lieber spät...

Bike Butler Newsletter 2019-11
Bike Butler Newsletter 2019-11

Wieder einmal auf den letzten Drücker... :-P

Heute habe ich endlich wieder einmal einen Rikscha-Newsletter verschickt. Das wurde auch allerhöchste Zeit. Morgen geht es los mit der Weihnachtsbeleuchtung und wenn ich noch ein paar Fahrten generieren will, ist ein Newsletter die einfachste und effektivste Werbemethode. Ich verfüge über etwa 400 E-Mailadressen. Es kann doch nicht so schwer sein, einen Newsletter zu verfassen und zu verschicken... könnte man annehmen...

In solchen Dingen bin ich einfach (zu) schlampig. Immer schiebe ich solche Arbeiten vor mir her und warte auf den letzten Moment. Rein geschäftlich gesehen ist das nicht gut. Immer hin: Lieber spät, als nie... :shame:

Abendstimmung

links die ETH, rechts die Universität Zürich
links die ETH, rechts die Universität Zürich

Am späten Nachmittag war ich für eine Stadtrundfahrt gebucht. Danach suchte ich noch etwas nach spontanen Fahrgästen, doch als sich diese wunderschöne Abendstimmung zeigte, machte ich lieber ein paar Fotos.

Stadthaus und Fraumünsterkirche
Stadthaus und Fraumünsterkirche
Der Turm: Sternwarte Urania
auf der Quaibrücke, Blickrichtung Altstadt
auf der Quaibrücke, Blickrichtung Altstadt

Am nächsten Donnerstag, 21.11., wird um 18:00 Uhr die innerstädtische Weihnachtsbeleuchtung erstmals in diesem Jahr eingeschaltet. Das ist jedesmal ein grosses Happening, mit Nightshopping entlang der Bahnhofstrasse und mit mehreren tausend Besuchern. Da werde ich sicher auch in der Stadt sein und hoffe dabei ein paar Fahrten generieren zu können. Und dann wünsche ich mir natürlich bis Ende Jahr noch viele Buchungen für Weihnachtsbeleuchtungsrundfahrten. :th_up:

Arbeit & Freizeit

schnell wechselnde Wetterverhältnisse
schnell wechselnde Wetterverhältnisse

Ich beschäftige mich seit ein paar Tagen mit der Überarbeitung der Bike Butler Homepage. Da sich mein Geschäftspartner französisch verabschiedet hat, sollte ich die neue Situation auf der Webseite irgendwie reflektieren und auch sonst sollte der Seitenauftritt etwas aufgefrischt und aktualisiert werden. Leider stelle ich fest, dass meine Motivation dafür relativ gering ist. Ich komme nur schleppend vorwärts und verwerfe viele Änderungen gleich wieder, nachdem ich sie gemacht habe. Ich stecke irgendwie fest. :-(

Etwas gefrustet habe ich dann um 15 Uhr den Wetterradar angesehen und festgestellt, dass nur noch ein paar wenige Regenzellen unterwegs sind und ich mit etwas Glück ein etwa zwei stündiges Zeitfenster erwischen kann um eine kurze Bikerunde zu drehen. Um etwa halb vier bin ich dann los auf eine "Frustabbau- und Regenerationsrunde". Das war eine wirklich gute Idee. Frischer Sauerstoff hilft beim denken...

Unterwegs kam mir dann eine -wie ich momentan denke- recht gute Idee. Ich sollte vielleicht besser eine von Grund auf neue Webseite aufbauen, als die bestehende soweit zu verbiegen, bis sie den neuen Anforderungen genügt. "Ganz neu" ist vermutlich besser als "aufgefrischtes alt". Der grosse Vorteil an dieser Idee ist, dass geschätzte 90 Prozent des Inhalts bereits vorhanden sind und es eigentlich nur darum geht, diesen neu zu strukturieren.

Zur Information: Die derzeit durchgeführten Änderungen sind nicht öffentlich sichtbar. Ich betreibe eine Kopie der Geschäftshomepage, in welche die Änderungen einpflegt werden. Wenn dann alles soweit fertig ist, wird die aktualisierte Kopie zum Original gemacht.

kühle Stadtrundfahrten

mit der Rikscha auf dem Sechseläutenplatz

Seit letzten Wochenende hat meine Rikscha ja ein neues Rückwand-Design und dieses will natürlich auch in der Stadt gezeigt, und vor allem natürlich gesehen werden. Ich war deshalb froh, dass heute zwei Buchungen für Rundfahrten vorlagen. (Noch froher war ich, dass es nicht mehr regnete und nicht mehr so kalt war, wie ein paar Tage zuvor). Zwischen den Buchungen hatte ich noch genügend Zeit um die Stadt etwas aufzukreuzen und mal einen Kaffee zu trinken.

warmes Werbedesign für kühle HerbsttageIch mag die Tourasia-Werbung. Nicht nur weil sie mir etwas Geld bringt, sondern auch weil sie bunt und auffallend ist. Das Bild mit dem Kopf des Orang Utan Babys ist wirklich zum anbeissen.

