blaue Gabel

Gestern Samstag wurde nun blau-metallic lackiert. Wenn man auf das Bild klickt, sieht man eine kurze Filmaufnahme der Gabel, mit dem tollen Metallic-Effekt.

Die neue Farbgebung nähert sich also der Fertigstellung. Am Montag kommen noch die neuen Aufkleber auf den Rahmen und am Dienstagmorgen kann ich die Teile dann abholen. Ich freue mich wie ein kleiner Junge auf Weihnachten... :-)

nächster Schritt

Auf dem oberen Bild ist der geplante Farbübergang abgebildet. Links vom weissen Kleber wird es zum Schluss blau-metallic. Zuerst wird eine Grundierung (Primer) aufgebracht und danach kommt der Decklack. Ich bin wirklich gespannt...

TREK in violett

Gut Ding will Weile haben... Heute habe ich ein Bild des TREK-Rahmens mit der neuen Pulverbeschichtung erhalten. Das gefällt mir schon mal sehr gut.   

Nächste Woche wird die Gabel und der Steuerkopfbereich noch blau metallic lackiert und die neuen Aufkleber angebracht. Ich hoffe, dass bis Ende nächster Woche alles fertig ist und ich die Teile danach abholen kann. Ich freue mich riesig...

Bling Bling

Während ich auf den neu lackierten Rahmen warte, kaufte ich ein paar edle Teile um sie dann anzubauen.

Oben links ein Chris King Steuersatz und rechts davon das entsprechende Innenlager (Tretlager). Beide Teile natürlich in passendem Navi-Blau. Das sind technisch hochwertige Teile, mit 10 Jahren Garantie. Am KISH fahre ich nun auch schon seit 13 Jahren mit einem King-Steuersatz. Die Teile sind nicht nur ein technischer Leckerbissen sondern auch super schön anzusehen.

Dann links unten Aluminium-Schrauben. Die sind für die Flaschenhalter und die diversen anderen Befestigungsösen. Rechts davon dann Titan-Schrauben für die Bremssättel. Titanschrauben sind stärker als Stahlschrauben und dennoch fast ein Drittel leichter. Natürlich sind die Aluschrauben nochmals ein Stück leichter, dafür darf man diese auch nicht stark belasten, weil Alu ja doch recht weich ist. Wie auch immer. Gekauft habe ich das alles vor allem wegen dem Aussehen. Farblich passende Schrauben find ich schon sehr schick und extravagant. ;-)

Mehr Diversität

Wir wohnen in einem Doppeleinfamilienhaus und teilen den Sitzplatz/Garten mit unseren Nachbarn. Bis anhin war es eine einzige grosse Rasenfläche. Der Hitzesommer 2018 hat den Rasen in grossen Teilen verbrannt und für dieses Jahr musste man sich also etwas einfallen lassen. Der Nachbar entschied sich weiterhin für einen kultivierten Rasen (siehe Fläche im Hintergrund). Wir wollten mal etwas anderes versuchen und wurden wohl auch durch die vielen Medienberichte zu "mehr Biodiversität" beeinflusst.

Im Frühling habe ich den verbrannten Rasen abgetragen und Samen für eine Blumen-, Schmetterlings- und Bienenwiese ausgestreut. Regelmässig gewässert und abgewartet. Hier sieht man nun das (vorläufige) Ergebnis. Es ist wirklich ein buntes Sammelsurium unterschiedlichster Pfanzen und Blumen entstanden und es ist auch so, dass man viele Bienen sieht, welche die Blüten besuchen. Soweit also so gut.

Natürlich hat es auch noch Schwächen und Nachteile. Erstens muss einem bewusst sein, dass dies keine Spielwiese mehr ist. Die einzelnen Pflanzen sind bis zu einem Meter hoch und da kann man nicht so einfach darin rumlaufen. Zweitens muss man eine Blumenwiese wohl als ein langfristiges, mehrjähriges Projekt ansehen. Es gibt noch kahle Stellen und auch Unkraut wächst ganz hervorragend. Es wird durch die Jahre wohl besser, weil viele Blumen versamen werden und weil wir auch in den kommenden Frühlingen weitere Samen ausstreuen werden. Dabei können wir auch lernen. Zum Beispiel nicht mehr ganz so hochwachsende Wiesenblumensamen kaufen und noch etwas bunter dürfte es nach meiner Meinung auch noch werden. Zudem wird es interessant bleiben, wie der Übergang zur restlichen Rasenfläche gestaltet werden kann.

Interessant wird auch sein, wie die ganze Geschichte die Beziehung zu unserem Nachbarn beeinflussen wird. Es ist ja wohl klar, dass die herunterfliegenden Samen auch in seinen Monokulturrasen fallen werden und ob er da wirklich Freude daran hat, wird sich zeigen. Wie auch immer. Ich finde es eine spannende Geschichte und schaue heute sicher mehr in den Garten, als zu der Zeit, als es einfach eine einheitliche Rasenfläche war.

Züri-Fäscht 2019

Alle drei Jahre findet an drei Tagen (Freitag-Sonntag) das "Züri-Fäscht" statt. Ein riesiges Volksfest, an dem insgesamt mehr als zwei Millionen Besucher erwartet werden. Natürlich eine gute Ausgangslage um mit der Rikscha Taxifahrten anzubieten und Umsatz zu machen.

