in Gedenken

wie ein Frühlingstag
wie ein Frühlingstag

Heute war ein etwas schwieriger Tag. Ich habe ziemlich schlecht geschlafen und bin dementsprechend zerknittert aufgestanden. Dann musste ich (endlich) den Buchhaltungsjahresabschluss von Bike Butler GmbH fertigstellen. Auch wenn ich mich wiederhole: ich hasse diesen Zahlenkram, der mich regelmässig herunterzieht :-( .

mit meinem Vater im Gespräch
mit meinem Vater im Gespräch

Gleich nach dem Aufstehen erinnerte ich mich zudem daran, dass heute der 60. Hochzeitstag meiner Eltern wäre. Vor 10 Jahren feierten wir die "goldene Hochzeit" gemeinsam auf einer Fahrt mit dem Fondue-Tram... der Tod meines Vaters ist schon über eineinhalb Jahre her und noch immer kriecht Trauer über den Verlust in mir hoch, wenn ich an ihn denke. Umso mehr war ich in Gedanken bei meiner Mutter. Für sie muss dieser Tag noch viel schwieriger sein.

Am Nachmittag nutzte ich das unglaublich milde Wetter für eine Bikerunde. Ich hatte noch ein paar Besorgungen zu machen und das liess sich gut verbinden. Auf dem Rückweg wollte ich meiner Mutter noch einen kurzen Besuch abstatten, doch sie war leider nicht zu Hause. Am nahe gelegenen Waldrand machte ich dann noch das Selfie-Foto des Tages. Ich bin im Original nicht so unscharf, doch das Handy-Ojektiv fokussierte auf den (attraktiveren) Hintergrund. ;-)

The Circle

Blick vom Busbahnhof am Flughafen
Blick vom Busbahnhof am Flughafen

Auf meinem Arbeitsweg fahre ich sehr nahe am Flughafen vorbei und seit einigen Jahren kann man "so nebenbei" eines der derzeit grössten Bauprojekte der Schweiz mitverfolgen. Seit Januar 2005 wird am The Circle gebaut und in diesem August soll die Eröffnung stattfinden. In diesen fünfeinhalb Jahren wurden fast 500 Millionen Schweizer Franken investiert und auf etwa 30'000m2 Grundfläche entstehen insgesamt etwa 180'000m2 Gewerbeflächen für Verkaufsgeschäfte, Hotels, Gestronomie, Büros, Konferenzen, Schulungsräume, Kindertagesstätten und was weiss ich noch alles. Nur Wohnungen gibt es keine. Klar, wer will denn gleich am Flughafen wohnen... :roll:

meine Fotostandorte
meine Fotostandorte
Blick von Süd-Ost
Blick von Süd-Ost

Gestern fuhr ich nach der Arbeit zum Flughafengebäude um mich betreffend dem Velo-Transport für die Sizilien-Reise schlau zu machen. Dabei machte ich das Foto oben. Den Standort für das Foto markierte ich mit dem roten Pfeil, unten rechts. Heute machte ich ein weiteres Foto direkt vom Veloweg, wo ich jeweils entlang fahre (Pfeil links oben). Die riesige, schiefe Fassade sieht schon ziemlich imposant aus. Man sieht fast nur Glas, mit feinen Befestigungsprofilen. Architektonisch sicher Geschmackssache, doch schon interessant.

Ich habe keine "gut" oder "schlecht" Meinung dazu. Ich sehe es als ein (weiteres) Zeichen dafür, dass Wachstum und Dichte(stress) hier im Grossraum Zürich weiter zunehmen. Nicht nur die Strassen, auch der Luftraum wird immer voller. Man baut, wo nur irgendwie möglich. Trotz aufkommendem Klimabewusstsein will niemand (wirklich) verzichten und deshalb boomt die Region. Das Zentrum der Stadt Zürich "ist gebaut" und auch deswegen findet das Wachstum an der Peripherie statt. Das kann man rund um Zürich und nicht nur in Flughafennähe beobachten. Dieses Projekt steht irgendwie für "Klotzen statt kleckern". Verdichtung ernst gemeint. ;-|

Internet-Vorbereitungen

Vorbereitung des Online-Fotoalbums für die Sizilienreise
Vorbereitung des Online-Fotoalbums für die Sizilienreise

Nachdem Startschuss für die Sizilienreise von gestern, gab es heute noch ein paar Dinge zu erledigen. Einerseits musste ich noch ein Hotel in Catania suchen und mir vor allem Gedanken dazu machen, wie wir die Bikes vom Flughafen zum Hotel bringen, ob wir da das Flug-Verpackungsmaterial zwischen lagern können, damit wir dann -zwei Wochen später- wieder alles für den Rückflug zur Verfügung haben.

