verkürzte Tour

Vielleicht bin ich zu lange im Bett gelegen, wer weiss. Auf alle Fälle fühlte ich mich heute den ganzen Tag äusserst schlapp und wenig leistungsbereit. So wurde es dann auch nach 14:00 Uhr, bis ich endlich auf dem Bike sass und zu einer Trainingsrunde startete.

Das Wetter war ansprechend gut. So gegen 15° Grad warm, wolkig, teils sonnig, mit einem böigen Westwind. Ich fuhr mit Knielingen und Langarmtrikot. Eine zusätzliche Jacke hatte ich zur Sicherheit im Rucksack, brauchte sie jedoch nie.

Ich startete die Aufzeichnung am GPS und machte mich auf den Weg um zumindest Teile meiner Standardrunde aufzuzeichnen. Schon an der ersten Steigung fühlte ich mich schwach. Ich fuhr deshalb langsamer als sonst und versuchte mich an den, sich immer deutlicher zeigenden, Zeichen des kommenden Frühlings zu erfreuen. Endlich wird das grau-braun des Winters wieder mit frischem grün belebt. Noch ist es zaghaft. An vielen Bäumen sind lediglich Knospen und noch keine Blätter zu sehen, doch aus dem Boden spriessen neue Gräser, Blumen, Moose.

Meine Schwäche droht mir die Lust zu verderben. Beim Anstieg zum Irchelturm frage ich mich doch wirklich, warum ich das mache, warum ich nicht einfach etwas im Gartenstuhl auf der Terasse sitze und das Wetter geniesse. Das ist nicht gut. Da sitzt mir "der innere Schweinehund" wohl ganz kräftig im Nacken. Na ja, da hilft auch jammern nichts. Da muss man halt durch. Tage wie dieser gibt es immer wieder und es lohnt sich nicht, sich allzu sehr darüber zu ärgern.

Ich schliesse einen Kompromiss. Weil ich ja am Sonntag nochmals biken will, braucht die heutige Runde nicht allzu lang zu werden. Ich kann dann gegen Abend immer noch etwas in der Sonne sitzen und etwas lesen. Genau. Und schon bald bessert sich auch meine Laune. Das Wissen, nicht noch mehrere Hügel in der Umgebung abklappern zu müssen, löst etwas die Verspannung.

Als ich dann zuhause eintraf, zog es mich wirklich direkt auf den Gartensitzplatz. Etwas zu naschen, etwas zu trinken und das Buch "GPS Berg Sport Praxis" zu lesen. Herrlich, endlich mal Sonne und Wärme! Ich glaube langsam, dass mir das stetig wechselhafte Wetter der letzten Wochen etwas aufs Gemüth geschlagen hat. Umsomehr wollte ich die heutigen Sonnenstrahlen noch etwas geniessen. Erst nach 19:00 Uhr verschwand die Sonne hinter dem Dach des Nachbargebäudes und für mich war dann Zeit um zu duschen und um mich ums Nachtessen zu kümmern. Der Tacho sagt: 32 km., 2:19 Std., 740 Hm.

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