Frischluft

kurzer Fotohalt
kurzer Fotohalt

War heute nur kurz auf dem Bike um etwas frische Luft zu schnappen. Eineinhalb Stunden sind gerade genug, dass ich nicht zu stark an die Füsse friere.

TREK 1120 - 1 Jahr

mein TREK 1120 - aktueller Aufbau
mein TREK 1120 - aktueller Aufbau

Heute vor einem Jahr konnte ich das neue TREK 1120 beim freundlichen Bikehändler abholen. Seither hat sich einiges verändert und somit ist dies ein guter Zeitpunkt für ein zweites Fazit. Das erste, nach 2'000 Kilometern, zog ich hier, Anfang April.

Die aktuelle Laufleistung liegt bei ca. 3'700 Kilometern, was schätzungsweise um die 80 Einsätzen entspricht. Davon 15 Tage mit Gepäck (Tour von Rom nach Genua), ansonsten ohne Gepäck und deshalb meist auch ohne die Original-Gepäckträger.

TREK 1120 - Originalfarben
TREK 1120 - Originalfarben

Am offensichtlichsten ist die Farbänderung, die mein TREK 1120 erlebt hat. Die Originalfarbe "Holzkohle matt" fand ich von Beginn weg ziemlich hässlich. Aus Herstellersicht war das eine kluge Farbgebung, denn am Katalogbild kann man sehr gut erkennen, was das Hauptverkaufsargument dieses Bikes ist. Es sind die orangen Gepäckträger, die ins Auge stechen. Die sollen der potentiellen Zielgruppe (Reiseradler und Bikepacker) sofort auffallen und so zum Kauf animieren. Und grau/matt ist in der heutigen Zeit halt generell angesagt...

TREK 1120 - meine Farbgebung
TREK 1120 - meine Farbgebung

Meine Hauptnutzung ist jedoch die eines Mountainbikes und erst in zweiter Linie die eines Reiserads. Ohne Gepäckträger blieb neben dem Holzkohle-Grau des Rahmens nur noch der orange Schriftzug übrig. Das war mir zu trist und ich wollte eindeutig mehr Freude, durch mehr Farbe. :grins: Nun steht der bunte Rahmen im Zentrum und die Gepäckträger wurden in unauffälligem Schwarz pulverbeschichtet. Diese Umfärbeaktion hat sich aus meiner Sicht wirklich gelohnt und das Bike gefällt mir nun viel besser! 8-)

Geändert habe ich aber auch sonst ein paar Dinge. Gleich nach dem Kauf tauschte ich Sattel, Vorbau und Lenker um es für mich bequemer zu machen. Entgegen meiner ersten Einschätzung fahre ich immer noch mit der absenkbaren Sattelstütze. Ich nutze sie zwar relativ selten, doch wenn, dann schätze ich deren Komfort. Es ist schon nett, nicht anhalten und absteigen zu müssen, sondern einfach während der Fahrt kurz den Hebel am Lenker zu drücken und der Sattel geht runter oder kommt wieder hoch. Ausserdem hätte ich auch erst eine passende Sattelstütze und die entsprechende Klemme mit Schnellspanner kaufen müssen.

Die SRAM Level T Bremsen fand ich am Anfang ziemlich nervig. Sie machten während dem Fahren dauernd Geräusche. Mein Bikehändler empfahl mir die Bremsbeläge von metallisch auf organisch zu wechseln und siehe da, seither ist wirklich Ruhe. Der einzige Nachteil dabei ist, dass die organischen Beläge nicht lange halten. Nach etwa 700 Kilometern ist (zumindest hinten) ein Satz Bremsbeläge verbraucht. Das war auch das am häufigsten gebrauchte Ersatzteil. Bis jetzt verbrauchte ich deren 8 Paare (5x hinten & 3x vorne). Die Bremsen funktionieren gut und bissig. Sie lassen sich nicht sehr fein dosieren, doch alles kann man nicht haben. Level T ist ein eher günstiges Modell. Teurere Bremsen müssen irgendetwas ja auch noch besser können. ;-)

