Regensonntag

Es kommt ja eher selten vor, dass man sich freut, wenn es an einem Sonntag abkühlt und es über weite Strecken regnet. Heute war es aber so. Die Hitzewoche hat Substanz gekostet und auch dem Garten tut richtiger Niederschlag gut. Mir kam es insofern entgegen, dass ich ja nach meiner Freitags-Eskapade noch etwas angeschlagen bin.

Die Knieschmerzen sind zwar noch nicht ganz verschwunden, doch schon sehr viel besser. Ich hoffe, dass die letzten Beschwerden auch noch in den nächsten Tagen verschwinden. Das hat mir schon etwas einen Schrecken eingejagt. Knieprobleme ist so ziemlich das letzte, was ich als Rikschafahrer (und begeisterter Radfahrer) gebrauchen kann. Das kann schnell existenzgefährdend werden. Sollte ich ein Knie nicht mehr richtig belasten können, ist schnell Schluss für mein kleines Rikschageschäft. Und man hört es ja von Anderen: Kniebeschwerden können langwierig und kompliziert sein... das kann ich wirklich nicht gebrauchen.

Heute Morgen habe ich das TREK 1120 kurz geputzt und dann nutzte ich eine Regenpause für ein paar Fotos im Freien. Es ist fast einfacher das Bike zu fotografieren, wenn der Himmel bedeckt ist und nicht so harte Schatten fallen. Dann dachte ich natürlich daran, dass es an der Zeit wäre, für das TREK ein eigenes Fotoalbum zu erstellen. Und wenn ich schon daran bin, kann ich das SANTA CRUZ Album auch noch gleich mit den letzten Fotos erweitern und abschliessen. Für solchen PC- und Blog-Kram bietet sich das regnerische Wetter ja hervorragend an.

Mehr Diversität

Wir wohnen in einem Doppeleinfamilienhaus und teilen den Sitzplatz/Garten mit unseren Nachbarn. Bis anhin war es eine einzige grosse Rasenfläche. Der Hitzesommer 2018 hat den Rasen in grossen Teilen verbrannt und für dieses Jahr musste man sich also etwas einfallen lassen. Der Nachbar entschied sich weiterhin für einen kultivierten Rasen (siehe Fläche im Hintergrund). Wir wollten mal etwas anderes versuchen und wurden wohl auch durch die vielen Medienberichte zu "mehr Biodiversität" beeinflusst.

Im Frühling habe ich den verbrannten Rasen abgetragen und Samen für eine Blumen-, Schmetterlings- und Bienenwiese ausgestreut. Regelmässig gewässert und abgewartet. Hier sieht man nun das (vorläufige) Ergebnis. Es ist wirklich ein buntes Sammelsurium unterschiedlichster Pfanzen und Blumen entstanden und es ist auch so, dass man viele Bienen sieht, welche die Blüten besuchen. Soweit also so gut.

Natürlich hat es auch noch Schwächen und Nachteile. Erstens muss einem bewusst sein, dass dies keine Spielwiese mehr ist. Die einzelnen Pflanzen sind bis zu einem Meter hoch und da kann man nicht so einfach darin rumlaufen. Zweitens muss man eine Blumenwiese wohl als ein langfristiges, mehrjähriges Projekt ansehen. Es gibt noch kahle Stellen und auch Unkraut wächst ganz hervorragend. Es wird durch die Jahre wohl besser, weil viele Blumen versamen werden und weil wir auch in den kommenden Frühlingen weitere Samen ausstreuen werden. Dabei können wir auch lernen. Zum Beispiel nicht mehr ganz so hochwachsende Wiesenblumensamen kaufen und noch etwas bunter dürfte es nach meiner Meinung auch noch werden. Zudem wird es interessant bleiben, wie der Übergang zur restlichen Rasenfläche gestaltet werden kann.

Interessant wird auch sein, wie die ganze Geschichte die Beziehung zu unserem Nachbarn beeinflussen wird. Es ist ja wohl klar, dass die herunterfliegenden Samen auch in seinen Monokulturrasen fallen werden und ob er da wirklich Freude daran hat, wird sich zeigen. Wie auch immer. Ich finde es eine spannende Geschichte und schaue heute sicher mehr in den Garten, als zu der Zeit, als es einfach eine einheitliche Rasenfläche war.

aufgefahren

Heute Morgen, auf dem Weg zur Arbeit, produzierte ich einen kleinen Auffahrunfall. Es war so eine klassische Situation...

Ich fahre in einer Kolonne auf ein Lichtsignal zu und dieses schaltet von grün auf orange. Der Wagen vor mir verlangsamt nicht und ich denke: "da rutsche ich auch noch drüber". Plötzlich bremst das Auto aber abrupt und ich habe zuwenig Zeit um zu reagieren. Ich versuche dem Auto noch auszweichen, trotzdem fahre ich ihm in die hintere rechte Ecke. Ich pralle gegen die Heckscheibe und wieder zurück auf das Motorrad. Mit Glück kann ich den Sturtz vermeiden. Mist... so unnötig...

Wir fahren in eine Seitenstrasse und füllen ein Unfallprotokoll aus. Der Fahrer ist unaufgeregt und freundlich. Ja, er wollte zuerst zufahren, habe es sich dann aber doch anders überlegt... Wir finden beide: "Glück gehabt". Der Heckscheibenwischer ist abgerissen und an der Stossstange sind ein paar Kratzer zu sehen. Mein Töff ist noch ganz und ich bin ziemlich mit Adrenalin geflutet und verspüre keine grösseren Schmerzen.

Jetzt, abends, schmerzt mich der linke Oberschenkel und die unterste linke Rippe. Nichts tragisches. Am meisten ärgert mich, dass dies wieder ungeplante Kosten nach sich ziehen wird. Tja. C'est la vie!