unbeschreiblich

Mein Vater und ich hatten immer ein gutes Verhältnis zueinander. Niemand kennt einen besser als die eigene Mutter und der eigene Vater, denn mit niemandem hatte man eine längere Verbindung. Durch den plötzlichen Tod des Vaters stellen sich nun natürlich grundsätzliche Fragen zu Sinn, Glauben und vor allem, wie man mit einem solchen Ereignis umgeht.

Als er da tot auf dem Waldweg lag, habe ich ihn lange betrachtet. Ich wusste, es wird wohl das letzte Mal sein, dass ich seinen Körper vor mir sehe. Ab jetzt folgt nur noch Erinnerung. Er sah unverändert aus. Seine halbgeschlossenen Augen glänzten und die Haut war noch weich und warm. Aber es war klar, da ist kein Leben mehr drin. Das ist nicht mehr vollständig mein Vater sondern nur noch sein toter Körper. Ich fragte mich: Wo ist sein Wesen hin? Ist überhaupt irgendetwas irgendwo hin?

Der Umgang mit Verlust und Trauer ist sehr persönlich. Ich möchte hier auch nicht allzu viele Worte darüber verlieren, denn ich respektiere die Gefühle meiner Mutter, meiner Schwester und alle ihm Nahestehenden. Jede und jeder hat das Recht auf seine eigene Art zu trauern. Da gibt es kein richtig oder falsch. Ich versuche höchstens zu beschreiben, was der Tod meines Vaters in mir ausgelöst hat.

Nach dem ersten Schock fühlte ich mich irgendwie leer, verlassen und verletzlich. Seine schützende Hand ist weggefallen. Dann folgte ein Gefühl der Dankbarkeit. Dafür, was wir alles zusammen erleben durften. Dafür, dass sein Leben ein schnelles (und ich denke schmerzloses) Ende gefunden hat. Es traf ihn wie ein Blitz. Ein kurzes Zucken, dann gingen die Lichter aus. Gerade er, der in den letzten Jahren mit zunehmenden Leiden zu kämpfen hatte und der grosse Angst davor hatte, seine Mobilität zu verlieren. Das ist ihm erspart geblieben. Auch dafür bin ich dankbar.

Dann folgte die Zeit, in der man seine Beerdigung planen musste. Ich habe mich da zurückgehalten. Es muss für meine Mutter stimmen, denn sie trifft dieser Verlust am stärksten. Anfangs stand zur Diskussion, dass meine Schwester und ich einen Teil zur Abdankungsrede beitragen. Das habe ich mir lange überlegt und dann abgesagt. Erstens glaube ich nicht, dass ich das kann und zweitens bezweifle ich, dass ich die richtigen Worte finden würde.

Es ist unbeschreibbar! So ist das menschliche Leben. Alle Worte treffen daneben.

Der Tod meines Vaters wirft mich aber schon auf die "grossen" Fragen das Lebens. Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Gibt es einen Sinn des Lebens? Woran glaube ich? Bietet Religion eine Antwort?

In den letzten Jahren veränderten sich meine Ansichten diesbezüglich weg von den herkömmlichen, christlichen Konzepten, mehr hin zu einer dogma-freien Erfahrungstheorie. Und diese Theorie steht nun ziemlich auf dem Prüfstand... Natürlich schmunzle ich leicht wenn ich das schreibe... einer der Kernpunkte meiner Erkenntnis ist ja gerade, dass sich das Absolute, das wahre Leben, gar nicht beschreiben lässt. Dass es vor jeder Vorstellungskraft und vor der Bildung von Sprache liegt... es ist ein unbeschreibbares Mysterium...

Vater

Heute, kurz nach Mittag, ist mein Vater ganz überraschend gestorben. Auf einem Sonntagsspaziergang mit meiner Mutter brach er zusammen und konnte nicht mehr wiederbelebt werden. Er wurde knapp 81 jährig. - Ruhe in Frieden.

Noch sind die Geschehnisse so frisch, dass ich sie gar nicht richtig einordnen kann. Mein Vater war so vieles... Ein fröhlicher und herzensguter Mensch. Ein Vorbild und der Anker in unserer Familie. Wir werden ihn sehr vermissen...

Buon Compleanno

Vielen herzlichen Dank für die tolle Überraschung mit dieser schönen und sehr feinen Geburtstagstorte!  

