Elsass Trainingsweekend 2007

   

vorne mit Bike: Carl, Mit-Organisator und Guide, Do+Fr  / stehend: Gerd, Stefan, Stefan, Oliver, Beat, Jürg, Heike, Peter, Matthias, Ingo und Marco / nicht auf dem Bild: Christian und Barbara mit dem Tandem sowie Hans, der Organisator und Guide für Sa+So

Nur kurz. Die vier Trainingstage im Elsass waren Spitzenklasse und wir konnten trotz Regen am Samstag vier tolle Touren fahren. Nun bin ich wieder zu Hause. Müde und zufrieden. Donnerstag und Freitag bin ich mit dem KISH 29er gefahren, Samstag und Sonntag mit dem ARROW 26er. Beides hat super Spass gemacht. Im direkten Vergleich ist das KISH wohl etwas schneller, das ARROW mit den dicken 2,4-Zoll Reifen und der Vollfederung aber bequemer und irgendwie sicherer. Der Tacho sagt: 190 km., 15:13 Std., 5'350 Hm

Lägern-Quicky

 Heute abend musste ich richtig stressen um halbwegs pünktlich zum vereinbarten Treffen mit Thomas zu kommen. Wir wollten mit unseren neuen Bikes rumprahlen und uns an den geilen Teilen ergötzen ;-)

Um  den Früchtekuchen im Bergwerk halbwegs verdient zu haben fuhren wir auf direktem Weg von Regensdorf auf die Lägern Hochwacht und machten oben auf der Aussichtsplatform die hier gezeigten Fotos. Das SCOTT Genius RC LTD mit 26-Zoll und das KISH mit 29-Zoll Laufrädern. Das SCOTT ist wirklich sehr fein aufgebaut und die FOX-Gabel mit automatischem Lockout passt gut zu dem vom Lenker aus verstellbaren Hinterbau. Ich war ob der Funktion verblüfft. Dieses Stable-Plattform-Technology-Zeugs  funktioniert wirklich ;-) .

Wenn man die Bikes direkt neben, resp. voreinander stellt wird der Grössenunterschied der Räder erst wirklich sichtbar. Auch auf dem Bild von vorne sieht man sehr deutlich wie viel höher der KISH Steuersatz liegt im Vergleich zum 26-Zoll SCOTT. Da hilft auch ein -7° Vorbau sowie ein flacher Lenker nur bedingt. Dennoch sieht man auch, dass Thomas und ich in etwa eine ähnliche Sitzposition gewählt haben. Tja, Tourenbiker halt ;-) Der Tacho sagt: 19 km., 1:08 Std., 450 Hm

auflockern...

Gestern verschätzte ich mich auf meiner Tour und um nicht allzu spät nach Hause zu kommen, musste ich auf dem Rückweg immer Druck aufs Pedal geben und das merkte ich heute meinen Beinen ganz deutlich an. Sie fühlten sich schwer und schwammig an und deshalb wollte ich heute nur etwas locker rollen und die Beine ausschütteln. Das KISH hatte ich zuvor sauber geputzt und die Sonne zeigte sich auch immer öfters. Es war über 20° Grad und  trotz vieler Wolken musste man kaum Regen fürchten.  Ideal also.

Ich gondelte etwas durch die Gegend und umrundete grosszügig den Flughafen. Alles auf Strasse. Anmerkung zum neuen Lenker. Der geradere Lenker fährt sich eigentlich ganz gut doch ich befürchte, dass mir auf längeren Touren die Finger einschlafen werden. Es kribbelt schon verdächtig in den Handgelenken. Schade. Mal sehen. Der Tacho sagt: 52 km., 2:14 Std., 440 Hm.

doch noch eine Ausfahrt

16:21 Uhr startete ich den Bikecomputer vor der Garage und machte mich für eine Strassenrunde bereit. Ich wollte einfach ein paar Kilometer fahren und die veränderte Sitzposition überprüfen. So etwa 2 Stunden wollte ich fahren, doch unterwegs habe ich mich dann ziemlich verfahren und so weitete sich die Tour zusehens aus. Ich bin mit der Regenjacke gefahren, doch zum Glück blieb es die ganze Zeit trocken. Ganz zum Schluss, nach acht Uhr abends, zeigte sich sogar noch kurz die Sonne. Der Tacho sagt: 84 km., 3:51 Std., 930 Hm.

Regenprogramm

Eigentlich sollte ich jetzt auf dem Bike sitzen und eine schöne Runde abfahren. Der Wetterbericht versprach  trockene Abschnitte am Mittag doch bis jetzt, 15:20 Uhr regnet es noch immer beharrlich. Mal weniger, mal etwas mehr. Und auf eine richtige Regentour habe ich nun wirklich keine Lust.

