Fahrt in die Nacht

Ich wollte nun endlich mal die neue Bikebeleuchtung ausführen. Gegen Abend montierte ich die MigicShine-Lampe an den Titanleker des Kish Hardtails und fuhr los. Es sollte eine schöne Strassenrunde werden. Mit etwa acht Grad war es recht angenehm und nicht wirklich kalt. Die Strassen waren trocken, soweit alles o.k.

Bevor ich losgefahren bin, pumpte ich beide Reifen auf drei Bar so dass sie gut rollen und so war es dann auch. Ich bin kilometerweise mit Puls 120 so dahin gerollt und genoss die Umgebund und die zunehmende Dunkelheit. Das Bike rollt fast geräuschlos. Nur die Luft, die ich durchschneide, pfeift mir um die Ohren. Gleichmässig drehen die Beine...

Die neue Lampe gibt wirklich sehr hell. Das Diodenlicht ist sehr weiss, ein klares, eher hartes Bild mit leichtem Blaustich. Im Strassenverkehr ist Stufe 1 schon absolut hell genug (Bild rechts). Auf der hellsten Stufe 3 wird das für entgegenkommende Autofahrer ziemlich blendend (Bild links). Ist man dann aber etwas von Häusern, Strassenlaternen und Autos entfernt, loht es sich aber schon, mit Vollicht rumzufahren, denn das macht richtig Spass! Die Lichtstreuung ist gelungen und ich sehe bedeutend mehr, als mit der alten Lupine Halogenlampe. Ja, das ist sehr gut!

Als Nächstes will ich mal mit dem MTB einen Nightride fahren wo ich dann die MagiShine-Lampe auf den Helm montiere und die Lupine an den Lenker.   Das GPS sagt: 58 km., 2:50 Std., 600 Hm.

ich brauche mehr Licht

Für nächtliche Walkingrunden bin ich seit letzter Woche nun lichttechnisch gut ausgerüstet. Will ich jedoch mit dem Bike in die Nacht, wird es mittlerweile wirklich recht schnell dunkel. Der Akku meiner fünf Jahre alten Lupine-Halogenlampe bringt nur noch etwa eineinhalb Stunden Licht. Ein neuer Akku ist ziemlich teuer und in der Zwischenzeit haben sich Hochleistungs-LED-Lampen etabliert, die eine enorme Lichtkraft bieten und gleichzeitig weniger Strom brauchen als die alten Halogenlampen. Als dann im Twentyninerforum Zingel anbot eine Kleinserie von MagicShine-Lampen zu importieren, diese zu verbessern und weiter zu verkaufen, war ich von der Idee gleich angetan. Drei Stunden Vollicht mit 900 Lumen, das ist ein Versprechen.

Letzte Woche war nun die Lampe mit der Post bei mir eingetroffen und heute wollte ich mal sehen, wie ich die Lampe denn nun an meinen Helm kriege. Meine Idee ist, am Lenker weiterhin die Lupine einzusetzen um direkt vor dem Bike Licht zu haben und zusätzlich dazu die neue Lampe auf dem Helm, damit ich immer genau da Licht habe, wo ich hinsehe. In der Packung gab es keine Helmbefestigung. Hmmm. Vielleicht in der Schachtel der Lupine-Lampe? Nein, auch nicht. Da muss ich etwas basteln...

Ich kramte in alle Kästen und überall, wo ich irgendwelche Biketeile lagere und stöberte dann ein Halteteil auf, das ursprünglich zu einem Trinkrucksack gehörte. Es schien sich jedoch auch für meine Idee zu eignen und so versuchte ich mal die Lampe daran fest zu machen. Ja, mit dem richtigen Gummiband klappte das ganz ansprechend. Nun musste die ganze Sache noch irgendwie auf den Helm. Dafür nahm ich ein Armband mit Klettverschluss von einer alten HAC4-Pulsuhr. Nach ein paar Versuchen klappte auch das nicht schlecht.

Das einzige Problem ist nun noch, dass ich gerne ein Verlängerungskabel hätte, damit ich den Akku in den Rucksack packen kann. Wenn der Akku auch am Helm befestigt wird (so wie auf dem Bild), dann wird die ganze Sache langsam etwas schwer, was man schon deutlich auf dem Kopf merkt. Der Akku im Rucksack ist da sicher die bessere Lösung.

