Der letzte Sommertag?

Heute sollte es noch einmal sonnig und bis zu 28° Grad warm werden, bevor dann gegen Sonntagnachmittag das Wetter umschlagen soll und somit Temperaturen über 25° Grad dieses Jahr wohl eher nicht mehr erreicht werden. Ein Tag also, der für eine schöne Velorunde genutzt werden soll.

Nachdem mir am Donnerstagabend Peter das Kish Hinterrad zentriert hat, wollte ich heute eine schöne Strassentour fahren und hatte auch schon einen konkreten Plan. Für die Motorradgeschichte brauche ich wasserdichte Kleidung um auch bei Regen   fahren zu können. In Uster gibt es ein Geschäft für Motorradbekleidung und da sollte ich fündig werden. Von da wollte ich dann über den Pfannenstiel nach Meilen. Dort entscheide ich dann ob mit der Fähre nach Horgen und dem linken Seeufer folgend nach Zürich, oder gleich von Meilen entlang des rechten Seeufers in Richtung Stadt. Je nach Lust und Laune.

Ich hatte heute viel Lust und gute Laune! Zum Start der Sommertour wog ich 90 Kilo und hatte 20 Kilo Gepäck an einem 12 Kilo schweren Velo. Das sind 122 Kilo Gesamtgewicht. Heute wiege ich 85 Kilo und habe 5 Kilo Gepäck am gleichen Velo, was ein Gesamtgewicht von 102 Kilo ergibt. Satte 20 Kilo Unterschied! So kann ich heute klarerweise schneller fahren als in Italien und alles fühlt sich ziemlich leicht an. Die Räder laufen super ruhig, selbst das Innenlager knackt nicht mehr, das ganze Velo ist auf der Strasse ein Traum. Das macht bei diesem Superwetter mächtig Spass!

In der Bergfahrt zum Pfannenstiel hoch testete ich meine Form und liess den Puls bewusst mal richtig hoch gehen, um mich dann in der Abfahrt runter nach Meilen wieder zu erholen. Dort wurde gerade eine Autofähre nach Horgen beladen und so packte ich die Gelegenheit, mich auch gleich über den See fahren zu lassen. Von Horgen bis nach Zürich kann man entweder ganz gemütlich rollen oder man kann die Kette auf das grosse Kettenblatt legen und eine halbe Stunde lang "Zeitfahren" üben, das macht auch Spass.

Fotos habe ich heute keine gemacht weil ich dachte, dass dies alles schon gezeigt wurde und ich nicht ein x-beliebiges Bild schiessen wollte, nur um ein Blogbild zu haben. Es war eine sehr schöne Velorunde und so war ich wie geplant, kurz vor 16 Uhr zuhause. Das GPS sagt: 78 km., 3:27 Std., 610 Hm. Ich wollte nämlich das Männer-Elite-Rennen, der Mountainbike Weltmeisterschaften in Champery, am Fernseher mitverfolgen und dessen Start war auf 16:30 Uhr angesetzt, mit einer Renndauer von ca. 1:30 bis 1:45 Std.

Mit einem grossen Glas Sirup und einer Packung Chips setzte ich mich also vor den Fernseher und fieberte mit den Schweizern mit. Zum vollen Siegesjubel hat es dann halt aber doch nicht gereicht. Nino Schurter wurde als bester Schweizer Zweiter und gewann somit die Silbermedallie. Mit dem Sieger, dem Tschechen Jaroslav Kulhavy, konnte er in den letzten zwei Runden leider nicht mehr mithalten. Dieser war, wie so oft in diesem Jahr, einfach stärker als alle anderen und hat den Weltmeistertitel und die Goldmedallie somit absolut verdient.

Später guckte ich mir auch noch ein Tennisspiel von Roger Federer am US-Open an, welches er in vier Sätzen gewann. Das war ein schöner Ausklang des möglicherweise letzten Sommertags 2011.

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