Peter war der Meinung, dass er den letztjährigen Start, mit dem Bike direkt ab dem Flughafen in bester Erinnerung hat, dass er das ganz speziell fand und auch das Sightseeing per Bike ein tolles Ankommen in fremden Gefilden war. Das brachte mich dann heute auf die Idee, direkt beim Flughafen nach einer Lagermöglichkeit für die Radkartons zu fragen. Nach etwas Recherche fand ich auf der Fughafen-Webseite auch ein entsprechendes Formular und sandte meine Anfrage los. Das wäre natürlich die eleganteste Lösung, denn so brauchen wir a) keinen grossen Transporter für 4 Radkartons, 4 Gepäckstücke und 4 Personen und b) sind wir auch nicht auf den Goodwill eines Hotels angewiesen. Deshalb habe ich mir dann nur zwei Hotels/B&Bs notiert, die ich nach der Antwort des Flughafens dann anschreiben werde.

Auf der letztjährigen Reise stellte ich fest, dass mir oft die Zeit für's Bloggen fehlt oder dass ich halt auch sehr gerne die Abendstunden mit meinen Freunden verbringe und erst dann zum bloggen komme, wenn alle anderen zu Bett gehen. Fotos ab Digitalkamera lokal speichern, ins Online-Fotoalbum hochladen, Bildkommentare schreiben, Garmin-GPS-Daten hochladen und in den Blogtext einbauen sind ein paar Standardarbeiten, die jeden Abend anfallen und die schnell 30 Minuten benötigen. Wenn ich dann noch 30 Minuten für das Texten eines Blogeintrags brauche, ist schnell eine Stunde für meine Online-Aktivitäten dahin. Dann noch das private Telefon mit Karin... Das alles zieht sich hin und raubt mir Schlafenszeit, die ich wahrlich auch gut gebrauchen könnte.

Also überlege ich, ob und wie ich mit einer guten Vorbereitung etwas Zeit einsparen könnte... Heute habe ich schon einmal ein entsprechend (leeres) Fotoalbum mit Ordnern für jeden Tag erstellt. So kann ich nur noch rasch die Bilder ins richtige Verzeichnis hochladen und brauche mich nicht mehr um die Form zu kümmern. Das leere Gerüst des Albums kann man hier sehen. Noch überlege ich, ob ich auch schon die einzelnen Tages-Beiträge vorbereiten soll. Der Schlussbereich jedes Tages (mit Link zur Garminseite und zum entsprechenden Tagesordner des Fotoalbums) könnte ich schon vorbereiten.

Wichtig erscheint mir aber auch, dass ich meinen Freunden klar kommuniziere, dass eben Bloggen für mich auch ein wichtiges Hobby ist, und dass ich mir deshalb einen Freiraum von gegen einer Stunde pro Tag einräumen möchte. Da wird mir niemand böse sein und das sorgt für klare Verhältnisse.

Vorbereitung

fast wie im Frühling...
fast wie im Frühling...

"Heute sonnig und bis zu 8° Grad" da darf ich nicht den ganzen Tag vor dem PC sitzen, das wäre Blasphemie. 8-)

Zwischentrocknung
Zwischentrocknung
fertige Gepäckträger-Schutzblech-Kombination
fertige Gepäckträger-Schutzblech-Kombination

Die warmen Temperaturen nutzte ich um das neu geschnitzte hintere Schutzblech endlich schwarz-matt zu lackieren. Damit keine falschen Ideen aufkommen: Lackiert habe ich natürlich draussen. Zwischen den einzelnen Sprühschichten und zum finalen Trocknen hängte ich das Teil jeweils an die Lampe über dem Esstisch. 22° ist noch besser als 8° Grad. ;-) . Zum Glück kam mir vor der Farbaktion noch in den Sinn, dass ich zwei Löcher schneiden musste, in die später die Gummispannriemen eingehängt werden. Leider erkennt man die auf dem Foto rechts sehr schlecht, da jetzt alles schwarz matt ist (die silbernen Verpressungen der Gummibänder mit den Befestigungshaken sieht man jedoch gut).