Eigentlich wollte ich heute Abend die ganze Geschichte noch kurz ausprobieren, doch mit der Dunkelheit kam auch der Regen und das wollte ich mir dann doch nicht antun. Ich werde mich in den nächsten Tagen/Wochen um eine Verlängerungskabel bemühen und dann wieder berichten.

Biketermine 2009

Heute Abend hatte ich mit Jürg und Peter abgemacht um eine grobe Terminpanung für unsere Bikevorhaben in diesem Jahr vorzunehmen. Peter hat uns dafür zum Nachtessen eingeladen und damit wir doch noch ein paar Velokilmeter auf den Tacho kriegten entschieden Jürg und ich, dass wir mit den Bikes zu Peter fahren. Dieser Entscheid wurde auch vom Wetter mitgeprägt und zwar insoweit, als dass es auch heute, wie schon seit über einer Woche, eisig kalt und hochnebelbedeckt war. Kein Wetter um wirklich in Wäldern und auf Singletrails zu fahren, denn dazu war der festgefahrene Schnee viel zu vereist und rutschig. Ich schätzte das Sturzrisiko zu als zu gross ein und deshalb kamen wir auf die Idee einer Strassenrunde. Und wenn wir schon auf der Strasse fahren, können wir dies auch gleich abends oder nachts tun. Nightrides haben ja auch ihren ganz speziellen Reiz.

Kurz nach vier Uhr am Nachmittag machte ich mich gut eingepackt auf den Weg zu Jürg. Die Beleuchtung war montiert und die Schuheizung wärmte auf Stufe 2 angenehm die Füsse. Die Temperatur lag bei etwa 3 Grad unter Null. Regelmässiges, gleichmässig warmhaltendes kurbeln war angesagt. Die Luft war gut zu atmen. Auf dem Weg zu Peter haben wir dann viel gequatscht, was man  bei flachen Touren auf Nebenstrassen ja sehr gut kann. Auf einem zugefrorenen Weiher spielten ein paar Buben Eishockey. Ich zückte während der Fahrt den Fotoapparat und knipste das Bild rechts. Leider unscharf. Es braucht etwas Fantasie... ;-)

Nach dem feinen Fondue und dem noch besseren Dessert zückten wir Karten, Tourenbücher und einen Terminkalender um dann unsere Ideen zu besprechen. Aus meiner Sicht schon gesetzt waren die drei 29er-Termine und meine geplante Ligurien-Woche im April. Jürg möchte im Sommer eine mehrtägige Tour mit Alpencrosscharakter und Peter schwebt ein Freeride-Alpencross vor auf dem man auch ab und zu mit dem Lift oder dem Auto wo hochfährt um zu nochmehr Downhill-Kilometer zu kommen. Dazu weitere Ideen wie Tessin, Wallis und Jura. Viel Stoff für Bikerträume...

  • 4. + 5. April = 29er PUSH-UP Event Schweiz (Opening)
  • 18. - 25. April = Trainingswoche Finale Ligure
  • 1. - 3. Mai = Tessin-Weekend
  • 13. - 15. Juni = Weekend im Wallis oder in Graubünden
  • 11. + 12. Juli = 29er PUSH-UP Event Deutschland (Tegernsee-Marathon)
  • Juli/August = Alpencross oder Ähnliches (1 Woche)
  • 12. + 13. September = 29er PUSH-UP Event Österreich (Saalbach)
  • 26. -28. September = Jura-Weekend

Der Tacho sagt: 57 km., 3:14 Std., 550 Hm.

frische Luft schnappen

Heute abend war ich alleine und hatte nichts vor. Nach dem Lesen der Zeitung bereitete ich mein Nachtessen vor und während dem Essen überlegte ich langsam, was ich denn mit dem angebrochenen Abend noch machen könnte. Zuerst schaue ich mal die Tagesschau und Meteo (bünzlimässig). Dann folgt etwas Werbung und der Anfang von drei verschiedenen Filmen... bis ich es endlich schaffe, die Trottelbox auszuschalten.

Weil ich auch heute Morgen zu faul und zu kälteempfindlich war um mit dem Bike zur Arbeit zu fahren, verstreicht heute wohl wieder ein Tag, ohne Fahrrad gefahren zu sein. Halt! Stop! Genau! Draussen ist es sternenklar und die Temperaturen liegen noch im positiven Bereich. Eigentlich ideal, für einen kleinen Nightride!

