Vorbereitung

fast wie im Frühling...
fast wie im Frühling...

"Heute sonnig und bis zu 8° Grad" da darf ich nicht den ganzen Tag vor dem PC sitzen, das wäre Blasphemie. 8-)

Zwischentrocknung
Zwischentrocknung
fertige Gepäckträger-Schutzblech-Kombination
fertige Gepäckträger-Schutzblech-Kombination

Die warmen Temperaturen nutzte ich um das neu geschnitzte hintere Schutzblech endlich schwarz-matt zu lackieren. Damit keine falschen Ideen aufkommen: Lackiert habe ich natürlich draussen. Zwischen den einzelnen Sprühschichten und zum finalen Trocknen hängte ich das Teil jeweils an die Lampe über dem Esstisch. 22° ist noch besser als 8° Grad. ;-) . Zum Glück kam mir vor der Farbaktion noch in den Sinn, dass ich zwei Löcher schneiden musste, in die später die Gummispannriemen eingehängt werden. Leider erkennt man die auf dem Foto rechts sehr schlecht, da jetzt alles schwarz matt ist (die silbernen Verpressungen der Gummibänder mit den Befestigungshaken sieht man jedoch gut).

Nachmittags genoss ich den herrlichen Tag dann bei einer gemütlichen Bikerunde. Nun ist der Waldboden wieder soweit abgetrocknet, dass Bike und Fahrer sauber bleiben. Auf dem Heimweg noch kurz ein paar Tageseinkäufe erledigen und dann doch: vor den Laptop.

Am kommenden Samstag treffe ich mit mit meinen Velokollegen, die Mitte Februar nach Sizilien mitkommen. Wir wollen noch ein paar Details gemeinsam besprechen und wenn soweit alles klar ist, würden wir auch gleich online die Flüge buchen. Als Vorbereitung für dieses Treffen checkte ich nochmals die Hotel-Verfügbarkeit und vor allem suchte ich noch nach Möglichkeiten für Catania. Da wird unsere erste und auch die letzte Übernachtung sein und es ist wichtig, dass wir dort die Radkartons und zusätzliches Flugverpackungsmaterial zwischenlagern können. Zudem braucht es einen Flughafen-Hotel-Transport für 4 Personen mit Gepäck und vier grossen Kartons...

Sonnenbrillenwetter

der Nebel lichtet sich
der Nebel lichtet sich

Schon kurz nach dem Frühstück (zugegeben, es war nicht mehr wirklich früh) blinzelte die Sonne durch den Nebel und das motivierte mich für einen Spaziergang in direkter Umgebung. Man sieht auf dem Bild sehr schön, wie die letzten Nebelschwaden sich auflösen und Sonnenschein mit blauem Himmel das Zepter übernimmt. Vielversprechend! :th_up:

Zuhause setzte ich mich dann aber doch wieder vor den Laptop und informierte mich auf verschiedenen Webseiten. Doch es war klar, dass ich noch eine Bike-Spazierfahrt unternehmen wollte. Nachdem ich mich dann umgezogen hatte, kramte ich die Sonnbrille hervor. Das erste Mal Sonnebrille tragen im Jahr 2020 8-). Nach der Bikeputzaktion vom Freitag wollte ich das Velo nicht gleich wieder dreckig machen und deshalb entschied ich mich für eine Strassen und Feldweg Genussrunde um den Flughafen.

I'm lovin it
I'm lovin it

Das schöne Wetter motivierte auch Andere um nach Draussen zu gehen. Noch selten begegneten mir so viele Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und andere Biker wie heute. So verwunderte es mich dann überhaupt nicht, dass sich vor der Imbussbude beim Pistenende trotz geschätzten 200 Parkplätzen eine lange Autokolonne bildete. Hoch lebe das Velo! Einfach an allen Autos vorbei fahren und keinen Parkplatz suchen müssen. ;-) Beim Kaffeetrinken sah ich, wie das Bike super schön in der Sonne glitzerte und deshalb konnte ich einfach nicht widerstehen und machte das gefühlt eintausendste Bild davon. :love:

