Top of Zürcher Oberland

Heute nutzte ich den letzten Tag des Altweibersommers für eine schöne Biketour. Dabei entschied ich mich für die "Top of Zürcher Oberland"-Tour mit den drei Bergen Bachtel, Schnebelhorn und Hörnli. Dafür bin ich schon früh aufgestanden und mit dem Auto an den Bahnhof bei Steg/ZH gefahren, wo ich parkierte. Kurz vor neun Uhr startete ich die Aufzeichnung am Bikecomputer und bin losgefahren. Wobei, schon nach ein paar Hundert Metern machte ich meinen ersten Halt, bei der nächsten Bäckerei. Ich kaufe mir Sandwiches und einen Nussgipfel für unterwegs und einen Kaffee mit Gipfeli für sofort, so quasi als Frühstück.

Ich habe heute nur drei Fotos gemacht, denn es war genau so schön wie am 25.10.2008, wo ich mit Freunden diese Tour zum ersten Mal gefahren bin. Einfach herrlich. Sonne satt, den ganzen Tag. Trockene Wege, freundliche Leute... ein Traumtag.

Natürlich erinnere ich mich an die Tour von vor zwei Jahren und deshalb wusste ich, dass diese Top of Tour ein paar knackige Anstiege, mit teils fiesen Rampen bereithält. Es galt also die Kräfte gut einzuteilen, zumal der letzte Anstieg, hoch zum Hörnli, noch so ziemlich der Härteste ist. Nach etwas mehr als einer Stunde war ich auf dem Bachtel, wo ich eine erste Pause machte. Das macht dann minus ein Sandwich und minus ein Nussgipfel. Der folgende Downhill nach Gibswil hatte es dann ziemlich in sich. Der steile Wanderweg ist immer wieder mit Treppen verbaut, an denen links wie rechts scheinbar schon tausende von Bikern vorbei gebremst sind. Zusammen mit dem regelmässigen Regen ist der Weg weitgehend wegerodiert, tiefe Rinnen und wurzelübersäte Furchen führen steil nach unten. Da bin ich zweimal kurz abgestiegen und habe ein paar Meter getragen. Das war mir zu riskant.

Der zweite Anstieg, von Gibswil via Schindelberg auf das Schnebelhorn, ist das eigentliche Haupthindernis des Tages. Auf einer Schotterstrasse habe ich mir einen Nagel in den hinteren Reifen gefangen, was mich zu einem Reparaturhalt zwang. Weil das Loch so einfach zu lokalisieren war, flickte ich den Schlauch und montierte ihn gleich wieder. So kann ich den neuen Ersatzschlauch noch etwas aufsparen. Alles kein Problem.

Am höchsten Punkt der Tour, auf dem Schnebelhorn, traf ich dann auf eine Schulklasse und so war natürlich nichts mit einer ruhigen Pause und Aussicht geniessen. Ich fuhr deshalb etwa 300 Meter weiter und setzte mich dann etwas in die Wiese. Da verputzte ich dann mein zweites Sandwich und blickte in Richtung Hörnli, dem letzten Berg der Tour.

Diese steilen Rampen hoch zum Restaurant auf dem Hörnli bin ich wie in Zeitlupe hochgekrochen. Ich habe eigentlich nur nicht geschoben, weil ich vor zwei Jahren alles hochgefahren bin. Da konnte ich mir heute doch keine Blösse geben. Doch es war wirklich beinhart und ich wunderte mich ehrlich, dass ich das schon einmal gepackt hatte. Jeder der die Stelle kennt, weiss wovon ich rede. Zur Belohnung gönnte ich mir dafür Mereinge mit Glacé, ein wahres Zucker-Feuerwerk. Ich genoss noch etwas die Aussicht und das herrliche Wetter. Die aufgestellten Strandkörbe waren ideal und eigentlich war alles perfekt.

Die Rückfahrt war dann nur noch ein Klacks. Ich glaube, man könnte vom Restaurant auf dem Hörnli bis zum Bahnhof Steg einfach alles runter rollen und bräuchte nie in die Pedale zu treten. Es geht einfach nur noch bergab. Das GPS sagt: 47 km., 3:56 Std., 1'700 Hm.

Das war eine wirklich schöne Tour an einem sehr schönen Herbsttag. Ich fands richtig anstrengend und bin nun auch entsprechend müde und zufrieden. Danke.

Kommentare

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rotscher am :

Diese Gegend ist immer wieder schön. Und mit allen Gipfeln hat es auch ordentlich Hm gegeben.
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brigitte am :

gerne gebe ich dir ein paar Verpflegungstipps für deine Biketouren, den letzten Aufstieg zum Hörnli kenne ich nur vom Wandern, aber das genügt auch.
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beat am :

Verpflegungstipps? Ich bike doch nur, damit ich mir diese Zucker-Sünden leisten kann. ;-) PS: Schön, dass es mit dem Kommentar geklappt hat! Freut mich, von Dir zu lesen.
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