Regenzeit

Am Dienstag war ich richtig froh, dass es wieder einmal regnete und ich guten Gewissens zuhause bleiben konnte. Es galt, die Finanzbuchhaltung für das erste Halbjahr zu machen, damit ich dann die Mehrwertsteuerabrechnung sowie die Quellensteuerberechnung durchführen konnte. Auch sonst lag noch einiges an Administrativkram rum, was sich in letzter Zeit stapelte.

Gestern Mittwoch hatte ich dann zwei Buchungen, die trotz stetigem Regen durchgeführt wurden. Die Fahrten sind dabei nicht das Problem. Die Fahrgäste sitzen unter dem Regenschutz am Trockenen und ich habe recht gute Regenbekleidung. Das eigentliche Problem sind die Pausen dazwischen, wenn ich mich nicht bewege und langsam kalt kriege. Wobei dies ja auch eine Auswirkung von nur halbwegs funktionierender Funktionsbekleidung ist. Ich bin ein Stark-Schwitzer und so atmungsaktive Regenbekleidung gibt es scheinbar nicht, dass ich meine Körperwärme durch die Kleidung verdampfen könnte ohne den Regen von aussen nach innen durchzulassen. Ich kann also wählen ob ich vom Regen nass werde oder vom Schwitzen. Beides führt dazu, dass ich nach körperlicher Anstrengung nass bin und deshalb rasch zu frieren anfange, wenn ich nur noch rumstehe. Das ist heikel und eine Erkältung wäre das letzte, was ich jetzt in der Hauptsaison gebrauchen könnte. Deshalb nehme ich zusätzliche Ersatzkleider mit, damit ich zwischendurch wieder trockene Wäsche anziehen kann.

Die zweite Tour gestern war sehr interessant. Ich begleitete mit der Rikscha ein Gruppe, die von der Kunst-Sachverständigen der Stadt angeführt wurde. Diese gab dann bei jedem Kunstwerk Hintergrundinformationen ab, die ich natürlich für weitere Fahrten auch gut gebrauchen kann. Sehr interessant und informativ. Der Anlass wurde mit einem gemeinsamen Tapas-Essen abgeschlossen und war trotz des misslichen Wetters wirklich gelungen.

Heute wollte ich dann wieder auf die Rikscha, sobald der Regen aufhört. Doch der Regen hörte nicht auf... Nicht nur das, auch in den nächsten Tagen soll es immer wieder regnen und so verwundert es nicht, dass die eine oder andere telefonische Absage entgegen genommen werden musste. Das vermiest mir dann schon etwas das Monatsergebnis. Letztes Jahr war der Juli der umsatzstärkste Monat, doch so wie sich die Sache nun entwickelt dürfte ich nun Mühe haben, das letztjährige Ergebnis wieder zu erreichen. Tja, da kann man nichts machen.

Naturgemäss versuche ich das Positive zu sehen und so bin ich froh, dass ich den Admin-Kram erledigen kann und auch, dass ich mich nach dem anstrengende Juni körperlich etwas erholen kann und dann wieder kraftvoll und motiviert loslegen kann.

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