bald sieht es hier so aus
bald sieht es hier so aus

Auf dem Heimweg besuchte ich noch kurz meine Mutter um ihr die besten Neujahrswünsche zu überbringen und von da rollte ich dann locker nach Hause. Wieder am PC beschäftigte ich mich erneut mit der neuen Version dieses Blogs, welche mittlerweile so ziemlich fertig in den Startlöchern steht. Nun wäre ich für die Blog-Migration bereit, doch es braucht noch Aktionen von seiten meines Hosting-Anbieters. Das neue System, Serendipity Styx Edition, bietet die grösste Funktionalität, wenn SQL-Datenbank und PHP auf dem neusten Stand sind. Aktuell ist das bei meinem Hostingpaket jedoch nicht der Fall und so fragte ich eben nach Updates nach. Sobald diese dann gemacht (und getestet) sind, werde ich die Neuinstallation anpacken.

beweg dich!

Null Aussicht
Null Aussicht

In der Schulzeit hatte ich öfters Probleme und musste deshalb mal zum Psychologen. Dieser sagte dann zu meinen Eltern:

Beat ist ein grosszügiger Mensch, was grundsätzlich positiv ist. Für ihn selbst kann das jedoch auch negativ sein, weil er halt auch gegenüber sich selbst sehr grosszügig ist.

Das ist schon über 40 Jahre her, beschreibt mich aber auch heute noch sehr treffend. Ich neige zu Genügsamkeit und Faulheit, weil mir wenig wirklich wichtig ist. So verwundert es auch nicht, dass die Personenwaage nach der gemütlichen und von Festessen geprägten Weihnachtszeit nun "plötzlich" drei Kilo mehr anzeigt :grrr: .

Höchste Zeit also um meinem inneren Schweinehund in den Hintern zu treten und endlich wieder mal etwas Sport zu treiben. Der heutige Tag bot sich förmlich dafür an. Der Wetterbericht war o.k., wenig Nebel, später Wolken, angenehme 5-8° Grad über Null. Morgen soll es dann ab und zu regnen. Wenn also nicht heute, wann dann? Und trotzdem... meine Motivation hielt sich in Grenzen und die ersten Kilometer waren ziemlich zäh...

Als Ziel setzte ich mir die Fahrt auf die Lägern-Hochwacht. Das gibt mindestens 50 Kilometer und etwa 1'000 Höhenmeter, was für mich schon mehr als eine gemütliche Spazierfahrt bedeutet und -so die Hoffnung- auch ein paar Kalorien verbrennen wird. Also: die Miesepetergedanken nicht ernstnehmen und einfach fahren... von Kilometer zu Kilometer.. es hilft dabei, nicht nur direkt vor das Vorderrad sondern an den Horizont zu blicken...

Nach der mehrheitlich flachen Anfahrt sah ich schon von Weitem, dass die Hochwacht wohl mitten in einer Nebelwolke liegt. Darunter ist es noch zeitweise sonnig, doch oben scheint es dicht zu sein. Ich denke: Soll ich umkehren? Lohnt sich das überhaubt? RUHE JETZT! Du fährst jetzt da hoch und fertig!

Auf den letzten hundert Höhenmeter lag wenig Schnee. Der Frost der letzten Nacht tropfte bei den aktuellen Tagestemperaturen von den Bäumen. Zeitweise konnte man fast glauben, dass es zu regnen beginnt. Der Nebel nahm zu. Schnee und Nebel erzeugen eine eigentümliche Stille. Ich höre nur das Knirschen der Räder im Schnee und mein schweres Atmen... dann kam ich oben auf der Aussichtsplattform an. Doch wie man auf dem Bild sehen kann, die Aussicht war heute gleich Null. Nada. Nur Nebel. Kalter Nebel...

Ich war nicht der Einzige. Neben meinem Bike sieht man noch ein recht schön aufgebautes SANTA CRUZ Fully (wieder eines dieser farblosen/schwarzen Bikes). Ein paar Wanderer waren auch da, doch niemand blieb länger. Wozu auch. So habe auch ich nur etwas Proviant gegessen und mich dann auf die Rückfahrt gemacht. Ich freute mich schon auf den heissen Milchkaffee beim Imbisstand am Pistenende. Unter dieser Nebelwolke, die wie am Lägernkamm festklebte, war es dann wieder deutlich angenehmer. Die Bewölkung hat zwar zugenommen, doch für kurze Momente zeigte sich noch ein paar Mal die Sonne.

