winterfest

Sitzplatz - bereit für den Winter
Sitzplatz - bereit für den Winter

Heute war UHU-Tag. Das ist eine schweizerdeutsche Abkürzung für "um das Haus herum" -> "Ums Huus Ume". ;-)

Der Laubhügel in der Bildmitte ist das Igel-Winterquartier, welches wir am Sonntag gebastelt haben. Rundherum stand noch einiges von der Blumenwiese, welche ich heute vollständig abgeräumt habe (die etwas dunklere Fläche). Danach warf ich den Rasenmäher an und verpasste der Rasenfläche einen Winterschnitt. Man beachte auf dem Foto auch den Farbunterschied von unserem, weitgehend naturbelassenen, Grundstück zu der gut gedüngten Zuchtrasenfläche des Nachbarn, im Hintergrund. Krass!

Dann galt es das nicht frostsichere Aussenwasser abzustellen und die Leitungen zu entlüften. Danach noch Laub zusammenkehren und die Gartenstühle ins Trockene stellen. Soweit so gut. Der Winter kann kommen.

Igel-Winterhaus

wir bauen ein Igel-Winterquartier
wir bauen ein Igel-Winterquartier

Ich habe hier, im Sommer, schon einmal darüber berichtet, dass wir uns dem allgemeinen Trend nach mehr Biodiversität anschliessen. Deshalb haben wir etwa die Hälfte der Rasenfläche in eine Bienen- und Blumenwiese umgestaltet. Nun ist es an der Zeit, die verblühte Wiese zu mähen und für den Winter bereit zu machen.

Schon in früheren Jahren haben wir vereinzelt Igel in unserem Garten gesichtet und per Zufall sahen wir vor ein paar Tagen einen kurzen Fernsehbericht darüber, wie man für Igel eine Möglichkeit zur Überwinterung herrichten kann. Das fanden wir eine gute Idee und so packten wir heute dieses Vorhaben an.

Eingang und Kuppeldach
Eingang und Kuppeldach
gut isoliert
gut isoliert

Zuerst also mal die Blumenwiese mähen und den Schnitt zur Seite legen. dann eine erste Laubschicht zur Isolation. Darauf legten wir ein paar zusammengebundene Äste und darauf packten wir einen alten Weidenkorb als Dach. Innen ist der Weidenkorb mit Plastik ausgelegt und so bleibt es dann auch bei Regen und Schnee im Igelbau trocken.

hoffentlich zieht auch ein Igel hier ein
hoffentlich zieht auch ein Igel hier ein

Dann packten wir alles mit der abgeschnittenen Blumenwiese ein und zum Schluss bedeckten wir das Ganze nochmals mit einer Schicht Laub. Der gesamte Hügel dürfte am Schluss etwa 80cm hoch und etwas über einen Meter im Durchmesser gross sein. Uns gefällt es und wir hoffen, dass es auch einem Igel gefallen wird und er unser Angebot für ein lauschiges und trockenes Winterquartier annimmt. ;-)

Mehr Diversität

Wir wohnen in einem Doppeleinfamilienhaus und teilen den Sitzplatz/Garten mit unseren Nachbarn. Bis anhin war es eine einzige grosse Rasenfläche. Der Hitzesommer 2018 hat den Rasen in grossen Teilen verbrannt und für dieses Jahr musste man sich also etwas einfallen lassen. Der Nachbar entschied sich weiterhin für einen kultivierten Rasen (siehe Fläche im Hintergrund). Wir wollten mal etwas anderes versuchen und wurden wohl auch durch die vielen Medienberichte zu "mehr Biodiversität" beeinflusst.

Im Frühling habe ich den verbrannten Rasen abgetragen und Samen für eine Blumen-, Schmetterlings- und Bienenwiese ausgestreut. Regelmässig gewässert und abgewartet. Hier sieht man nun das (vorläufige) Ergebnis. Es ist wirklich ein buntes Sammelsurium unterschiedlichster Pfanzen und Blumen entstanden und es ist auch so, dass man viele Bienen sieht, welche die Blüten besuchen. Soweit also so gut.

Natürlich hat es auch noch Schwächen und Nachteile. Erstens muss einem bewusst sein, dass dies keine Spielwiese mehr ist. Die einzelnen Pflanzen sind bis zu einem Meter hoch und da kann man nicht so einfach darin rumlaufen. Zweitens muss man eine Blumenwiese wohl als ein langfristiges, mehrjähriges Projekt ansehen. Es gibt noch kahle Stellen und auch Unkraut wächst ganz hervorragend. Es wird durch die Jahre wohl besser, weil viele Blumen versamen werden und weil wir auch in den kommenden Frühlingen weitere Samen ausstreuen werden. Dabei können wir auch lernen. Zum Beispiel nicht mehr ganz so hochwachsende Wiesenblumensamen kaufen und noch etwas bunter dürfte es nach meiner Meinung auch noch werden. Zudem wird es interessant bleiben, wie der Übergang zur restlichen Rasenfläche gestaltet werden kann.

Interessant wird auch sein, wie die ganze Geschichte die Beziehung zu unserem Nachbarn beeinflussen wird. Es ist ja wohl klar, dass die herunterfliegenden Samen auch in seinen Monokulturrasen fallen werden und ob er da wirklich Freude daran hat, wird sich zeigen. Wie auch immer. Ich finde es eine spannende Geschichte und schaue heute sicher mehr in den Garten, als zu der Zeit, als es einfach eine einheitliche Rasenfläche war.

kürzester Tag...

Heute um 19.35 Uhr beginnt der astronomische Winter. Zu diesem Zeitpunkt erreicht die Sonne den südlichsten Punkt auf ihrer scheinbaren Bahn. Der Winter dauert 88 Tage, 23 Stunden und 51 Minuten - bis zum 20. März 2006 um 19.26 Uhr. Für die Nordhalbkugel der Erde ist der 21. Dezember der kürzeste Tag des Jahres. In Zürich geht die Sonne dann um 8.10 Uhr auf und verschwindet um 16.38 Uhr.

Der späteste Sonnenaufgang und der früheste Sonnenuntergang fallen aber nicht auf dieses Datum. Der späteste Sonnenaufgang ist am 1. Januar um 8.13 Uhr, der früheste Sonnenuntergang war am 11. Dezember um 16.35 Uhr. Grund dafür ist die scheinbare Geschwindigkeit der Sonne an der Sphäre, die nicht konstant ist. Quelle