarte ja nicht, dass ich einen neuen Reifen gleich umsonst erhalte, doch ein Preisnachlass sollte schon drin sein. Der Händler sagte, dass er einen neuen Reifen bestelle und ich dann den Defekten gegen den Neuen tauschen könne. Er werde dann mit dem Hersteller schauen, wie deren Position ist. Also machte ich mit dem frisch geputzten Bike nur eine kurze Testrunde vor dem Haus und baute dann das Hinterrad aus und nahm den Reifen ab.

Da nun die Rikschasaison anläuft werde ich das Bike nicht unbedingt brauchen und kann den neuen Reifen abwarten. Sollte ich doch Lust und Zeit für eine Bikerunde finden, dann steht das SANTA CRUZ ja wieder bereit. ;-)

Tallboy-Runde

Konnte nicht warten und bin heute Morgen bereits vor neun Uhr mit dem SANTA CRUZ Tallboy zu einer Standard-Trainingsrunde gestartet. Es kündigte sich ein prächtiger Tag an und zu der Zeit waren die Trails noch gefroren und trocken. Gute Bedingungen um das frisch geputzte Bike nicht gleich wieder total einzusauen.

Der neue Lenker macht sich sehr gut. Noch finde ich 780mm Breite ungewohnt, doch das passt schon. Trotz der 50mm Erhöhung fand ich den Lenker immer noch etwas tief, das liegt aber vor allem daran, dass eben meine anderen zwei Bikes nicht so viel Sattelüberhöhung haben.

Auf technischen Singletrails ist das Tallboy-Fully sicher das schnellere Bike als das starre TREK 1120. Es macht Spass mit Speed zwischen den Bäumen durchzuzirkeln und das Limit zu suchen. Ja, mir wurde schon wieder klar, weshalb ich früher so gerne mit diesem Bike gefahren bin. Nur, mit zunehmendem Alter reizt mich Geschwindigkeit gar nicht mehr so sehr. Es ist mir weniger wichtig geworden um schnell und fokussiert vorwärts zu kommen. Heute mag ich mehr die Umgebung und die Situation als Ganzes wahrnehmen...

Aber: Wenn ich wiedereinmal mit Freunden auf eine Trainingstour gehe werde ich bestimmt das SANTA CRUZ nehmen. Da ich als grosser und schwerer Fahrer berghoch mehr Mühe bekunde als die kleineren, leichteren Kollegen, nützt die Effizienz und das geringe Gewicht des Bikes schon. Ja, ich werde das Bike wirklich behalten. Ich mag es immer noch sehr.

Am Nachmittag war ich dann nochmals mit dem TREK 1120 unterwegs und konnte die Unterschiede so ganz direkt erfahren. Mit seinen weichen Monsterreifen ist das TREK ganz prinzipiell ein gemütliches Rad. Fahren im Wiegetritt ist ohne Federung viel einfacher. Es klingt vielleicht etwas blöd, doch das simple Starrbike ist irgendwie ursprünglicher, direkter und ehrlicher. Aber auch langsamer. Für den ganzen Tag sagt das GPS: 62km., 4:03 Std., 1'150Hm.

Strassenrunde

Gestern war ich kurz mit dem KISH-Tourenrad unterwegs und da war ich doch verblüfft, wie gut das rollt. 42mm breite Reifen mit 4 bar Druck rollen auf Asphalt um Welten besser als 78mm breite Reifen mit 0,8 bar Druck. Das war mir schon vorher klar, doch verblüfft war ich trotzdem. Dies vor allem vor dem Hintergrund der zwei langen Tagesetappen der Italienreise mit etwa 80 Kilometern. Ich denke mir: 80km mit dem TREK 1120 werden sich dann wohl wie etwa 120km mit dem KISH anfühlen... das braucht ganz schön Körner...

Mit diesen Gedanken im Kopf und auch weil ich am Samstag das TREK lange und pingelig sauber geputzt habe, wollte ich heute damit eine Asphaltrunde drehen. Ich fuhr in die Stadt Zürich um in der Rikscha-Garage zum rechten zu sehen und um ein paar Bekannte zu treffen und etwas zu tratschen. Wie man auf dem Bild sieht, was das Wetter perfekt. Etwa 7° Grad und strahlender Sonnenschein.

Auf dem Rückweg baute ich noch ein paar Hügel ein, damit auch ein gewisser Trainingseffekt erzielt wird. Wieder zuhause habe ich dann das GPS ausgewertet. Durchschnitt = 17 km/h, mit dem KISH liege ich da meist um 19 km/h. Das ist also der zahlenmässige Unterschied... Egal. Für die Tagesplanung der Italienreise rechne ich ohne Pausen mit 15 km/h und mit Pausen mit 10 km/h. Das heisst: Für 80 Kilometer rechne ich mit 8 Std. Gesamtdauer (vom Hotel 1 zum Hotel 2) bei knapp 6 Std. reiner Fahrzeit. Wenn wir also um etwa 17:00 Uhr beim Hotel ankommen wollen, müssen wir an den langen Tagen spätestens um 09:00 Uhr losfahren. Ja, das scheint realistisch und machbar. Und so bleibt auch hintenheraus noch etwas Reserve, denn Tageslicht sollte bis etwa 18:00 Uhr reichen. Das GPS sagt: 61km, 3:33 Std. 660 Hm