Der 1x11-fach Shimano SLX Antrieb überzeugt mich soweit. Ich montierte ein kleineres Kettenblatt (28 statt 30 Zähne), damit ich auch steile Rampen noch hochfahren kann. Um den Verschleiss von Kassette und Kettenblatt tief zu halten, wechsle ich jeweils nach ca. 1'500 Kilometern die Kette. Derzeit bin ich also mit der dritten Kette unterwegs. Die Kassette sieht noch gut aus. Früher, bei 3x9, hielten Kassetten etwa 2'000 Kilometer. So gesehen ist der Verschleiss am Antrieb eher geringer geworden. Natürlich hätte ich ab und zu gerne eine etwas grössere Bandbreite, als die 11-fach Kassette mit 11-46 hergibt. Einzige Möglichkeit um dies zu ändern wäre der Umbau auf 1x12-fach mit einer 10-50 Kassette. Das bedeutet dann aber: neuer Freilauf, neue Kassette, neues Schaltwerk, neues Schaltkabel und neuer Schalthebel. Mit geschätzten Kosten von über 500 Franken ist mir das aber zu teuer.

Die Laufräder sind o.k.. Vorne problemlos. Hinten musste ich ein Nabenlager tauschen lassen (auf Garantie). Aber ehrlich gesagt überzeugt mich die Hinterradnabe nicht wirklich. Die Kassette, respektive der Freilaufkörper, hat irgendwie Spiel und taumelt leicht. Laut Händler ist dies normal und kein Problem. Gut ist es meiner Ansicht nach aber nicht (das stellte ich noch nie an einem meiner Bikes fest). So leidet die Schaltpräzision und ich denke auch, dass dies der Grund dafür ist, dass sich die Schaltung auf den grössten Ritzeln (wo auch die eingeleitete Kraft am grössten ist) nicht ganz geräuschfrei einstellen lässt. Na ja, ich werde das im Auge behalten. Sollte ich aber demnächst mal im Lotto gewinnen, würde ich mir einen neuen Laufradsatz mit Qualitätsnaben und leichten Carbonfelgen gönnen. ;-)

Vor ziemlich genau einem Monat habe ich neue Reifen mit deutlich mehr Profil montiert. Das hat dem Bike sehr gut getan und die Traktion im Gelände deutlich verbessert. Diese Reifen vermitteln ein sehr sicheres Fahrgefühl, rutschen äusserst selten/spät und zeigen kaum Selfsteering. Dafür rollt es dann halt auf Asphalt etwas zäher. Für hiesige Herbst- und Winterverhältnisse aber genau das Richtige. Wenn dann die nächste Radreise ansteht, werde ich jedoch zugunsten des geringeren Rollwiderstands und Gewichts wieder die originalen Bontrager XR2 (Chupacabra) aufziehen.

Sonst noch was? Nein, ich glaube -im Grossen und Ganzen- war's das. Ich mag das TREK 1120 wirklich sehr gerne :heart: und seit ich das SANTA CRUZ verkauft habe, ist es auch mein einziges Mountainbike. Sicherlich gibt es potentere Bikes, doch der minimalistische Ansatz behagt mir sehr. Ausserdem mag ich die dicken Reifen. Es ist bestimmt ein spezielles Bike, das man nicht an jeder Ecke sieht. Das passt ganz gut zu mir. :-)

kalte Bikerunde

Deutsche Zollstation Kaiserstuhl, am Rhein
Deutsche Zollstation Kaiserstuhl, am Rhein

Der Wetterbericht war sehr ansehnlich und weil ich gestern keine Zeit für eine Bikerunde fand, wollte ich das heute nachholen. Ich wusste, dass es höchstens fünf Grad über Null geben würde und somit war auch klar, dass ich Winter-Bikekleider, Fleece-Mütze und Langfingerhandschuhe hervorkramen musste. Kurz vor zwölf Uhr mittags, als sich der Hochnebel zu lichten begann, bin ich dann losgefahren.

