Internet-Vorbereitungen

Vorbereitung des Online-Fotoalbums für die Sizilienreise
Vorbereitung des Online-Fotoalbums für die Sizilienreise

Nachdem Startschuss für die Sizilienreise von gestern, gab es heute noch ein paar Dinge zu erledigen. Einerseits musste ich noch ein Hotel in Catania suchen und mir vor allem Gedanken dazu machen, wie wir die Bikes vom Flughafen zum Hotel bringen, ob wir da das Flug-Verpackungsmaterial zwischen lagern können, damit wir dann -zwei Wochen später- wieder alles für den Rückflug zur Verfügung haben.

Peter war der Meinung, dass er den letztjährigen Start, mit dem Bike direkt ab dem Flughafen in bester Erinnerung hat, dass er das ganz speziell fand und auch das Sightseeing per Bike ein tolles Ankommen in fremden Gefilden war. Das brachte mich dann heute auf die Idee, direkt beim Flughafen nach einer Lagermöglichkeit für die Radkartons zu fragen. Nach etwas Recherche fand ich auf der Fughafen-Webseite auch ein entsprechendes Formular und sandte meine Anfrage los. Das wäre natürlich die eleganteste Lösung, denn so brauchen wir a) keinen grossen Transporter für 4 Radkartons, 4 Gepäckstücke und 4 Personen und b) sind wir auch nicht auf den Goodwill eines Hotels angewiesen. Deshalb habe ich mir dann nur zwei Hotels/B&Bs notiert, die ich nach der Antwort des Flughafens dann anschreiben werde.

Auf der letztjährigen Reise stellte ich fest, dass mir oft die Zeit für's Bloggen fehlt oder dass ich halt auch sehr gerne die Abendstunden mit meinen Freunden verbringe und erst dann zum bloggen komme, wenn alle anderen zu Bett gehen. Fotos ab Digitalkamera lokal speichern, ins Online-Fotoalbum hochladen, Bildkommentare schreiben, Garmin-GPS-Daten hochladen und in den Blogtext einbauen sind ein paar Standardarbeiten, die jeden Abend anfallen und die schnell 30 Minuten benötigen. Wenn ich dann noch 30 Minuten für das Texten eines Blogeintrags brauche, ist schnell eine Stunde für meine Online-Aktivitäten dahin. Dann noch das private Telefon mit Karin... Das alles zieht sich hin und raubt mir Schlafenszeit, die ich wahrlich auch gut gebrauchen könnte.

Also überlege ich, ob und wie ich mit einer guten Vorbereitung etwas Zeit einsparen könnte... Heute habe ich schon einmal ein entsprechend (leeres) Fotoalbum mit Ordnern für jeden Tag erstellt. So kann ich nur noch rasch die Bilder ins richtige Verzeichnis hochladen und brauche mich nicht mehr um die Form zu kümmern. Das leere Gerüst des Albums kann man hier sehen. Noch überlege ich, ob ich auch schon die einzelnen Tages-Beiträge vorbereiten soll. Der Schlussbereich jedes Tages (mit Link zur Garminseite und zum entsprechenden Tagesordner des Fotoalbums) könnte ich schon vorbereiten.

Wichtig erscheint mir aber auch, dass ich meinen Freunden klar kommuniziere, dass eben Bloggen für mich auch ein wichtiges Hobby ist, und dass ich mir deshalb einen Freiraum von gegen einer Stunde pro Tag einräumen möchte. Da wird mir niemand böse sein und das sorgt für klare Verhältnisse.

Ich bin wirklich kein Roboter

ReCaptcha
ReCaptcha

Am 17. Dezember 2017 habe ich hier als Kommentar-Anti-SPAM-Massnahme das Google ReCaptcha eingeführt. Eine elegante und benutzerfreundliche Variante um SPAM-Roboter und -Bots abzuwehren, die andauernd versuchten, meinem Blog unerwünschte Backlinks unterzujubeln (Links auf ihre eigenen Seiten). Schon bei der Inbetriebnahme von ReCaptcha war mir die Datensammelwut von Google nicht wirklich geheuer :roll: und ich hatte deshalb schon lange im Hinterkopf, diese Funktion wieder zu entfernen (wenn möglich).

