TREK 1120 - 1 Jahr

mein TREK 1120 - aktueller Aufbau
mein TREK 1120 - aktueller Aufbau

Heute vor einem Jahr konnte ich das neue TREK 1120 beim freundlichen Bikehändler abholen. Seither hat sich einiges verändert und somit ist dies ein guter Zeitpunkt für ein zweites Fazit. Das erste, nach 2'000 Kilometern, zog ich hier, Anfang April.

Die aktuelle Laufleistung liegt bei ca. 3'700 Kilometern, was schätzungsweise um die 80 Einsätzen entspricht. Davon 15 Tage mit Gepäck (Tour von Rom nach Genua), ansonsten ohne Gepäck und deshalb meist auch ohne die Original-Gepäckträger.

TREK 1120 - Originalfarben
TREK 1120 - Originalfarben

Am offensichtlichsten ist die Farbänderung, die mein TREK 1120 erlebt hat. Die Originalfarbe "Holzkohle matt" fand ich von Beginn weg ziemlich hässlich. Aus Herstellersicht war das eine kluge Farbgebung, denn am Katalogbild kann man sehr gut erkennen, was das Hauptverkaufsargument dieses Bikes ist. Es sind die orangen Gepäckträger, die ins Auge stechen. Die sollen der potentiellen Zielgruppe (Reiseradler und Bikepacker) sofort auffallen und so zum Kauf animieren. Und grau/matt ist in der heutigen Zeit halt generell angesagt...

TREK 1120 - meine Farbgebung
TREK 1120 - meine Farbgebung

Meine Hauptnutzung ist jedoch die eines Mountainbikes und erst in zweiter Linie die eines Reiserads. Ohne Gepäckträger blieb neben dem Holzkohle-Grau des Rahmens nur noch der orange Schriftzug übrig. Das war mir zu trist und ich wollte eindeutig mehr Freude, durch mehr Farbe. :grins: Nun steht der bunte Rahmen im Zentrum und die Gepäckträger wurden in unauffälligem Schwarz pulverbeschichtet. Diese Umfärbeaktion hat sich aus meiner Sicht wirklich gelohnt und das Bike gefällt mir nun viel besser! 8-)

Geändert habe ich aber auch sonst ein paar Dinge. Gleich nach dem Kauf tauschte ich Sattel, Vorbau und Lenker um es für mich bequemer zu machen. Auch die Schaltung änderte ich auf eine kürzere Übersetzung, damit ich auch steile Rampen noch hochfahren kann. Entgegen meiner ersten Einschätzung fahre ich immer noch mit der absenkbaren Sattelstütze. Ich nutze sie zwar relativ selten, doch wenn, dann schätze ich deren Komfort. Es ist schon nett, nicht anhalten und absteigen zu müssen, sondern einfach während der Fahrt kurz den Hebel am Lenker zu drücken und der Sattel geht runter oder kommt wieder hoch. Ausserdem hätte ich auch erst eine passende Sattelstütze und die entsprechende Klemme mit Schnellspanner kaufen müssen.

Die SRAM Level T Bremsen fand ich am Anfang ziemlich nervig. Sie machten während dem Fahren dauernd Geräusche. Mein Bikehändler empfahl mir die Bremsbeläge von metallisch auf organisch zu wechseln und siehe da, seither ist wirklich Ruhe. Der einzige Nachteil ist, dass die organischen Beläge nicht lange halten. Nach etwa 700 Kilometer ist (zumindest hinten) ein Satz Bremsbeläge verbraucht. Das war auch das am häufigsten gebrauchte Ersatzteil. Bis jetzt verbrauchte ich deren 8 Paare (5x hinten & 3x vorne). Die Bremsen funktionieren gut und bissig. Sie lassen sich nicht sehr fein dosieren, doch alles kann man nicht haben. Level T ist ein eher günstiges Modell. Teurere Bremsen müssen irgendetwas ja auch noch besser können. ;-)