Nach einer elfstündigen Autofahrt durch die Nacht trafen wir am Sonntagmorgen in Venosa ein. Zwei Wochen Süditalien liegen vor uns.

Pfingstmontag - packen

Heute mussten wir früh aufstehen, damit wir pünktlich um neun Uhr an einem Firmungsgottesdienst teilnehmen konnten. Die Tochter der besten Freundin von Karin war eines von etwa zehn Kindern, die heute in der Kirche ihren katholischen Weg bezeugten. Für Karin und mich, als "nicht-praktizierende Protestanten", sind solche Anlässe natürlich ungewohnt und die Messe läuft bei den Katholiken doch ziemlich anders ab, als bei uns Reformierten. Während man als Protestant gut etwas einnicken kann, muss man bei den Katholiken dauern aufstehen, absitzen und irgendwelche Bekenntnisse nachsprechen. Ziemlich straff organisiert und voller Rituale und Zeremonien.

Obwohl der anwesende Weihbischof eine modern gehaltene Predigt hielt war doch unverkennbar, dass die Katholiken-Community genauso auf dem absteigenden Ast ist, wie die reformierte Kirche. Ich glaube kaum, dass irgendjemand an diesem Gottesdienst teilnahm, der nicht wegen eines Mädchens oder eines Jungens gekommen ist, zu dem er oder sie eine persönliche Beziehung hat. Das ist schon irgendwie schade, doch kaum verwunderlich. Die Individualisierung und die Aufgeklärtheit der Bevölkerung hat nicht unwesentlich dazu beigetragen, dass man diese ganze Verlogenheit des kirchlichen Machtsystems eimfach nicht mehr braucht. Kirchen und Gottesdieste sind für verlorene Seelen und wenig religiöse Menschen. Echte, persönliche Religiösität hat damit so ziemlich gar nichts zu tun und irgendwann in den letzten 2000 Jahren wurde halt von den Meisten erkannt, dass die offiziellen Kirchen vor allem Wasser predigen und Wein trinken. Den Wein kaufen sie mit dem Geld der Kirchengänger, doch die sollen gefälligst Wasser trinken. Es ist doch mehr als ironisch, dass der Vatikatstaat als geografische Heimat der katholischen Kirche eines der reichsten Länder der Erde ist. Und das, obwohl sie immer von teilen und geben sprechen. Für alle Anderen soll geben seeliger denn nehmen sein, doch die Institutionen wollen viel lieber nehmen, als geben. Ausserdem (und zum Abschluss dieses Themas) haben wohl mittlerweile sehr viele Menschen erkannt, dass echte Religiösität total persönlich ist. Da kann einem kaum ein Priester dabei helfen.

Natürlich folgte nach der Firmung noch ein gemeinsames Essen mit gemütlichem Beisammensein und so war es dann schon später Nachmittag, bis wir nach Hause gekommen sind. Dann begann eigentlich meine Sommerreise, denn es galt nun definitiv zu packen. Dazu schaute ich mir nochmals diesen Bolgeintrag und die dazu gehörende Liste an.

Natürlich findet man dann immer wieder Dinge, die man noch vergessen hat oder die man vorab noch erledigen sollte. Wie z.B. alle Akkus aufladen (GPS, Netbook, Digicam, Handy, Beleuchtung). Oder einen Backup des Netbooks auf eine externe Speicherplatte machen. Oder letzte Zahlungen online in Auftrag geben. Oder -so wie jetzt- noch einen Blogeintrag schreiben. Nun steht das Gepäck vor der Haustüre und somit ist eigentlich alles bereit. Morgen will ich mit Karin aufstehen. Nach dem Abschiedskuss fährt sie dann mit ihrem Auto zur Arbeit und ich starte mit meinem Velo auf meine Sommerreise.

Wobei... Morgen wird es gemütlich losgehen. Zuerst besuche ich meine ehemaligen Arbeitskollegen und zeige ihnen, wie ich das Geld, welches sie zu meinem Abschied sammelten, investiert habe. Mit ihnen will ich in der Caffeteria einen feinen Cappuchino trinken, bevor ich mich dann auf den Weg in die Stadt Zürich mache. Am Bürkliplatz steht derzeit eine zehn Meter hohe Skulptur (Spinne), die ich gerne fotografieren möchte. Bei meiner Rückkehr im Herbst ist sie weg, also will ich das morgen noch sehen.