Vor genau zwei Monaten, am 7. November 2019, habe ich dann das Google-Plugin durch ein anderes Anti-SPAM-Plugin ersetzt und beobachte seither das Aufkommen von SPAM-Kommentaren und -Trackbacks. Mittlerweile bin ich von diesen Abwehrmechanismen so überzeugt, dass ich das deaktivierte Google-Plugin nun definitiv gelöscht und dementsprechend auch die Datenschutzerklärung angepasst habe. :th_up: :applaus:

Es brauchte etwas Feintuning, bis die derzeit installierten Anti-SPAM-Massnahmen so gut funktionieren, dass für Kommentare nicht mal mehr ein Haken in ein Kästchen gesetzt, eine Rechenaufgabe gelöst oder irgendeine grafisch verzerrte Zeichenkombination in ein Feld eingegeben werden muss. Das funktioniert alles im Hintergrund, ohne Daten an irgendwelche fremden Server weiterzureichen. Ja, Serendipity ist immer noch ein tolles Blog-System! :resp:

Sonnenbrillenwetter

der Nebel lichtet sich
der Nebel lichtet sich

Schon kurz nach dem Frühstück (zugegeben, es war nicht mehr wirklich früh) blinzelte die Sonne durch den Nebel und das motivierte mich für einen Spaziergang in direkter Umgebung. Man sieht auf dem Bild sehr schön, wie die letzten Nebelschwaden sich auflösen und Sonnenschein mit blauem Himmel das Zepter übernimmt. Vielversprechend! :th_up:

Zuhause setzte ich mich dann aber doch wieder vor den Laptop und informierte mich auf verschiedenen Webseiten. Doch es war klar, dass ich noch eine Bike-Spazierfahrt unternehmen wollte. Nachdem ich mich dann umgezogen hatte, kramte ich die Sonnbrille hervor. Das erste Mal Sonnebrille tragen im Jahr 2020 8-). Nach der Bikeputzaktion vom Freitag wollte ich das Velo nicht gleich wieder dreckig machen und deshalb entschied ich mich für eine Strassen und Feldweg Genussrunde um den Flughafen.

I'm lovin it
I'm lovin it

Das schöne Wetter motivierte auch Andere um nach Draussen zu gehen. Noch selten begegneten mir so viele Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und andere Biker wie heute. So verwunderte es mich dann überhaupt nicht, dass sich vor der Imbussbude beim Pistenende trotz geschätzten 200 Parkplätzen eine lange Autokolonne bildete. Hoch lebe das Velo! Einfach an allen Autos vorbei fahren und keinen Parkplatz suchen müssen. ;-) Beim Kaffeetrinken sah ich, wie das Bike super schön in der Sonne glitzerte und deshalb konnte ich einfach nicht widerstehen und machte das gefühlt eintausendste Bild davon. :love:

bald sieht es hier so aus
bald sieht es hier so aus

Auf dem Heimweg besuchte ich noch kurz meine Mutter um ihr die besten Neujahrswünsche zu überbringen und von da rollte ich dann locker nach Hause. Wieder am PC beschäftigte ich mich erneut mit der neuen Version dieses Blogs, welche mittlerweile so ziemlich fertig in den Startlöchern steht. Nun wäre ich für die Blog-Migration bereit, doch es braucht noch Aktionen von seiten meines Hosting-Anbieters. Das neue System, Serendipity Styx Edition, bietet die grösste Funktionalität, wenn SQL-Datenbank und PHP auf dem neusten Stand sind. Aktuell ist das bei meinem Hostingpaket jedoch nicht der Fall und so fragte ich eben nach Updates nach. Sobald diese dann gemacht (und getestet) sind, werde ich die Neuinstallation anpacken.

Voice Assistant

"Hallo Swisscom"
"Hallo Swisscom"

Alexa, Siri, Cortana, Google Assistant oder neuerdings "Hello Swisscom": Immer mehr Menschen unterhalten sich mit ihnen und interagieren damit mit künstlichen Intelligenzen (KI), welche sich in den sogenannten "Smart Speakern" finden lassen. Dank immer besser werdender Systeme zur Spracherkennung sowie der Verarbeitung und Interpretation der Informationen, dienen "Voice Assistants" den Nutzern als persönliche, digitale Helfer im Alltag.