Nachmittags genoss ich den herrlichen Tag dann bei einer gemütlichen Bikerunde. Nun ist der Waldboden wieder soweit abgetrocknet, dass Bike und Fahrer sauber bleiben. Auf dem Heimweg noch kurz ein paar Tageseinkäufe erledigen und dann doch: vor den Laptop.

Am kommenden Samstag treffe ich mit mit meinen Velokollegen, die Mitte Februar nach Sizilien mitkommen. Wir wollen noch ein paar Details gemeinsam besprechen und wenn soweit alles klar ist, würden wir auch gleich online die Flüge buchen. Als Vorbereitung für dieses Treffen checkte ich nochmals die Hotel-Verfügbarkeit und vor allem suchte ich noch nach Möglichkeiten für Catania. Da wird unsere erste und auch die letzte Übernachtung sein und es ist wichtig, dass wir dort die Radkartons und zusätzliches Flugverpackungsmaterial zwischenlagern können. Zudem braucht es einen Flughafen-Hotel-Transport für 4 Personen mit Gepäck und vier grossen Kartons...

Kompensation

Bike Butler Buchhaltung
Bike Butler Buchhaltung

Habe mich ja gestern über meinen Einkauf bei LIDL geärgert und deshalb war klar, dass ich heute an einem anderen Ort einkaufen gehe. Anscheinend neige ich zu "kompensatorischen Massnahmen". ;-)

Heute bin ich auf dem Heimweg deswegen extra einen Umweg in ein Nachbardorf gefahren, weil es dort noch eine alteingesessene Bäckerei gibt. Die kaufen Mehlprodukte bei einer lokalen Mühle und es stehen noch gelernte Bäcker in der Backstube, die Ihr Handwerk verstehen. Da werden keine Halbfertigprodukte aufgetaut und fertiggebacken... Ich sah diese schönen Schokoladebrötchen mit dem B obendrauf. Die musste ich einfach haben! Und natürlich zwei Stück davon. Für Beats Blog oder für Bike Butler... 8-)

So ging dann die Geschäftsbuchhaltung viel lockerer von der Hand (und mein Gewissen ist zumindest etwas beruhigt). :applaus:

LIDL - lohnt sich

lohnt sich - für wen?
lohnt sich - für wen?

Heute war mein erster Arbeitstag 2020 als Magaziner/Lagerist. Wenn ich von 06:00 bis 12:00 Uhr arbeite, dann steige ich ziemlich hungrig auf's Velo für den Nachhauseweg. Da überlege ich schnell mal, wo ich rasch, einfach und nach Möglichkeit auch günstig zu ein paar Kalorien komme. Direkt an meiner Strecke liegt in Kloten eine Filiale von LIDL - bietet sich ja förmlich an...

Ein paar Bemerkungen vorneweg. Erstens: Ich meide ALDI und LIDL ziemlich konsequent. Seit deren Markteintritt in der Schweiz (ALDI = 2005, LIDL = 2009) bin ich vermutlich noch keine zehn Mal in einem der beiden Geschäfte gewesen. Zweitens: Ich misstraue Werbung (und das ist vor allem das, was ich von ALDI und LIDL mitkriege). Und Drittens, eine meiner Thesen: Alles was gesagt wird oder geschrieben steht, ist nur eine Geschichte. Das genaue Gegenteil könnte genau so wahr sein.

Man merkt, ich bin gegenüber diesen beiden Discountern ziemlich negativ eingestellt. Was mich am allermeisten ärgert und was mein Hauptgrund ist, weshalb ich diese Geschäfte meide, ist dies: Die Schleuderpreise (Entschuldigung: Tiefstpreise) die für die Produkte aufgerufen werden, entwerten einfach alles. Vielfach ist die angebotene Ware derart billig günstig, dass man sich fragt, wie sich das wirtschaftlich überhaupt rechnet. Man darf aber ganz getrost davon ausgehen, dass es sich rechnet, sonst würden die Erben des ALDI-Gründers heute wohl nicht zu den reichsten Deutschen gehören. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Also, ich betrete heute den LIDL in Kloten und kaufe einen warmen Cheeseburger, ein Schinken/Käse-Gipfeli und eine Käsebrotstange. An der Kasse bezahle ich für alles (lächerliche) Fr. 4.25... ("nöd emal en Schnägg"). Dafür kriege ich an einer Tankstelle oder in einer Bäckerei nicht ein einziges Sandwich... Der Cheeseburger alleine kostete Fr. 1.99 - Ja, siehst Du: LIDL - lohnt sich! Das sagt ja schon die Werbung...