Der 1x11-fach Shimano SLX Antrieb überzeugt mich soweit. Um den Verschleiss von Kassette und Kettenblatt tief zu halten, wechsle ich jeweils nach ca. 1'500 Kilometern die Kette. Derzeit bin ich also mit der dritten Kette unterwegs. Die Kassette sieht noch gut aus. Früher, bei 3x9, hielten Kassetten etwa 2'000 Kilometer. So gesehen ist der Verschleiss am Antrieb eher geringer geworden. Natürlich hätte ich ab und zu gerne eine etwas grössere Bandbreite, als die 11-fach Kassette mit 11-46 hergibt. Einzige Möglichkeit um dies zu ändern wäre der Umbau auf 1x12-fach mit einer 10-50 Kassette. Das bedeutet dann aber: neuer Freilauf, neue Kassette, neues Schaltwerk, neues Schaltkabel und neuer Schalthebel. Mit geschätzten Kosten von über 500 Franken ist mir das aber zu teuer.

Die Laufräder sind o.k.. Vorne problemlos. Hinten musste ich ein Nabenlager tauschen lassen (auf Garantie). Aber ehrlich gesagt überzeugt mich die Hinterradnabe nicht wirklich. Die Kassette, respektive der Freilaufkörper, hat irgendwie Spiel und taumelt leicht. Laut Händler ist dies normal und kein Problem. Gut ist es meiner Ansicht nach aber nicht (das stellte ich noch nie an einem meiner Bikes fest). So leidet die Schaltpräzision und ich denke auch, dass dies der Grund dafür ist, dass sich die Schaltung auf den grössten Ritzeln (wo auch die eingeleitete Kraft am grössten ist) nicht ganz geräuschfrei einstellen lässt. Na ja, ich werde das im Auge behalten. Sollte ich aber demnächst mal im Lotto gewinnen, würde ich mir einen neuen Laufradsatz mit Qualitätsnaben und leichten Carbonfelgen gönnen. ;-)

Vor ziemlich genau einem Monat habe ich neue Reifen mit deutlich mehr Profil montiert. Das hat dem Bike sehr gut getan und die Traktion im Gelände deutlich verbessert. Diese Reifen vermitteln ein sehr sicheres Fahrgefühl, rutschen äusserst selten/spät und zeigen kaum Selfsteering. Dafür rollt es dann halt auf Asphalt etwas zäher. Für hiesige Herbst- und Winterverhältnisse aber genau das Richtige. Wenn dann die nächste Radreise ansteht, werde ich jedoch zugunsten des geringeren Rollwiderstands und Gewichts wieder die originalen Bontrager XR2 (Chupacabra) aufziehen.

Sonst noch was? Nein, ich glaube -im Grossen und Ganzen- war's das. Ich mag das TREK 1120 wirklich sehr gerne :heart: und seit ich das SANTA CRUZ verkauft habe, ist es auch mein einziges Mountainbike. Sicherlich gibt es potentere Bikes, doch der minimalistische Ansatz behagt mir sehr. Ausserdem mag ich die dicken Reifen. Es ist bestimmt ein spezielles Bike, das man nicht an jeder Ecke sieht. Das passt ganz gut zu mir. :-)

kalte Bikerunde

Deutsche Zollstation Kaiserstuhl, am Rhein
Deutsche Zollstation Kaiserstuhl, am Rhein

Der Wetterbericht war sehr ansehnlich und weil ich gestern keine Zeit für eine Bikerunde fand, wollte ich das heute nachholen. Ich wusste, dass es höchstens fünf Grad über Null geben würde und somit war auch klar, dass ich Winter-Bikekleider, Fleece-Mütze und Langfingerhandschuhe hervorkramen musste. Kurz vor zwölf Uhr mittags, als sich der Hochnebel zu lichten begann, bin ich dann losgefahren.

