Tag 13 - nach Chavari

Wir wussten, dass das Wetter umschlagen würde und deshalb haben wir eine Routenänderung vorgenommen. Wir bleiben nicht mehr in den Ligurischen Bergen sondern fahren wieder runter ans Meer, wo es ein bisschen wärmer und somit angenehmer ist. Ehrlicherweise muss ich jedoch anfügen, dass das Wetter eigentlich nur der zweite Grund war. Wir stellten einfach fest, dass wir mit unseren Kräften langsam am Ende sind und die geplante Bergroute schlicht zu anstrengend ausfallen würde. Es wäre eine Quälerei geworden und die Gefahr eines Sturzes mit Verletzung war gross. Gerade, wenn es noch nass und rutschig ist.

Dennoch: Als wir um acht Uhr aufgestanden sind, drückte uns die Wetterlage schon noch ziemlich auf's Gemüth. Unser Albergo La Veranda lag auf etwa 700m.ü.M., mitten in den Regenwolken und das Thermometer zeigte 5° Grad. Wir wussten, dass wir zuerst auf etwa 1'000m.ü.M. hochfahren mussten, bevor es dann in Richtung Küste bergrunter ging. Der Start war also harzig und es verwunderte somit nicht, dass wir länger als üblich brauchten, bis wir startklar waren.

Die geplante Route war dann auch nicht weiter motivierend. Wir mussten viel den Wald hochschieben und uns den Weg durch Gestrüpp bahnen. Der Regen wurde stärker und die Sicht war so ziemlich gleich Null. So machten wir am höchsten Punkt dann auch kein Gipfelfoto, sondern fuhren ohne viele Worte weiter. Mein neuer Fotoapparat hat dann zwischenzeitlich den Geist aufgegeben. Er wurde wohl nass und deshalb gibt es vom heutigen Tag nur wenige Bilder. Wir mussten weit runter fahren, bis wir endlich eine offene Bar fanden, in die wir einkehren und uns etwas aufwärmen konnten. Glücklicherweise hörte der Regen auf, was es gleich wesentlich angenehmer machte.

Wir fuhren bis nach Chiavari ans Meer. Eingangs der Ortschaft putzten wir bei einer grösseren Tankstelle unsere Bikes, denn die waren auch kräftig eingesaut. Danach suchten wir uns an der Küstenpromenade eine Gelateria und setzten uns mit zwei Glaces auf eine Parkbank an der Abendsonne.

Mein Hinterradreifen zeigt ja schon seit dem ersten Plattfuss Auflösungserscheinungen und damit ich damit bis nach Genua komme war klar, dass wir den Reifen irgendwie reparieren müssen. Da hilft nur Nadel und Faden, die wir aber auch zuerst kaufen mussten. Danach suchten wir unser Hotel und in der Grage begannen wir dann mit den Reparaturarbeiten. Peter zeigte mir, wie man eine eingerissene Reifenflanke nähen kann und wie man zum Schluss den Schlauch mit einer Lage Leukoplast schützt. Ich war wirklich dankbar, für seine Hilfe. Danach ab unter die warme Dusche, die dreckigen Bikeklamotten waschen und sich für das Abendessen bereit machen.

Wie immer hatten wir einen Bärenhunger. Zuerst etwas Antipasti, dann Spaghetti Carbonara und danach etwas Fleisch. Zum Dessert -wie fast immer- ein Tiramisu. Lecker!

Während dem Essen besprachen wir unser weiteres Vorgehen. Wir können entweder in einem Tag bis nach Genua fahren und somit am Samstag etwas Sightseeing und Shopping machen, oder wir machen nochmal einen Abstecher in die Berge, so dass wir zwei Tage bis nach Genua brauchen. Wir waren uns rasch einig. Wir planten deshalb eine Route die nochmals über einen Hügelzug führt, dann aber direkt nach Genua führt. Nach etwas Planung hatten wir einen entsprechenden Track mit etwa 60 km und knapp 1'000 Hm zusammengestellt, den wir auf unsere GPS-Geräte laden konnten. Das passt so. Wie immer, sind wir dann sehr, sehr müde zu Bett gegangen.

Nachfolgend noch der Track des heutigen Tages:

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