Sonntägliches

Nach dem gestrigen Tag habe ich tief und gut geschlafen bis ich träumte, dass der Wecker klingelt und ich aufstehen müsse um zu Peter zu fahren. Mitten in der Nacht. Nein, das ist nur ein Traum. Das war gestern. Heute ist Sonntag, das geht mich heute nichts an. Ich will mich umdrehen und weiterschlafen als ich endlich bemerke, dass tatsächlich der Wecker klingelt. Ich träume nicht! Der Wecker klingelt tatsächlich. Ich nehm ihn in die Hand und schaue drauf: 04:00 Uhr! "kopfschüttel" ich vergass vor dem Zubettgehen den Alarm auszuschalten... also schalte ich ihn nun ab und schlafe weiter.

Es ist schon später Vormittag bis ich dann wirklich aufstehe und mir ein Sonntagsfrühstück zubereite. Dazu lese ich ausgiebig die gestrige Zeitung. Schön. Draussen ist es irgendwie milchig. Der Himmel ist weiss und nicht blau. Wie Dunst verdeckt eine leichte Bewölkung die Sonne. Als ich auf den Gartensitzplatz trete staune ich dennoch, wie warm es ist. Deutlich über 20° Grad.

Ich könnte am Nachmittag noch etwas lernen, oder eine lockere Velorunde als aktive Erholung fahren... wofür soll ich mich da nur entscheiden?... ;-)

Bei dieser Gelegenheit kann ich ja gleich mein neues Stelvio-Trikot etwas ausfahren. Ich kopiere meine Digifotos von gestern auf einen Memorystick und entschliesse mich zu Peter zu fahren, damit wir die Bilder austauschen können. Das kann ich gut mit einer Fahrt rund um den Greifensee kombinieren. Genau. Lernen kann ich auch noch abends...

Es ist wirklich sehr angenehm warm, das KISH rollt gut und meine Beine fühlen sich auch gut an. Kein schwammiges oder schweres Gefühl. Sehr gut. Ich geniesse die Anfart zum Greifensee und merke, wie ich immer etwas druckvoller fahre und zügig vorankomme. Ich fühle mich richtig gut und habe Freude an der Bewegung, an der Natur, am Fahrtwind mit all seinen verschiedenen Gerüchen... Herrlich! Sonntag. Nichts müssen, alles wollen!

Bei der Badi Egg mache ich Halt für einen Kaffee und einen frischen Mandelgipfel. Von meinem Sitzplatz sehe ich direkt in die Badi und auf den See hinaus. Es ist eine angenehme Spätsommerstimmung mit noch einigen Badegästen. Man nutzt den Tag, denn wer weiss denn schon, wieviele solch warme Tage dieses Jahr noch bereithält. Die Mandelgipfel kann ich übrigens wärmstens empfehlen.

Bei Peter gab es dann noch einen Kaffee sowie seine Bilder von gestern. Zusammen haben wir etwa 50 Fotos gemacht und so die Stilfserjochtour gut dokumentiert. Zwei seiner Bilder -von mir- haben  mir besonders gut gefallen und deshalb will ich sie hier noch zeigen. Auf dem Bild links sieht man  bis zum Pass hinauf. Vor mir fährt ein Inlinescater (super!). Das Bild gibt einen guten Eindruck des gestrigen Geschehens. Rechts dann  zu Beginn der Steigung ein Bild, welches irgendwie recht dynamisch wirkt. Zudem lächle ich, und mache (noch) nicht so einen leidenden Eindruck... schön. Danke für die gelungenen Aufnahmen.

Bis ich dann wieder zuhause war, zeigte der Tacho gleich wie gestern 63 Kilometer. Doch im Vergleich zu gestern war es heute fast völlig flach und deshalb auch erholsam. Zur Krönung des Tages war ich dann noch bei meinen Eltern zum Abendessen eingeladen. Sehr lieb. Danke. Es war gut, wie immer.

Cima Coppi, Passo Stelvio

Kurz nach 04:00 Uhr schob ich einen Teller Teigwaren, die ich gestern vorgekocht hatte,  in den Mikrowellenherd.  Noch schlaftrunken schenkte ich mir ein Glas  Milch ein und setzte mich  zum "Frühstück" an den Tisch. Eigentlich erwartete ich, dass ich so früh am Morgen überhaupt keine Lust auf Pasta hätte, doch ich kann sagen, dass es mir ausgezeichnet schmeckte. Die Kohlenhydrate werde ich im Laufe des Tages bestimmt noch verbrennen.