Kraftwerk im Sonnenschein
Kraftwerk im Sonnenschein

Mein Plan war eigentlich, dass ich die schönen Rheinufer-Wanderwege bis nach Weiach fahre und von da via Leuenkopf und Bülach wieder nach Hause. Beim Kraftwerk Rheinsfelden machte ich dann das erste Foto, dann begann der Singletrailspass... Super... voller Laub, trotzdem griffig und gut zu fahren. Keine Menschenseele, die ich gestört hätte. Als ich dann bei Weiach war, wollte ich noch nicht gleich vom Rheinufer weg und deshalb bin ich weiter, bis nach Kaiserstuhl, gefahren. Und wenn ich schon mal hier bin, könnte ich auch noch die Wälder und Anhöhe bei Siglisdorf durchfahren und dann als Höhepunkt des Tages, die Lägern-Hochwacht, einbauen. So bin ich die Tour bereits am 5. Juni gefahren und das habe ich noch in guter Erinnerung.

Flugradar (ZRH) auf der Lägern-Hochwacht
Flugradar (ZRH) auf der Lägern-Hochwacht

Natürlich brauchte das alles seine Zeit, was ich mir vorher aber nicht so richtig überlegt habe. Auf der Aussichtplattform der Lägern-Hochwacht machte ich einen verdienten Verpflegungshalt und sah aus der Ferne, wie die neue Kuppel des Flugradars fertiggebaut wird. Der dunkle Fleck auf dem Foto, rechts oben, ist ein Monteur, der von aussen an der Hülle arbeitet. Das Ding ist wirklich riesig. Dann schaute ich auf die Uhr und stellte etwas überrascht fest, dass es schon vier Uhr am Nachmittag ist. Rechne: von hier bis nach Hause sind es über 25 Kilometer, dafür brauche ich fast zwei Stunden. Um halb sechs Uhr ist es aber um die Winterjahreszeit schon ziemlich dunkel. Beleuchtung habe ich keine dabei. Also Pause abbrechen und auf den Heimweg machen. Aber subito!

69 km, 4:50 Std., 1'450 Hm
69 km, 4:50 Std., 1'450 Hm

Ich war zwar schon ziemlich müde und hätte es gerne etwas gemütlicher genommen, doch die Abenddämmerung setzte schon bald ein. Ich musste mich also ranhalten, denn ohne Licht wollte ich möglichst wenig auf öffentlichen Strassen unterwegs sein. Doch quer-wald-ein wurde es zunehmend dunkler. Erschwerend kommt hinzu, dass ich nachts sehr schlecht sehe. Es wird also nichts mit einer genüsslichen Heimfahrt und schon gar nichts mit einem Kaffeehalt. Um 17:45 Uhr war ich dann endlich zuhause. Die paar letzten Kilometer waren ein ziemlicher Blindflug... Das war eine schöne, lange und anstrengende Tour. Aber ehrlich: an die kalten Temperaturen muss ich mich erst noch gewöhnen. Zuhause hatte ich eiskalte Füsse...

in den Regen

schon bald kommt der nächste Regenschauer
schon bald kommt der nächste Regenschauer

Das Wetter war April-haft. Immer wieder wechselten sich Wolken, Regen und kurze trockene Phasen ab. Ich drückte mich deshalb etwas herum und war nicht wirklich schlüssig, ob ich nun biken soll, oder nicht. to bike, or not to bike, that's the question! Ich besuchte mal das Bike im Schuppen... und?...

Ja, ich will! Also los! Nicht lange fackeln sondern umziehen, aufsteigen und losfahren. Zur Sicherheit packte ich die Regenjacke in den Rucksack. Meist ist es ja so, dass es nicht zu regnen beginnt, wenn man eine Ragenjacke dabei hat. ;-) Vielleicht ist das ja für die heutige Sonntagsfahrt auch ein gutes Omen.