Das ist ein technologischer Trend, mit dem man sich wohl in Zukunft ernsthaft befassen muss. Meine bisher ablehnende Haltung ist wohl ein Altersreflex. Ich sehe schlicht keine Notwendigkeit, weshalb ich mit leblosen Dingen sprechen soll. Ich drücke lieber Knöpfe, schiebe oder drehe irgendwelche Regler oder bediene eine Tastatur. Ich will auch nicht alles "aus der Ferne" mit meinem Smartphone erledigen. Ja, ich werde wohl wirklich alt (und bin etwas von gestern). :sik:

Natürlich sehe auch ich ein paar Vorteile, die solche Systeme mit sich bringen. Zum Beispiel beim Autofahren kann es hilfreich sein, per Sprachsteuerung einen Telefonanruf zu starten (und natürlich dann über eine Freisprecheinrichtung zu telefonieren). Oder die Musik lauter oder leiser zu stellen, ohne die Hände dafür vom Lenkrad nehmen zu müssen.

Bei mir überwiegen derzeit aber vor allem die negativen Gefühle bezüglich Abhör- und Datenschutz. Vielleicht bin ich etwas paranoid, doch seit den Veröffentlichungen von Edward Snowden habe ich die Kameras an TV und Laptop abgeklebt. Es geht niemanden etwas an, was in unseren vier Wänden geschieht und gesprochen wird. Das ist privat und soll es auch bleiben.

Hinzu kommt ein ganz persönlicher Grund. Meine Vorliebe für Stille. Wenn ich alleine zuhause bin, ist es meist still. Ich höre praktisch nie Radio und der TV als Hintergrundberieselung kann ich mir echt nicht vorstellen. Ich mag es ruhig und still. Das Leben draussen, im öffentlichen Raum, ist laut genug. Zuhause spreche ich mit meiner Frau, mit Gästen oder ab und zu mit einer unserer Katzen. ;-)

Natürlich verfolge ich diese Entwicklung und wer weiss, vielleicht nutze ich ja irgendwann auch einen solchen Voice Assistant. "Hallo Swisscom - bring mir den Rollator!" :grins:

Blog-Geburtstag

geschriebene Beiträge pro Jahr
geschriebene Beiträge pro Jahr

Mit dem ersten Beitrag, genau vor 14 Jahren, erblickte dieser Blog das Licht der Welt oder zumindest die Präsenz im Internet. Zeit also, für einen kleinen Rückblick. Die obige Grafik zeigt die Verteilung der fast 2'500 Beiträgen, die in all den Jahren geschrieben wurden. Im ersten Jahr waren es fast 500, also etwa eineinhalb Beitäge pro Tag. Dies war natürlich der Starteuphorie zu verdanken und da waren auch sehr viele BlahBlah-Einträge darunter.

Man sieht sehr deutlich, wie die Eintragsfrequenz jedes Jahr nachgelassen hat. Zwischen 2008 und 2011 pendelte sich das bei etwa 230 Beiträgen pro Jahr ein. Dann wechselte ich meinen Job, machte mich selbständig, und dadurch wurde die Zeit fürs bloggen knapp und natürlich haben sich auch die Interessen verschoben. Der Tiefpunkt, mit nur noch 29 Beiträgen, wurde dann 2016 erreicht. Durch die Winterreise 2017 und den Hosting-/Blogumzug 2018 nahmen die Einträge (und auch die Freude an diesem Blog) wieder zu. Dieses Jahr bin ich aktuell bei 170 Beiträgen angelangt. :th_up:

aktuelles Blog-Design
aktuelles Blog-Design
zukünftige Styx-Edition
zukünftige Styx-Edition

Rückblickend fehlt mir etwas das Bild, wie dieser Blog vor X Jahren denn ausgesehen hat. Aus diesem Grund speichere ich hier zwei Screenshots ab. Einerseits das aktuelle Blogdesign und andererseits ein Bild meiner Testumgebung für die neue Styx-Edition, welche hier die Standard Serendipity Software ablösen wird. Nach 14 Jahren werde ich in naher Zukunft also mit einer leicht anderen Software im Hintergrund arbeiten.

