Tag 14 - nach Genua

Wie immer sind wir um acht Uhr aufgestanden, haben gefrühstückt und dann zusammengepackt. Meine langen Bikehosen waren nach der gestrigen Wäsche noch nicht ganz trocken. Ich wollte sie jedoch nicht feucht in einen wasserdichten Packsack verstauen und deshalb entschied ich mich, sie am Körper zu trocknen. Sie anzuziehen war etwas... na ja... doch fünf Minuten später war das auch schon wieder vergessen. ;-)

Die ersten 30 Kilometer folgten wir der Ciclo Via Francigena - Variante Moncenisio. Die Strecke führte sehr schön entlang der Flusses Torrente Lavagna und stieg nur leicht an. Ideal um die langsam verhärtete Muskulatur etwas zu locker und für den kommenden Aufstieg auf den Monte Sant' Alberto aufzuwärmen. Ich war froh, dass dies der letzte Berg dieser Frühlingsreise sein wird. Kurz nach Gattorna zweigt die Via Francigena ab, wir blieben jedoch auf der Hauptstrasse bis nach Ferriere, wo wir auf die alte Passstrasse abbogen. Es folgten 450 Höhenmeter auf etwa 7 Kilometer auf einer gemütlichen Asphaltnebenstrasse, nahezu verkehrsfrei. Ich genoss immer wieder die tolle Aussicht und so langsam überkam mich doch etwas ein wehmütiges Gefühl, weil diese Reise nun schon bald zu Ende sein wird. Durchatmen - Wahrnehmen - Geniessen...

Auf der letzten Abfahrt wollten wir nichts mehr riskieren und wählten deshalb lieber Strassen als Wanderwege. Eingangs Genua nahm der Verkehr und die Hektik dann stetig zu und der Spass nahm rapide ab. Die Strassen sind holperig und schlecht, die Autofahrer lassen einem kaum Platz und hupen schnell und zwischendurch zischen immer wieder Roller-Fahrer an einem vorbei. Da muss man echt auf der Hut sein und gut aufpassen. Ruhig und konzentriert bleiben, ist da die beste Strategie. Wir steuerten zielsicher (oder vom Navi geführt) die Altstadt an und suchten nach einer Gelateria und einem Kaffee. Gefunden - Super! Die Frau Gelateria spricht sogar Deutsch (Mutter aus der Schweiz) und Peter fand da das beste dunkle Schokoladeneis der ganzen Reise. Also: ein Volltreffer!

Danach fuhren wir runter zum Hafen und machten noch etwas Bike-Sightseeing. Dazu mussten wir natürlich auch noch ein Ziel-Foto schiessen (siehe oben). Dann war es langsam an der Zeit um unser Bed and Breakfast zu suchen. Nachdem wir in Siena und Lucca sehr gute Erfahrungen mit zentral gelegenen B&B's machten, haben wir uns für die kommenden zwei Nächte wieder eine Unterkunft mitten in der Altstadt und Fussgängerzone ausgesucht. Auch das ist wieder Speziell. Es liegt im 4. Stock, das heisst, wir mussten zuerst unsere bepackten Bikes vier Etagen hochtragen, damit wir sie sicher im Eingangsbereich abstellen konnten. Von da geht es über eine kleine Treppe noch einmal eine Etage hoch, wo drei Gästezimmer, ein Gemeinschaftsbad und eine Gemeinschaftsküche zu finden sind. Da wir aktuell die einzigen Gäste sind, steht alles zu unserer Verfügung. Der besondere Hit dieser Unterkunft ist jedoch der kleine Dachgarten. Um den zu erreichen, muss man von der Küche aus durch ein Fenster auf's Dach steigen und noch ein paar Stufen hochgehen. Super-herzig!

Maurizio (der Vermieter) hat uns alles gezeigt, uns einen Stadtplan abgegeben und noch ein paar Restauranttips, wo man gut, günstig und lokal essen kann. Natürlich werden wir das entsprechend ausprobieren.

Der Link zu den Bildern des heutigen Tages. Nachfolgend die GPS-Aufzeichnung.

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Ferdi Strickler am :

!!! Gratulation !!!

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