Ich frage mich blos: Für WEN lohnt sich mein gekaufter LIDL-Cheeseburger wirklich? Für den Getreidebauern, den Brotproduzenten, den Viehbauern, den Metzger, den Gemüse-, Käse- oder den Saucenproduzenten? Für die Zwischenhändler, den Verpackungshersteller die Transportunternehmer oder die LIDL-Mitarbeiter die diesen Burger erhitzen, verpacken, einsortieren und an der Kasse verrechnen? Und das alles für Fr. 1.99 ??? Und ehrlich: Dieser Burger schmeckte noch nicht mal schlechter als einer bei McDonalds, wo er rund das Doppelte kosten würde... das ist eine verrückte Welt!

Diese absolute Entwertung aller Produkte und jeglicher Arbeit die dahintersteckt, das ist es, was mich so masslos aufregt. Es gibt nur zwei Gewinner: Herr LIDL und ich als Kunde, der Geld spart... Wie heissen doch gleich zwei andere Werbeslogans? "Ich bin doch nicht blöd!" oder "zuviel bezahlen können Sie wo anders!"

Also: ich habe es getan. Nur lassen mich meine inneren Stimmen nun nicht mehr los. Ich befürchte, dass ich zukünftig wieder so blöd sein werde und an LIDL vorbeifahre um anderswo (mehr) Geld auszugeben... :-P

Sonnenbrillenwetter

der Nebel lichtet sich
der Nebel lichtet sich

Schon kurz nach dem Frühstück (zugegeben, es war nicht mehr wirklich früh) blinzelte die Sonne durch den Nebel und das motivierte mich für einen Spaziergang in direkter Umgebung. Man sieht auf dem Bild sehr schön, wie die letzten Nebelschwaden sich auflösen und Sonnenschein mit blauem Himmel das Zepter übernimmt. Vielversprechend! :th_up:

Zuhause setzte ich mich dann aber doch wieder vor den Laptop und informierte mich auf verschiedenen Webseiten. Doch es war klar, dass ich noch eine Bike-Spazierfahrt unternehmen wollte. Nachdem ich mich dann umgezogen hatte, kramte ich die Sonnbrille hervor. Das erste Mal Sonnebrille tragen im Jahr 2020 8-). Nach der Bikeputzaktion vom Freitag wollte ich das Velo nicht gleich wieder dreckig machen und deshalb entschied ich mich für eine Strassen und Feldweg Genussrunde um den Flughafen.

I'm lovin it
I'm lovin it

Das schöne Wetter motivierte auch Andere um nach Draussen zu gehen. Noch selten begegneten mir so viele Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und andere Biker wie heute. So verwunderte es mich dann überhaupt nicht, dass sich vor der Imbussbude beim Pistenende trotz geschätzten 200 Parkplätzen eine lange Autokolonne bildete. Hoch lebe das Velo! Einfach an allen Autos vorbei fahren und keinen Parkplatz suchen müssen. ;-) Beim Kaffeetrinken sah ich, wie das Bike super schön in der Sonne glitzerte und deshalb konnte ich einfach nicht widerstehen und machte das gefühlt eintausendste Bild davon. :love:

bald sieht es hier so aus
bald sieht es hier so aus

Auf dem Heimweg besuchte ich noch kurz meine Mutter um ihr die besten Neujahrswünsche zu überbringen und von da rollte ich dann locker nach Hause. Wieder am PC beschäftigte ich mich erneut mit der neuen Version dieses Blogs, welche mittlerweile so ziemlich fertig in den Startlöchern steht. Nun wäre ich für die Blog-Migration bereit, doch es braucht noch Aktionen von seiten meines Hosting-Anbieters. Das neue System, Serendipity Styx Edition, bietet die grösste Funktionalität, wenn SQL-Datenbank und PHP auf dem neusten Stand sind. Aktuell ist das bei meinem Hostingpaket jedoch nicht der Fall und so fragte ich eben nach Updates nach. Sobald diese dann gemacht (und getestet) sind, werde ich die Neuinstallation anpacken.