Kraftwerk im Sonnenschein
Kraftwerk im Sonnenschein

Mein Plan war eigentlich, dass ich die schönen Rheinufer-Wanderwege bis nach Weiach fahre und von da via Leuenkopf und Bülach wieder nach Hause. Beim Kraftwerk Rheinsfelden machte ich dann das erste Foto, dann begann der Singletrailspass... Super... voller Laub, trotzdem griffig und gut zu fahren. Keine Menschenseele, die ich gestört hätte. Als ich dann bei Weiach war, wollte ich noch nicht gleich vom Rheinufer weg und deshalb bin ich weiter, bis nach Kaiserstuhl, gefahren. Und wenn ich schon mal hier bin, könnte ich auch noch die Wälder und Anhöhe bei Siglisdorf durchfahren und dann als Höhepunkt des Tages, die Lägern-Hochwacht, einbauen. So bin ich die Tour bereits am 5. Juni gefahren und das habe ich noch in guter Erinnerung.

Flugradar (ZRH) auf der Lägern-Hochwacht
Flugradar (ZRH) auf der Lägern-Hochwacht

Natürlich brauchte das alles seine Zeit, was ich mir vorher aber nicht so richtig überlegt habe. Auf der Aussichtplattform der Lägern-Hochwacht machte ich einen verdienten Verpflegungshalt und sah aus der Ferne, wie die neue Kuppel des Flugradars fertiggebaut wird. Der dunkle Fleck auf dem Foto, rechts oben, ist ein Monteur, der von aussen an der Hülle arbeitet. Das Ding ist wirklich riesig. Dann schaute ich auf die Uhr und stellte etwas überrascht fest, dass es schon vier Uhr am Nachmittag ist. Rechne: von hier bis nach Hause sind es über 25 Kilometer, dafür brauche ich fast zwei Stunden. Um halb sechs Uhr ist es aber um die Winterjahreszeit schon ziemlich dunkel. Beleuchtung habe ich keine dabei. Also Pause abbrechen und auf den Heimweg machen. Aber subito!

69 km, 4:50 Std., 1'450 Hm
69 km, 4:50 Std., 1'450 Hm

Ich war zwar schon ziemlich müde und hätte es gerne etwas gemütlicher genommen, doch die Abenddämmerung setzte schon bald ein. Ich musste mich also ranhalten, denn ohne Licht wollte ich möglichst wenig auf öffentlichen Strassen unterwegs sein. Doch quer-wald-ein wurde es zunehmend dunkler. Erschwerend kommt hinzu, dass ich nachts sehr schlecht sehe. Es wird also nichts mit einer genüsslichen Heimfahrt und schon gar nichts mit einem Kaffeehalt. Um 17:45 Uhr war ich dann endlich zuhause. Die paar letzten Kilometer waren ein ziemlicher Blindflug... Das war eine schöne, lange und anstrengende Tour. Aber ehrlich: an die kalten Temperaturen muss ich mich erst noch gewöhnen. Zuhause hatte ich eiskalte Füsse...

Morgenstund...

Das KISH-Titanrad in der Morgensonne
Das KISH-Titanrad in der Morgensonne

Um acht Uhr morgens hatte ich einen Termin wahrzunehmen und weil es laut Wetterbericht der schönste Tag der Woche geben sollte war klar, dass ich mit dem Fahrrad da hinfahre. Das war eine richtig gute Idee! Es war zwar noch ziemlich frisch, doch die Morgensonne zeigte sich sehr schön.

Gegen 10 Uhr war ich wieder zuhause und erledigte ein paar kleine Dinge rund ums Haus. Die Bewölkung nahm wieder zu und schon gegen Mittag fielen wieder erste Tropfen...


Gegen Abend habe ich mich dann nochmal etwas diesem Blog angenommen. Zuerst habe ich einen Gradient-Hintergrund eingebaut. Wenn man jetzt nach unten zum Seitenende scrollt, wechselt die Hintergrundfarbe fliessend von hellgrau/rosa zu hellblau. Das gefällt mir richtig gut.