Der viele Regen der letzten Woche hat den Waldboden ziemlich aufgeweicht und durchtränkt. Es war also klar, dass es dreckig werden würde. Heute war mir das aber ziemlich egal. Ich war innerlich in guter Stimmung und hatte einfach richtig Lust um draussen etwas mit dem Bike zu spielen. Egal bei welchem Wetter.

Übrigens: Heute konnten die Bontrager XR4 Reifen mal so richtig zeigen, was sie können. Matschiger Boden, rutschiges Laub, nasse Steine und Wurzeln - alles dabei. Und ehrlich: Ich bin echt begeistert! Mit etwa 0,7bar Druck findet dieser Reifen immer noch irgendwo Traktion und vermittelt viel Sicherheit und ein gutes/stabiles Fahrgefühl. Genau richtig für das Winterhalbjahr in unseren Breitengraden. :th_up:

Etwa auf halber Strecke begann es dann tatsächlich zu regnen. Also kurz anhalten, die Regenjacke anziehen, den Regenschutz über den Rucksack stülpen und weiterfahren. Irgendwie brachte mich heute wirklich nichts aus der Ruhe und selbst als es dann richtig kräftig schüttete, war mir das ziemlich egal. Ich überlegte, wann ich letztmals im Regen bikte. Das muss hier gewesen sein. Auch schon lange her...

Insgesamt war ich zwei Stunden unterwegs und habe jede einzelne Minute davon genossen. Genauso wie die heisse Dusche nach dieser Regenfahrt. :applaus:

I'm blue

blau und violett - meine Lieblingsfarben

Auch heute war es grau und trüb, doch es regnete immerhin nicht mehr. Feuchte Wolken hingen in den umliegenden Hügeln. Es ist kalt geworden. Nichts mehr mit kurzen Hosen oder Kurzarm-Shirt...

Dennoch. Ich wollte nicht den ganzen Tag drinnen vor dem PC verbringen und deshalb schwang ich mich im Laufe des Nachmittags doch noch aufs Bike. Ich hatte nichts grosses vor. Auch wollte ich nicht das -am Sonntag so fein säuberlich geputzte- Bike wieder völlig einsauen. Es ging mehr darum, um überhaupt etwas nach draussen zu gehen und etwas frische Luft zu schnappen. Eine Art Bewegungstherapie. ;-)

Da eignet sich eine Fahrt ans Pistenende ganz gut. Hin und zurück sind das etwa 25 Kilometer, ein Hügelzug ist dabei zu überqueren, was knappe 400 Höhenmeter bringt. Mit Kaffeepause etwa zwei Stunden frische Luft, knapp eineinhalb Stunden in Bewegung. Das passt. Ich bin dann also vorwiegend Strasse und Waldwege gefahren und dabei fiel mir auf, wie viel mehr Laub nun am Boden liegt. Der Wind und Regen der letzten Tage zeigt Wirkung. Schon bald sind die Laubbäume winterlich und blattlos.

Heute wollte ich mal nicht nur ein Bild meines Bikes und deshalb habe ich einen anderen Besucher der Imbissbude angequatscht, damit er ein Foto von mir, mit Bike, macht. Als ich mir das Foto dann angeschaut habe, musste ich richtig schmunzeln. Blau und violett sind ganz offensichtlich meine Lieblingsfarben. Das sieht man an mir, an meinem Bike und auch am Design dieses Blogs. Da kam mir natürlich unweigerlich der Song "I'm blue" von Eiffel 65 in den Sinn (leider kann ich nicht so toll tanzen wie die Girls in dem Video). Etwas erstaunt bin ich, dass mir das nicht schon früher einmal aufgefallen ist. Ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht und es hat sich einfach so ergeben, ohne bewusste Wahl oder Entscheidung.