Ja. Natürlich. Man könnte das auch etwas kritischer betrachten. So in Zeiten von Klimademos, Save the planet, Flugscham undsoweiter. Könnte man. Muss man aber nicht. ;-)

Bürowetter

Es sieht nicht gut aus:

Schon seit Montag ist es grau, trüb und nass und so soll es anscheinend noch bis zum kommenden Sonntag weitergehen. Ich habe nur am Samstag eine Buchung für eine Rikschafahrt und so werde ich also die kommenden Tage vorwiegend zuhause verbringen.

Das macht mir nichts aus. Nein, im Moment schätze ich das sogar. Ich widme mich der Bike Butler Homepage, führe die Buchhaltung nach, surfe im Internet und "grümschele" einfach etwas rum... ;-)

Und à propos Regenwetter: Die Hände nass machen kann ich mir auch ohne nach draussen zu gehen... ich streichle einfach unsere nasse Katze, nachdem sie hereingekommen ist. Das mag sie... :love:

schlechtes Gedächtnis

Man kann durchaus behaupten, dass ich ein ziemlich schlechtes Gedächtnis habe. Es passiert mir z.B. andauernd, dass sich Fahrgäste bei der Begrüssung mit Ihrem Vornamen vorstellen und ich zwei Minuten später nicht mehr den geringsten Schimmer habe, wie sie heissen.

Heute war ich für eine Rundfahrt in Neu-Oerlikon gebucht. Wie immer war ich pünktlich vor Ort und schon bald traten meine Kunden an mich heran. Ich schaute mir die zwei Frauen an und war mir nicht bewusst, dass ich sie schon je zuvor gesehen habe. Während der Fahrt erzählten sie mir dann, dass sie nun schon zum vierten Mal mit mir unterwegs sind. Seit vier Jahren buchen sie immer im Herbst eine Rundfahrt und erkunden dabei immer einen anderen Stadtteil von Zürich. Im letzten Herbst seien wir gemeinsam durch Zürich West gefahren und das sei Ihnen noch in bester Erinnerung... Ehrlich? :shame: Ich sah mir die zwei Frauen nocheinmal an und stellte dennoch fest, dass da gar nichts klingelt. Meinerseits ist da nicht ein Hauch einer Erinnerung hängen geblieben. :shame:

Natürlich könnte ich jetzt rationale Gründe vorbringen wie: Ich fahre pro Jahr geschätzte 600 Mal Kunden mit der Rikscha durch Zürich. Ich sitze vorne und die Kunden sitzen hinter mir. Nur wenn ich Ihnen etwas erzähle oder beschreibe, drehe ich mich zu ihnen um und schaue in Ihre Gesichter. Die meiste Zeit schaue ich nach vorne, auf den übrigen Verkehr, auf Fussgänger und auf den Weg, den ich einschlagen möchte. Ich treffe so viele neue, mir unbekannte Menschen, dass ich sie mir unmöglich alle merken kann.

Die Wahrheit ist jedoch viel einfacher. Ich lege keinerlei Wert auf ein gutes Gedächtnis. Im Gegenteil: Ich liebe es zu vergessen! Vergessen macht glücklich! Was interessiert mich denn der Schnee von gestern? Das ist vorüber und vorbei.

Diese grundlegende Haltung habe ich schon seit vielen Jahren und das hilft dann in den Situationen, wie oben geschildert, überhaupt nicht. Natürlich ist mir das manchmal peinlich, doch so funktioniere ich nun mal. Obwohl in der Allgemeinheit ein gutes Gedächtnis und Erinnerungsvermögen als positive Eigenschaften gelten, so ist mir persönlich das überhaupt nicht wichtig. Ja, ich glaube wirklich, dass Vergessen ein wichtiger Bestandteil ist, um glücklich zu sein. Ich habe doch schon einige Menschen kennengelernt, die all die negativen Erfahrungen ihres Lebens einfach nicht vergessen können, verbittert werden und kaum mehr Lebensfreude finden. Das soll mir nicht passieren.

