Fitnesstest

Vor dem heutigen Tag hatte ich ziemlich Respekt. Zuerst war ich für eine 90 Minuten Tour in Zürich gebucht und danach für eine Hochzeitsfahrt in Winterthur.

Über den Winter habe ich ein paar Kilos zugelegt und bin diese bisher nicht mehr losgeworden. Zudem merke ich, dass ich nicht jünger werde und auch mehr Regeneration brauche als früher. Ich wusste ja aus früheren Jahren, dass eine Fahrt nach Winterthur und zurück mit der 95kg schweren Rikscha ziemlich viele Körner braucht. Davor noch eine Rundfahrt... ja, das ist heftig.

Und so bin ich nun auch ziemlich fertig. 5:45 Std. Fahrzeit und 72 Kilometer.

Es überwiegt das Positive. Ich kann's noch immer und dank der gesparten Transporter-Miete stimmt auch das Einkommen. Bleibe wohl morgen etwas länger liegen...

dieser Mai

Auch der Mai war geprägt von viel schönem Wetter und angenehmen Temperaturen. So kann ich recht ruhig auf einen guten Rikscha-Monat zurückblicken. Es gab viele schöne Momente, Touren, Hochzeiten und Polterabende. Alles gut.

Ansonsten war es (oder war ich) eher still.

Das ist eine angenehme und positive Feststellung. Es fliesst sich leichter, mit weniger Widerstand und weniger Kopfkino. Das ist schwierig zu beschreiben und wohl auch deshalb gab es in letzter Zeit sehr wenige Blogeinträge. Was soll man auch sagen oder schreiben, wenn man das Leben und den Lauf der Dinge so akzeptiert wie es sich eben zeigt? Da bleibt wenig zu bemerken oder anzufügen...

Absolut

Die letzten zwei Regentage gaben mir Zeit um wieder einmal tief nachzudenken...

Wenn alles relativ ist, braucht es irgend einen Bezug, wozu es relativ ist. Was ist dieser Bezug? Wir wissen es nicht, haben aber ein Wort dafür: Absolut. Was meinen wir denn mit diesem Wort?

Absolut meint etwas immer Gleichbleibendes. Es bezeichnet "alles in allem", grenzenlos (nicht-Raum), ewig (nicht-Zeit), alles durchdringend, überall, beinhaltet oder umschliesst alle Gegensätze wie leer-voll, schwarz-weiss, hell-dunkel, laut-still, etc., etc...

Dann heisst das auch: Alles Relative befindet sich im Absoluten. Nicht abgetrennt oder als Teil davon. Man könnte auch sagen, das Absolute zeigt sich im Relativen. Zuende gedacht ist alles Relative eine Erscheinungsform des Absoluten. Essentiell nicht davon unterschiedlich. Es erscheint nur so...

Unsere fünf Sinne, die Möglichkeiten unserer Wahrnehmung bewegen sich im relativen, veränderlichen Feld. Unsere Körper, unser Geist ist Teil der relativen, sich stets verändernden Welt. Selbst "die Welt" ist relativ... Es erscheint, als ob die relative Welt auf der absoluten Konstante schwimmt und Wellen wirft.

Mit Worten lässt sich "das Absolute" gar nicht beschreiben. Sprache ist auch nur ein Teil dieses Absoluten und wie sollte das Teil das Ganze beschreiben können? Jede Beschreibung ist ja auch eine Verneinung des Gegensatzes und das Absolute umfasst eben Beides.

Interessant daran finde ich heute, dass ich darüber nicht zum ersten Mal nachdenke und dass ich schon früher dachte, es verstanden zu haben. Aber dem ist nicht so. Oder es ist nur teilweise so. Oder ich habe es nur oberflächlich verstanden und nähere mich nun etwas an. Konsequent zu Ende gedacht bedeutet dies das Ende jedes Individuums. Es gibt keine eigene Persönlichkeit wie wir denken. Es denkt auch keine Welle im Ozean, sie sei eine eigene, individuelle Welle. Es gibt gar nichts Getrenntes. Jede Erfahrung von Getrenntsein ist eine Illusion. Es gibt nur das Absolute, welches sich unendlich manifestiert. Und nicht mal das stimmt... es erscheint in der relativen Welt nur so...

Das Beruhigende an diesen Überlegungen ist, dass ich eben nicht dieser einzelne, kleine, isoliert lebende Mensch bin, sondern: dass ich genauso zur Vollständigkeit im Meer des Absoluten gehöre, wie eine Welle des Ozeans zum ganzen Meer.

Regentag

Seit ein paar Tagen ist es hier regnerisch und kühl. Gestern war ich fünf Stunden in der Stadt und wurde dreimal verregnet. Weil ich heute keine Buchung hatte und das Wetter genau gleich ist, blieb ich zuhause und gönnte mir einen freien Tag.

Natürlich erledigte ich etwas Admin-Kram fürs Geschäft, doch mehrheitlich genoss ich einfach den freien Tag und lümmelte etwas rum. Damit beschreibe ich (den Versuch) ohne Zwang und ohne Angst zu leben. Nicht dauernd etwas zu verändern oder zu verbessern wollen, sondern annehmen, dass es gut ist, wie es ist.

25 Jahre

Heute vor 25 Jahren haben Karin & ich geheiratet...

Das war noch vor der Digitalfotografie und Mobiltelefone waren noch so gross wie ein Kilo Brot... Das Internet steckte noch in den Kinderschuhen und der erste grafische Internetbrowser (Mosaic) kam auf den Markt... Damals trugen junge Männer die Haare noch lang und Bärte hatten höchstens Bergbauern...

So vieles hat sich verändert, doch unsere Liebe bleibt. 

Tiefdankbar...