Trainingsrunde

Es ist ein Privileg, wenn man ziemlich frei über seine Zeit verfügen kann. Bei mir sind es die Monate Januar und Februar, wenn das Rikschageschäft offiziell geschlossen ist und ich die nötigsten allgemeinen Arbeiten gemacht habe. Dann kann ich den Wetterbericht studieren und mir den schönsten Tag unter der Woche für eine längere Biketour aussuchen. Letzte Woche war es der verschneite Donnerstag und diese Woche war es eben heute, ein recht schöner Tag, mit Temperaturen leicht über Null Grad. Dazwischen hat es oft geregnet und der damals gefallene Schnee ist in der Zwischenzeit wieder vollständig verschwunden. Das heisst dann: Im Wald ist es sehr nass und dreckig.

Die heutige Tour erinnerte mich stark an frühere Zeiten, als ich vorwiegend mit dem MTB unterwegs war. Nachdem ich das TREK 1120 kaufte und damit wieder MTB-Touren zu fahren begann verspürte ich grosse Freude. Weg von der Strasse, mitten in der Natur und mit allen Sinnen diese Situation erleben und aufnehmen. Heute merkte ich wieder, dass ich vor Jahren eine gewisse Sättigung erfahren habe. Und diese Sättigung kommt vor allem davon, dass man sehr oft die absolut gleichen Runden fährt. Wenn man direkt von der Haustüre weg startet, dann sind die Möglichkeiten halt begrenzt. Und durch Wiederholung verliert das Meiste seinen Reiz, wird das Spezielle normal.

Unter diesen Eindruck verwandelte sich das spezielle MTB-Erlebnis in eine Trainingsrunde. Der Fokus lag weniger auf einer Naturerfahrung und somit mehr auf einer körperlichen Ertüchtigung um meinen Fitnessstand zu erhalten. Das ist an sich auch nicht schlecht. Einfach ohne das gewisse Etwas. Das GPS sagt: 57.1km, 3:46 Std., 1'020Hm

Schneebiken

Leise rieselt der Schnee...

Heute morgen schneite es ziemlich kräftig, dann immer weniger. Gegen Mittag nutzte ich die Gunst der Stunde um eine Bikerunde zu drehen. Ich freute mich, um erste Spuren in den frischen Schnee zu legen. ;-)

Wenn es schneit, ist es kalt. Also habe ich mich gut eingepackt und bin losgefahren. Kaum weg von der geräumten Strasse, wird es eigentümlich still. Man hört nur das Knirschen des Schnees unter den Reifen, sonst ist es absolut still. Die Schneedecke und die fallenden Schneeflocken sind beste Schallisolatoren. So ruhig ist es eben nur im Winter, wenn es schneit. Majestätisch!

Die Schneemenge hatte ich etwas unterschätzt. 10cm Neuschnee bremsen berghoch doch ganz erheblich. Ich muss schon früh auf kleine Gänge schalten um mich hochzupflügen. Das macht nichts. Ich habs ja nicht eilig und wenn man langsam fährt, hat man mehr davon... Natürlich war ich ganz alleine. Keine Menschenseele weit und breit. Nur diese Stille, dieser Schnee und ich...

zweiter Schritt

Also: Die Italienreise 2019 ist fix geplant, der Flug nach Rom und die ersten zwei Hotels sind auch schon gebucht. Doch alles schön der Reihe nach.

Das Wichtigste gleich vorneweg. Ich werde diesmal nicht alleine auf Tour gehen. Nach der ersten Planung dachte ich, dass die geplante Strecke so schön sein wird, dass dies vermutlich (oder hoffentlich) auch für ein paar Freunde interessant sein könnte. Also speicherte ich die Strecken auf meinem GPSies-Account ab und schrieb eine EMail an meine Bikefreunde mit der Anfrage, ob jemand Zeit und Lust hat um mitzukommen. Und siehe da: Drei Leute konnten sich dafür begeistern und somit werden wir am 23. Februar zu viert in Rom starten.

Die Idee mit Flixbus nach Rom zu fahren war zwar gut, doch leider klappt das nicht. Von November bis Ende Februar wird kein Fahrradtransport angeboten. Da half auch Nachfragen nichts. Die nächste Idee war dann, mit dem Zug nach Rom zu fahren, doch der freundliche SBB-Mann am Schalter hat mich gleich ausgelacht. "Nein. In Italien werden Fahrräder nur in Regionalzügen mitgenommen und auch da nicht immer. In Fern- oder Schnellzügen ist da nichts zu machen. Nehmen Sie besser das Flugzeug. Das ist nicht nur viel schneller sondern mit grösster Wahrscheinlichkeit auch günstiger."

Da wir alle in Flughafennähe wohnen ist das logistisch kein grosses Problem. Nur die Ökobilanz ist richtig Scheisse... da musste ich über meinen Schatten springen. Auf der Gegenseite ist "Zeit" ein schlagendes Argument. Zürich - Rom = 1 Std. 40 Min. Abflug um 07:15 Uhr, Ankunft um 08:55 Uhr. Da bleibt genug Zeit um am Flughafen die Fahrräder zusammenzubauen und dann direkt per Velo in die Stadt zu fahren. Da liegt sogar noch etwas Bike-Sightseeing drin, bis wir dann abends im Hotel einchecken werden (Die Strecke ist oben abgebildet).

Für mich persönlich steigt der Aufwand natürlich etwas, weil ich das Ganze ja organisiere. Alleine ist man natürlich viel flexibler und kann rasch umentscheiden, wenn es die Situation erfordert. Zu viert ist das nicht mehr ganz so easy. Trotzdem freue ich mich riesig. Das wird bestimmt ein Klasse-Erlebnis. Nun muss ich nur noch brav sein, damit Petrus uns Ende Februar und Anfang März zwei Wochen tolles Wetter beschert. ;-)