8 Jahre KTM 690 Enduro R

Vor ein paar Tagen feierte mein Motorrad quasi seinen 8. Geburtstag. Zeit also, ein paar Worte darüber zu verlieren.

Im Frühling 2011 verkaufte ich mein Auto und nach der Italien-Sommerreise kaufte ich mir dann dieses Motorrad als Auto-Ersatz. Mittlerweile sind knapp 68'000 Kilometer auf dem Tacho, was 8'500 Kilometern pro Jahr entspricht. Die Nutzung ist sehr einseitig, denn zu über 90% Prozent der Zeit fährt es mich zwischen Wohn- und Arbeitsort hin und her. Es steht ganzjährig im Einsatz, bei Sonne, Regen oder Schnee, wird aber immer in Garagen geparkt.

Ich betreibe nur minimalen Wartungsaufwand. Ausser Kette ölen und/oder nachspannen mache ich eigentlich nichts daran. In diesen acht Jahren habe ich das Motorrad keine 10x geputzt. Für mich ist ein reines Transportmittel um effizient von A nach B zu kommen. Einmal pro Jahr sieht es einen Service beim Händler und wird da wieder in Schuss gestellt.

In den ersten zwei Jahren kämpfte ich öfters mit Elektrikproblemen und musste deshalb mehrmals ausserplanmässig zum Mechaniker. Es wurden allerlei Test's durchgeführt und Teile gewechselt doch besser wurde es erst, als der gesamte Kabelbaum (auf Garantie) ausgetauscht wurde. Dann war lange Ruhe, bis 2017 die Benzinpumpe spukte und nach dem dritten Stillstand ausgetauscht wurde. Ansonsten die normalen Wechsel von Verschleissteilen wie Ölfilter, Ketten, Reifen und dergleichen. Grundsätzlich kann ich also sagen, dass das Motorrad sehr zuverlässig funktioniert. Draufsitzen, Starter drücken und losfahren.

Die hohe Sitzposition und der duchzugstarke Motor machen mir immer noch viel Freude. In den ersten Jahren war ich meist viel zu schnell unterwegs. Mittlerweile hat sich das etwas gebessert, doch es macht halt schon Laune kurz Gas zu geben und ein paar Autos zu überholen. In all den Jahren habe ich nur eine einzige Busse (Fr. 60.00, Überholen einer stehenden Kolonne) erhalten und dafür bin ich dankbar. Denn es ist natürlich schon so, dass ich fast jeden Tag irgendein Gesetz damit übertrete. Darin liegt ja der grosse Vorteil eines Motorrads in Vergleich zu einem Auto: man fährt an Kolonnen vorbei und positioniert sich zuvorderst an der Ampel. Oder man parkiert, wo es einem gerade gefällt. Oder man überholt mal rasch, auch wenn nicht allzuviel Platz ist.

Natürlich macht es bei Regen oder im Winter nicht allzu viel Spass "nur" ein Motorrad zu haben und somit täglich der Witterung ausgesetzt zu sein. Doch so ist das nun mal. Alles kann man nicht haben.

Alle paar Jahre verspüre ich Lust auf "etwas Neues". Aber solange ich nur einfach das neuste Modell des gleichen Typs kaufen würde zeigt es mir auch, dass ich grundsätzlich immer noch zufrieden bin. Meine Idee ist eigentlich, dass ich über 100'000 Kilometer mit diesem Motorrad zurücklege, bis ich es ersetze. Das heisst, ich werde damit wohl noch weitere vier Jahre unterwegs sein. Es sei denn, es würde sich zwischenzeitlich ein kapitaler Defekt oder Unfall ereignen, was natürlich nicht zu hoffen ist.

Wie man diesen Zeilen entnehmen kann, sehe ich das Motorrad -im Gegensatz zu den Velos- recht rational und emotionslos. Ich hab noch nicht mal ein aktuelles Bild davon gemacht, sondern ein altes hervorgekramt. Es hat sich ja soweit nichts verändert. Es sieht immer noch genau gleich aus, ausser dass es etwas Patina und Dreck angesetzt hat.

Zum Abschluss will ich noch anmerken, dass die damals sehr spontan gefällte Entscheidung, ein Motorrad statt ein Auto zu kaufen, sich als goldrichtig herausgestellt hat. Es hat enorme Vorteile beim täglichen Pendeln in die Stadt und ist um Welten günstiger. Es war also eine glückliche Fügung. ;-)

day off

Freitag und Samstag wird es beruflich streng und unser Garten hat schon länger etwas Zuwendung verdient. Es galt die Blumenwiese etwas von Unkraut zu befreien und dann den Rasen (nach Monaten) wieder einmal zu mähen. Der Rasenmäher brauchte etwas Zuwendung, bis ich ihn zum funktionieren überreden konnte und das hohe Gras zeigte sich widerspenstig. Das zog sich alles hin, denn ich musste den Schnittkorb am Mäher bestimmt 20x leeren...