bunter Herbst

TREK1120 im Herbstlaub

Interessanterweise hatte ich heute -trotz des guten Wetterberichts- kein Buchungen für Rikscha-Touren in Zürich. Eine gute Ausgangslage um wieder einmal mit Freunden eine Mountainbiketour zu fahren. Das klappte dann doch nicht, weil diese schon andere Pläne hatten. Kein Problem. Ich geniesse diesen schönen Tag auch gerne alleine.

viel Laub - schöne StimmungEs dauerte etwas, bis sich der Nebel auflöste und so war es dann kurz nach 13 Uhr, bis ich losfuhr. Es war zwar noch ziemlich frisch, dennoch startete ich in einem kurzen Bikeshirt (und Knielingen). Das Herbstlaub knisterte unter den Reifen und die Sonne liess die Laubbäume aufleuchten. Wunderschön. Ich entschied mich, eine Singletrailrunde durch die Wälder zu fahren um möglichst viel dieser Herbststimmung zu erleben. Der Waldboden war meist trocken, an schattigen Stellen noch etwas feucht, doch immer sehr gut fahrbar. Wirklich ideales Bikewetter.

TREK1120 in der AbendsonneKörperlich fühlte ich mich eher etwas schwach und gebraucht. Ich spürte die Anstrengungen der letzten zwei Rikschatage. So fuhr ich also gemütlich, schaltete berghoch auf kleine Gänge. Der Aspekt "Training" trat in den Hintergrund und "Genuss" stand eindeutig im Vordergrund. Nach etwa eineinhalb Stunden und mehreren Hügeln verspürte ich etwas Hunger und weil ich keinen Proviant dabei hatte, steuerte ich einen Tankstellenshop in der Gegend an. Mit einem Chäschüechli, einem Kaffe und einem Schoggistängeli füllte ich die Energiespeicher wieder auf. Dabei liess ich mir Zeit und betrachtete das Kommen und Gehen an der gutbesuchten Tankstelle. Die Sonne wärmte herrlich und so fühlte ich mich schon bald besser. Also nicht direkt nach Hause, sondern noch ein paar Hügel mit schönen Wanderwegen in Angriff nehmen.

Bis ich dann wieder zuhause war, zeigte die Uhr schon fast halb sechs Uhr am Abend. Schön. Über vier Stunden frische Luft und Naturgenuss. Knapp 50 Kilometer und etwas mehr als 1'000 Höhenmeter. Auch wenn ich langsam und gemütlich unterwegs war so hatte die Tour einen gewissen Trainingseffekt.

edel - blaue TitanschraubenZum Schluss noch ein kleines Detailfoto. Zu meinem Geburtstag schenkte ich mir -oder meinem Bike- ja ein paar Titanschrauben. Die hatten etwas Lieferschwierigkeiten, doch im Laufe dieser Woche sind sie angekommen und am Morgen tauschte ich dann verschiedene Schrauben am Bike aus. In meinem direktem Blickfeld liegen die Befestigungsschrauben für Bremse und Schaltung. Da ich recht schnell und stark schwitze, begannen die Original-Stahlschrauben bereits zu rosten, was mir natürlich überhaupt nicht gefallen hat. Die blauen Titanschrauben sehen da nun super aus und Rost wird kein Thema mehr sein. An solchen Kleinigkeiten kann ich mich richtig freuen.

ruhige Runde

Das Nachziehen der Speichen hat tatsächlich geholfen. Auf der heutigen Ausfahrt waren keine abnormen Geräusche mehr zu hören und ich konnte die Fahrt wirklich geniessen. :applaus:

Nun fallen die Blätter der Bäume in grossen Stil. Oft sieht man den Weg vor lauter Blättern kaum mehr. Für mich ist das irgendwie der Herbst-Höhepunkt. Wenn dann die meisten Blätter gefallen sind, steht der Winter vor der Tür. Auch heute war es wieder hochneblig, mit fahlem Licht. Der Waldboden ist vorwiegend feucht und man sieht noch viele Pilze. Es riecht ganz eigentümlich. Die Fahrt war ruhig und entspannend. Schön... alles ist gut.

goldener Oktobertag

Schon am Freitag prognostizierte der Wetterbericht drei sonnige und schöne Herbsttage, bevor es dann ab Dienstag etwas kühler wird. Und da ich gestern Sonntag etwas zusammen mit meiner Frau unternehmen wollte war rasch klar, dass ich mir heute nochmals einen freien Tag für eine schöne Biketour gönne.