Die Fahrt  ins Engadin verlief problemlos und  gegen  08:30 Uhr konnten wir uns in Santa Maria bereits in den Sattel schwingen und in Richtung Glurns, zum vereinbarten Treffpunkt fahren. Da wir etwas früher als geplant dort ankamen, konnten wir in einem Strassenkaffee leckeren italienischen Cappucino trinken und auf Matthias warten. Es wimmelte schon jetzt vor Bikern und Rennvelofahrern, die wohl alle das gleiche Ziel wie wir hatten, die Cima Coppi, den Aufstieg vom Prad auf das Stilfserjoch, von 930 M.ü.M. auf 2'760 M.ü.M., 1'830 Höhenmeter an einem Stück.

Nach der Begrüssung von Matthias machten wir uns zu Dritt auf in Richtung Prad. Man sah immer mehr Radfahrer... und als wir in Prad angekommen auf die Via Pricipale einbiegen, stossen wir auf einen dichten Strom von Menschen auf Fahrrädern. Man sah wirklich alles. Viele Rennradfahrer und fast genauso viele Mountainbiker, dazwischen ganze Familien mit Kindern, Männer mit Anhängern, sogar ein, zwei Liegeräder sehe ich. Nun kommt man auf die offizielle, für Autos und Mottorräder gesperrte Strecke. Die Polizei riegelt den motorisierten Verkehr völlig ab und schon bald befindet man sich im beginnenden Anstieg und hat die ganze Strasse zur Verfügung. Herrlich. Immer wieder überholt man Andere und immer wieder wird man selbst überholt. Jeder (oder jede Gruppe) fährt sein eigenes Tempo weil klar ist, dass man sich die Kräfte einteilen muss. Eine friedliche, schöne Stimmung. Eine kleine Prozession, die in den 48 Kehren bis zum Gipfel immer stiller wird.

Beim zweiten Verpflegungsposten habe ich das Foto links gemacht. Man erkennt das Hotel auf der Passhöhe und wie sich die Strasse entlang des Hangs in die Höhe windet. Von da weg hatte ich dann eine kleine Krise. Ich fühlte mich richtig leer, obwohl noch 500 Höhenmeter anstanden. Ich musste darum etwas langsamer fahren und vergegenwärtigte mir die Worte von Peter: "wenn es nach der Kurve nach rechts geht, siehst Du zum schneebedeckten Ortler hinüber und wenn es nach Links geht schaust Du zur Passhöhe hinauf und freust Dich auf's Gipfelfoto." Das Foto rechts war dann aus der zweitletzten Kurve aufgenommen und man kann darauf etwa erkennen, wie viele Leute unterwegs waren.

Auf der Passhöhe angekommen, waren wir dann plötzlich mitten im Trubel. Unglaublich, die vielen Leute. Alle waren bestens gelaunt und überall klickten Fotoapparate. Links zeigt den Blick zurück, in Richtung Ortler (Süden) und rechts die Bauten auf der Passhöhe sowie den Blick in Richtung Schweiz (Norden).

Nach einer Verpflegungspause zogen wir für die Abfahrt die gekauften Souveniertrikots an. Schöne, weisse Bikeshirts mit Cima Coppi Aufdruck, für 15 Euro, da kann man echt nicht meckern. Und bei der offiziellen Passtafel wollten wir natürlich auch noch ein Bild machen. Man glaubt es kaum, doch wir mussten bestimmt 5 Minuten anstehen, bis wir dran waren um vor dem Schild zu posieren. Das hat sich aber geloht, ein wirklich gelungenes Erinnerungsfoto.

Die anschliessende Abfahrt war dann Genuss pur. Da auch der Umbrail-Pass heute verkehrsfrei war, konnte man richtig runterheizen und musste nicht hinter jeder Kurve ein Auto vermuten. (Maximalgeschwindigkeit heute = 72,6 km/h). Das hat richtig Spass gemacht. Auch deshalb, weil man Soviele überholen konnte, wie sonst in einem ganzen Jahr. Viele fahren sehr vorsichtig oder können es einfach nicht besser. Matthias, Peter und ich pflügten uns unseren Weg links und rechts vorbei ;-) . Cool!