Am späteren Nachmittag war es dann geschafft und so belohnte ich mich mit einer Bikerunde. Herrlich. Der Waldboden war durch den gestrigen Regen noch stellenweise aufgeweicht und deshalb waren einige Dreckspritzer nicht zu vermeiden. Macht nichts. Ein Mountainbike muss Dreck vertragen, auch wenn es frisch lackiert ist. Sieht auch so noch gut aus. Ich plante die Tour mit einem Kaffeehalt beim Flughafen und machte da die zwei Bilder.

Regensonntag

Es kommt ja eher selten vor, dass man sich freut, wenn es an einem Sonntag abkühlt und es über weite Strecken regnet. Heute war es aber so. Die Hitzewoche hat Substanz gekostet und auch dem Garten tut richtiger Niederschlag gut. Mir kam es insofern entgegen, dass ich ja nach meiner Freitags-Eskapade noch etwas angeschlagen bin.

Die Knieschmerzen sind zwar noch nicht ganz verschwunden, doch schon sehr viel besser. Ich hoffe, dass die letzten Beschwerden auch noch in den nächsten Tagen verschwinden. Das hat mir schon etwas einen Schrecken eingejagt. Knieprobleme ist so ziemlich das letzte, was ich als Rikschafahrer (und begeisterter Radfahrer) gebrauchen kann. Das kann schnell existenzgefährdend werden. Sollte ich ein Knie nicht mehr richtig belasten können, ist schnell Schluss für mein kleines Rikschageschäft. Und man hört es ja von Anderen: Kniebeschwerden können langwierig und kompliziert sein... das kann ich wirklich nicht gebrauchen.

Heute Morgen habe ich das TREK 1120 kurz geputzt und dann nutzte ich eine Regenpause für ein paar Fotos im Freien. Es ist fast einfacher das Bike zu fotografieren, wenn der Himmel bedeckt ist und nicht so harte Schatten fallen. Dann dachte ich natürlich daran, dass es an der Zeit wäre, für das TREK ein eigenes Fotoalbum zu erstellen. Und wenn ich schon daran bin, kann ich das SANTA CRUZ Album auch noch gleich mit den letzten Fotos erweitern und abschliessen. Für solchen PC- und Blog-Kram bietet sich das regnerische Wetter ja hervorragend an.

Mehr Diversität

Wir wohnen in einem Doppeleinfamilienhaus und teilen den Sitzplatz/Garten mit unseren Nachbarn. Bis anhin war es eine einzige grosse Rasenfläche. Der Hitzesommer 2018 hat den Rasen in grossen Teilen verbrannt und für dieses Jahr musste man sich also etwas einfallen lassen. Der Nachbar entschied sich weiterhin für einen kultivierten Rasen (siehe Fläche im Hintergrund). Wir wollten mal etwas anderes versuchen und wurden wohl auch durch die vielen Medienberichte zu "mehr Biodiversität" beeinflusst.

Im Frühling habe ich den verbrannten Rasen abgetragen und Samen für eine Blumen-, Schmetterlings- und Bienenwiese ausgestreut. Regelmässig gewässert und abgewartet. Hier sieht man nun das (vorläufige) Ergebnis. Es ist wirklich ein buntes Sammelsurium unterschiedlichster Pfanzen und Blumen entstanden und es ist auch so, dass man viele Bienen sieht, welche die Blüten besuchen. Soweit also so gut.

Natürlich hat es auch noch Schwächen und Nachteile. Erstens muss einem bewusst sein, dass dies keine Spielwiese mehr ist. Die einzelnen Pflanzen sind bis zu einem Meter hoch und da kann man nicht so einfach darin rumlaufen. Zweitens muss man eine Blumenwiese wohl als ein langfristiges, mehrjähriges Projekt ansehen. Es gibt noch kahle Stellen und auch Unkraut wächst ganz hervorragend. Es wird durch die Jahre wohl besser, weil viele Blumen versamen werden und weil wir auch in den kommenden Frühlingen weitere Samen ausstreuen werden. Dabei können wir auch lernen. Zum Beispiel nicht mehr ganz so hochwachsende Wiesenblumensamen kaufen und noch etwas bunter dürfte es nach meiner Meinung auch noch werden. Zudem wird es interessant bleiben, wie der Übergang zur restlichen Rasenfläche gestaltet werden kann.