Am Morgen war es noch leicht neblig und so nutzte ich die Morgenstunden für E-Mails. Gegen halb zwölf Uhr war es dann aber soweit und ich schwang mich in den Sattel. Mein heutiges Ziel war, möglichst viele Singletrails/Wanderwege/Waldwege zu fahren um die neuen Reifen richtig zu testen. Vor der Fahrt senkte ich den Luftdruck auf 0,75 bar. Davon versprach ich mir optimalen Grip und Komfort.

Nach einem herrlichen Biketag, mit etwas über 50 Kilometer und 1'100 Höhenmetern, kann ich die Bontrager XR4 wirklich positiv bewerten. Es mangelte mir nie an Traktion. Bevor der Reifen durchdreht, geht mir die Luft oder die Kraft aus. Da habe ich jetzt wirklich keine Ausrede mehr. :shame:. Wirklich frappant ist jedoch der Unterschied, wenn es sehr steil bergrunter geht und die Bremswirkung entscheidend wird. Mit dem XR2 begann das Hinterrad rasch zu Rutschen, weil die kleinen Stollen keinen Halt mehr fanden. Die weit auseinander stehenden und bedeutend höheren Stollen des XR4 beissen sich energischer in den Untergrund und so kann man besser und kontrollierter bremsen. Das ist wirklich ein grosser Unterschied und vermittelt viel Sicherheit.

Als Fazit kann ich ganz einfach festhalten: Der Bontrager XR2 ist ein leichtrollender Tourenreifen, für festen Untergrund. Der Bontrager XR4 ist ein echter Offroad-Reifen, der abseits befestigter Wege seine Stärke ausspielt. Dafür rollt der XR4 auf Asphalt aber zäh wie Kaugummi. Jedes Modell hat also sein ganz spezielles Einsatzgebiet. Somit ist auch klar, dass ich die kommenden Wintermonate mit den XR4 fahre und dann vor der geplanten Sizilien-Tour wieder die XR2 aufziehen werde.

mehr Grip

Mein TREK 1120 ist original mit leichten und kleinem Profil versehenen Reifen ausgerüstet. Die Bontrager XR2 sind gute Sommerreifen mit geringem Rollwiderstand. Für die nun kommenden Herbst- und Wintermonate wollte ich aber einen griffigeren Pneu, mit grösseren Stollen, der auch im Matsch noch gut funktioniert. Natürlich habe ich mich in verschiedenen Bikeforen schlau gemacht und zum Schluss standen noch der Maxxis Minion DHR und der Bontrager XR4 zur Auswahl. Oben sieht man nun, welcher es geworden ist.

Die Reifen sind heute angekommen und als erstes legte ich sie auf die Waage. Jeder wiegt 1'120 Gramm. Im Vergleich zu den XR2 mit 860 Gramm, wird also mein Bike nun gleich ein halbes Kilo schwerer :-O. Egal. Mehr Grip ist mir das wert und mehr Gewicht steigert zudem den Trainingseffekt ;-).

Am Nachmittag verzog ich mich in die Werkstatt und wechselte die Reifen. Links sieht man die blaue Tubeless-Sauce, die nach 9 Monaten Gebrauch im Vorerreifen übrig geblieben ist. Natürlich musste ich alles zuerst mal sauber putzen und da vertraute ich dem Herstellerhinweis "umweltschonend und biologisch abbaubar". Also habe ich Reifen und Felgen mit Wasser und Geschirrspüler ausgewaschen. Die neuen Reifen habe ich danach auch wieder Tubeless montiert.