Dann habe ich das Google ReCaptcha aus der Kommentarfunktion entfernt und ein anderes Captcha-Plugin installiert. Dieses Plugin baut für Menschen unsichtbar, im Hintergrund zusätzliche Kommentar-Eingabefelder ein, die SPAM-Maschinen dann ausfüllen und somit erkannt und automatisch abgewiesen werden. Clever! :th_up:

Das Google ReCaptcha habe ich vorerst einfach mal deaktiviert, jedoch noch nicht entfernt. Ich beobachte die Situation mal ein paar Wochen und wenn es sich bewährt, lösche ich das Google-Plugin und passe dann auch die Datenschutzerklärung entsprechend an. Mein Ziel ist es, eine völlig Tracker-freie Seite anzubieten und so die grossen Datensammelfirmen eben nicht zu füttern. Man soll hier unbeobachtet rumstöbern können, ohne dass jeder Klick registriert und ausgewertet wird.

So soll es sein!
So soll es sein!

Es ist mir durchaus bewusst, dass es nicht in jedem Fall ohne Tracker gehen wird. Wenn ich z.B. einen GPS-Track via Garmin-Connect einfüge (was ich auf der Tour von Rom nach Genua jeden Tag gemacht habe), so schleust mir dieser Code-Schnipsel gleich vier Tracker auf die Seite. Oder im Fotoalbum, welches mit JAlbum erstellt wird, setzt JAlbum selbst bereits zwei Tracker und die Kommentarfunktion via Facebook-API bringt weitere zwei Stück mit. Doch ich sehe das auch nicht dogmatisch. Wenn es möglich ist, verzichte ich auf Tracker, wenn mir der Nutzen aber gross genug erscheint, nehme ich sie halt in Kauf.

Noch zwei Vergleiche zum Schluss: Wenn ich online den Tagesanzeiger lese, werden 18 Tracker und 6 Skripte zu Aktivitätsverfolgung gezählt... Oder bei meinem Lieblings-Mountainbikeforum werden unglaubliche 31 Tracker und 28 Skripts zur Aktivitätsverfolgung eingesetzt. Da wird wohl jede Mausbewegung registriert und an dutzende von Firmen weitergeleitet...

Arbeit & Freizeit

schnell wechselnde Wetterverhältnisse
schnell wechselnde Wetterverhältnisse

Ich beschäftige mich seit ein paar Tagen mit der Überarbeitung der Bike Butler Homepage. Da sich mein Geschäftspartner französisch verabschiedet hat, sollte ich die neue Situation auf der Webseite irgendwie reflektieren und auch sonst sollte der Seitenauftritt etwas aufgefrischt und aktualisiert werden. Leider stelle ich fest, dass meine Motivation dafür relativ gering ist. Ich komme nur schleppend vorwärts und verwerfe viele Änderungen gleich wieder, nachdem ich sie gemacht habe. Ich stecke irgendwie fest. :-(

Etwas gefrustet habe ich dann um 15 Uhr den Wetterradar angesehen und festgestellt, dass nur noch ein paar wenige Regenzellen unterwegs sind und ich mit etwas Glück ein etwa zwei stündiges Zeitfenster erwischen kann um eine kurze Bikerunde zu drehen. Um etwa halb vier bin ich dann los auf eine "Frustabbau- und Regenerationsrunde". Das war eine wirklich gute Idee. Frischer Sauerstoff hilft beim denken...

Unterwegs kam mir dann eine -wie ich momentan denke- recht gute Idee. Ich sollte vielleicht besser eine von Grund auf neue Webseite aufbauen, als die bestehende soweit zu verbiegen, bis sie den neuen Anforderungen genügt. "Ganz neu" ist vermutlich besser als "aufgefrischtes alt". Der grosse Vorteil an dieser Idee ist, dass geschätzte 90 Prozent des Inhalts bereits vorhanden sind und es eigentlich nur darum geht, diesen neu zu strukturieren.