Dann werde ich entlang des Zürichsees fahren, bis ich südwärts Richtung Vierwaldstättersee abzweige. Mein Ziel für morgen Abend ist ein Campingplatz in Brunnen. Da werde ich dann erstmals meine Ausrüstung testen. Am Mittwoch möchte ich dann bis nach Andermatt und am Donnerstag über den Gotthard bis an den Lago Maggiore im Tessin. Voraussichtlich am Freitag werde ich die italienische Grenze überqueren und am kommenden Sonntag möchte ich eigentlich in Turin sein. Das ist der Plan.

Ich schrieb es bereits an anderer Stelle, doch hier nochmals: Ich weiss nicht, wie regelmässig ich "beats blog" aktualisieren kann. Das hat nicht oberste Priorität. Sollte es hier in den nächsten Monaten ab und an längere Pausen geben, so hat dies nichts Negatives zu bedeuten. In der Zeit werde ich wohl einfach in abgelegenen Gebieten unterwegs sein, wo ich nur schwer an einen Internetzugriff komme. Man darf gespannt sein, wie das so funktionieren wird...

na mal id Badi

Am Morgen fielen noch ein paar Regentropfen vom Himmel, doch so um die Mittagszeit besserte sich das Wetter deutlich. Es waren 25° Grad angesagt und Karin und ich wollten den Nachmittag für eine schöne Velorunde nutzen. Nach meinem Schwärmen vom Montagabend konnte ich sie dafür begeistern, mit dem Velo an den Greifensee zu fahren.

Wir waren kaum fünf Kilometer unterwegs, als es wieder zu tropfen begann. Wie bitte? Wir wollten in die Badi... Wir machten Halt und standen unter Bäume um uns vor dem Ragen zu schützen. Die viertelstündige Pause hat uns nicht demotiviert, weil wir vor uns den blauen Himmel sehen konnten und annehmen konnten, dass es doch noch schön wird. So war es dann zum Glück auch und als wir in der Badi Egg ankamen stellten wir zufrieden fest, dass es da überhaupt nicht geregnet hat und die Liegewiese schön trocken war. Es hatte am heutigen Sonntag logischerweise mehr Leute als am letzten Montag, doch es war noch immer angenehm ruhig und beschaulich.

Ich hatte mir für meine Sommerreise wasserdichte Beutel gekauft und einen davon nahm ich heute für einen Test mit. Die Idee war, den Fotoapparat mit auf eine der Schwimmplattform mitzunehmen um von da zu fotografieren. Oder ich möchte ins Meer hinausgehen können und von da zum Ufer fotografieren. Bisher hatte ich keine Erfahrung damit, doch der Aufdruck "tested and approved by the Navy Experimental Diving Unit" erzeugte ein gewisses Vertrauen. Ich steckte die Digicam in das Täschen und verschloss den Zipverschluss. Dann steckte ich mir das Päckchen hinten in die Badehose und machte mich auf den Weg ins Wasser. Wie man an den Bildern erkennen kann, hat es funktioniert. Die Kamera ist trocken geblieben, wunderbar.

Vor der Rückfahrt stärkten wir uns mit einem feinen Servelat vom Grill. Wir hatten 27 Kilometer auf dem Tacho, also werden es bis nach Hause über 50 Kilometer werden. Weil Karin bisher noch nie so weit Velo gefahren ist war mein Angebot, dass sie jederzeit anhalten und aufhören konnte, wenn sie keine Lust mehr hatte. Ich würde dann alleine nach Hause fahren und sie mit dem Auto abholen. Das war aber überhaupt nicht nötig. Je näher wir nach Hause kamen, desto weniger wollte sie aufgeben. Geduldig trat sie in die Pedale und der schöne Abend half ihr, die aufkommenden Sitzbeschwerden zu ertragen. Hoffentlich wird der Muskelkater nicht zu übel... 54 Kilometer, mit 220 Höhenmeter, in 3 Stunden und 14 Minuten. Ein neuer Streckenrekord für Karin! Eine super Leistung! Gratulation!

