Mut zur Farbe

und Zweitens kommt es anders als man denkt...

Habe mich heute mit dem Spezialisten getroffen, der dem TREK 1120 ein neues Farbkleid geben wird. Er hatte noch diverse Farbmuster dabei und eigentlich war ich ja auf "blau-chrom" gespannt.

Einschub: Mountainbikerahmen sollte man besser Pulverbeschichten als Lackieren. Die Pulverbeschichtung ist deutlich zäher und robuster gegen Steinschlag und Kratzer. Pulverbeschichten kann man jedoch nur leitende Materialien (Stahl, Alu, usw.). Die Karbon-Gabel kann man also nur Lackieren und deshalb wollte ich eigentlich auch den Alu-Rahmen lackieren lassen, damit der identische Farbton erzielt werden kann. In der Zwischenzeit bin ich davon wieder etwas abgekommen. Pulverbeschichten ist wirklich sinnvoller (und bleibt länger schön). Wenn also der Rahmen pulverbeschichtet und die Gabel lackiert wird, wählt man besser zwei unterschiedliche Farben. Ein wirklich identisches Farbbild ist kaum zu erreichen.

Bas "blau-metallic" hat mich nicht wirklich überzeugt, doch von den verschiedenen Farbmustern ist mir "violett-metallic" (rechts) sofort ins Auge gesprungen. Das sieht im Sonnenlicht einfach Hammer aus! So wird nun also der Rahmen pulverbeschichtet. Die Gabel wird "blau-metallic" (links) lackiert. Im Bereich des Steuerrohrs, also da wo sich Gabel und Rahmen treffen, wird der Rahmen nach der Pulverbeschichtung noch "blau-metallic" überlackiert, damit es von der Gabel zum Steuerrohr einen nahtlosen Übergang gibt. Kurz nach dem Steuerrohr wird nach hinten am Ober- und am Unterrohr eine schräg verlaufende Linie einen harten Farbübergang  von blau zu violett erzeugen.

Mutig... mutige Farben... vielleicht etwas schwul ;-)

Nun gilt es 4-5 Wochen zu warten, bis ich die fertigen Teile abholen kann.

In der Zwischenzeit kann ich mir ja überlegen, was ich mit den Gepäckträgern mache. Das originale Orange passt nun natürlich gar nicht nicht mehr. Zum dunklen Blau passt es schon, doch zum Violett wird das wie die Faust aufs Auge wirken. Egal. Die Gepäckträger baue ich ja nur für Radreisen ans Rad, also vielleicht eine oder zwei Wochen pro Jahr. Zudem verdecken die Taschen die Träger zu einem grossen Teil. Da besteht also kein wirklicher Handlungsbedarf. Perfektion kann warten...

Happy Birthday!

Unsere beiden Miezekatzen, Cosma links und Mila rechts, feiern heute Ihren 4. Geburtstag. Als Geschenk gibt es ein paar Snackies extra. Mögen die zwei uns noch lange so putzmunter durchs Leben begleiten.

alleine oder in der Gruppe?

Die Dauer meiner Radreisen hat ja kontinuierlich abgenommen und bei 14 Tagen kann man schon darüber nachdenken, ob man die Reise nicht alleine, sondern mit Freunden in einer (kleinen) Gruppe unternehmen will. Die Italien-Velotour war ja dementsprechend. In der ersten Woche waren wir zu viert und in der zweiten Woche dann noch zu zweit.

Im Hinterkopf habe ich bereits eine nächste Veloreise und deshalb umtreibt mich die Frage, ob ich dann lieber alleine oder wieder mit anderen Menschen reisen will. Beides hat seine Vorzüge und deshalb ist die Sache ja auch nicht so einfach zu entscheiden. Die Unterschiede versuche ich hier mal festzhalten:

  • Eine Gruppenreise (mehr als 2 Personen) ist schwieriger zu planen und braucht mehr Aufwand. Nur schon, weil man Unterkünfte für mehrere Personen finden muss.
  • Als Planer/Leiter fühlt man sich immer für alles verantwortlich (passt die Streckenführung? Gefallen die Unterkünfte? etc.)
  • Je mehr Leute zusammen reisen, desto weniger spontan kann man entscheiden oder Pläne ändern.
  • Je grösser die Gruppe, desto kleiner die Kilometerleistung pro Tag, weil alles immer länger dauert (Pausen, Essen, Ein- und Auschecken, mehr Defekte, Befindlichkeiten, etc.).
  • Pausen, Essen und Abende machen in Gesellschaft mehr Spass als alleine.
  • Man kriegt auf einer Gruppenreise mehr und bessere Fotos und ist auch selber mehr im Bild als wenn man alleine reist.
  • In der Gruppe sieht man mehr, weil einem Andere auf etwas hinweisen.
  • Zu zweit ist die kostengünstigste Variante, weil Doppelzimmer pro Person günstiger sind als ein Einzelzimmer.
  • Eine Reise in der Gruppe und täglich bloggen verträgt sich schlecht. Für die Online-Arbeit fehlt oft schlicht die Zeit.
  • Wirklich Ruhe und Zeit für sich hat man nur, wenn man alleine reist.