Wegen dem Schnee und dem Schmelzwasser waren die Singletrails bergrunter natürlich ziemlich nass und matschig und so war dann Bike und Fahrer ziemlich eingesaut. Ich steuerte deshalb noch die Auto-Self-Wash-Boxen an und spritze das Bike sauber. Zuhause dann mit "Bike-Shine" nachbehandeln und die Kette reinigen und ölen. Tip-Top. Dann eine warme Dusche und einen nächsten Milchkaffee vor dem Laptop. Ein müde-zufriedenes Gefühl durchströmt mich. Heute habe ich den inneren Schweinehund besiegt. Gut so! :th_up: Das GPS sagt: 61 km, 3:50 Std., 1'020 Hm.

Verdauungstour

Schlagschatten
Schlagschatten

Schon gestern war hier das Wetter ziemlich gut und auch heute Morgen war schon bald klar, dass sich der Nebel lichten und die Sonne zeigen würde. Gestern hatte ich einige Sachen zu erledigen und abends hatten wir Gäste eingeladen und deshalb brauchte ich in der Küche noch etwas Vorbereitungszeit. Doch heute Sonntag hatte ich wirklich keine Ausrede mehr um mich vor etwas Bewegung und einer Bikerunde zu drücken. Doch... ich bin langsam etwas faul geworden und nur schon der Gedanke an den Tenüfez, von Zivilkleider aus, meherere Schichten Bikekleider an, nach der Rückkehr Bikekleider wieder aus, duschen und Zivilkleider wieder an, liess mich herumdrücken...

In solchen zögerlichen Momenten hilft die Erfahrung die einem sagt, dass es sich bisher wirklich jedesmal gelohnt hat. Zwei bis drei Stunden frische Luft mit Bewegung und Natur... das reinigt Körper und Geist. Also nicht mehr zögern, sondern umziehen und sich bereit machen!

Ja, es stimmt. Auch wenn es nur ganz knapp über Null grad war und somit eher kalt, so war die Entscheidung auf's Bike zu steigen, absolut richtig. Gerade in Anbetracht der verschiedenen Festessen der letzten Tage. Man soll den einverleibten Kalorien nicht allzu viel Zeit geben um sich festzusetzen... ;-)

Panoramarunde

Top-Panorama
Top-Panorama

In den letzten Tagen bin ich doch ziemlich viel vor der Computertastatur gesessen. Meine Tests mit der Serendipity Styx Edition haben mich ziemlich angefixt und motiviert um mich damit vertiefter auseinanderzusetzen. So habe ich mich auch heute Morgen mit der Styx-Testinstallation beschäftigt und nur so aus dem Augenwinkel wahrgenommen, dass es draussen doch ziemlich schönes Wetter ist. Klar, dass ich noch eine Bikerunde drehen wollte.

Aber man kennt es ja. Da gibt es noch ein kleines Problemchen, welches man gerne noch "kurz" erledigen möchte und kaum ist das gemacht, stolpert man über das nächste Detail. So geht es von Einem zum Nächsten und die Stunden verfliegen nur so. Es war schon kurz vor drei Uhr am Nachmittag, bis ich mich endlich losreissen konnte und die Bikekleider angezogen habe.

TREK 1120 - Flugzeug - Panorama
TREK 1120 - Flugzeug - Panorama

Heute war es ausgesprochen mild. Das Thermometer zeigte locker 10° Grad und ein "warmer" Wind war auszumachen. Aha, eine Südwind- oder Föhnlage. Sehr gut. Nach der Auffahrt auf den ersten Hügel in der Umgebung und freiem Blick in Richtung Süden war dann alles klar. Es zeigte sich ein grossartiges Alpenpanorama. Vom Säntis ganz links über die Glarner Alpen in der Mitte, bis nach rechts in die Berner Alpen. Fantastisch! :th_up:

die letzten Pilze 2019
die letzten Pilze 2019

Natürlich steuerte ich meinen Kaffeespot am Pistenende an und machte dort ein paar Fotos. Ich hatte nicht viel Zeit, denn gegen halb fünf wird es jetzt schon bald dunkel. Auf dem Heimweg sah ich dann diese halbrund angeordneten Pilze. Das sieht man auch nicht alle Tage und das war mir dann nochmal einen kurzen Fotohalt wert. Das Timing war sehr gut, denn die Abenddämmerung hat schon ziemlich eingesetzt, als ich wieder zuhause vor den Veloschuppen fuhr. Das hat gut getan! Wie immer! Dann warm/heiss duschen, einen grossen Milchkaffee machen und noch malein paar Stunden vor den PC. Ein durchaus gelungener Sonntag. ;-)