Zur Information: Die derzeit durchgeführten Änderungen sind nicht öffentlich sichtbar. Ich betreibe eine Kopie der Geschäftshomepage, in welche die Änderungen einpflegt werden. Wenn dann alles soweit fertig ist, wird die aktualisierte Kopie zum Original gemacht.

in den Regen

schon bald kommt der nächste Regenschauer
schon bald kommt der nächste Regenschauer

Das Wetter war April-haft. Immer wieder wechselten sich Wolken, Regen und kurze trockene Phasen ab. Ich drückte mich deshalb etwas herum und war nicht wirklich schlüssig, ob ich nun biken soll, oder nicht. to bike, or not to bike, that's the question! Ich besuchte mal das Bike im Schuppen... und?...

Ja, ich will! Also los! Nicht lange fackeln sondern umziehen, aufsteigen und losfahren. Zur Sicherheit packte ich die Regenjacke in den Rucksack. Meist ist es ja so, dass es nicht zu regnen beginnt, wenn man eine Ragenjacke dabei hat. ;-) Vielleicht ist das ja für die heutige Sonntagsfahrt auch ein gutes Omen.

Der viele Regen der letzten Woche hat den Waldboden ziemlich aufgeweicht und durchtränkt. Es war also klar, dass es dreckig werden würde. Heute war mir das aber ziemlich egal. Ich war innerlich in guter Stimmung und hatte einfach richtig Lust um draussen etwas mit dem Bike zu spielen. Egal bei welchem Wetter.

Übrigens: Heute konnten die Bontrager XR4 Reifen mal so richtig zeigen, was sie können. Matschiger Boden, rutschiges Laub, nasse Steine und Wurzeln - alles dabei. Und ehrlich: Ich bin echt begeistert! Mit etwa 0,7bar Druck findet dieser Reifen immer noch irgendwo Traktion und vermittelt viel Sicherheit und ein gutes/stabiles Fahrgefühl. Genau richtig für das Winterhalbjahr in unseren Breitengraden. :th_up:

Etwa auf halber Strecke begann es dann tatsächlich zu regnen. Also kurz anhalten, die Regenjacke anziehen, den Regenschutz über den Rucksack stülpen und weiterfahren. Irgendwie brachte mich heute wirklich nichts aus der Ruhe und selbst als es dann richtig kräftig schüttete, war mir das ziemlich egal. Ich überlegte, wann ich letztmals im Regen bikte. Das muss hier gewesen sein. Auch schon lange her...

Insgesamt war ich zwei Stunden unterwegs und habe jede einzelne Minute davon genossen. Genauso wie die heisse Dusche nach dieser Regenfahrt. :applaus:

I'm blue

blau und violett - meine Lieblingsfarben

Auch heute war es grau und trüb, doch es regnete immerhin nicht mehr. Feuchte Wolken hingen in den umliegenden Hügeln. Es ist kalt geworden. Nichts mehr mit kurzen Hosen oder Kurzarm-Shirt...

Dennoch. Ich wollte nicht den ganzen Tag drinnen vor dem PC verbringen und deshalb schwang ich mich im Laufe des Nachmittags doch noch aufs Bike. Ich hatte nichts grosses vor. Auch wollte ich nicht das -am Sonntag so fein säuberlich geputzte- Bike wieder völlig einsauen. Es ging mehr darum, um überhaupt etwas nach draussen zu gehen und etwas frische Luft zu schnappen. Eine Art Bewegungstherapie. ;-)

Da eignet sich eine Fahrt ans Pistenende ganz gut. Hin und zurück sind das etwa 25 Kilometer, ein Hügelzug ist dabei zu überqueren, was knappe 400 Höhenmeter bringt. Mit Kaffeepause etwa zwei Stunden frische Luft, knapp eineinhalb Stunden in Bewegung. Das passt. Ich bin dann also vorwiegend Strasse und Waldwege gefahren und dabei fiel mir auf, wie viel mehr Laub nun am Boden liegt. Der Wind und Regen der letzten Tage zeigt Wirkung. Schon bald sind die Laubbäume winterlich und blattlos.