Das bringt mich dann auf diesen Blog, dem ich ja den Untertitel "externes Gedächtnis, seit 2005" gegeben habe. Ich erzähle hier vorwiegend positive Geschichten aus meinem Alltag. Das ist kein Mecker-Blog, wo ich meinem Frust Ausdruck verleihe und mich gross über Dinge auslasse, die mich stören. Das interessiert mich einfach nicht. Wenn ich hier in der Vergangenheit stöbere, dann lese ich gerne über die kleinen Dinge, die mich gefreut haben.

Natürlich ist auch bei mir nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Es gibt auch ab und an mal kritische Beiträge oder ich berichte über Unfälle, Verletzungen oder Krankheit. Doch die Grundstimmung ist positiv. Sich ans Gute erinnern und das Schlechte vergessen, das finde ich einen praktikablen Lebensgrundsatz. Denn wenn es mir mal wirklich schlecht gehen sollte, dann kann ich mich hier an vielen positiven Beiträgen erfreuen und dadurch wird mir dann sicher (oder hoffentlich) bewusst, dass die grundsätzliche Bilanz positiv ausfällt. Diese Idee gefällt mir. :-)

Swiss Travel Day

Es war ein ziemlich langer und anstrengender Tag. Das Wetter war nicht ganz so perfekt wie die zwei Jahre zuvor, doch es blieb trocken und mit knapp über 15° Grad auch noch recht angenehm. Bei den Besuchern hat sich unser Angebot mittlerweile etabliert und so hatten wir richtig gut zu tun. Die Gäste waren zufrieden, der Kunde bedankte sich wortreich und auch die Fahrer gingen gut gelaunt nach Hause. Fazit: Ein durchaus gelungener Event. Jetzt muss ich nur noch die Rechnung schreiben... 8-)

Vorbereitungen

Bin heute mit dem Kish in die Stadt geradelt um drei Rikschas für den morgigen Event bereit zu machen.

Morgen Donnerstag werden wir zum dritten Mal am Swiss Travel Day mit unseren Rikschas einen Shuttle-Service zwischen dem Bahnhof Oerlikon und der Messehalle Stage-One anbieten. Der Messeorganisator sucht dafür jeweils einen Sponsor und dieser erstellt ein Mini-Branding für die Rikschas. Dabei werden speziell bedruckte Rückwände und Dachleisten eingesetzt. Die übrigen Flächen bleiben neutral/weiss.

An meiner persönlichen Rikscha wechselte ich auch noch ein Hinterrad aus, weil da schon zwei Speichen gebrochen sind und ich kein weiteres Risiko eingehen wollte. Die ganze Raparatur- und Umbau-Aktion hat knapp zwei Stunden gedauert. Ich bin unter dem Hochnebel in die Stadt gefahren und als ich dann wieder aus der Garage ans Tageslicht kam war ich positiv überrascht, dass nun die Sonne durchzudrücken begann. Der Hochnebel löste sich langsam aber sicher auf und es zeichnete sich ein schöner Herbstnachmittag ab. Ideal, um in der Innenstadt noch kurz einen Kaffee zu trinken und ein Blog-Foto zu machen. ;-)

Das ist übrigens sehr typisch für den Swiss Travel Day. Schon die ersten zwei Mal war jeweils prächtiges Herbstwetter und auch morgen wird es wohl ein schöner Hersttag werden. So machen solche Einsätze natürich Spass. Und ich bin auch wirklich dankbar, dass es eben nicht regnerisch und kühl sein wird. Bei gutem Wetter wird das Angebot auch viel reger benutzt und am Abend sind alle zufrieden.

Ich genoss es sehr, mit dem Kish wieder einmal etwas länger zu fahren. Auch wenn ich es schon mehrmals geschrieben habe: Das Rad rollt einfach super! Die dünnen, ziemlich hart gepumpten Reifen rollen wie von selbst und nahezu geräuschlos. Das ist natürlich ein Riesenunterschied zum TREK 1120, mit seinen dicken Stollenreifen. Auf flacher Strasse kann man mit dem Kish ganz locker und doch zügig fahren (dahin gleiten). So kann ich auch noch einen kleinen Umweg auf dem Heimweg einbauen. Den schönen Nachmittag und das milde Herbstwetter auskosten. Aus reiner Freude.

schlechtes Karma

Nachdem ich die letzten zwei Tage mit der Rikscha in der Stadt unterwegs war, stand heute ein etwas aussergewöhlicher Auftrag auf dem Programm. In Kurzform ging es darum, dass ich bedruckte Radabdeckungen für ein Glacévelo verkaufte, die heute zu montieren waren.