Zur Belohnung kochte ich uns ein feines Nachtessen und nach diesem erlebnisreichen Sonntag werden wir bestimmt gut schlafen. Schön war's. Danke.

sonniger Sonntag

Gestern regnete es den ganzen Tag und so fiel die Samstagstrainingsrunde förmlich ins Wasser. So verbissen oder ehrgeizig sind wir dann doch nicht, dass wir selbst bei Wind und Wetter losfahren. Abends liess der Regen langsam nach und der Wetterbericht versprach eine deutliche Besserung für den heutigen Sonntag. So kam es dann auch.

Schön früh am Morgen entdeckte ich blauen Himmel und Sonnenschein. Da mittags noch ein Festessen auf dem Programm stand, wollte ich den sonnigen Morgen für eine kurze Strassenrunde nutzen. Kurz nach halb zehn Uhr stieg ich aufs Bike. Es war schön aber kalt, nur wenig über Null Grad. Da konnten Stirnband und Langfingerhandschuhe nicht falsch sein. Ich fuhr rund um den Irchel und genoss die herrlich frische Morgenstimmung. Die vom Regen gewaschene Luft atmete sich sehr gut, die Strassen waren nur wenig frequentiert, ich konnte mich sehr gut spüren und frische Energie tanken. Das GPS sagt: 28 km., 1:35 Std., 500 Hm.

Als ich kurz vor zwölf Uhr mittags wieder das Bike in die Garage stellte, blieb nicht mehr viel Zeit um mich für die Geburtstagsfeier bereit zu machen. Duschen, rasieren, schöne Kleider anziehen und los. Wir trafen uns in der nahen Umgebung zu einem gemeinsamen Mittagessen, im erweiterten Familienkreis, in einem sehr schönen Restaurant. Meine Mutter feierte heute ihren Geburtstag. Da war dann alles wirklich formidabel. Sehr gute Küche, nette und aufmerksame Bedienung und natürlich viele liebe Menschen am Tisch, mit denen ich mich gerne und gut unterhalte.

Als wir am späteren Nachmittag wieder nach Hause kamen, wollte ich meinen kugelrunden Bauch nicht einfach auf's Sofa vor den Fernseher legen, obwohl mir irgendwie der Sinn danach stand. Nein, dieser sonnige Nachmittag war noch nicht zu Ende und da wollte ich doch noch etwas unternehmen. Ich entschied mich, das Kish Titanvelo wieder einmal gründlich zu reinigen. In letzter Zeit bin ich oft damit gefahren, doch geputzt hatte ich es schon länger nicht mehr. Das war dann noch ganz entspannend. In der tiefstehenden Sonne diese eigenartig unlackierte Metallkonstruktion sauber putzen... ja, das hat was. Und so bin ich zum Schluss doch noch zu einem Bild des Tages gekommen.

Das war ein sehr schöner und erholsamer Sonntag. Meiner Mutter wünsche ich zum Geburtstag natürlich von Herzen das Allerbeste. Vor allem gute Gesundheit und viel Lebensfreude. Danke für Alles und danke für den schönen Tag.

Festtagsessen

Nachdem wir an Heiligabend und am Weihnachtstag bei lieben Menschen zu feinstem Essen eingeladen wurden, waren wir am heutigen Stephanstag nun die Gastgeber. Insgesamt neun Personen sassen um unseren schön dekorierten Esstisch und freuten sich auf den Weihnachtsbraten. Wie der Kenner  anhand des Bildes  sicher gleich  erkannt hat, gab es bei uns Filet Wellington, mit Teigwaren, Broccoli und Salat. Bevor es den feinen Filets an den Kragen ging, machte ich noch schnell das Foto des Tages.

Die Stunden in der Küche haben sich wirklich gelohnt. Alles hat vorzüglich geschmeckt und so gab es eigentlich nur lauter zufriedene Gesichter (und volle Bäuche). Diese drei Tage waren wirklich sehr schön und beinhalteten alles, was man sich von besinnlichen Weihnachtstagen so wünscht. Liebe Menschen, gute Stimmung, anregende Gespräche, von Herzen kommende Geschenke, einfach ein rundum gutes und aufgehobenes Gefühl. Sehr schön. Dafür bin ich wirklich dankbar.

Natürlich bin nun aber doch auch  froh, dass  die Völlerei  langsam vorüber ist und  mein Leben  mit einer normalen Arbeitswoche weitergeht. Denn der allabendliche Blick auf die Waage zeigt ganz deutlich, dass es so wohl nicht allzulange dauern würde, bis ich platzen würde...