Heute wollte ich mal nicht nur ein Bild meines Bikes und deshalb habe ich einen anderen Besucher der Imbissbude angequatscht, damit er ein Foto von mir, mit Bike, macht. Als ich mir das Foto dann angeschaut habe, musste ich richtig schmunzeln. Blau und violett sind ganz offensichtlich meine Lieblingsfarben. Das sieht man an mir, an meinem Bike und auch am Design dieses Blogs. Da kam mir natürlich unweigerlich der Song "I'm blue" von Eiffel 65 in den Sinn (leider kann ich nicht so toll tanzen wie die Girls in dem Video). Etwas erstaunt bin ich, dass mir das nicht schon früher einmal aufgefallen ist. Ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht und es hat sich einfach so ergeben, ohne bewusste Wahl oder Entscheidung.

bunter Herbst

TREK1120 im Herbstlaub

Interessanterweise hatte ich heute -trotz des guten Wetterberichts- kein Buchungen für Rikscha-Touren in Zürich. Eine gute Ausgangslage um wieder einmal mit Freunden eine Mountainbiketour zu fahren. Das klappte dann doch nicht, weil diese schon andere Pläne hatten. Kein Problem. Ich geniesse diesen schönen Tag auch gerne alleine.

viel Laub - schöne StimmungEs dauerte etwas, bis sich der Nebel auflöste und so war es dann kurz nach 13 Uhr, bis ich losfuhr. Es war zwar noch ziemlich frisch, dennoch startete ich in einem kurzen Bikeshirt (und Knielingen). Das Herbstlaub knisterte unter den Reifen und die Sonne liess die Laubbäume aufleuchten. Wunderschön. Ich entschied mich, eine Singletrailrunde durch die Wälder zu fahren um möglichst viel dieser Herbststimmung zu erleben. Der Waldboden war meist trocken, an schattigen Stellen noch etwas feucht, doch immer sehr gut fahrbar. Wirklich ideales Bikewetter.

TREK1120 in der AbendsonneKörperlich fühlte ich mich eher etwas schwach und gebraucht. Ich spürte die Anstrengungen der letzten zwei Rikschatage. So fuhr ich also gemütlich, schaltete berghoch auf kleine Gänge. Der Aspekt "Training" trat in den Hintergrund und "Genuss" stand eindeutig im Vordergrund. Nach etwa eineinhalb Stunden und mehreren Hügeln verspürte ich etwas Hunger und weil ich keinen Proviant dabei hatte, steuerte ich einen Tankstellenshop in der Gegend an. Mit einem Chäschüechli, einem Kaffe und einem Schoggistängeli füllte ich die Energiespeicher wieder auf. Dabei liess ich mir Zeit und betrachtete das Kommen und Gehen an der gutbesuchten Tankstelle. Die Sonne wärmte herrlich und so fühlte ich mich schon bald besser. Also nicht direkt nach Hause, sondern noch ein paar Hügel mit schönen Wanderwegen in Angriff nehmen.

Bis ich dann wieder zuhause war, zeigte die Uhr schon fast halb sechs Uhr am Abend. Schön. Über vier Stunden frische Luft und Naturgenuss. Knapp 50 Kilometer und etwas mehr als 1'000 Höhenmeter. Auch wenn ich langsam und gemütlich unterwegs war so hatte die Tour einen gewissen Trainingseffekt.

edel - blaue TitanschraubenZum Schluss noch ein kleines Detailfoto. Zu meinem Geburtstag schenkte ich mir -oder meinem Bike- ja ein paar Titanschrauben. Die hatten etwas Lieferschwierigkeiten, doch im Laufe dieser Woche sind sie angekommen und am Morgen tauschte ich dann verschiedene Schrauben am Bike aus. In meinem direktem Blickfeld liegen die Befestigungsschrauben für Bremse und Schaltung. Da ich recht schnell und stark schwitze, begannen die Original-Stahlschrauben bereits zu rosten, was mir natürlich überhaupt nicht gefallen hat. Die blauen Titanschrauben sehen da nun super aus und Rost wird kein Thema mehr sein. An solchen Kleinigkeiten kann ich mich richtig freuen.