Ich bin wirklich hin und hergerissen. Beides hat seine positiven Seiten. Hmm... ich denke, ich beginne einfach mal mit einer Reiseplanung nach meinem Gusto. Irgendwann weiss ich, wie die Reise aussehen wird und dann kann ich mich dieser Frage wieder stellen. Wobei... wie oben geschrieben, hat der Entscheid ob alleine oder in der Gruppe ja auch schon Auswirkungen auf die Planung...

was soll das?

Eigentlich sollte heute meine Rikschasaison 2019 starten. Doch schon der gestrige Wetterbericht liess nichts Gutes vermuten und so war ich nicht allzusehr verwundert, als es heute Morgen mal kräftig schneite. Trotzdem: So habe ich mir das nicht vorgestellt!

Schlimm war es jedoch nicht, denn so hatte ich Zeit, um mich administrativ auf Vordermann zu bringen. Es galt die noch ausstehenden Anfragen der letzten zwei Wochen zu bearbeiten, Zahlungen zu machen und auch die Daten, die sich während der Italienreise anhäuften auf unserem Netzwerkspeicher am richtigen Ort zu verstauen. Nun bin ich also parat. Morgen gibt es dann auch keine Ausreden mehr, denn eine erste Buchung steht auf dem Programm.

Mini Schwiiz

Im letzten November nahm ich an Aufzeichnungen für die Sendung "Mini Schwiiz - Dini Schwiiz" teil. Es geht dabei darum, dass jeweils fünf Kandidaten ihre Stadt, ihr Dorf oder ihren Stadtteil den anderen Teilnehmern vorstellen und diese dann den Tag bewerten. Diese Woche war das Thema Zürich und dabei präsentierte ich die Altstadt, den Kreis 1. Am Montag war Höngg zu sehen, am Dienstag das Industriequartier, heute eben die Altstadt, morgen Donnerstag dann Wiedikon und am Freitag, zum Abschluss, dann Affoltern.

Die Sendung wird im Vorabendprogramm, jeweils zwischen 18:15 und 18:40 Uhr ausgestrahlt. Die Aufnahmearbeiten dauerten jeweils einen ganzen Tag und das Endprodukt ist dann 25 Minuten Fernsehzeit. Ganz schön aufwändig. Diese Woche werden nun die Folgen über Zürich ausgestrahlt.

Ich habe an dieser Sendung nur teilgenommen um mein kleines Rikschabusiness in die Medien zu bringen. Deshalb war es für mich ganz wichtig, dass die BikeButler-Rikschas zu sehen sind. Aus früheren Fernseh-Präsentationen wusste ich, dass so etwas das Geschäft ankurbelt. Dass Menschen, die nichts von dieser Rikschageschichte wissen, darauf aufmerksam werden und unter Umständen so zu Kunden werden. Mal sehen. Ich hoffe natürlich, dass dies auch diesmal der Fall sein wird.

Über diesen Link kann man sich die heutige Folge ansehen.

Thailand-Ferien

Gestern, kurz nach Mitternacht, sind wir in Bangkok bei über 30° Grad ins Flugzeug eingestiegen und heute Morgen in Zürich bei -4° Grad dann wieder ausgestiegen. Das sind Gegensätze! Und das ist gut so. Ferien sollen einen Gegenpol zum normalen Alltagsleben bilden und sich vom Gewohnten unterscheiden.

Wir waren nun schon zum fünften Mal in Thailand und nur schon das zeigt, dass wir sehr gerne da hin reisen, das Land, die Natur und die Menschen lieben gelernt haben. Auch wenn es -zumindest in Bangkok- auch oft hektisch und laut zu und her geht, so empfinden wir Thailand als sehr friedlich, freundlich und angenehm.

