unverhofft

Gestern Abend, so gegen halb acht Uhr, klingelte mein Handy und jemand wollte für heute, 11:00 Uhr eine 60 Min. Stadtrundfahrt buchen. Habe ich nun Ferien und das Geschäft ist geschlossen oder nehme ich die Buchung an? -> Geld verdienen ist immer gut. Und die Hochzeitsdekoration für kommenden Freitag könnte ich ja auch schon anbringen. Also gut!

Ich bin kurz vor halb 10 Uhr mit dem Velo losgefahren und gegen 10:30 Uhr in der Garage.. Genug Zeit um die Rikscha startklar zu machen und dann zum Treffpunkt fahren.

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Mountainbike Ausflug

Ich muss nicht nachdenken, wann ich zum letzten Mal das SANTA CRUZ Tallboy gefahren bin. Ich frage einfach diesen Blog und siehe da: Es war am Sonntag, 14. Mai 2017. Also vor 8 Monaten. Seither steht es in der Garage, beide Räder fast ohne Luft, doch ansonsten startklar.

Heute wollte ich eigentlich die frühere Standardroute fahren. Das war: Irchelturm, Irchel-Hochwacht, Tössegg, Rhinsberg, Eschenmosen. Ich startete etwas spät und zwischen dem Irchelturm und der Hochwacht habe ich mich dann auch noch verfahren. Siehe Schleife rechts.

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vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr bin ich auf meine Deutschland-Veloreise gestartet. Damals war es etwa 10° Grad kälter als heute, dafür deutlich trockener und windarmer. Es ist schön, über das Seitenleisten-Plugin "vor einem Jahr" darauf hingewiesen zu werden und ich werde wohl in den nächsten fünf Wochen öfters mal einen der damals geschriebenen Beiträge anklicken.

Diesen Winter bleibe ich zuhause. Obwohl ich verschiedentlich daran dachte, die Rikscha-freie Zeit wieder für eine Radreise zu nutzen, so lasse ich es -zumindest dieses Jahr- doch sein. Ich fand kein Reiseziel, für das ich mich wirklich wirklich begeistern konnte und in meinem Kopf schwirren noch ein paar Dinge rum, die ich von zuhause aus besser in Angriff nehmen oder erledigen kann.

geh raus!

Ich finde einfach und problemlos Gründe um in dieser Jahreszeit lieber in der warmen Stube und vor dem PC zu sitzen, als nach draussen zu gehen und mich etwas zu bewegen. Mein innerer Schweinehund ist da sehr erfindungsreich. Das Problem dabei ist, dass mir Bewegungsarmut auf Dauer auf das Wohlbefinden und die Moral schlägt. Tage und Wochen vor dem PC machen mich unzufrieden.

Seit Anfang Dezember, seit wir aus den Ferien zurückgekehrt sind, sank der Umfang an körperlicher Bewegung langsam gegen Null. Vor Weihnachten hatte ich noch ein paar Rikschafahrten, doch danach wurde ich faul. Zur Entschuldigung sage ich nun, dass ich noch viel Arbeit an der neuen Bike Butler Homepage hatte und die Blog-Aktualisierung mit all den Fotoalben auch viel Zeit benötigte. Zudem habe ich die Betriebsbuchhaltung für 2017 bereits abgeschlossen und gestern dem Treuhänder geschickt. Soweit so gut, doch wie gesagt: zuviel im Büro sitzen schlägt mir auf's Gemüt.

Letztes Jahr bin ich ja von Mitte Januar bis Mitte Februar einen Monat lang mit dem Velo durch Deutschland gereist. Langfristig machte sich das bezahlt, denn ich war danach geistig frisch und körperlich gut in Form um Anfang März in die Rikschasaison zu starten. Da ich für diesen Winter keine Velotour vorgesehen habe muss ich also schauen, dass ich bis Anfang März nicht ganz ausser Form gerate und dass nicht nur die Personenwaage zur Höchstform aufläuft. Ich habe mir deshalb vorgenommen, dass ich die wettermässig schönen Tage nutzen werde um hier in der Gegend etwas Rad zu fahren. Damit das dann nicht ganz so sinnfrei passiert, kann ich das mit offenen Themen verknüpfen, die ich eh in diesen Wintermonaten zu erledigen habe.