Interessant wird auch sein, wie die ganze Geschichte die Beziehung zu unserem Nachbarn beeinflussen wird. Es ist ja wohl klar, dass die herunterfliegenden Samen auch in seinen Monokulturrasen fallen werden und ob er da wirklich Freude daran hat, wird sich zeigen. Wie auch immer. Ich finde es eine spannende Geschichte und schaue heute sicher mehr in den Garten, als zu der Zeit, als es einfach eine einheitliche Rasenfläche war.

aufgefahren

Heute Morgen, auf dem Weg zur Arbeit, produzierte ich einen kleinen Auffahrunfall. Es war so eine klassische Situation...

Ich fahre in einer Kolonne auf ein Lichtsignal zu und dieses schaltet von grün auf orange. Der Wagen vor mir verlangsamt nicht und ich denke: "da rutsche ich auch noch drüber". Plötzlich bremst das Auto aber abrupt und ich habe zuwenig Zeit um zu reagieren. Ich versuche dem Auto noch auszweichen, trotzdem fahre ich ihm in die hintere rechte Ecke. Ich pralle gegen die Heckscheibe und wieder zurück auf das Motorrad. Mit Glück kann ich den Sturtz vermeiden. Mist... so unnötig...

Wir fahren in eine Seitenstrasse und füllen ein Unfallprotokoll aus. Der Fahrer ist unaufgeregt und freundlich. Ja, er wollte zuerst zufahren, habe es sich dann aber doch anders überlegt... Wir finden beide: "Glück gehabt". Der Heckscheibenwischer ist abgerissen und an der Stossstange sind ein paar Kratzer zu sehen. Mein Töff ist noch ganz und ich bin ziemlich mit Adrenalin geflutet und verspüre keine grösseren Schmerzen.

Jetzt, abends, schmerzt mich der linke Oberschenkel und die unterste linke Rippe. Nichts tragisches. Am meisten ärgert mich, dass dies wieder ungeplante Kosten nach sich ziehen wird. Tja. C'est la vie!

tropisch

Derzeit haben wir hier tropische Temperaturen. Schon die ganze Woche ist es über 30° Grad, am Mittwoch 33° und gestern gar 35° Grad. Eine brütende Hitze, die noch bis mitte nächster Woche anhalten soll.

Das belastet den Rikschafahrer natürlich ziemlich. Schon beim rumstehen läuft der Schweiss und wenn dann Gäste in der Rikscha sitzen, wird es ganz schön anstrengend. Trotzdem hätte ich gerne mehr Fahrgäste. Die Leute bleiben in den Häusern und die Touristen suchen den nächstgelegenen Platz im Schatten. Trotz tollem Wetter bleibt das Geschäft schwierig.

Mut zur Farbe

und Zweitens kommt es anders als man denkt...

Habe mich heute mit dem Spezialisten getroffen, der dem TREK 1120 ein neues Farbkleid geben wird. Er hatte noch diverse Farbmuster dabei und eigentlich war ich ja auf "blau-chrom" gespannt.

Einschub: Mountainbikerahmen sollte man besser Pulverbeschichten als Lackieren. Die Pulverbeschichtung ist deutlich zäher und robuster gegen Steinschlag und Kratzer. Pulverbeschichten kann man jedoch nur leitende Materialien (Stahl, Alu, usw.). Die Karbon-Gabel kann man also nur Lackieren und deshalb wollte ich eigentlich auch den Alu-Rahmen lackieren lassen, damit der identische Farbton erzielt werden kann. In der Zwischenzeit bin ich davon wieder etwas abgekommen. Pulverbeschichten ist wirklich sinnvoller (und bleibt länger schön). Wenn also der Rahmen pulverbeschichtet und die Gabel lackiert wird, wählt man besser zwei unterschiedliche Farben. Ein wirklich identisches Farbbild ist kaum zu erreichen.

Bas "blau-chrom" hat mich nicht wirklich überzeugt, doch von den verschiedenen Farbmustern ist mir "violett-metallic" (rechts) sofort ins Auge gesprungen. Das sieht im Sonnenlicht einfach Hammer aus! So wird nun also der Rahmen pulverbeschichtet. Die Gabel wird "blau-metallic" (links) lackiert. Im Bereich des Steuerrohrs, also da wo sich Gabel und Rahmen treffen, wird der Rahmen nach der Pulverbeschichtung noch "blau-metallic" überlackiert, damit es von der Gabel zum Steuerrohr einen nahtlosen Übergang gibt. Kurz nach dem Steuerrohr wird nach hinten am Ober- und am Unterrohr eine schräg verlaufende Linie einen harten Farbübergang  von blau zu violett erzeugen.