Heute Morgen war ich beim Bikehändler und holte dort andere Sattelstütze, Vorbau und Lenker für das KISH. Alles 2cm zurück und weniger Lenkerbiegung wollte ich umsetzen. Der Lenker ist nun 3cm weniger breit (62cm). Natürlich habe ich zuhause das KISH gleich auf den Montageständer montiert und die Teile gewechselt. Sieht gut aus und fühlt sich auf 50m Strasse auch gut an.... Mist! Wenn doch nur der Regen aufhören würde. Ich möchte die Sache nun wirklich probieren...

 

ein paar Bike-Kilometer

Heute blieb es tagsüber trocken und der angekündigte Regen verspätete sich. Eine gute Gelegenheit um abends noch ein paar Mai-Kilometer zu fahren ;-)

Ich nahm das 29er KISH für eine hügelige Strassenrunde auf der ich nur einmal einen kurzen Halt einlegte um die Trinkflasche aufzufüllen. Wenn die 29-Zoll Räder einmal rollen, dann will man nicht so schnell wieder anhalten ;-)   deshalb kann ich heute auch kein Foto anbieten. Ich hatte den Apparat zwar dabei, doch umsonst.

Zum Bike:

Der 120mm Vorbau hat die Sitzposition zwar verbessert, das Lenkverhalten hat aus meiner Sicht jedoch gelitten. Das Bike wurde nevöser und unruhiger.  Ich überlege nun, ob ich einen um 20mm kürzeren Vorbau wählen soll -um das Lenkverhalten zu verbessern- und mit einer Sattelstütze mit 20 oder 25mm Versatz nach hinten die Sitzposition wieder ausgleiche. Das wäre ein Versuch wert, zumal ich auch so das Gefühl habe, etwas weit vorne zu sitzen. Ich werde das mal mit meinem Händler des Vertrauens bereden ;-)

Die RS-Reba Gabel funktioniert wirklich gut, auch wenn ich höchstens 70mm Federweg messen kann. Das reicht jedoch meist aus und ich möchte nicht, dass sich durch mehr Federweg die Frontpartie noch mehr anhebt. Ich fahre jetzt schon mit einem umgedrehten Vorbau und mit flachem Lenker.  Über den Lenker an sich könnte ich auch noch nachdenken. Derzeit ist ein 12° Grad abgewinkelter und 650mm breiter Lenker montiert. Der ARROW-Lenker ist auch 12° Grad abgewinkelt, aber nur 600mm breit. Das behagt mir besser. Ein etwas weniger stark abgebogener Lenker mit max. 620mm Breite wäre darum vielleicht noch ein Test wert.

Am PopLock-Hebel der Reba  kriege ich immer mehr Freude. Auf Asphaltsteigungen und vor allem im Wiegetritt ist die Blockierung vom Lenker aus ein echter Nutzen. Die Gabel blockiert zudem nicht vollständig, etwa 2-3cm Restfederweg bleiben. Der Hebelmechanismus ist einfach, gut zu bedienen  und funktioniert bisher tadellos. Das will ich auch am INTENSE dranhaben.  Zu toppen wäre die Sache nur noch, wenn sich die Gabel auch eingefedert blockieren liesse, so dass man berghoch den Lenker etwas nach unten bringen könnte.

Die SRAM X9 Drehgriffschaltung funktioniert  bestens, auch wenn ich ab und zu noch mit den Fingern nach Rapidefire-Hebeln suche. Ich muss mich noch etwas dran gewöhnen, doch das kommt schon noch. In Gang 9 schlägt die Kette immer noch irgendwo an, aber das ist ja schon auf der Liste.

Die Avid Juicy seven Bremsen funktionieren super und brauchen sehr wenig Kraft um bissig zuzupacken. Das sind echte Anker! Kaum zieht man am Hebel, blockiert schon fast das Hinterrad, was man oft nicht gerade wollte. Die Dosierung ist auf holperligen Downhills darum noch etwas schwierig. Bei Regen und Nässe quitschen, nein kreischen die Bremsen ganz fürchterlich! Wenn dieser Satz Beläge unten ist, werde ich -wie viele andere auch schon- auf Swissstop Beläge umrüsten, die sollen besser und ruhiger sein. Mal sehen.

Wie auch immer: Das KISH ist ein Klasse-BIKE und macht richtig viel Spass. Auf Schotterpisten ist es schnell und komfortabel, auf Asphalt sowieso. Doch es fährt sich auch auf Trails und Wanderwegen bisher super. Der Rahmen passt und  mit etwas Finetuning an den Anbauteilen wird daraus ein perfektes Bike. Es ist zudem  unglaublich schön anzusehen. Ja, das macht richtig Freude! Der Tacho sagt: 45 km., 2:06 Std., 570 Hm.