Höhepunkte am Freitag- und Samstagabend sind jeweils die Feuerwerke um 22:30 Uhr. Danach geht das Fest noch weiter bis in die frühen Morgenstunden. Man kann also davon ausgehen, dass bis 22:30 Uhr die Leute zum Fest hinwollen (welches vorwiegend entlang des Seebeckens stattfindet) und ab 23:00 Uhr wollen die Leute dann vorwiegend in Richtung Hauptbahnhof oder nach Hause.

Es ist dies nun das dritte Züri-Fäscht, welches ich als Rikschafahrer erlebe und leider muss ich sagen, dass es für mich zunehmend unattraktiv wird. Dies hängt vor allem mit den verschiedenen Terroranschlägen der letzten Jahre zusammen. Die Sicherheitsvorkehrungen werden immer aufwendiger und die Absperrungen rigoroser. Dieses Jahr wurde in einem grossen Bereich der Innenstadt sogar ein absolutes Fahrverbot -auch für Velos- durchgesetzt. Das heisst: Ich komme mit der Rikscha auch nicht mehr richtig zum Festgeschehen, sondern höchstens bis zu den Abschrankungen, die von vielen, bewaffneten Polizisten verteidigt werden. Da gibt es kein Durchkommen. Natürlich habe ich dafür Verständnis. Würde wirklich etwas passieren, so wäre das Geschrei natürlich riesig und wären die Vorkehrungen nicht entsprechend gross ausgefallen, so würde die Polizei und der Sicherheitsvorstand in der Luft zerrissen. Es ist einfach irgendwie schade, dass es so etwas in der heutigen Zeit wirklich braucht... und wie gesagt: Für mein Geschäft als Rikschafahrer ist das auch nicht wirklich gut, denn es wird dadurch sehr schwierig -oder manchmal auch unmöglich- die Leute da hinzubringen, wo sie gerne hinmöchten.

So beschränkte ich mich also vorwiegend auf Fahrten bis zu den Absperrungen hin oder von da weg. Auch das geht. Und bei so vielen Besuchern findet man auch immer wieder Gäste, die unser Angebot nutzen.

Am Freitagnachmittag hatte ich noch eine gebuchte Stadtrundfahrt durch Aussenbezirke und so war ich schon früh bereit für das Fest. Ich lernte dann aber, dass das wirkliche Geschäft eigentlich erst nach dem Feuerwerk beginnt. Dann sind die Leute langsam müde und sind froh, wenn sie nicht mehr gehen müssen (vor allem Frauen mit hohen Absätzen). Ich bin dann bis am Samstagmorgen um 2 Uhr gefahren und war dann einfach kaputt. Deshalb bin ich am Samstagabend dann erst gegen 22 Uhr in die Stadt gefahren und habe dann bis am Sonntagmorgen um 4 Uhr gearbeitet. Dann nahm das Interesse langsam ab und auch die Anzahl Betrunkener nahm zu, was ich dann nicht wirklich schätze.

Insgesamt war es anstrengend aber lohnend. Das sind Nächte, die man als Rikschafahrer einfach nutzen muss. Vergleichbar dazu gibt es nur noch die Streetparade. Auch da werde ich erst spät starten um dann lange durchzuhalten.

Abendrunde

Gestern und heute war ich mit der Rikscha nicht sonderlich erfolgreich und deshalb bin ich heute schon früher als üblich nach Hause gekommen. Ich wollte nicht länger in der Stadt rumstehen sondern mit dem Kish noch eine Abendrunde drehen um den Kopf etwas auszulüften. Das Wetter war mit 28° Grad prächtig und nicht mehr so schwülheiss wie in den letzten Tagen.

Ich wählte bewusst eine hüglige Strecke um das Blut etwas in Wallung zu bringen. Hat funktioniert und gut getan!

aufgefahren

Heute Morgen, auf dem Weg zur Arbeit, produzierte ich einen kleinen Auffahrunfall. Es war so eine klassische Situation...

Ich fahre in einer Kolonne auf ein Lichtsignal zu und dieses schaltet von grün auf orange. Der Wagen vor mir verlangsamt nicht und ich denke: "da rutsche ich auch noch drüber". Plötzlich bremst das Auto aber abrupt und ich habe zuwenig Zeit um zu reagieren. Ich versuche dem Auto noch auszweichen, trotzdem fahre ich ihm in die hintere rechte Ecke. Ich pralle gegen die Heckscheibe und wieder zurück auf das Motorrad. Mit Glück kann ich den Sturtz vermeiden. Mist... so unnötig...

Wir fahren in eine Seitenstrasse und füllen ein Unfallprotokoll aus. Der Fahrer ist unaufgeregt und freundlich. Ja, er wollte zuerst zufahren, habe es sich dann aber doch anders überlegt... Wir finden beide: "Glück gehabt". Der Heckscheibenwischer ist abgerissen und an der Stossstange sind ein paar Kratzer zu sehen. Mein Töff ist noch ganz und ich bin ziemlich mit Adrenalin geflutet und verspüre keine grösseren Schmerzen.

Jetzt, abends, schmerzt mich der linke Oberschenkel und die unterste linke Rippe. Nichts tragisches. Am meisten ärgert mich, dass dies wieder ungeplante Kosten nach sich ziehen wird. Tja. C'est la vie!