Mutig... mutige Farben... vielleicht etwas schwul ;-)

Nun gilt es 4-5 Wochen zu warten, bis ich die fertigen Teile abholen kann.

In der Zwischenzeit kann ich mir ja überlegen, was ich mit den Gepäckträgern mache. Das originale Orange passt nun natürlich gar nicht nicht mehr. Zum dunklen Blau passt es schon, doch zum Violett wird das wie die Faust aufs Auge wirken. Egal. Die Gepäckträger baue ich ja nur für Radreisen ans Rad, also vielleicht eine oder zwei Wochen pro Jahr. Zudem verdecken die Taschen die Träger zu einem grossen Teil. Da besteht also kein wirklicher Handlungsbedarf. Perfektion kann warten...

Happy Birthday!

Unsere beiden Miezekatzen, Cosma links und Mila rechts, feiern heute Ihren 4. Geburtstag. Als Geschenk gibt es ein paar Snackies extra. Mögen die zwei uns noch lange so putzmunter durchs Leben begleiten.

alleine oder in der Gruppe?

Die Dauer meiner Radreisen hat ja kontinuierlich abgenommen und bei 14 Tagen kann man schon darüber nachdenken, ob man die Reise nicht alleine, sondern mit Freunden in einer (kleinen) Gruppe unternehmen will. Die Italien-Velotour war ja dementsprechend. In der ersten Woche waren wir zu viert und in der zweiten Woche dann noch zu zweit.

Im Hinterkopf habe ich bereits eine nächste Veloreise und deshalb umtreibt mich die Frage, ob ich dann lieber alleine oder wieder mit anderen Menschen reisen will. Beides hat seine Vorzüge und deshalb ist die Sache ja auch nicht so einfach zu entscheiden. Die Unterschiede versuche ich hier mal festzhalten:

  • Eine Gruppenreise (mehr als 2 Personen) ist schwieriger zu planen und braucht mehr Aufwand. Nur schon, weil man Unterkünfte für mehrere Personen finden muss.
  • Als Planer/Leiter fühlt man sich immer für alles verantwortlich (passt die Streckenführung? Gefallen die Unterkünfte? etc.)
  • Je mehr Leute zusammen reisen, desto weniger spontan kann man entscheiden oder Pläne ändern.
  • Je grösser die Gruppe, desto kleiner die Kilometerleistung pro Tag, weil alles immer länger dauert (Pausen, Essen, Ein- und Auschecken, mehr Defekte, Befindlichkeiten, etc.).
  • Pausen, Essen und Abende machen in Gesellschaft mehr Spass als alleine.
  • Man kriegt auf einer Gruppenreise mehr und bessere Fotos und ist auch selber mehr im Bild als wenn man alleine reist.
  • In der Gruppe sieht man mehr, weil einem Andere auf etwas hinweisen.
  • Zu zweit ist die kostengünstigste Variante, weil Doppelzimmer pro Person günstiger sind als ein Einzelzimmer.
  • Eine Reise in der Gruppe und täglich bloggen verträgt sich schlecht. Für die Online-Arbeit fehlt oft schlicht die Zeit.
  • Wirklich Ruhe und Zeit für sich hat man nur, wenn man alleine reist.

Ich bin wirklich hin und hergerissen. Beides hat seine positiven Seiten. Hmm... ich denke, ich beginne einfach mal mit einer Reiseplanung nach meinem Gusto. Irgendwann weiss ich, wie die Reise aussehen wird und dann kann ich mich dieser Frage wieder stellen. Wobei... wie oben geschrieben, hat der Entscheid ob alleine oder in der Gruppe ja auch schon Auswirkungen auf die Planung...

was soll das?

Eigentlich sollte heute meine Rikschasaison 2019 starten. Doch schon der gestrige Wetterbericht liess nichts Gutes vermuten und so war ich nicht allzusehr verwundert, als es heute Morgen mal kräftig schneite. Trotzdem: So habe ich mir das nicht vorgestellt!

Schlimm war es jedoch nicht, denn so hatte ich Zeit, um mich administrativ auf Vordermann zu bringen. Es galt die noch ausstehenden Anfragen der letzten zwei Wochen zu bearbeiten, Zahlungen zu machen und auch die Daten, die sich während der Italienreise anhäuften auf unserem Netzwerkspeicher am richtigen Ort zu verstauen. Nun bin ich also parat. Morgen gibt es dann auch keine Ausreden mehr, denn eine erste Buchung steht auf dem Programm.