Im ablaufenden Jahr habe ich diesen Blog wieder schätzen gelernt. Der neu eingeführte Untertitel elektronisches Gedächtnis trifft es wirklich sehr gut. Es gibt durchaus ab und zu Momente, wo ich etwas durch das Blog-Archiv streife und Erinnerungen auffrische ;-). Deshalb möchte ich auch in Zukunft am Ball bleiben und weiterhin Alltägliches aus meinem Leben festhalten. Manchmal denke ich, dass es die kleinen, alltäglichen Dinge sind, die ein Leben wirklich ausmachen. Natürlich stechen die grossen Veränderungen oder einschneidende Erlebnisse heraus, doch die "durchschnittliche Lebensqualität" erkennt man an den kleinen Dingen...

Also: Ein Prosit auf diesen Blog :beer: und möge er noch lange weiterleben! :th_up:

modern times

Gestern Abend stellten wir fest, dass sich an unserem (vielleicht drei Jahre alten) Geschirrspüler kein anderes Programm, als das letztgenutzte Eco-Programm, einstellen lässt. Man konnte Knöpfe drücken wie man wollte, zum Schluss wurde immer wieder der Eco-Modus angezeigt. Blöd... was tun? Na ja, nutzen wir doch einfach den Eco-Modus. :-D

Heute dachte ich mir, bevor ich einen Techniker aufbiete, nehme ich die Maschine mal vom Strom. Nach dem Motto: Ein Boot tut immer gut! Schliesslich ist eine Waschmaschine heutzutage auch ein Computer. Also: Stecker raus! Ich räume das frisch gewaschene Geschirr wieder in die Schränke und als ich das erledigt hatte, steckte ich den Stecker wieder in die Steckdose und wartete kurz. Und siehe da: Alles funktioniert wieder wie es soll. -> "welches Programm hätten's denn gerne?" ;-)


meine Sekretärin ;-)
meine Sekretärin ;-)

Dann schraubte ich wieder einmal etwas am Blogdesign herum und war eigentlich mit dem Resultat ganz zufrieden. Ich schaute mir das am PC und am Mobile an -> passt. Dann nahm ich Karin's iPad zur Hand und stellte erstaunt fest, dass die Bilder auf der Startseite nicht angezeigt werden. Wieso denn nicht?

Google ist Dein Freund und so kam ich dem Problem schnell auf die Schliche. Vor ein paar Wochen habe ich das Dateiformat der Bilder auf der Startseite von .jpg auf .webp geändert. Dies nachdem ich einen Speedtest durchgeführt habe und dort wurde mir der Ratschlag erteilt, dass ich webp-Bilder verwenden sollte, weil diese weniger Daten speichern und somit dann auch schneller geladen werden. Klingt einleuchtend. Das war dann auch rasch gemacht und ich hielt die Sache für erledigt. - Bis heute. Denn heute sah ich mit eigenen Augen: Apples Safari Browser kann keine webp-Bilder darstellen. Webp ist ein von Google forcierter Standard, weshalb sollte sich Apple darum kümmern? Für mich hiess das dann: zurück auf Feld 1 :grrr:

Zum Glück sind auf der Startseite insgesamt nur drei Bilder und diese Bilder hatte ich ja schon von früher im jpg-Format. Es war also schnell erledigt und jetzt klappt es auch mit dem Apfel-Browser. Tja, dass sind unsere modernen Zeiten. Manchmal bin ich dafür sogar etwas zu modern... ;-)

Panoramarunde

Top-Panorama
Top-Panorama

In den letzten Tagen bin ich doch ziemlich viel vor der Computertastatur gesessen. Meine Tests mit der Serendipity Styx Edition haben mich ziemlich angefixt und motiviert um mich damit vertiefter auseinanderzusetzen. So habe ich mich auch heute Morgen mit der Styx-Testinstallation beschäftigt und nur so aus dem Augenwinkel wahrgenommen, dass es draussen doch ziemlich schönes Wetter ist. Klar, dass ich noch eine Bikerunde drehen wollte.