Frustbiken

Beruflich läuft es in letzter Zeit nicht so rund und die Geschichte mit dem falschen INTENSE-Rahmen schlägt mir natürlich auch etwas aufs Gemüth. Ausserdem ist der Wetterbericht für die kommenden Tage eher schwach und heute zeigte sich doch öfters die Sonne; der richtige Abend also um etwas frische Luft zu tanken und die Enttäuschungen rauszuschwitzen.

Kaum losgefahren klingelte auch schon das Handy und der nächste berufliche Aufreger bestätigte mich darin, das Handy nach dem Anruf auszuschalten. Feierabend ist Feierabend und ich brauche nun diese paar Stunden für mich und meine innere Ruhe... Um nicht zuviel nachdenken zu müssen, fahre ich die Standardrunde und lasse Land und Luft auf mich wirken. Ich fahre langsam und geniesse vor allem die Steigungen. Das Blut pulst durch die Adern, die kühle Abendluft füllt die Lungenflügel, der warme Schweiss tropft.  Nach gut zwei Stunden bin ich körperlich müde und geistig erholt. Schön war's. Der Tacho sagt: 32 km., 2:08 Std., 830 Hm.,

Wochenende

Ich bin froh, dass die Arbeitswoche vorüber ist und nun drei freie Tage folgen. Der Wetterbericht ist  für morgen Vormittag noch richtig gut, danach sollen Wolken aufziehen und Gewitter und Regen bringen. Bis zum Montag soll es bis auf  nur noch  12° Grad Höchstwert abkühlen. Seit über einer Woche war es nun stets sonnig und sommerlich warm. Oft über 25° Grad. Es ist wieder trocken und staubig und deshalb braucht es die kommende Veränderung und  den Regen. Nur wäre es mir natürlich lieber, wenn es an Büroarbeitstagen regnen würde und an Wochenenden dafür schön und trocken wäre.

Ich werde also morgen Vormittag bis Mittag eine Biketour fahren. Weil alle meine Bikefreunde andersweitig beschäftigt sind, werde ich wieder einmal an einem Samstag alleine auf Tour gehen.

Heute bin ich mit dem KISH ins Büro gefahren. Seit langer Zeit schaffte ich es wiedereinmal, 3x pro Woche mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Gut so. Bei dem guten Wetter war es jedoch auch sehr einfach. Der Tacho sagt: 32 km., 1:28 Std., 400 Hm.

KISH 29er - erste Eindrücke

Am Samstag, 12. Mai, fuhr ich die ersten Twentinyner-Kilometer mit dem neuen KISH Titan Hardtail. In den letzten 11 Tagen bin ich damit an 8 Tagen insgesamt 337 Kilometer gefahren. Darunter eine Strassentour im teils strömenden Regen. Zeit also für eine erste Beurteilung.

Das KISH fährt sich für ein Hardtail überraschend komfortabel. Das ist vermutlich die Kombination aus grösseren Laufrädern, dem "weichen" Titanrahmen und meinen Fahrgewicht. Wenn der Rahmen und die Anbauteile auch längerfristig halten, wird jedes Fully gegen dieses Bike einen schweren Stand haben. Das KISH zeigt mir, dass auf meinen meistgefahrenen Strecken ein 29er Hardtail fast noch mehr Spass macht, weil es eben direkter als ein Fully ist und die grösseren Laufräder noch zusätzlichen Grip bieten. So machen schnelle und rasch aufeinander folgende Kurven noch mehr Spass.

Die Geometrie des Bikes ist sehr ausgewogen und vermittelt mir jederzeit ein sicheres Fahrgefühl. Natürlich holpert es mehr als auf einem vollgefederten Bike und dadurch muss ich in den Beinen aktiver fahren und muss öfters aus dem Sattel. Das alles macht aber auch schneller ;-)

Technisch sind noch zwei Problemchen vorhanden. Erstens: Die Federgabel ist auf 80mm Federweg reduziert. Wenn ich nachmesse, komme ich jedoch höchstens  auf 70mm effektiv genutzten Federweg. Die RockShox Reba  kann durch den Händler auf 100mm umgebaut werden und das werde ich wohl noch machen lassen.  Zweitens streift die Kette auf dem kleinsten Ritzel hinten (Gang 9) irgendwo. Ich konnte nicht eruieren ob am Umwerfer, am Rahmen oder am Schaltwerk doch man vernimmt deutliche Schleifgeräusche. Deshalb schalte ich nur noch bis Gang 8, was aber nicht die Lösung ist. Wenn man ganz pingelig sein wollte, könnte man drittens noch die vordere Bremsleitung etwas kürzen.