Diesmal waren wir zuerst 10 Tage in Krabi (zum entspannen) und danach noch 6 Tage in Bangkok (zum einkaufen). Krabi hat uns sehr gut gefallen. Eine unglaublich malerische Landschaft mit unzähligen, vorgelagerten Inseln. Sehr saubere Strände, klares Meerwasser und teils tolle Schnorchelmöglichkeiten. Wir haben während der ganzen Zeit einen Motorroller gemietet, so dass wir auch das Hinterland erkunden konnten. Es ist in der Gegend sehr hügelig und dadurch sehr interessant. Ja, das hat mir wirklich sehr gut gefallen.

Jetzt muss ich mich erst mal wieder an Minustemperaturen und Schnee gewöhnen...

etwas Anderes

Thailand, Krabi, 32° Grad Luft, 25° Grad Wasser, ideale Schnorchel-Bedingungen... tolle Ferien!

basteln mit IKEA

Neben unserem Esstisch steht ein ziemlich altes und windschiefes IKEA-Gestell/-Regal. Das hat bestimmt schon 20 Jahre und ein paar Reparaturen auf dem Buckel und genau so sieht es auch aus. In der Vergangenheit haben wir schon das eine oder andere Mal darüber nachgedacht um das Gestell zu ersetzen, doch so richtig dazu durchgerungen haben wir uns bisher noch nicht.

Kurz nach dem Jahreswechsel erwischte meine Frau einen dieser seltenen Momente, an dem Sie mich für einen Besuch bei IKEA überreden konnte. Und wenn ich das dann schon auf mich nehme, dann will ich auch gleich Nägel mit Köpfen machen und etwas kaufen. Hier ein kleiner Einschub. Vermutlich war ich vor 10 Jahren das letzte Mal bei IKEA. Die gehen schon auch mit der Zeit. Da kann man sich an PCs mit grossen Monitoren seine Wunschkombination zusammenklicken und in 3D von allen Seiten betrachten. Respekt! Wir haben also ein paar mögliche Musteraufbauten angesehen und uns dann unsere Vorstellung virtuell zusammengestellt. Zum Schluss kann man sich die sich daraus ergebende Teileliste ausdrucken und den ganzen Krempel dann im Lager zusammensuchen. Nett!

Natürlich ist unser Auto zu klein um all die Teile zu transportieren und so musste ich zuerst unseren Nachbarn fragen, ob ich seinen Kombi ausleihen dürfe. Wir sind also eine Woche später nochmal hingefahren und haben alle Teile gekauft, eingeladen und nach Hause gebracht. Dann galt es zuerst das alte Möbel auszuräumen und zu zerlegen, damit ich es bei der nächsten Sperrgut-Sammlung entsorgen kann. Danach ging es dann an den Neuaufbau.

Man macht das ja nicht zum ersten Mal und weiss deshalb, dass man jedes Möbelteil zuerst auspacken, alle Einzelteile auf dem Tisch ausbreiten, und den Lieferumfang penibel kontrollieren muss, bevor man mit dem Aufbau beginnt. Auch da sollte man kreative Lösungen gleich vergessen. Es gilt, sich haargenau an die Aufbauanleitung zu halten, ansonsten endet die Sache in einem Fiasko. Man geht das am besten ganz ruhig an, liest die Bauanleitung lieber noch einmal durch, bevor man zu murksen beginnt. Mit der richtigen, meditativen Geisteshaltung klappt es dann ganz gut. ;-)

Das neue Möbel besteht aus drei Teilen. Es beinhaltet 2 Schubladen, 2 Holztüren und 2 Glastüren. Diverse Holz- und Glastablare und geschmückt wird das Ganze mit 2 innenliegenden Beleuchtungen. Um dem ganzen die Krone aufzusetzen haben wir auch gleich noch unsere alte Stereoanlage durch etwas Neues, Kleines ersetzt, welches natürlich auch untergebraucht und verkabelt werden musste. Also tief durchatmen... Nach geschätzten acht Arbeitsstunden war es dann vollbracht und das neue Gestell konnte in Position geschoben und die drei Teile dann miteinander verschraubt werden. Ganz zum Schluss dann alles wieder einräumen und Freude herrscht!

rumlungern

Bin die letzten Tage einfach etwas rumgelungert und abgehängt... etwas biken... etwas Internet... etwas Haushalt... aber nichts wirklich Seriöses. Darf auch mal sein und tut nicht weh.

(alles) FAKE

Zuerst: HAPPY NEW YEAR!