Schutzblech

Plastik-Schmutzfänger
Plastik-Schmutzfänger

Habe heute etwas gebastelt. In den hinteren Gepäckträger des TREK 1120 will ich ein Schutzblech einbauen. Das ist an und für sich nichts Neues. Schon vor der Italienreise im Februar habe ich ein Stück Hartplastik entsprechend zurechtgeschnitten und in den Träger integriert.

Als die Gepäckträger schwarz matt gepulvert wurden habe ich diesen Plastikschutz schwarz lackiert, doch schon damals haben mich zwei Sachen gestört. Erstens war der Plastikstreifen etwas zu kurz und zweitens hatte ich damals nur schwarz glänzende Sprühfarbe. Zum matten Träger würde eine matte Lackierung natürlich besser passen.

Die Werbe-Dachleisten an der Rikscha werden aus 1mm starkem Plastoplan-Kunststoff hergestellt. Das perfekte Material für meine Idee. Letzte Woche nahm ich eine der alten Dachleisten nachhause und heute schnitt ich diese entsprechend zurecht. Ich habe zwei Versuche benötigt, bis es wirklich gut gepasst hat. Mittlerweile habe ich auch schwarz-matte Sprühfarbe gekauft. Doch derzeit ist es draussen zu kalt um gleich auch noch zu lackieren. Das kann ich mal machen, wenn es wieder etwas wärmer ist.

Spazierfahrt

Tössegg, Bike & Schwan
Tössegg, Bike & Schwan

Konnte mich heute erfolgreich vor dem Besuch eines Weihnachtsmarkts drücken und hatte deshalb Zeit um eine sonntägliche Bikerunde zu unternehmen. Das Wetter war wolkig aber nicht durchgängig grau und mit etwa 6° Grad war es auch nicht sehr kalt.

Ich wollte einfach etwas in der Gegend rumfahren, ohne mich sonderlich anzustrengen. So quasi ein Sonntagsspaziergang mit dem Bike. Zu Beginn klappte das auch recht gut und bei der Tössegg schoss ich das Tagesbild. Ich weiss... dieses Motiv gab es schon öfter... doch noch nie mit einem Schwan im Hintergrund... ;-)

Danach wollte ich eigentlich weiter flach nach Eglisau fahren, doch plötzlich hatte ich doch Lust auf ein paar Hügel, auf erhöhten Puls und ein paar Schweisstropfen. Also bog ich links ab um die etwa 200 Höhenmeter auf den Rhinsberg in Angriff zu nehmen. Oben angekommen fuhr ich dann die schönen Wanderwege entlang des Hügelzugs. Nun liegt fast alles Laub am Boden. Stellenweise sieht man den Weg kaum mehr vor lauter Blättern. Dafür ist der Wald licht und hell.

Dann runter nach Glattfelden und via Bikepark nach Bülach, mit Ziel Kaffee am Pistenende bei Oberglatt. An einem Sonntag wie heute gönne ich mir auch mal ein Stück Kuchen zum Kaffee und schaue Flugzeuge im Landeanflug zu. Auf dem Nachhauseweg wollte ich meine Mutter noch kurz besuchen, doch da war niemand zuhause. Also gemütlich nach Hause rollen. Das waren schöne 40 Kilometer... :th_up:

TREK 1120 - 1 Jahr

mein TREK 1120 - aktueller Aufbau
mein TREK 1120 - aktueller Aufbau

Heute vor einem Jahr konnte ich das neue TREK 1120 beim freundlichen Bikehändler abholen. Seither hat sich einiges verändert und somit ist dies ein guter Zeitpunkt für ein zweites Fazit. Das erste, nach 2'000 Kilometern, zog ich hier, Anfang April.