Die Langform geht so: Anfang Juni wurde ich von einer Werbeagentur angefragt, ob ich bedruckte Radabdeckungen für ein Glacévelo herstellen und montieren könne. Klar, wieso nicht? Die Abmessungen sind zwar anders als an unseren Rikschas, doch prinzipiell sollte das problemlos machbar sein. Damals dachte ich, das wird eine kurze Sache sein, weil ja der Sommer direkt vor der Tür steht und ein Glacévelo wohl schon bald zum Einsatz kommen soll. Doch weit gefehlt...

Es zog sich hin und eigentlich hatte ich die Sache schon vergessen, als dann im August erneut ein E-Mail aufschlug. Es werde jetzt konkret und ich solle doch bitte ein Angebot unterbreiten. Kein Problem. Obwohl ich keine Massangaben hatte, offerierte ich die Geschichte (ist ja schnell gemacht). Danach wieder Funkstille.

Dann folgte im September eine Massangabe und ich zeichnete rasch eine Druckvorlage auf, welche ich umgehend zurückschickte. Zwei Wochen später kamen dann die Druckdaten mit ein paar Zusatzfragen. Alles kein Problem. Nur: Ich sollte langsam aber sicher auch einen Auftrag dazu erhalten. Das brauchte dann nur zwei Wochen. O.K. Die Radabdeckungen wurden produziert und trudelten schon bald bei mir ein. Ich fragte also mal nach, wann und wo diese Abdeckungen denn zu montieren sind. Es brauchte nur drei Termin- und Standortverschiebungen bis endlich klar war, heute, am 18.10.2019, soll es endlich soweit sein. Ich wurde in eine Messehalle bestellt.

Am kommenden Wochenende findet die VeggieWorld - Die Messe für den veganen Lebensstil in Oerlikon statt und da wird das Glacévelo an einem Stand zu sehen sein. Ich musste etwas schmunzeln... VeggieWorld... Karma... das passt!

Mir, als Fleischfresser, wird also gleich ein schlechtes Karma angehängt, weil ich Tiere eben nicht nur streichle sondern auch esse. Das ist genau einer der Punkte, die mich an dieser Esskultur stört. Da wird gleich ge- und verurteilt: Vegan = gut, alles Andere = böse. Von mir aus soll jeder essen, was er will. Ich finde einen vegetarischen oder veganen Lebensstil interessant und sinnvoll. Es sind einfach diese halb-sektiererischen Ansichten, die mich nerven. Nur weil man keine tierischen Produkte isst oder verwendet, ist man nicht zwangsläufig ein besserer Mensch mit viel positivem Karma...

Es ist halt wie überall: Man will etwas verkaufen und dafür braucht es knackige Aussagen und tolles Marketing. Und der Produktname "Karma" transporiert in einem einzigen Wort ein ganzes Konzept und eine Weltanschauung in der jede Handlung – physisch wie geistig – unweigerlich eine Folge hat. Und weil Tiere töten und essen hier als böse, unethisch und verantwortungslos angesehen wird, sieht es also nicht gut aus für mich... ziemlich schlechtes Karma...

am Bodensee

Heute hatte ich einen anstrengenden (aber lohnenden) Arbeitstag. Zuerst standen in Zürich drei Stadtrundfahrten auf dem Programm und dann fuhr ich mit der Rikscha im Transporter nach Kreuzlingen für eine Hochzeitsfahrt.

An solchen Tagen bin ich innerlich etwas angespannt, denn es muss alles so ablaufen wie geplant. Meist ist diese Anspannung unbegründet, denn ich bin ein guter Planer und Erfahrungswerte habe ich auch, denn ich war dieses Jahr bereits einmal in Kreuzlingen und wusste deshalb ziemlich genau, wie lange der Transport braucht und wo ich parken kann. Die einzige Unbekannte war also das Verkehrsaufkommen und ob ich irgendwo im Stau stecken bleibe.

Es hat dann alles wunderbar und reibungslos funktioniert. Die Hochzeitsfahrt wurde sehr geschätzt und alles war gut. Nach solchen Tagen fühle ich mich irgendwie beschützt und gesegnet. Ich muss nicht mit bösen Überraschungen rechnen... Solange ich locker und mit positivem Geist an die Sache herangehe, werden sich auch die Umstände entsprechend richten.