Aber man kennt es ja. Da gibt es noch ein kleines Problemchen, welches man gerne noch "kurz" erledigen möchte und kaum ist das gemacht, stolpert man über das nächste Detail. So geht es von Einem zum Nächsten und die Stunden verfliegen nur so. Es war schon kurz vor drei Uhr am Nachmittag, bis ich mich endlich losreissen konnte und die Bikekleider angezogen habe.

TREK 1120 - Flugzeug - Panorama
TREK 1120 - Flugzeug - Panorama

Heute war es ausgesprochen mild. Das Thermometer zeigte locker 10° Grad und ein "warmer" Wind war auszumachen. Aha, eine Südwind- oder Föhnlage. Sehr gut. Nach der Auffahrt auf den ersten Hügel in der Umgebung und freiem Blick in Richtung Süden war dann alles klar. Es zeigte sich ein grossartiges Alpenpanorama. Vom Säntis ganz links über die Glarner Alpen in der Mitte, bis nach rechts in die Berner Alpen. Fantastisch! :th_up:

die letzten Pilze 2019
die letzten Pilze 2019

Natürlich steuerte ich meinen Kaffeespot am Pistenende an und machte dort ein paar Fotos. Ich hatte nicht viel Zeit, denn gegen halb fünf wird es jetzt schon bald dunkel. Auf dem Heimweg sah ich dann diese halbrund angeordneten Pilze. Das sieht man auch nicht alle Tage und das war mir dann nochmal einen kurzen Fotohalt wert. Das Timing war sehr gut, denn die Abenddämmerung hat schon ziemlich eingesetzt, als ich wieder zuhause vor den Veloschuppen fuhr. Das hat gut getan! Wie immer! Dann warm/heiss duschen, einen grossen Milchkaffee machen und noch malein paar Stunden vor den PC. Ein durchaus gelungener Sonntag. ;-)

Anerkennung

Ich bin heute eher zufällig auf einen Zeitungsartikel gestossen, aus dem ich Folgendes zitieren möchte:

Der Wunsch, wahrgenommen zu werden, ist mächtiger als alle moralischen Bedenken. Wir ahnen, dass z.B. Google und Facebook gegen uns arbeiten, unsere Daten abschöpfen, uns süchtig machen, um ihren Profit zu erhöhen, aber der Wunsch, dabei zu sein, ist grösser als das Bedürfnis, moralisch und konsequent zu handeln.

Tobias Haberl: «Die grosse Entzauberung – Vom trügerischen Glück des heutigen Menschen», Blessing-Verlag 2019, 288 S., ca. 29 Fr.

Da fühle ich mich doch glatt angesprochen. :shame:

Habe nämlich genau gestern Abend noch etwas rumgesurft mit dem Gedanken, wie ich mehr Leser auf diesen Blog kriege. Letztendlich ist dies nichts anderes als eben dieser Wunsch, wahrgenommen zu werden...

Natürlich bin ich beim surfen auf viele Ratschläge gestossen. Einträge in Blog-Verzeichnisse erstellen, Verlinkung mit Facebook (und anderen Social-Media-Kanälen, die ich jedoch nicht nutze), Beiträge auf relevante Google-Keywords erstellen, und Einiges mehr. Letztendlich basiert auch die geäusserte Idee, eine einfachere URL zu wählen, auf dem gleichen Bedürfnis nach Wahrnehmung und Anerkennung.

Alle diese Ideen habe ich wieder verworfen. Wenn ich mich nämlich rückbesinne auf den Grundgedanken dieses Blogs, dass dies mein elektronisches Gedächtnis sein soll, dann brauche ich gar nicht mehr Leser. Dann genügt es, wenn ich den Blog lese... ;-) (sagt der Narzist)

Es zeigt aber auch, dass ich ziemlich Mainstream-mässig ticke. Auch ich sehne mich nach Wahrnehmung und Anerkennung. Am liebsten hätte ich täglich Kommentare die mir bauchpinseln... wie toll doch dieser Blog sei... :shame:

Eigenlob

Eigenlob stinkt - doch ich mag den Geruch
Eigenlob stinkt - doch ich mag den Geruch

Ich bin wirklich sehr zufrieden, wie sich dieser Blog im Laufe des Jahres entwickelt hat. Vieles davon geschah im Hintergrund, also für den "Durchschnittsbesucher" unsichtbar. Kleine Unstimmigkeiten oder Fehler wurden beseitigt, es wurden mehr Stichworte angefügt (um die Sortierung und Suche effizienter zu machen) und viele geteilte Beiträge (Anfang + erweiterter Beitrag) wurden zusammengefasst. Auch viele alte, interne Links wurden korrigiert und nun läuft alles wieder wie geschmiert.