Die aktuelle Laufleistung liegt bei ca. 3'700 Kilometern, was schätzungsweise um die 80 Einsätzen entspricht. Davon 15 Tage mit Gepäck (Tour von Rom nach Genua), ansonsten ohne Gepäck und deshalb meist auch ohne die Original-Gepäckträger.

TREK 1120 - Originalfarben
TREK 1120 - Originalfarben

Am offensichtlichsten ist die Farbänderung, die mein TREK 1120 erlebt hat. Die Originalfarbe "Holzkohle matt" fand ich von Beginn weg ziemlich hässlich. Aus Herstellersicht war das eine kluge Farbgebung, denn am Katalogbild kann man sehr gut erkennen, was das Hauptverkaufsargument dieses Bikes ist. Es sind die orangen Gepäckträger, die ins Auge stechen. Die sollen der potentiellen Zielgruppe (Reiseradler und Bikepacker) sofort auffallen und so zum Kauf animieren. Und grau/matt ist in der heutigen Zeit halt generell angesagt...

TREK 1120 - meine Farbgebung
TREK 1120 - meine Farbgebung

Meine Hauptnutzung ist jedoch die eines Mountainbikes und erst in zweiter Linie die eines Reiserads. Ohne Gepäckträger blieb neben dem Holzkohle-Grau des Rahmens nur noch der orange Schriftzug übrig. Das war mir zu trist und ich wollte eindeutig mehr Freude, durch mehr Farbe. :grins: Nun steht der bunte Rahmen im Zentrum und die Gepäckträger wurden in unauffälligem Schwarz pulverbeschichtet. Diese Umfärbeaktion hat sich aus meiner Sicht wirklich gelohnt und das Bike gefällt mir nun viel besser! 8-)

Geändert habe ich aber auch sonst ein paar Dinge. Gleich nach dem Kauf tauschte ich Sattel, Vorbau und Lenker um es für mich bequemer zu machen. Entgegen meiner ersten Einschätzung fahre ich immer noch mit der absenkbaren Sattelstütze. Ich nutze sie zwar relativ selten, doch wenn, dann schätze ich deren Komfort. Es ist schon nett, nicht anhalten und absteigen zu müssen, sondern einfach während der Fahrt kurz den Hebel am Lenker zu drücken und der Sattel geht runter oder kommt wieder hoch. Ausserdem hätte ich auch erst eine passende Sattelstütze und die entsprechende Klemme mit Schnellspanner kaufen müssen.

Die SRAM Level T Bremsen fand ich am Anfang ziemlich nervig. Sie machten während dem Fahren dauernd Geräusche. Mein Bikehändler empfahl mir die Bremsbeläge von metallisch auf organisch zu wechseln und siehe da, seither ist wirklich Ruhe. Der einzige Nachteil dabei ist, dass die organischen Beläge nicht lange halten. Nach etwa 700 Kilometern ist (zumindest hinten) ein Satz Bremsbeläge verbraucht. Das war auch das am häufigsten gebrauchte Ersatzteil. Bis jetzt verbrauchte ich deren 8 Paare (5x hinten & 3x vorne). Die Bremsen funktionieren gut und bissig. Sie lassen sich nicht sehr fein dosieren, doch alles kann man nicht haben. Level T ist ein eher günstiges Modell. Teurere Bremsen müssen irgendetwas ja auch noch besser können. ;-)

Der 1x11-fach Shimano SLX Antrieb überzeugt mich soweit. Ich montierte ein kleineres Kettenblatt (28 statt 30 Zähne), damit ich auch steile Rampen noch hochfahren kann. Um den Verschleiss von Kassette und Kettenblatt tief zu halten, wechsle ich jeweils nach ca. 1'500 Kilometern die Kette. Derzeit bin ich also mit der dritten Kette unterwegs. Die Kassette sieht noch gut aus. Früher, bei 3x9, hielten Kassetten etwa 2'000 Kilometer. So gesehen ist der Verschleiss am Antrieb eher geringer geworden. Natürlich hätte ich ab und zu gerne eine etwas grössere Bandbreite, als die 11-fach Kassette mit 11-46 hergibt. Einzige Möglichkeit um dies zu ändern wäre der Umbau auf 1x12-fach mit einer 10-50 Kassette. Das bedeutet dann aber: neuer Freilauf, neue Kassette, neues Schaltwerk, neues Schaltkabel und neuer Schalthebel. Mit geschätzten Kosten von über 500 Franken ist mir das aber zu teuer.