In Santa Maria angekommen verluden wir die Bikes ins Auto und genehmigten uns in einem nahen Restaurant noch Kaffee und Kuchen, wobei wir den ereignisreichen Tag ein erstes Mal Revue passieren liessen. Schön war's! Wir verabschiedeten uns dann von Matthias, er fuhr mit dem Fahrrad zu seinem Hotel, während Peter und ich unsere Heimreise im Auto antraten. Es hatte zwar deutlich mehr Verkehr als am Morgen, doch wir kamen zügig voran, so dass ich plangemäss, kurz vor 20:00 Uhr dann zu Hause war.

Trotz der langen Autofahrerei hat sich diese Strassen-Radtour  wirklich gelohnt. Die vielen friedlichen Menschen und das traumhafte Spätsommerwetter haben ihren Teil dazu beigetragen. Der Tacho sagt: 63km., 4:00 Std., 1'900 Hm

Vorbereitung

Das KISH Titanhardtail ist sauber geputzt und schon im Auto verladen. Der Rucksack gepackt, Kamera und GPS aufgeladen, die Kleider liegen bereit. Ich bin also gerüstet für unser morgiges Stilfserjoch-Abenteuer. So sieht mein Zeitpan aus:

  • 04:00 Uhr Aufstehen, Morgentoilette, Frühstück
  • 04:30 Uhr  Abfahrt
  • 05:00 Uhr Bei Peter
  • 08:30 Uhr Fahrt nach Stanta Maria
  • 09:00 Uhr Treffpunkt Matthias, in Glurns
  • 10:00 Uhr Radtour Stilfserjoch-Umbrail bis Santa Maria
  • 16:00 Uhr Rückfahrt.  (Da haben wir keine Eile mehr).

Pizoltour, 6 Bilder

Hart aber herzlich! Hier ein paar Eindrücke der heutigen Tour.

 

Achtung! Diese Tour bitte nicht nachfahren! In der Taminaschlucht ist explizites Fahrradverbot!
Lange, anstrengende Schiebe- und Tragepassagen.
Auf dem Pizol hat es viele Wanderer.

Beim Tourstart in Bad Ragaz

 

Auf dem Pizol, auf 2'222 m.ü.M.

Edelweiss im Original!

Start ins Dowhnhill-
Abenteuer  

Herrliche Aussichten!  

Eigentlich war das beim Uphill.
Während dem Hochschieben habe ich umgedreht
und bin Jürg entgegen gefahren.

Radtag Stilfserjoch, 30.08.2008

Peter hat das Thema Stilfserjoch und die kommenden verkehrsfreien Tage schon ein paar Mal angesprochen. Es bietet sich die Gelegenheit, am kommenden Samstag, 30.08., im Rahmen des Bike Days Stilfserjoch und Umbrail ohne Auto- und Motorradverkehr zu befahren. Ein Massenevent für Radfahrer. Tausende werden die 48 Kehren bis auf 2'757 Meter über Meer in Angriff nehmen. Nicht als Wettbewerb, sondern als Volksfest. Mit zwei Verpflegungsständen unterwegs, mit vielen Fotohalts bei hoffentlich schönem Wetter.

Beim Stöbern bin ich unter Anderem auf folgendes Bild gestossen. All die vielen Punkte sind Radfahrer. Unglaublich. Ja, diese Geschichte reizt mich, da wäre ich auch gerne mal dabei.

Sonntagsspazierbikefahrt

Gegen abend hatte ich noch etwas freie Zeit und die wollte ich dazu nutzen, das heute doch recht sonnige Wetter noch etwas auszukosten. Ich schwang mich also kurzerhand aufs Bike um eine lockere Flughafen-Umrundung zu fahren. Schön, so konnte ich dem gestern dreckigen  INTENSE heute noch etwas die Sonne zeigen ;-) .

Auf dieser beliebten Strecke hat es an einem sonnigen Sonntagnachmittag natürlich auch viele andere Menschen. Ob zu Fuss, auf Inlineskates oder mit dem Fahrrad. Die Schweiz macht mobil!

Vor allem Automobil ;-) Der Parkplatz bei der Nord-Landepiste war schon fast überfüllt. Alle wollten "Flugzeuge schauen". Am liebsten mit dem Auto vor die Aussichtsbank und von da dann wieder nach Hause, vor den Fernseher... (böse Unterstellung, Vorurteile). Lassen wir das. Ich weiss es ja und heute mochte ich es auch, denn irgendwie ging es mir ja gleich. Ich wollte noch etwas machen, mich jedoch nicht zu stark anstrengen... lieber geniessen (als leiden).

Das hat sich gelohnt. Die frische Luft hat mir gut getan. Der Tacho sagt: 27 km., 1:14 Std., 230 Hm.

Umwegstour

Die Geschichte zur heutigen Tour ist fast länger, als die Tour dann selbst war...

Es begann schon vorletzte Woche, als einer meiner Bikefreunde mal so das Datum, 23. August, in die Runde warf. "Dann könnten wir doch eine schöne Bergtour fahren." Klar. Könnten wir. Letztes Wochenende habe ich nochmals nachgefragt, doch der Status war noch immer gleich. Mal sehen. Nein, noch keine konktrete Tour-Idee.

Anfang der Woche hatte ich dann abends einmal Zeit um mir die Pizoltour etwas genauer anzusehen. Diese Tour bin ich schon mehrmals gefahren und habe z.B. hier und hier darüber berichtet. Es ist eine sehr schöne Tour die ich gerne fahre, doch  die Abfahrt -nach dieser schweren und langen Steigung- ist leider ziemlich langweilig. Man fährt bestimmt fast 1'000 Höhenmeter auf einer kleinen Asphaltnebenstrasse zu Tal. Nix mit Singletrails, eigentlich schade.

Ich startete das GPS-Programm, mit dem ich die gekaufte TopoSWISS-Karte bis ins Detail ansehen kann und suche die Gegend um den Pizol nach Wanderwegen ab. Es sei hier kurz eingeschoben, dass die TopoSWISS-Karten wirklich sehr genau sind und beinahe jeder Wanderweg zu sehen ist. Die GPS-Karte war zwar teuer, doch sie ist wirklich sehr gut. Also, ich schaue mir die Gegend so an und schon bald erspähe ich einen entsprechend durchgängigen Weg. Scheint sehr steil zu sein, es ist nicht sicher ob man da wirklich runterfahren kann. Aber boahh! Das muss man !unbedingt! ausprobieren. (Hoffentlich hat es keine Bikeverbotschilder).

Ich klicke mir also die Strecke zusammen und speichere sie ab. Dann lade ich die Strecke auf www.gpsies.com, weil man sich da gleich die Kilometer- und Höhenkurve anzeigen lassen kann. 34 Kilometer, 1'900 Höhenmeter. Hmmm... Dürfte auch etwas länger sein...  Vielleicht kann ich den Anfang noch etwas ändern? Gute Idee, doch die Zeit muss ich mir später einmal nehmen.

Am Mittwochabend war dann der Stand bezüglich Samstagstour wie folgt: Der Wetterbericht für Samstag ist schlecht. Ein konkreter Tourenvorschlag liegt nicht vor. Eher nicht, mal sehen. Na so geht es ja auch nicht... Am Donnerstag setzte ich mich über Mittag nochmals vor den PC und studiere die Pizoltour erneut. Wir könnten vom Bahnhof Bad Ragaz anders starten und zuerst das Tal der Tamina hochfahren. So kriegen wir auch noch etwas der dortigen Badekultur mit. Ich zeichne eine neue Route via Kurzentrum Bad Ragaz, in das Taminatal und da nach hinten zum Bad Tobel und  dem Bad Täfers. Dort muss dann vermutlich das erste Mal etwas geschoben werden, denn 80 Meter Höhendifferenz auf 300 Meter Strecke... macht knapp 25% Steigung, das ist  berghoch  nicht fahrbar. Egal. Von Valens geht es dann wieder runter zur Tamina und dann bergwärts bis zur Staumauer des Taminasees. Einmal rund um den See und dann weiter hoch in Richtung Pizol. Ich fand entlang der Zaina einen Wanderweg, den ich in die Streckenführung aufnahm, doch auch da weiss ich nicht, ob das geht. Runter vermutlich schon, hoch könnte es aber zu steil zum fahren sein. Da hilft nur ausprobieren.

Als ich fertig war lud ich die neue Strecke erneut auf gpsies.com. Nun waren die Tourdaten bei 45 Kilometer und 2'200 Höhnmeter. Heftig! Aber megacool. Singletrails ohne Ende. Das kribbelt schon in mir. Diese Tour will ich unbedingt einmal ausprobieren.

Am Freitagabend begann es dann zu regenen und wir mussten für Samstag die Pizoltour streichen. Das macht keinen Sinn. Schade.

Heute morgen habe ich mich dann vor den Fernseher gesetzt und das Mountainbikerennen der Olympiade in Peking live angeschaut. Die Ausgangslage der Schweizer war gut. Sauser, Vogel und Schurter. Drei schnelle und in der laufenden Saison schon sehr erfolgreiche Fahrer standen am Start. Ich tippte auf 2 Medallien. Schon bald zeigte sich jedoch, dass die Goldmedallie wohl nach Athen 2004 auch diesmal wieder an den Franzosen Julien Absalon gehen würde und alle anderen nur noch um Silber und Bronze fahren können. Es kam leider noch schlechter. Zuerst musste Florian Vogel  aufgeben (überhitzt) und dann zog auch noch ein zweiter Franzose vorne weg und die Schweizer konnten nicht wirklich reagieren. Immerhin konnten Christoph Sauser und Nino Schurter in der letzten Runde die übrigen Verfolger noch abhängen und so war zumindest die Bronzemedallie sicher. Im letzten kurzen Anstieg zeigte sich, dass der junge Nino Schurter noch einen Tick bissiger war als Christoph Sauser und so war er es, der als Drittplazierter über die Ziellinie fuhr. Christoph Sauser wurde undankbarer Vierter.

Kaum war das Rennen im Fernsehen fertig, klingelte das Telefon. Es ist Jürg und er fragt, ob ich auch noch auf eine kurze Bikerunde komme. Draussen tropft es leicht, die Strassen sind nass. Es kann besser werden oder auch nicht... Ja, ok. ich muss mich ja auch noch etwas bewegen. Nur fernseh schauen zählt nicht... ;-)

Wir starten im Regenhose und -jacke. Leichter Regen, bei etwa 18° Grad. Nicht wirklich schönes Bikewetter. Ich weiss, wir werden heute dreckig werden.

Wir fuhren einen Teil unserer Irchel-Standardrunde, waren aber beide nicht sonderlich motiviert. Wir bewegten uns um etwas Körper- und Psychohygiene zu betreiben, wirklich spassig war es bei diesen Bedingungen aber nicht. So wurde es dann auch keine lange Runde und schon bald steuerten wir auf ein Restaurant zu, wo auch verdreckte Biker bedient werden. ;-)

Zuhause angekommen konnte ich das INTENSE dann gleich gründlich abspritzen und putzen. Auch die Schuhe waren ziemlich dreckig und mussten noch geputzt werden.  Etwas viel Aufwand, für nicht mal zwei Stunden Radfahren. Das Foto des Tages habe ich dann ganz zum Schluss in der Garage gemacht. Der Dreck ist weg und das Bike ist bereit für eine nächste, hoffentlich trockenere Ausfahrt. Der Tacho sagt: 28 km., 1:40 Std., 630 Hm.

Wägitalerstee - Sattelegg

Weil es am Freitag den ganzen Tag regnete, entschieden wir uns heute für eine Strassenrunde. Peter hatte eine schöne Strecke mit Start und Ziel in Rapperswil ausgewählt, Remi und Geri waren auch mit von der Partie. Wir trafen uns kurz vor 11:00 Uhr auf dem vereinbarten Parkplatz und waren bald abfahrbereit. Peter hatte an seinem Hot Chili die 28" Laufräder mit den 23mm Rennradreifen montiert. Remi fuhr mit einem Rennrad, Geri mit seinem Fully-MTB und ich mit dem KISH 29er. Bunt gemischt.

Nach einem Einrollen über den Seedamm folgte schon bald die erste Steigung hoch zum Wägitalersee. Eine Asphaltnebenstrasse, 500 Höhenmeter auf 12 Kilometer. Ich brauche etwa 45 Minuten für die Steigung. Die Anderen fahren mir davon... ich kann nicht schneller. Egal. Solange ich nicht vom Rad falle, fahre ich! ;-)

Oben an der Staumauer warteten meine Freunde auf mich und wir machten eine erste Bananenpause. Eigentlich zur Unzeit, denn kaum einen Kilometer später kamen wir an einem derart putzigen Kiosk vorbei, wo man einfach nicht vorbeifahren darf. Wo man anhält, einen Kaffee trinkt, auf den nahen See hinausschaut, die Berge im Hintergrund... Pitorresk! Postkartenromantik. Eine Szenerie, wie hingemalt. Wie in einem Milchschokolade-Werbespot. Das vergesse ich nicht so schnell.

Wir umrundeten den wirklich sehenswerten Wägitalersee und fuhren die Strasse zurück, bis zum Abzweig auf die Sattelegg. Das sind nun nochmals 450 Höhenmeter auf 5 Kilometer, 40 Minuten. Wieder falle ich hintenraus. Egal. Ich fahre mein mir mögliches Tempo und fertig. Am Kulminationspunkt liegt ideal ein Restaurant mit einladender Gartenterasse wo -wie ein Wunder- gleich ein Tisch für uns frei wurde. Ich hatte nun wirklich Hunger und bestellte Spaghetti Napoli - Kohlenhydrate können jetzt nicht schaden.

Der Rückweg war dann nicht mehr schwer. Ein kurzer Anstieg auf den Etzel war noch das einzige Hindernis. Auf der Abfahrt runter zum See, machte ich noch dieses Foto.  Es zeigt links den Zürichsee mit den Inseln Ufenau und Lützelau, den Seedamm von Pfäffikon nach Rapperswil und rechts den Obersee. Eine wirklich schöne Aussicht. Unten, dem See entlang und über den Seedamm war dann noch ziemlich viel Verkehr und man musste ziemlich aufpassen. Autos, andere Radfahrer, Wanderer, Hunde, Lichtsignale, Kreisverkehr. Das mag ich nicht an Strassenrunden, lässt sich jedoch nur schwer vermeiden. Der Tacho sagt: 66 km., 3:17 Std., 1'120 Hm.

Bewegung

Gegen Abend war ich mit Jürg auf eine Trainingsrunde verabredet. Wir wollten auf die Lägern-Hochwacht und nach Möglichkeit danach im Restaurant Bergwerk etwas essen. Das Wetter war recht gut. Es regnete schon den ganzen Tag nicht mehr und obwohl der Himmel stark bewölkt war, musste man nicht wirklich mit Regen rechnen. Mit knapp über 20° Grad war es ganz angenehm. Motivierend.

Auf der Anfahrt zu den Lägern versuchten wir einen neuen Weg und landeten plötzlich in wilder Natur! Hohe Gräser, kleine Büsche. Ein ganz schmaler Pfad führte auf die nächste Forststrasse. Sehr schön. Wir  fühlten uns wohl und so fuhren wir recht forsch in die erste richtige Steigung. Normalerweise fahre ich da an der steilsten Stelle im 2.kleinsten Gang. Heute drückte ich den 4. Gang hoch und fühlte mich noch ganz o.k.  Als wir später auf den Hauptweg einbogen nahm ich mir vor, dass ich heute alles im mittleren Kettenblatt hochfahre. Es war die einzig ernsthafte Steigung des Tages, ich kenne jeden Meter aus bestimmt schon über 100 Fahrten und ich fühle mich fit. Also los. Der Puls geht hoch, auf über 170 Schläge, ich fahre wirklich am Anschlag, doch es geht. Jürg fährt locker nebenher.

Als wir auf der Aussichtsplattform ankommen ist der Himmel ziemlich zugezogen, doch schön war es trotzdem. Vazifar tauchte auch noch auf und wir hatten noch ein nettes Schwätzchen, bevor wir auf die Singletrailabfahrt starteten. Ich lasse das INTENSE fliegen. Alles funktioniert super. Der Boden war griffig und es ist schon so: Ich kenne da wirklich jeden Stein und weiss genau, wo welche Linie am besten funktioniert.

Das Restaurant Bergwerk war leider auch heute geschlossen, wie immer Donnerstags... wieder Schade. So fuhren wir zu Jürgs Auto, wo wir die Bikes verluden und in ein Restaurant zum Nachtessen fuhren. Das war eine schöne, schnelle Runde, genau richtig für eine Feierabendtrainingsrunde.

Samstagsbiken

Heute morgen war das Wetter noch ziemlich wolkenverhangen und man wusste nicht so genau, ob es nocheinmal zu regnen beginnt oder nicht. Der Wetterbericht war zwar recht gut, doch irgendwie traute ich dem Wetter nicht so recht. Immerhin. Wir haben uns erst auf 11:00 Uhr verabredet, so hatte das Wetter Zeit um sich noch etwas zu steigern und ich selbst musste nicht hetzen um pünktlich bereit zu sein.

Kaum schlug die nahegelegene Kirchturmuhr 11, klingelte es auch schon an der Haustüre und Peter stand fertig eingekleidet da. Also noch schnell in die Bikeschuhe schlüpfen, Helm auf, Handschuhe an, GPS an den Lenkerhalter stecken und los. Wir fuhren auf angenehmen Strassen und Wegen bis zu Remi, den wir für die heutige Tour abholten.

Wir wollten wiedereinmal auf die Lägern-Hochwacht fahren. Damit wir jedoch nicht immer die gleichen Wege benützen, packte ich die Wanderkarte ein und bei Remi besprachen wir noch einmal im Detail, wo wir durch wollten. Ich erinnerte mich noch schwach an einen schönen Downhill in der Nähe von Schöfflisdorf und der liesse sich gut einbauen, da dieser Hügel quasi auf direkter Linie zur Lägern liegt. Da sich Remi in der Gegend recht gut auskennt, war er heute unser Vorfahrer und Peter und ich fuhren genüsslich hinterher. In der Ortschaft Stadel machten wir einen kurzen Fotohalt um das alte Schulhaus abzulichten.

Nach dem Aufstieg von Schleinikon auf die Lägern-Hochwacht genossen wir die herrliche Aussicht auf der Besucherplattform. Die Luft war durch den gestrigen Regen klar und weitsichtig. Es lohnte sich also wiedereinmal, diesen beliebten Punkt anzufahren. Remi machte da das nebenstehende Foto von Peter und mir. Danke dafür.

Schon bald machten wir uns wieder auf den Weg, denn so langsam meldete sich ein kleines Hüngerchen, was in Anbetracht des Restaurants Bergwerk ja durchaus angezeigt war. Die bekannten Singletrails runter von der Hochwacht waren auch heute wieder super zu fahren. Stellenweise war es zwar noch etwas feucht und rutschig, doch da ich da mittlerweile fast jeden Stein persönlich kenne, stellte das kein wirkliches Problem dar. Ein echtes Problem war dann, als wir vor der Eingangstüre des Restaurants ein Schild vorfanden mit dem Hinweis: Betriebsferien bis 11. August. Sch....ade. Das wird also nichts mit unserem geliebten Wähen-Halt.

Wir mussten uns beraten, wohin wir nun fahren wollten und dabei fiel unsere Wahl auf das Velobeizli in Höri. Da waren wir ja bereits am letzten Samstag und auch da gibt es feine, hausgemachte Fruchtkuchen und Latte Macchiato. Genau, das ist es. Wir fuhren so direkt wie möglich da hin. Mittlerweile war es ziemlich sonnig, nur noch wenige Wolken waren am Himmel zu sehen. Der Wetterbericht hatte also recht behalten. Schön so.

Nach dem Halt im Velobeizli verabschiedeten wir uns von Remi und weil wir nicht die gleiche Strecke nach Hause fahren wollten, wie wir gekommen sind, machten wir noch eine Zusatzschleife über den Bike-Park Bülach, den Hoh Chi Ming Pfad zum Bahnhof Glattfelden und von da  via Nussbaumen und Eschenmosen zurück. So hat sich diese Trainingstour doch noch ziemlich in die Länge gezogen und als wir schlussendlich wieder vor unserer Garage standen, waren wir müde und zufrieden. Der Tacho sagt: 66 km., 3:49 Std., 1'150 Hm.