Sichtbar war vor allem das Redesign mit dem Wechsel vom Skeleton- zum Next-Theme. Das Original-Next-Theme habe ich ziemlich weit an meine Ideen und Bedürfnisse angepasst und auch die Ansicht für Smartphones verbessert. Und nicht zuletzt die Neuorganisation, mit einer Begrüssungsseite und den Menüpunkten BLOG, Kategorien und Stichworte finde ich recht ansprechend. Zufrieden bin ich auch mit den nun endlich eingebauten rechtlichen Hinweisen und der Linkliste, die ich ja auch schon lange im Hinterkopf hatte. Das alles ist nun integriert, getestet und für gut befunden. Dafür klopfe ich mir auf die Schultern. :applaus:

Für mich selber habe ich aber auch den Wert dieses Blogs wieder schätzen gelernt. Da steckt schon sehr viel Zeit, Aufwand und auch Liebe drin. Und: je älter der Blog wird, desto umfangreicher (und wertvoller) wird dieses elektronische Gedächtnis (zumindest für mich). Deshalb bemühe ich mich auch wieder vermehrt, um Beiträge zu schreiben. Es ist oftmals gar nicht so wichtig, was man schreibt, ob es gehaltvolle oder eher oberflächliche und kurze Beiträge sind. Sie transportieren immer ein Stück Zeitgeschichte, welches ohne Blogeintrag halt einfach verloren geht (oder eben nicht existiert).

Es gibt nicht viele Blogs, die schon länger als 10 Jahre bestehen und immer noch aktiv gepflegt werden. Wenn ich z.B. auf Links von anderen Blogs klicke, die ich in früheren Beiträgen mal erwähnt habe so stelle ich fest, dass die Meisten davon entweder nicht mehr existieren oder schon seit langer Zeit keine neuen Beiträge mehr veröffentlicht wurden. Ja, es ist ein Fakt: traditionelle Blogs sind out.

Viele ursprüngliche Blogger sind zu Facebook und/oder Instagram abgewandert. Ganz einfach, weil dort die Audienz viel grösser ist und man so natürlich deutlich mehr Beachtung findet und auch mehr Feedback erhält. Man ist dort Teil einer Millionen-Community und die Vernetzung mit Freunden oder Followern ist viel einfacher. Zudem braucht man sich nicht um die Technik zu kümmern. Man braucht weder eigenen Webspace, noch URL noch Know-How. Die Systeme sind so gut und einfach aufgebaut, dass auch Technikscheue spielend leicht ein Benutzerkonto eröffnen und loslegen können. Die Kombination aus einfachst möglicher Bedienung und grösstmöglicher Audienz ist das durchschlagende Erfolgsrezept.

Es ist schon längst kein Geheimnis mehr, dass man für diesen «kostenlosen» Service mit seinen Daten und Bildern bezahlt, aber ist das wirklich so wichtig? Meine Texte und Bilder sind ja genauso öffentlich (und bringen mir auch kein Geld)… ob sie jetzt direkt von Facebook und Co. oder indirekt von Google und anderen Datensammlern ausgewertet und vermarktet werden, spielt wohl keine sehr grosse Rolle. Das Internet ist die grosse Glaskugel, an dessen Inhalt sich alle bedienen können. Die Frage, weshalb ich immer noch einen eigenen Blog betreibe und nicht meine Inhalte in Facebook und Co. einbringe ist deshalb berechtigt.

Meine Antwort ist relativ simpel: Mangelndes Vertrauen.