Die Laufräder sind o.k.. Vorne problemlos. Hinten musste ich ein Nabenlager tauschen lassen (auf Garantie). Aber ehrlich gesagt überzeugt mich die Hinterradnabe nicht wirklich. Die Kassette, respektive der Freilaufkörper, hat irgendwie Spiel und taumelt leicht. Laut Händler ist dies normal und kein Problem. Gut ist es meiner Ansicht nach aber nicht (das stellte ich noch nie an einem meiner Bikes fest). So leidet die Schaltpräzision und ich denke auch, dass dies der Grund dafür ist, dass sich die Schaltung auf den grössten Ritzeln (wo auch die eingeleitete Kraft am grössten ist) nicht ganz geräuschfrei einstellen lässt. Na ja, ich werde das im Auge behalten. Sollte ich aber demnächst mal im Lotto gewinnen, würde ich mir einen neuen Laufradsatz mit Qualitätsnaben und leichten Carbonfelgen gönnen. ;-)

Vor ziemlich genau einem Monat habe ich neue Reifen mit deutlich mehr Profil montiert. Das hat dem Bike sehr gut getan und die Traktion im Gelände deutlich verbessert. Diese Reifen vermitteln ein sehr sicheres Fahrgefühl, rutschen äusserst selten/spät und zeigen kaum Selfsteering. Dafür rollt es dann halt auf Asphalt etwas zäher. Für hiesige Herbst- und Winterverhältnisse aber genau das Richtige. Wenn dann die nächste Radreise ansteht, werde ich jedoch zugunsten des geringeren Rollwiderstands und Gewichts wieder die originalen Bontrager XR2 (Chupacabra) aufziehen.

Sonst noch was? Nein, ich glaube -im Grossen und Ganzen- war's das. Ich mag das TREK 1120 wirklich sehr gerne :heart: und seit ich das SANTA CRUZ verkauft habe, ist es auch mein einziges Mountainbike. Sicherlich gibt es potentere Bikes, doch der minimalistische Ansatz behagt mir sehr. Ausserdem mag ich die dicken Reifen. Es ist bestimmt ein spezielles Bike, das man nicht an jeder Ecke sieht. Das passt ganz gut zu mir. :-)

kalte Bikerunde

Deutsche Zollstation Kaiserstuhl, am Rhein
Deutsche Zollstation Kaiserstuhl, am Rhein

Der Wetterbericht war sehr ansehnlich und weil ich gestern keine Zeit für eine Bikerunde fand, wollte ich das heute nachholen. Ich wusste, dass es höchstens fünf Grad über Null geben würde und somit war auch klar, dass ich Winter-Bikekleider, Fleece-Mütze und Langfingerhandschuhe hervorkramen musste. Kurz vor zwölf Uhr mittags, als sich der Hochnebel zu lichten begann, bin ich dann losgefahren.

Kraftwerk im Sonnenschein
Kraftwerk im Sonnenschein

Mein Plan war eigentlich, dass ich die schönen Rheinufer-Wanderwege bis nach Weiach fahre und von da via Leuenkopf und Bülach wieder nach Hause. Beim Kraftwerk Rheinsfelden machte ich dann das erste Foto, dann begann der Singletrailspass... Super... voller Laub, trotzdem griffig und gut zu fahren. Keine Menschenseele, die ich gestört hätte. Als ich dann bei Weiach war, wollte ich noch nicht gleich vom Rheinufer weg und deshalb bin ich weiter, bis nach Kaiserstuhl, gefahren. Und wenn ich schon mal hier bin, könnte ich auch noch die Wälder und Anhöhe bei Siglisdorf durchfahren und dann als Höhepunkt des Tages, die Lägern-Hochwacht, einbauen. So bin ich die Tour bereits am 5. Juni gefahren und das habe ich noch in guter Erinnerung.

