nochmal biken

Habe heute morgen einen alten GPS-Track hervorgekramt, weil ich mich nicht mehr im Detail an die Streckenführung des "Kyburg-Loop" erinnern konnte. Um 11:00 Uhr bin ich losgefahren und es war eine sehr schöne Biketour, mit Temperaturen um den Gefrierpunkt. Fotos habe ich aber keine gemacht.

Mit dem ungefederten TREK 1120 kann ich wirklich die gleichen Touren fahren, wie mit dem vollgefederten SANTA CRUZ Tallboy. Ich finde es noch nicht mal unbequemer, auch wenn es klarerweise mehr holpert und man bergrunter etwas Geschwindigkeit rausnehmen muss.

Anstatt

Bei dem schönen Wetter heute, hätte ich mich auch mit der Rikscha in der Stadt rumtreiben können und versuchen etwas Geld zu verdienen. Aber irgendwie ist bei mir die Luft bezüglich Rikscha fahren im Moment ziemlich draussen. Die Saison war lang und ohne eine Buchung kann ich mich derzeit nur schwer motivieren. Irgendwie habe ich es für dieses Jahr gesehen...

Also nutzte ich das Wetter für eine längere Mountainbikerunde mit dem neuen Velo.

Die gewählte Strecke bin ich früher oft mit Freunden gefahren. Von zuhause nach Pfungen, von da hoch zum Irchelturm, weiter zur Hochwacht, runter zur Tössegg, hoch zum Rhinsberg und dem Hügelkamm entlang bis nach Eschenmosen. Weil ich genug Zeit hatte, fuhr ich runter ans Pistenende bei Oberglatt und genehmigte mir da noch einen Kaffee, bevor ich dann wieder nach Hause fuhr. Das GPS sagt: 49km, 3:21 Std., 1'100 Hm.

Es war einfach nur schön. Das Velo funktioniert nun einwandfrei. Ich wüsste echt nicht, was man noch verbessern könnte. Die Sonne schien, die Luft war kalt und gut zu atmen. Ich war meist völlig alleine, höchstens ein paar Hündeler. Wirklich perfekt!

Anpassungen

Wenn ich ein neues Bike kaufe, dann brauche ich ein paar 100 Kilometer, bis ich wirklich damit zufrieden bin. Damit meine ich, bis ich es auf meine Körpermasse, Bedürfnisse und Vorlieben angepasst habe. Auch diesmal fing es mit Sattel, Lenker, Griffen und Pedalen an. Also alle Kontaktpunkte zwischen Rad und Mensch. Da weiss ich mittlerweile recht gut, was ich mag und was für mich funktioniert.

Am letzten Samstag merkte ich dann, dass ich doch noch etwas kleinere/kürzere Gänge gebrauchen könnte. Auch im Hinblick auf die geplante Radreise, da ich dann ja noch mit Gepäck unterwegs bin und so noch mehr Gewicht berghoch treten muss. Auf Grund des schlechten Wetters hatte ich auch genügend Zeit um in Internet nach Möglichkeiten und Alternativen Ausschau zu halten und mir dann die benötigten Teile zu bestellen. Ich kaufte mir ein neues/kleineres Kettenblatt und eine etwas anders zusammengestellte 11fach-Kassette. Auf dem untenstehenden Bild kann man es kaum erkennen, doch das neue Kettenblatt hat 28 Zähne (vorher 30) und es ist oval, also nicht ganz rund. Die dickste Stelle des Kettenblatts erreicht man bei waagrechter Pedalstellung (also dort wo man die meiste Kraft erzeugt) und die dünnste Stelle erreicht man bei senkrechter Pedalstellung, wo man eben kaum Druck aufs Pedal kriegt. Wer sich dafür interessiert, kann die (pseudo-)wissenschaftlichen Hintergründe hier nachlesen.

Die hintere Kassette ist -wie auch schon die original verbaute- vom schnellsten Gang mit 11 Zähnen bis zum langsamsten Gang mit 46 Zähnen gefächert. Der Unterschied liegt allein in den Abstufungen dazwischen. Die sind bei der neuen Kassette einfach gleichmässiger verteilt. Vereinfacht könnte man sagen, dass im vorher/nachher Vergleich die langsamen Gänge etwas näher beisammen liegen, dafür die schnellen Gänge etwas weiter auseinander.

Zu guter Letzt habe ich aus den Reifen die Schläuche entfernt und durch Dichtmilch ersetzt. Das soll besseren Pannenschutz bieten und ein paar Gramm leichter sein. Tubeless (also: Schlauchlos) wird schon seit Jahren bei Mountainbikes propagiert, doch bis anhin war ich noch nie genügend motiviert um das wirklich ein- oder umzusetzen. Das hat verschiedene Gründe. Hauptsächlich lag es daran, dass ich wirklich selten Plattfüsse einfange und einen Schlauch zu wechseln oder zu flicken ist nun wahrlich keine grosse Sache. Zudem schreckte mich der Umgang mit klebrigen Flüssigkeiten (Dichtmilch) doch noch etwas ab. Na ja, nun hat mich die Marketing-Maschine also auch gekriegt ;-)

Nach der Bastel- und Umbaustunde bin ich dann natürlich auch eine Bikerunde gefahren um alles auszuprobieren. Die veränderte Schaltung ist tip top! Das hat sich gelohnt. Nun fühlen sich die Gangwechsel doch gleichmässiger an und das ist berghoch doch einiges angenehmer. Vom ovalen Kettenblatt habe ich nichts gespürt. Was aber klar war und sich so auch zeigte: Durch das kleinere Kettenblatt haben sich die grossen/schnellen Gänge noch einmal verkürzt. Auf einer flachen Strasse trete ich nun Gang 9 oder 10 und wenn es nur schon leicht bergrunter geht, schalte ich auf den höchsten, den 11ten Gang. Über 30km/h kann ich nicht mehr mittreten. Tja, das ist der Preis einer 11fach Schaltung mit nur einem Kettenblatt. Entweder es funktioniert gut berghoch (wie jetzt bei mir) oder es funktioniert gut bergrunter. Beides gleichzeitig geht nicht.

Die Anpass- und Bastelarbeiten sind nun abgeschlossen. Im Hinblick auf die geplante Reise werde ich mich darum kümmern müssen, welches und wieviel Gepäck ich mitzunehmen gedenke und wo am Rad das dann untergebracht wird. Das hat aber noch Zeit. Jetzt würde ich mich über ein paar trockene Tage freuen, an denen ich das TREK 1120 noch etwas durch die Wälder und Hügel der Umgebung fahren könnte.

meh Dräck...

Heute war ich mit Freunden für eine Bikerunde verabredet. Das letzte Mal "Samstagsbiken" ist ja schon ewig her. Nachdem es gestern Nachmittag und über die Nacht regnete war klar, dass es im Wald dreckig wird.

Und so war es dann auch. Das neue Bike wurde kräftig eingesaut und so konnte oder wollte ich es dann nicht im Schuppen abstellen. Solange der Dreck noch frisch und feucht ist, lässt er sich auch noch relativ gut abwaschen und wegputzen. Das neue Velo hat mir schon etwas leid getan...

Die Tour war nicht allzu lang, aber knackig und ich durfte auch feststellen, dass meine Begleiter gut in Form sind. Es war zeitweise anstrengend und hart um mitzuhalten. Wenn ich alleine unterwegs bin nehme ich es gemütlicher. Soviel ist klar. Aber: Es macht schon Spass mit Freunden unterwegs zu sein und zwischendurch etwas zu plaudern. Auch wenn ich dafür zeitweise leiden muss.