Nicht zu lange nachdenken - machen!

Umziehen, Rucksack bereit machen. Geld, Handy, Schlüssel, Tacho, Fotoapparat, Handschuhe, Stirnband, Helm. Alles klar! So gegen 20:45 Uhr radle ich von zuhause los.

Ich habe mir nur eine kurze Strecke vorgenommen. Es geht mir nicht um die Leistung. Es geht mir um die frische Luft, um das pulsieren des Bluts in meinen Adern. Um mich wirklich gut zu fühlen,  brauche ich mehr Sauerstoff als ich auf der Couch, vor dem Fernseher, kriegen kann.  .

Ich schreibe es nach jeder Nachtfahrt: Das ist schon ganz speziell. Es ist so ruhig, man fährt in einem Lichtkegel und ausserhalb ist meistens Nichts, oder nur ein paar Lichter, die  von entfernt liegenden Häusern herüberscheinen.  Wegen der Dunkelheit  kann ich die Strecke fast nicht abschätzen und so richte ich mich beim Schalten mehrheitlich nach dem direkten Empfinden meiner Beine. Sobald der Druck in der Muskulatur zunimmt, geht es scheinbar berghoch und ich schalte runter. Lässt er nach, kann ich hochschalten und schnellere Gänge fahren. Ganz einfach. Ich versuche nachts jeweils die Belastung so zu wählen, dass ich stundenlang gleich weitermachen könnte. So fahre ich wohl meist etwas langsamer als tagsüber, doch ausgeglichener, runder und dadurch meditativer, geistig wertvoller.

Interessanterweise rollte das KISH heute völlig geräuschfrei. Interessant deshalb, weil am Samstag unter Last doch häufig Knackgeräusche zu hören waren, welche ich dem Hinterrad zuordnete. Obwohl ich seither das Bike lediglich geputzt habe, war es heute völlig still. Über weite Strecken hörte ich nur das Abrollen der Reifen und mein gleichmässiger Atem. Sehr schön. Runde,  gleichmässige  Bewegungen.

Ich fuhr genau eine Stunde. 18 Kilometer mit drei Steigungen und gesamthaft 330 Höhenmetern. Alles auf Asphaltnebenstrassen  im Zürcher Unterland. Ich begegnete in der Zeit nur 5 Autos - auch: Sehr schön. Der Erholungswert dieser kurzen Runde ist gross. Das hat Spass gemacht (und 4 WP-Punkte gebracht).

Fondueplausch und Nightride

Morgens auf dem Weg zur Arbeit war es noch knapp unter Null Grad und es ist ja nun auch schon wieder fast zwei Wochen her, seit ich das letzte Mal mit dem Bike zur Arbeit gefahren bin. Es kündigte sich ein herrlich schöner Tag an und ich freute mich schon bald auf das Fondueessen und die darauf folgende Fahrt nach Hause.

Ich traf um 18:30 Uhr im Geschäft von Rolf Ruprecht ein und nach und nach kamen immer mehr Biker dazu. Als wir losfuhren, waren wir schon über 10 Leute. Auf dem Weg bis zur Lägern Hochwacht fuhren wir noch an zwei weiteren Treffpunkten vorbei und oben im Restaurant waren wir dann genau 20 Biker.

Man sah die unterschiedlichsten Beleuchtungen. Von gar keine (?!?!?!), über kleine Diodenstrahler und Halogenstrahlern bis zu Hochdrucklampen. Einige hatte unglaubliche Schweinwerfer montiert. Zu sehen war z.B. ein Big Bang Scheinwerfer oder eine 50 Watt Selbstbau-Halogenlampe, die die Nacht zum Tag macht. Unglaublich! Da ist mein Lupinchen ja fast dunkel!

Es war recht warm und weil kein Schnee lag, war das Restaurant zur Hochwacht fast leer. Es fehlten die Schlittler und die romatischen Wanderer. Das hatte zum Vorteil, dass wir nicht lange warten mussten, bis unsere Fonduecaquelon angeliefert wurden. Es schmeckte herrlich und zusammen mit dem Weisswein und anregenden Gesprächen verflog die Zeit förmlich. Als sich erste Biker dann für die Rückfahrt rüsteten merkte ich, dass es bereits nach elf Uhr war. Ich bestellte noch einen Kaffe Zschwetschgenlutz, schiesse das nebenstehende Bild und rede noch mit ein paar Leuten, bis mich dann auch entschliesse, mich für den Heimweg entsprechend warm anzuziehen.

