(53) Ein Tag in Florenz

Der Hotelier hatte nicht zuviel versprochen, denn das Frühstücksbuffet bot wirklich alles, was man sich nur so wünscht. Man kann sich für eine bevorstehende Sightseeingtour also die nötige Kraft anfuttern.

Morgens war mir aber noch nicht danach, etwas durch Florenz zu bummeln, denn ich wollte zuerst meine Strecke bis nach Hause für das GPS vorplanen. Ich hatte keine grosse Ahnung wie weit es noch sein werde und ich wollte nun doch herausfinden, wie lange ich wohl noch brauchen werde, bis mal wieder zuhause im eigenen Bett schlafen kann.

Zuerst musste ich die Route in groben Zügen festlegen. Wenn ich nur einen grossen Alpenpass bezwingen will, dann gibt es nicht sehr viele Varianten. Über den Gotthard wollte ich nicht nochmals, so blieben noch die Routen über den San Bernardino oder den Splügen. Alle anderen Übergänge brauchten (soweit ich das gesehen habe) mindestens zwei Passfahrten. Ich entschied mich für die Splügenvariante, denn erstens muss ich so nicht ganz so weit nach Westen und zweitens kann ich lange dem schönen Comersee entlang fahren. In groben Zügen wählte ich die Strecke Florenz, Bologna, Cremona, Bergamo, Lecco, Chiavenna, Splügen, Chur, Walenstadt, Rapperswil, Zürich.

Das ergibt in Summe etwa 680 Kilometer und sollte mit meinem bisherigen Tagesschnitt demzufolge in sieben Tagen machbar sein. Das heisst also, wenn ich morgen Samstag losfahre, sollte ich am Freitagabend, den 12. August zuhause ankommen. Das wäre dann genau der 60. Tag. Mal sehen.

Das gab mir ein gutes Gefühl und so konnte ich am Nachmittag ganz locker etwas durch Florenz spazieren, ein paar Fotos machen und ein paar Kleinigkeiten essen. Hier ist es richtig heiss, die Apotheken zeigten mittags um zwei Uhr 34° Grad an. Zudem weht in der Stadt kaum ein Lüftchen und so sind Schattenplätze heiss begehrt.

Am Abend werde ich noch Proviant für die morgige Tour einkaufen und dann nicht allzu spät zu Bett gehen. Die Strecke bis nach Bologna führt quer über den Apennin und so stehen gegen 2´000 Höhenmeter auf dem Programm. Ein Hotel in Bologna habe ich mir bereits über www.venere.com gebucht. Wie ich danach vorwärtskomme (in der flachen Poebene) wird sich zeigen.

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