Zum Unterschied 26er zu 29er Laufräder:

Ich weiss nicht so genau. Die grösseren Räder bedingen eine andere Rahmengeometrie und dadurch verändert sich das Sitz- und Fahrgefühl an sich. Sicher ist, dass die grossen Räder laufruhiger sind (oder träger). Mit 2.6 bar Reifendruck habe ich spürbar mehr  Haftung als mit den 26er Rädern. Es gibt kein besseres Wort: Grip ohne Ende! Vor allem am Vorderrad merkt man es deutlich. Ich weiss nicht ob ich wirklich schneller durch Kurven fahre, doch das Gefühl wird mir zumindest so vermittelt. Nicht verschweigen soll man jedoch auch die Gewichtsnachteile der grösseren Räder. 10% Prozent mehr Umfang bringt auch 10% mehr Gewicht an Felge, Schlauch und Reifen. Dadurch leidet die Spritzigkeit und das merkt man auch. Die kleineren Räder sind natürlich agiler und lassen sich etwas einfacher beschleunigen.

Mir persönlich behagt das 29er Format. Die Bikegrösse harmoniert deutlich besser mit meiner Statur und auch auf Singletrails machen die Räder richtig Spass. Die Spannung auf das INTENSE Spider 29 Fully steigt durch diese Erfahrungen mit dem KISH nun natürlich noch mehr. A propos: Ich habe heute erstmals Bilder von ausgelieferten Grösse L Spider 29 Rahmen im Internet gesehen. Es kann also nicht mehr allzu lange dauern.

Sommertour?

Ich fuhr heute Morgen mit dem Auto ins Büro und packte das Bike und allen Plunder ein, weil ich mich für den Abend  mit einem Arbeitskollegen zum biken verabredet hatte. Er nimmt auch am Gigathlon teil und wird dort ebenfalls die Bikestrecken fahren. Ein guter Trainingspartner also, dachte ich.

Als ich am Treffpunkt das Bike aus dem Auto nehme, sehe ich eher zufällig auf dem Display des Bikecomputers: 39° Grad Celsius. ;-) So heiss war es scheinbar im Auto. Das Aussenthermometer des Autos sagte 28,5 ° Grad. So oder so: Es war schön und heiss heute, ein echter Sommertag. Wir wollten auf die Lägern Hochwacht fahren, weil er schon oft dementsprechende Blogeinträge gelesen hatte und selbst die Gegend um den Lägerngrat nicht wirklich kannte. Um 19:00 Uhr wollten wir dort Jürg und Thomas treffen um danach mit Ihnen gemeinsam ins Restaurant Bergwerk zum Kuchenessen zu  pilgern.  Auf dem Hinweg nahmen wir noch einen Einfahr-Hügel unter die Stollen und schon bald merkte ich, dass ich richtig Gas geben musste um seinem Tempo halbwegs folgen zu können. Tja, ich sah ihn mir etwas genauer an... etwa 1,80m gross, sehr schlank, vermutlich unter 75kg schwer... eine optimale Bergfahrerpostur... genauso wie Jürg und Thomas... nur ich Elefant schleppe diese 20 Kilo Mehrgewicht rum... Mist. Na ja, das ist ja nicht neu für mich und durch das regelmässige Training der letzten Jahre konnte ich mich auch verbessern. Sollte ich wirklich mitziehen wollen, müsste ich mindestens unter 85 Kilo kommen (und das kann ich mir nicht wirklich vorstellen). Das wären nochmals 9 Kilo weniger als jetzt und gegenüber letztem Jahr habe ich ja schon 7 Kilo abgespeckt. Egal. Wie gesagt, das Wetter war prächtig, alle Wege gut befahrbar und nette Menschen um mich herum. Wunderbar. Kein Grund also, noch länger auf das Haar in der Suppe  zu starren. Die Suppe (oder die Tour) war wirklich gut!  Nach der schönen Singletrailabfahrt konnten wir auch heute wieder im Garten des Restaurants sitzen und für jeden gab es sogar noch das gewünschte Stück Wähe zur Belohnung. Wir haben uns gut unterhalten und ich genoss diesen Abend wirklich. Von da weg fuhren wir dann vorwiegend flach, dafür ziemlich schnell zurück zum Auto. Die Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 21 km/h  sagt alles ;-)  Der Tacho sagt: 43km., 2:03 Std., 760 Hm