ruhige Runde

Das Nachziehen der Speichen hat tatsächlich geholfen. Auf der heutigen Ausfahrt waren keine abnormen Geräusche mehr zu hören und ich konnte die Fahrt wirklich geniessen. :applaus:

Nun fallen die Blätter der Bäume in grossen Stil. Oft sieht man den Weg vor lauter Blättern kaum mehr. Für mich ist das irgendwie der Herbst-Höhepunkt. Wenn dann die meisten Blätter gefallen sind, steht der Winter vor der Tür. Auch heute war es wieder hochneblig, mit fahlem Licht. Der Waldboden ist vorwiegend feucht und man sieht noch viele Pilze. Es riecht ganz eigentümlich. Die Fahrt war ruhig und entspannend. Schön... alles ist gut.

Hochnebel

Gestern habe ich mich wegen ein paar Kleinigkeiten ziemlich geärgert. Schlimmer als der Ärger über diese Kleinigkeiten empfinde ich jedoch die Tatsache, dass ich mich überhaupt wegen solcher Lapalien derart aufrege. Der Ärger über den Ärger ist also noch ärger als der eigentliche Ärger... :-( :sik: :grrr:

Ich bin dann verhältnismässig früh zu Bett gegangen um mit Schlaf diesen negativen Gefühlen zu entkommen.

Heute Morgen fühlte ich mich aber nur wenig besser und der zähe Hochnebel widerspiegelte ziemlich gut meine Stimmung. Es war bald klar, dass ich eine Runde auf's Bike musste um den Kopf etwas auszulüften und frei zu kriegen. Nur leider hat dies auch nicht wirklich geholfen. Denn kaum bin ich losgefahren, hörte ich vom Hinterrad herkommend, ein regelmässiges Klicken, was sich so nicht gehört. Wie wenn eine Speiche gebrochen ist und bei jeder Radumdreheung dann an eine andere Speiche schlägt. Natürlich habe ich angehalten und alle Speichen kontrolliert.

Da war nichts Auffälliges zu finden. O.K. ein paar Speichen waren vermutlich etwas (zu) lose, doch keine war gebrochen. Wenn ich das Bike hinten hochhob und das Rad drehte, konnte ich das Geräusch wieder hören. Woher es kam? Keine Ahnung. Was tun? So auf die Schnelle hatte ich auch keine zündende Idee, also: weiterfahren...

Das hat dann aber doch ziemlich an meinem Nervenkostüm gekratzt und deshalb war bald klar, dass es nur eine kurze Runde geben wird und ich dann zuhause der Sache auf den Grund gehe. Ich hasse Geräusche während dem Fahrradfahren! Interessant war dann, dass ein paar Kilometer vor der Haustüre die Geräusche plötzlich wieder weg waren. Gibt's doch nicht! Will mich da wer verarschen?

Zuhause habe ich dann trotzdem alle Speichen nachgezogen. Ein paar waren doch ziemlich lose. Zentrieren konnte ich noch nie gut und deshalb ging ich ziemlich vorsichtig zu Werke, nicht dass ich eine Unwucht ins Rad bringe, die vorher nicht da war. Dann noch eine kurze Testrunde. Tja, es war Ruhe im Nähkästchen, doch ob meine Aktion irgendetwas dazu beigetragen hat, weiss niemand...

Im Tagesverlauf hat sich meine Laune normalisiert und der Rauch (oder Hochnebel) im Kopf verschwindet langsam aber sicher. Das ist soweit gut. Dennoch... warum lasse ich mich nur so mit- und runterreissen? Ist doch völlig unnötig. Ich weiss das. Und trotzdem kriechen diese Ärger-Gifte von Zeit zu Zeit in mich hinein. Schön, wenn sie dann auch wieder verschwinden...