Für Marketingzwecke betreibe ich für Bike Butler seit 2012 eine Facebookseite, in die ich ziemlich regelmässig Einträge poste. Schon vor Jahren stellte ich fest, dass Facebook teilweise alte Einträge löscht. In der Zwischenzeit kann man auch nicht mehr per Link in frühere Jahre zurückspringen und wer scrollt schon 10 Minuten lang nach unten um einen 5 Jahre alten Beitrag anzusehen? Eine Suche gibt es auch nicht. Also stellt sich die Frage: Gibt es denn überhaupt noch die Bike Butler Einträge aus 2013 oder 2014?

Aus meiner Sicht sind also Facebook und Co. nur für kurze Zeitspannen interessant (bis ca. ein Jahr Vergangenheit). Das ist ja auch o.k. Nur taugt das nicht als «elektronisches Gedächtnis». Höchstens als Kurzzeitgedächtnis… ;-)

Solange ich selber einen Blog betreibe und hoste, habe ich die Kontrolle -und natürlich auch die Verantwortung- über dessen Inhalt. Hier wird nichts zufällig gelöscht oder soweit versteckt, dass es niemand mehr findet. Hier bestimme ich die Regeln und nicht ein weit entfernter Techgigant, der sich keinen Deut um meine Meinung schert.

DESHALB werde ich auch weiterhin diesen Blog betreiben. Und für diesen Aufwand klopfe ich mir heute auf die Schultern! :beer:

www.beatsblog.ch

Die aktuelle Internetadresse ist zugegeben etwas kryptisch. Wenn ich nämlich jemandem von meinem Blog erzähle und er/sie die Internetadresse erfragt, kommt nach meiner Antwort www.bbbeat.ch garantiert die Rückfrage: "wieviele b's?" :-P

Natürlich hat dies eine Geschichte zum Hintergrund. Denn ein paar Monate nachdem ich mit bloggen angefangen habe, registrierte ich Anfang 2006 die Domaine www.bbbeat.ch aus der Idee heraus, dass dies eine Abkürzung für bike blog beat sein soll. Damals lief der Blog unter www.dokumenzi.ch/BLOG und ich hatte Null Ahnung, wie ich diesen auf die neue Domaine zügeln könnte. Deshalb habe ich das auch sehr lange nicht angepackt.

Als ich dann im Frühling 2012 als Bike Butler Beat erste Rikschafahrten in Zürich anbot, kam mir die Domaine als günstigste Lösung in den Sinn, denn die ersten zwei b's  passten auch für Bike Butler. Also startete auf dieser Domaine die erste kleine Business-Homepage, bis ich dann im April 2012 www.bikebutler.ch registrierte und bbbeat.ch dann dahin weiterleitete. Den Blog zügelte ich neu auf www.blog.bbbeat.ch.

Als ich Ende 2017 die privaten und geschäftlichen Internet-Angelegenheiten auftrennte, wurde bbbeat.ch frei und seither betreibe ich hier meinen Blog. Soweit ist alles Geschichte und eigentlich ist es auch gut, so wie es ist. Eher aus Langeweile als aus wirklichem Interesse habe ich heute mal nachgesehen, ob die Domaine www.beatsblog.ch denn noch frei wäre. Ist sie... das liesse sich verbal deutlich einfacher kommunizieren. ;-)

Eine .ch-Domaine kostet knapp 12 Franken pro Jahr. Das ist ja nicht wirklich viel. Ich könnte also beatsblog.ch registrieren und bbbeat.ch noch ein Jahr lang parallel dazu betreiben (und auf beatsblog.ch umleiten), bis ich dann bbbeat.ch kündige. Hmm... ist eine Überlegung wert. Ich warte erst einmal ein paar Tage und lasse die Idee sich etwas setzen. Erst dann entscheide ich. Bei Entscheidungen mit finanziellen Auswirkungen hat sich dieses Vorgehen bewährt.

Nachtrag: Modern wäre eine URL mit der Endung .name wie z.B. www.beatmenzi.name (ist noch frei). Die URL-Endung .name wurde 2002 eingeführt und ist primär für die Verwendung durch Privatpersonen gedacht. Würde ja auch passen. Diese URL würde etwa 20 Franken pro Jahr kosten. (PS: www.menzi.name ist bereits vergeben).

Gibt es dazu irgendwelche Meinungen? Über einen Kommentar würde ich mich freuen.