War "Fake News" das Unwort des Jahres 2018 oder 2017? Ich weiss nur, dass "Fake News" zwei Wörter sind und nicht nur eins. ;-)

However. Es wird in letzter Zeit viel über Filterblasen und zurechtgeschneiderte Internet-Information geschrieben und gesprochen. Je ausgefeilter die Algorithmen von Google, Facebook, Twitter und Konsorten werden, desto genauer wissen Sie, was wir lesen, wo wir klicken/tippen und demzufolge, was uns interessiert. Und so zeigen Sie uns vorwiegend Dinge und Informationen, die "zu uns passen". Das hilft mir natürlich um meine Meinung zu festigen. Positiv ausgedrückt.

Ein anderes Dilemma erkenne ich bei SPAM-EMails. Seit 1994 verfüge ich über eigene E-Mail-Adressen. Natürlich über mehrere. Privat, Halbprivat, Geschäft, etc. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis SPAM zunimmt. Auf meinem ältesten EMail-Account den ich noch nutze, kriege ich am meisten SPAM/Schrott. Wer kennt es nicht? Ein Bankmanager aus Afrika will mit meiner Hilfe XX Millionen Dollar eines verstorbenen Kunden nach Europa transferieren. Dafür braucht er meine Hilfe und entlöhnt mich dabei mit X Millionen... Die neuste Pille verspricht einen Waschbrettbauch innert 30 Tagen ohne Sport und ohne zu hungern... oder eine Dauererektion für 10 Stunden Nonstop-Sex... oder einen Lottogewinn für dessen Auszahlung ich nur noch meine Bankverbindung angeben soll... oder Bitcoin-Millionen... oder 100%ige Börsentipps... oder... you name it! Über die Jahre stumpft einem das Ganze langsam aber sicher ab...

Und man stellt zudem fest, dass all die SPAMer, SCAMMer, PHISHer immer cleverer und perfider werden. Aus purem Eigenschutz kann man gar nicht anders, als gegen alles Unbekannte und Fremde misstrauisch zu werden. Ja. Mittlerweile lösche ich eigentlich alle EMails, deren Absender ich nicht persönlich kenne. - Nur: so lerne ich auch nichts Neues mehr kennen und bewege mich in meiner bekannten Blase.

Im Grossen kommt der Verdacht auf, dass es gar keine uninterpretierte Wahrheit mehr gibt. Noch schlimmer: Vielleicht hat es die gar nie gegeben... Es kommt alles als eine Meinung daher, die uns irgendwie beeinflussen will. Vielleicht hat das auch mit der unglaublichen Schnelllebigkeit des Mediums Internet zu tun. Eine Wahrheit ist so schnell erzählt, dass noch viel Zeit und Platz bleibt um diese Wahrheit auszuschmücken, zu analysieren und zu interpretieren. Irgendwie muss man Alles aufpeppen und dem möglichen Leser schmackhaft machen, weil jeder Schreiber/Autor/Journalist/Publizist heutzutage von Klicks/Likes/Shares und Followern lebt... und nicht davon, wie wahr und informativ seine Story ist.

Vor ein paar Wochen vermeldete DER SPIEGEL, dass einer ihrer bestdekorierten und mit vielen Auszeichnungen gewürdigter Journalist zumindest Teile seiner Stories erfunden hat. Man muss fast annehmen, dass eben diese erfundenen Ausschmückungen sehr gut angekommen sind und er genau deswegen diese Preise gewann... Was soll man dazu sagen? Wem kann man denn noch glauben?

Der amerikanische Lügen-Präsident treibt das alles noch auf die Spitze. Man kann es wirklich niemandem mehr verübeln der sagt: "Ich glaube nichts mehr! Das ist alles Fake-News! Alle wollen mich nur beeinflussen und mir so letztendlich das Geld aus der Tasche ziehen!"

Tja... Finden wir denn überhaupt noch ein gemeinsames Fundament von dem aus wir konstruktiv diskutieren können? Wenn wirklich alles in Frage gestellt ist braucht es auch keine Diskussion mehr, weil eh keiner mehr dem Anderen glaubt. Man will auch nicht mehr dazulernen, denn somit würde man sich ja beeinflussen lassen. Man sucht nur noch Bestätigung und die braucht keine Diskussion. Eine Wiederholung des Bekannten und ein Kopfnicken reicht. Alles andere ist FAKE!

 

Ich glaube, dass ich schon früher einmal in diesem Blog darüber geschrieben habe. Das grösste Problem von Algorithmen besteht darin, dass sie aus einer Vergangenheit eine gleichartige Zukunft errechnen. Das erzeugt diese Blasen des immer gleichen. Das Alte holt uns immer wieder ein und bestärkt uns darin. Egal ob die Vergangenheit gut und richtig war oder schlecht und falsch...