Nachdem ich mich von den Übriggebliebenen verabschiedet hatte trat ich vor Haus und genoss die kalte Luft. Die Nacht ist sternenklar. Die Aussicht auf die beleuchteten Ortschaften war echt einen längeren Blick wert. Ich merke, dass ich etwas viel Alkohol getrunken hatte und darünter mein Gleichgewichtsgefühl etwas gelitten hatte. ;-) . Es hiess also vorsichtig und defensiv fahren.

Die Abfahrt bis nach Dielsdorf runter war dann richtig kalt und so war ich froh, in der Fläche bis nach Bülach mal etwas kurbeln zu können. Den Anstieg über den Eschenmoser schlich ich dann ganz gemütlich hoch und so langsam begann ich mich schon auf's Bett zu freuen. So gegen 00:30 Uhr war ich dann zu Hause. Schön war's! Der Tacho sagt: 60 km., 3:16 Std., 850 Hm.

Nightride

Das habe ich vorher noch nie gemacht.

Nach 20:00 Uhr entschied ich mich noch eine Bikerunde zu fahren. Ich musste mich unbedingt noch etwas bewegen und joggen, nein, das wollte ich mir nicht antun. Auf gar keinen Fall wollte ich den ganzen Abend vor dem TV und/oder dem PC verbringen.

Schnell habe ich mich umgezogen und zum Beweis vor dem losfahren noch dieses Foto geschossen ;-) . Ich nahm das KISH aus der Garage und machte mich auf den Weg. Die Nacht war noch hell und der Mond schien kräftig. Die Temperatur war mit etwa 4° Grad durchaus noch im angenehmen Bereich, die Strassen waren trocken und nur noch wenige Autos waren unterwegs. Ideale Bedingungen also um etwas auszulüften.

Ich wählte die Strecke rund um den Irchel und weil es mir so gut gefiel, hängte ich noch zwei Zusatzsteigungen an. In der Nacht radfahren ist für mich schon sehr speziell. Ich sehe generell schlecht im Dunkeln und so hätte ich immer gerne noch mehr Licht am Fahrrad. Je schneller es wird umso mehr Licht müsste man haben. Meine Beleuchtung ist im Volllichtmodus wirklich gut, nur hält dann der Akku nur knapp über eine Stunde. Das Abblendlicht ist an Steigungen ja noch o.k., doch schon in der Ebene ist es einfach zu wenig. Ich habe noch eine Notleuchte im Rucksack, sodass ich heute immer mit ausreichend Licht gefahren bin.

In der Nacht beginnt mein Hirn während des fahrens zu singen. Wenn ich längere Zeit mit gleichbleibender Belastung trete, langweilt sich mein Geist scheinbar und beginnt Lieder einzuspielen. Heute waren es zwei Lieder von "Zucchero" die mich lange begleiteten und witzigerweise summte ich an der letzten Steigung den "Kriminaltango"... ;-) etwas ganz anderes.

Nachts ist es besonders wichtig, dass das Bike möglichst geräuschlos funktioniert. Man bewegt sich in einem dunklen Tunnel, spürt seinen Körper  und lässt den Gedanken Auslauf. Da können Knack- oder Knirschgeräusche  ziemlich nervig werden. Heute knackte an Steigungen jeweils der linke Schuh auf dem Pedal. An einer Steigung habe ich angehalten und bin mit dem Fuss in den matschigen Feldboden getreten um die Sohle zu verdrecken. Und das hat gewirkt. Das Knacken war weg. Manchmal sind Lösungen ganz einfach.

Ich bin fast zwei Stunden gefahren und so gegen 22:30 Uhr nach Hause gekommen. Es war ein   perfekter Abend für eine Strassenrunde wie die heutige. Schön; ich habe es wirklich genossen und das eigentliche Ziel erreicht: meine Stimmung ist nun deutlich besser, als zu Beginn des Abends. Der Tacho sagt: 37 km., 1:54 Std., 640 Hm