Diesmal verwende ich jedoch eine andere Dichtflüssigkeit. Das blaue Zeug war Finish Line Tubeless Tire Sealant. Die Flasche war sowieso leer und weil ich doch einige negative Erfahrungsberichte darüber gelesen habe, wechselte ich nun zu Effetto Mariposa Caffélatex. Während Finish Line mit "hält ein Reifenleben lang" Werbung macht, soll/muss man Latex-basierende Dichtmilch nach etwa 6 Monaten wechseln, da sie auszutrocknen beginnt. Das spielt bei mir keine wirkliche Rolle, da ich spätestens im Frühling die Reifen wieder zurück auf die XR2 wechsle.

Nach der erfolgreichen Montage wollte ich natürlich noch eine kleine Testrunde drehen. Das hat auch den Vorteil, dass sich die neue Dichtmilch gleich gut im Reifen verteilt. Das grobe Profil erzeugt auf Asphalt doch deutlich höhere Abrollgeräusche. Doch für Asphalt sind Stollenreifen ja auch nicht gedacht :shame:. Ich wählte absichtlich eine ziemlich steile und matschige Auffahrt durch den Wald, wo ich früher schon mal Probleme hatte um den nötigen Halt zu finden. Diesmal ging es viel besser. Heute ist wirklich spürbar mehr Grip vorhanden, das Profil beisst sich fest und ich kann den ganzen Anstieg in einem Zug hochfahren. Der erste Eindruck ist also wirklich gut. Ich freue mich deshalb schon auf weitere, kommende Touren. :heart:

Fotosession

Die neu schwarzen Gepäckträger sind schon am Freitag mit der Post gekommen. Somit war klar, dass ich sie gleich montieren werde um ein paar Fotos zu machen. Nun ist das Umfärbeprojekt wirklich abgeschlossen.

Das Foto vom letzten Mittwoch hat mir so gut gefallen, dass ich gleich nocheinmal zur Tössegg gefahren bin um dort Aufnahmen zu machen. Diesmal einfach mit den Gepäckträgern dran. Hier nun das ganze Foto, ohne Beschnitt. Leider habe ich die Perspektive nicht mehr so gut getroffen. Etwas mehr von oben, damit Sattel und Lenker vor dem Wasserhintergrund liegen, wäre besser gewesen. Später dachte ich mir, dass ich noch ein Bild mit einem ruhigeren Hintergrund möchte. Ich habe es vor zwei Hauswänden und einer Hecke versucht, doch beides hat mich nicht überzeugt. Wirklich sehr gut gefallen hat mir dann die Aufnahme von tief unten, mit dem blauen Himmel als Hintergrund. Deshalb ist das auch das heutige Bild des Tages.

Zum direkten Vergleich hier das Bike in Originalfarbe, gleich nach dem Kauf (14.11.18)

etwas biken

Das Wetter war heute sehr veränderlich, Sonne wechselte sich ab mit Wolken und Regen. Im Laufe des Nachmittags wollte ich doch noch eine Runde mit dem Bike fahren und als ich losfuhr, schien auch noch schön die Sonne. Das sollte aber nicht allzu lange so bleiben. Schon nach einer Viertelstunde verdichteten sich die Wolken und kurze Zeit später begann es auch schon wieder zu regnen. Kein Problem. Man sah, dass es nur einen kurzen Schauer geben würde und so suchte ich Schutz unter einem grossen Baum und kaum 10 Minuten später war der Spuk dann auch schon wieder vorbei.

Unterwegs habe ich das heutige Titelbild gemacht und beim obligaten Kaffeehalt am Pistenende bei Oberglatt habe ich etwas auf dem Handy rumgespielt. Erstaunlich, was mein Handy alles kann... Bild zuschneiden, Bildrauschen entfernen, Label anbringen und beschriften... alles ganz easy. Ich finde, das Bild sieht richtig gut aus!