Flugradar (ZRH) auf der Lägern-Hochwacht
Flugradar (ZRH) auf der Lägern-Hochwacht

Natürlich brauchte das alles seine Zeit, was ich mir vorher aber nicht so richtig überlegt habe. Auf der Aussichtplattform der Lägern-Hochwacht machte ich einen verdienten Verpflegungshalt und sah aus der Ferne, wie die neue Kuppel des Flugradars fertiggebaut wird. Der dunkle Fleck auf dem Foto, rechts oben, ist ein Monteur, der von aussen an der Hülle arbeitet. Das Ding ist wirklich riesig. Dann schaute ich auf die Uhr und stellte etwas überrascht fest, dass es schon vier Uhr am Nachmittag ist. Rechne: von hier bis nach Hause sind es über 25 Kilometer, dafür brauche ich fast zwei Stunden. Um halb sechs Uhr ist es aber um die Winterjahreszeit schon ziemlich dunkel. Beleuchtung habe ich keine dabei. Also Pause abbrechen und auf den Heimweg machen. Aber subito!

69 km, 4:50 Std., 1'450 Hm
69 km, 4:50 Std., 1'450 Hm

Ich war zwar schon ziemlich müde und hätte es gerne etwas gemütlicher genommen, doch die Abenddämmerung setzte schon bald ein. Ich musste mich also ranhalten, denn ohne Licht wollte ich möglichst wenig auf öffentlichen Strassen unterwegs sein. Doch quer-wald-ein wurde es zunehmend dunkler. Erschwerend kommt hinzu, dass ich nachts sehr schlecht sehe. Es wird also nichts mit einer genüsslichen Heimfahrt und schon gar nichts mit einem Kaffeehalt. Um 17:45 Uhr war ich dann endlich zuhause. Die paar letzten Kilometer waren ein ziemlicher Blindflug... Das war eine schöne, lange und anstrengende Tour. Aber ehrlich: an die kalten Temperaturen muss ich mich erst noch gewöhnen. Zuhause hatte ich eiskalte Füsse...

in den Regen

schon bald kommt der nächste Regenschauer
schon bald kommt der nächste Regenschauer

Das Wetter war April-haft. Immer wieder wechselten sich Wolken, Regen und kurze trockene Phasen ab. Ich drückte mich deshalb etwas herum und war nicht wirklich schlüssig, ob ich nun biken soll, oder nicht. to bike, or not to bike, that's the question! Ich besuchte mal das Bike im Schuppen... und?...

Ja, ich will! Also los! Nicht lange fackeln sondern umziehen, aufsteigen und losfahren. Zur Sicherheit packte ich die Regenjacke in den Rucksack. Meist ist es ja so, dass es nicht zu regnen beginnt, wenn man eine Ragenjacke dabei hat. ;-) Vielleicht ist das ja für die heutige Sonntagsfahrt auch ein gutes Omen.

Der viele Regen der letzten Woche hat den Waldboden ziemlich aufgeweicht und durchtränkt. Es war also klar, dass es dreckig werden würde. Heute war mir das aber ziemlich egal. Ich war innerlich in guter Stimmung und hatte einfach richtig Lust um draussen etwas mit dem Bike zu spielen. Egal bei welchem Wetter.

Übrigens: Heute konnten die Bontrager XR4 Reifen mal so richtig zeigen, was sie können. Matschiger Boden, rutschiges Laub, nasse Steine und Wurzeln - alles dabei. Und ehrlich: Ich bin echt begeistert! Mit etwa 0,7bar Druck findet dieser Reifen immer noch irgendwo Traktion und vermittelt viel Sicherheit und ein gutes/stabiles Fahrgefühl. Genau richtig für das Winterhalbjahr in unseren Breitengraden. :th_up:

Etwa auf halber Strecke begann es dann tatsächlich zu regnen. Also kurz anhalten, die Regenjacke anziehen, den Regenschutz über den Rucksack stülpen und weiterfahren. Irgendwie brachte mich heute wirklich nichts aus der Ruhe und selbst als es dann richtig kräftig schüttete, war mir das ziemlich egal. Ich überlegte, wann ich letztmals im Regen bikte. Das muss hier gewesen sein. Auch schon lange her...

Insgesamt war ich zwei Stunden unterwegs und habe jede einzelne Minute davon genossen. Genauso wie die heisse Dusche nach dieser Regenfahrt. :applaus: