Triple Hochwacht Tour

Pünktlich um 9:00 Uhr starteten Jürg und ich zu unserem Vorhaben, heute dreimal einen Hügel zu befahren, auf welchem es einen Punkt namens Hochwacht gibt. An diesen Punkten wurden in der Vor-Elektrischen Zeit jeweils Höhenfeuer gezündet um sich gegenseitig zu informieren und um vor eindringenden Feinden zu warnen. Heute sind teilweise noch Ruinen oder Grundmauern zu sehen (siehe Bild) oder man entdeckt  Informationstafeln, welche auf die Bedeutung dieser Punkte hinweisen. Da sie jeweils zuoberst auf einem Hügel liegen, damit man von möglichst weit her gesehen wird, sind Hochwacht'en ideal um von Mountainbikern angefahren zu werden....

Unterwegs konnten wir dieses lustige "Sinnbild" schiessen. Es zeigt Jürg auf seinem "Checker Pig" vor gescheckten Schweinen. (Für die, die des Englischen nicht mächtig sind: Checker Pig heisst frei übersetzt: Geschecktes Schwein. Das Bild heisst also "geschecktes Schwein vor geschecktem Schwein"). ;-) Man beachte auch das herrliche Frühlingswetter... traumhaft.

Nachdem wir zuerst die Irchel-Hochwacht  und dann die Rhinsberg-Hochwacht bezwungen hatten, fuhren wir für eine Mittagsrast runter nach Bülach und genehmigten uns da leckere Schnitzelbrote an einer Imbissbude. Es ist einfach etwas Besonderes: Das erste Mal im Jahr in kurzen Hosen und Kurzarmtrikot, mit eingeschmierter Sonnencreme draussen zu essen, ohne zu frieren. Da haben wir uns schon etliche Touren lang drauf gefreut. Auch die blühenden Kirschbäume oder die wunderschönen Magnolienbäume erfreuen einfach ungemein. Endlich ist Frühling. Endlich wird das braun des Waldes durch junges, sattes grün verdrängt.

Um von Bülach an den Fuss der Lägern-Hochwacht zu gelangen, wählten wir die direkte und einfache Variante auf Asphalt und über Radwege. Die 15 eher flachen Kilometer halfen etwas verdauen und die 400 Höhenmeter waren dadurch nicht ganz so hart. Das letzte Stück von etwa 40 Höhenmetern ist von unten nach oben unfahrbar, da viel zu steil und zu felsig. So konnten wir auch gleich etwas "schieben/tragen" üben, was ja an der Alpenüberquerung anfang Juli auch fast täglich auf dem Programm steht. Die Lägern-Hochwacht befahren wir aus zwei Gründen immer wieder gerne. Erstens kann man  bergrunter fast alles auf herrlichen und technisch recht anspruchsvollen Singletrails fahren und zweitens kehren wir unten fast immer ins Restaurant "Bergwerk" ein und geniessen dort ein Stück  der feinen hausgemachten Früchtekuchen. So auch heute. Die Singletrails waren erstmalig trocken und bis auf eine Stelle problemlos fahrbar, was einem unweigerlich ein Lächeln ins  Gesicht zauberte und den Früchtekuchen konnten wir nach mehr als 60km und 1'300Hm auch  bestens verwerten (was das zufriedene Lächeln noch verlängerte) ;-) .  

Den Rückweg fuhren wir als Genusstour. Nicht wirklich schnell, doch mit allen Sinnen geniessend. Rund um den Flughafen war ein "sehen und gesehen werden". Oldtimer, Motorräder, Biker, Rennradfahrer, Rollerblader, Wanderer und Spatziergänger.. heute war wirklich jeder Draussen und genoss diesen herrlichen Frühlingstag (die Temperatur lag bei etwa 21° Grad). Zuhause angekommen waren wir natürlich gespannt, welche "Leistungsdaten" heute herausgekommen sind. Der Tacho sagt: 82km, 5:10 Std.,  1'680Hm. Das war eine sehr gute Trainingstour. Wenn wir an den 18.06.2006 denken (Schwarzwald Bike Marathon) so stellen wir fest: dort werden es noch 6km und 500 Hm mehr sein.... wir müssen also dran bleiben.

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