1. Tag Finale Ligure

Ehrlich, es lag nicht an uns! Wir hatten gestern Abend alle artig aufgegessen und so gesehen, hätten wir etwas besseres Wetter verdient. Doch als wir gegen 11:00 Uhr starteten, war der Himmel stark bewölkt und es regnete es ganz leicht. Die Temperatur lag so zwischen 13 und 16 Grad, also nicht wirklich warmes Mittelmeerklima. Na ja, wir sind nicht zum jammern hergekommen, sondern zum biken und so zogen wir halt unsere leichten Regenjacken an und machten uns auf den Weg.

Wir beginnen mit etwa 15 Minuten Steigung auf Asphalt was ideal ist, um sich etwas warm zu fahren. Dann folgten schon die ersten 200 Höhenmeter Downhill runter nach Calvisio. Und es geht gleich richtig los! Tiefe, ausgefahrene Spuren sind mit Matsch und Regenwasser gefüllt, immer wieder rutschig nasse Steine, Stufen und Wurzeln. Wow! Das ist ich nicht ohne! Das ist sogar richtig Spitze! Trotz Dreck am weissen Bike und im Gesicht muss ich schmunzeln. Ja, ein schöner, anspruchsvoller Trail.

Dann folgt eine längere Steigung. Zuerst auf Asphalt und zum Schluss auf Schotterstrassen und -wegen bis zum höchsten Punkt des heutigen Tages, dem Bric de Forno, auf etwas über 500 Meter über Meer, nahe der kleinen Ortschaft San Giorgio. Da überholt uns ein Motocross-Fahrer und zeigte uns den Weg über eine wellige Waldstrasse entlang der Hügelkette. In stetem auf und ab passierten den Bric Berba, den Bric Colombin und kurz unterhalb des Monte Mao zweigte der Weg dann steil bergab, runter ans Meer, in die Ortschaft Spotorno.

Dort genehmigten wir uns in einer Bar einen Schinkenkäsetoast, Cola und Kaffee. Das gab uns die nötige Kraft für die Höhenmeter, die später noch kamen. Denn von Meereshöhe ging es nochmal auf fast 400 Metern über Meer. Wieder nieselte es. Schade, dieses Wetter. Zum Glück regnete es nie wirklich stark und der Boden war meist noch gut und griffig. Es folgten immer wieder schöne Wege und teils richtig gebaute Bikerstrecken. Ja, biken ist hier ausdrücklich erlaubt und erwünscht. Schön. So wünscht man sich das an anderen Orten auch. Die hügelig bis bergige Landschaft ist wirklich ein Paradies für Mountainbiker!

Kurz bevor wir zum Hotel zurück kamen, hatten Matthias und ich noch Lust, einen Downhill runter nach Finale Ligure anzuhängen, dort einmal die Strandpromenade aufzukreuzen und auf dem Dorfplatz einen Capuchino zu trinken. Endlich hat der Nieselregen aufgehört und wir können auf der Piazza wirklich draussen sitzen. Da lacht Matthias Bikerherz, wie die Sonnenblumen im Hintergrund. Ja, ein schöner erster Tag in Ligurien war's. Trotz des eher mässigen Wetters. Danach mussten wir halt die knapp 200 Höhenmeter bis zum Hotel noch hochfahren, was aber kein Problem war. Der Tacho sagt: 48 km., 4:51 Std., 1'400 Hm

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