Vorbereitung für die verschiedenen Weihnachtsessen

Heute Abend feiern wir -wie immer an Heiligabend- Familienweihnachten. Dieses Jahr treffen wir uns bei meiner Schwester, essen gemeinsam, singen ein paar Weihnachtslieder und tauschen ein paar kleine Geschenke aus. Ganz traditionell, ganz familiär, ganz normal.  

Da nun ein paar kalorienreiche Tage bevorstehen, studierte ich das Groupfitnessprogramm des Fitnesscenters und entschied mich spontan, über Mittag an einer Stunde Spinning teilzunehmen. Zur Feier des Tages zog ich mein "La Ritz"-Veloshirt an, was bei den Beteiligten auch promt gut ankam. Wir verlebten eine lustige und schweisstreibende Stunde bei guter Musik, auch wenn wir heute mit nur fünf TeilnehmerInnen ein eher kleines Grüpplein waren.

Nach dem Spinning gönnte ich mir nochmals je eine Runde Dampfbad und Sauna. Das tut meiner verspannten Rückenmuskulatur sehr gut. Die Schmerzen haben in den letzten Tagen nicht wirklich nachgelassen und die Reduzierung der Schmerzmittel lässt mich das auch spühren. Egal, für heute vergesse ich die Schmerzen ganz einfach und freue mich auf den besinnlichen Abend.

Allen Lesern dieses Blogs wünsche ich natürlich auch ganz schöne Weihnachten, im Kreise Eurer Lieben.

Sonnencreme

Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn ich mir morgens Sonnencreme einreibe, bevor ich meine Velokleider anziehe. Das heisst nämlich, dass es schönes und sonniges Wetter geben wird, welches heute Temperaturen bis zu 27° Grad versprach.

Pünktlich um neun Uhr traf ich mich mit Jürg und Geri für eine Samstagstrainingsrunde und wir entschieden uns heute für den Kyburg-Loop, eine uns wohl bekannte Runde. Wegen des Regens der letzten Tage waren die Trails im Wald noch oft sumpfig, nass und rutschig. Vorsicht war geboten und wir entschieden uns ein paar Abschnitte auszulassen. Dies auch, um die Wege etwas zu schonen und nicht allzu tiefe Spuren zu hinterlassen.

Sonst war es ganz einfach traumhaft. Ein super Tag mit Traumwetter, in einer sehr schönen Umgebung. Ich fühlte mich heute wirklich fit und konnte richtig gut geniessen. Nun ist alles so üppig bei uns. Das Gras am Wegrand steht hoch oder ist schon gemäht, die Wälder sind dicht belaubt und grün in tausend Facetten beherrscht die Szenerie. Irgendwie träumt man im Winter von Biketagen wie heute. Sonnig und warm, kurze Bikekleider, schöne Strecken, gute Einkehrmöglichkeiten, liebe Menschen. Dankbarkeit durchströmt mich. Das GPS sagt: 59 km., 3:38 Std., 1'300 Hm.

Abends waren wir bei den Eltern zum grillen eingeladen. Karin hatte das Fotoalbum mit dem Bildern vom Fest zur goldenen Hochzeit und von der Parisreise bereits fertig und so schwelgten wir nach dem Essen noch einmal kräftig in Erinnerungen an die schönen Tage über Pfingsten. Das war ein sehr schöner Tagesabschluss.

Pfingsten in Paris

Wir haben ein unglaubliches Wochenende hinter uns. Am Freitagmorgen starteten wir zu viert in Zürich und fuhren mit dem TGV nach Paris, wo uns herrliches Frühlingswetter erwartete. Dann folgten drei Tage mit vielen Highlights. Unter Anderem waren wir zuoberst auf dem Eiffelturm und besuchten eine Aufführung im Variété Moulin Rouge. Karin und ich waren dabei eigentlich "nur" die Begleitung meiner Eltern, die diese Reise zu ihrem 50. Hochzeitstag von allen Freunden und Verwandten geschenkt bekamen. Das war ein richtig tolles Geschenk, welches wir an diesem Prachtswochenende einlösen konnten. Heute Montagabend sind wir dann mit dem TGV wieder zurück gekommen und nun sind wir müde und voller einmaliger Eindrücke, an die wir uns bestimmt noch lange erinnern werden.