Eines dieser Themen ist die Reparatur der gebrochenen Rikscha. Gestern bin ich mit dem Velo zu der Werkstatt eines ehemaligen Schulfreunds gefahren um abzuklären, ob er die Rikscha reparieren kann. Ja, kann er. Wir haben dann auch gleich einen Termin abgemacht, an dem ich mit der Rikscha bei ihm in der Werkstatt vorbeikomme. Um die Kosten tief zu halten, sollte ich die Rikscha entsprechend vorbereiten, damit er die nötigen Schweissarbeiten ohne grosse Vorarbeit erledigen kann. Es geht vor allem darum, dass rund um die Bruchstelle alle Farbe entfernt wird, damit das blanke Aluminium dann geschweisst werden kann. Weil wir zusätzliche Verstrebungen anschweissen wollen, muss der Rahmen also ziemlich grossflächig entlackt werden. Zudem muss die Fahrgastkabine abgebaut werden, damit er gut an die entsprechende Stelle hinkommt.

Heute morgen habe ich dann kurz gegoogelt wie man pulverbeschichtete Alurahmen am besten entlackt. Dann nahm ich das KISH aus der Garage und machte mich auf den Weg zu einem Baumarkt. Da kaufte ich chemischen Abbeizer, Pinsel, Spachtel, Schleifpapier und Frischhaltefolie. Damit machte ich mich dann auf den Weg in die Garage. Der Abbeizer ist richtig aggressiv und giftig! Auf der Verpackung steht: Tragen Sie Handschuhe, Schutzbrille und Atemschutz... hätte ich wohl schon im Baumarkt lesen sollen. Gummierte Handschuhe hatte ich, eine normale Brille trage ich, Atemschutz fällt aus...

Zuerst habe ich die Pulverbeschichtung so gut es ging etwas angeschliffen. Dann mit einem Lappen geputzt und danach den Abbeizer mit dem Pinsel aufgetragen. Zum Schluss wickelte ich alles so gut es ging in Frischhaltefolie ein. Die soll dazu dienen, dass die aggressiven Chemikalien des Abbeizers nicht so rasch ausdünsten und gut einwirken können. Das kann nun einen Tag brüten und morgen schaue ich mal, ob ich die Farbe dann wirklich ab kriege.

Danach stieg ich wieder auf's Velo, fuhr auf die Rathausbrücke um dort einen Kaffee zu trinken (wie ich es während der Rikschasaison täglich mache). Dann machte ich mich auf den Heimweg. Ich nahm mir Zeit und kreuzte die Gegend noch etwas auf. In einem Neubauquartier kam ich an einer Stelle vorbei, wo ich vor vermutlich über 10 Jahren Jahren schon mal ein Foto vom KISH gemacht habe. Links sieht man nun das Bild vom 3. Oktober 2008 und rechts dasjenige von heute. Fast 10 Jahre Zeitdifferenz. Nicht nur das KISH hat sich verändert. Wenn man die Bilder genau vergleicht sieht man, dass auf der linken Seite heute 5 Zeilen neue Häuser stehen (die neusten sind noch im Bau). Innert 15 Jahren entsteht hier ein neuer Stadtteil. Auffallend ist auch, wie stark verschmutzt der Betonboden im Vordergrund mittlerweile ist. Tja, alles ist im Fluss... so ändern sich die Zeiten.

Die Hochnebeldecke lichtete sich zusehens und so konnte ich ruhig noch einen Hügel auf dem Nachhauseweg einbauen. Eine letzte Pause machte ich dann bei Gerlisberg, bei einem Baum, den ich früher auch schon oft fotografierte (da führte einst mein Velo-Arbeitsweg durch, als ich in Zürich Seebach arbeitete). Dann fuhr ich gemütlich nach Hause. Angekommen stellte ich zufrieden fest, dass ich a) 3 Std. Rad gefahren bin und b) über 50 Kilometer zusammen gekommen sind. Sehr gut! Morgen werde ich wieder mit dem Velo in die Stadt fahren und mal schauen, wie weit ich mit dem entlacken komme. Das GPS sagt: 3:08 Std., 57,3 km, 560 Hm.