Rutsch ins neue Jahr

unsere Party-Location
unsere Party-Location

Letzte Nacht erlebten wir nun zum dritten Mal den Jahreswechsel im Zirkus Conelli, auf dem Bauschänzli, in Zürich. Ich habe kurz nachgeschaut: Erstmals waren wir zu Silvester 2009 da und vor zwei Jahren dann das zweite Mal. Daran erkennt man leicht, dass es uns jedes Mal sehr gut gefallen und uns deshalb zu einem erneuten Besuch motiviert hat. :th_up:

HAPPY NEW YEAR !
HAPPY NEW YEAR !

Natürlich. Die Wiederholung eines Erlebnisses ist nie so magisch, wie das erste Mal. Wir wussten nun in etwa, was uns erwartet und wir waren auch diesmal wieder vom tollen Service, dem guten Essen und natürlich von der super Show echt begeistert. Es fehlte wirklich an nichts und trotzdem war es nicht mehr ganz so WOW wie beim ersten Besuch. Wohlverstanden. Das soll keine Kritik sondern eine rein persönliche Feststellung sein.

gut gerutscht
gut gerutscht

Dieses Jahr waren wir vier befreundete Paare, also zu acht, und belegten zwei benachbarte Tische. Die Stimmung war festlich gut und natürlich haben wir auch einige Fotos gemacht. Nach der Vorstellung und dem mitternächtlichen Anstossen auf's neue Jahr zogen wir unsere Jacken an um das Silvesterfeuerwerk auf dem unteren Seebecken anzuschauen. Auch heute war es wieder leicht neblig, doch viel besser als vor zwei Jahren. Nur die ganz hohen Raketen verschwammen etwas im Nebel, mehr als 90% waren super zu sehen. Auch dieses Jahr wieder ein Klasse Spektakel, welches -laut Tageszeitung- fast 150'000 Menschen in die Innenstadt lockte.

Danach feierten wir im Zirkuszelt weiter und tanzten noch etwas in der -noch immer- gut gefüllten Manege. Zum Abschluss genehmigten wir uns einen Absacker in der Zirkusbar und gegen drei Uhr morgens waren wir dann wieder zu Hause. Zufrieden und mit tollen Eindrücken. :applaus:

Den heutigen Tag (unter der Nebeldecke) verbrachten wir zuhause und ich sass ziemlich viel am PC. Zum Abendessen haben wir nocheinmal Gäste eingeladen und so freue ich mich jetzt auf das letzte Festessen dieser Weihnachts- und Neujahrszeit. Schön war's!

unsere Gruppe
unsere Gruppe

Rückblick 2019

das war 2019
das war 2019

Es ist schon etwas länger her, als ich in diesem Blog einen Jahresrückblick geschrieben habe. Mit einem Schmunzeln erinnere ich mich an den Rückblick 2013, an dem ich mich vor dem PC ziemlich angetrunken habe… :grins:

Heute ist das anders. Ich vertrage viel Alkohol nur noch schlecht und deshalb trinke ich generell sehr wenig und heute wohl auch erst beim Abendessen und zum Anstossen auf das neue Jahr.

2019 kann ich aus zweierlei Perspektiven betrachten. Geschäftlich war es ein schwieriges Jahr, alles Andere verlief nahezu ideal.

Zuerst zum Geschäftlichen. Dieses Jahr wurden wir für weniger Events gebucht als in den Vorjahren. Vor allem der grösste Event-Kunde der letzten drei Jahre hatte alle seine Filialen bis Ende 2018 umgebaut und so gab es keine Wiedereröffnungsfeiern mit Gratis-Rikscha mehr. Das war ein gutes Geschäft und es tat schon ein bisschen weh, dass dies weggefallen ist, zumal dafür kein neuer Kunde in die Bresche sprang.

Zusätzlich hat mein treuster privat-Stammkunde Ende 2018 seit Leben umgestellt und die vorher fast täglichen Rikschafahrten waren auch auf einen Schlag weg. Das merkte ich sehr gut und konnte es auch nicht mit zusätzlichen Taxifahrten kompensieren. Zumal die in Massen auftauchenden E-Scooter mir doch ziemlich geschadet haben. Seit deren Aufkommen hatte ich kaum noch junge Leute als Gäste für eine Taxifahrt. Die nehmen jetzt einen E-Scooter, das ist viel cooler.

Und ganz persönlich belastete mich die Trennung von Arjun als Geschäftspartner und Unterstützung mehr, als ich erwartet habe. Dass eine Trennung erfolgen würde war ja schon 2018 absehbar und diese wurde nun 2019 in mehreren Teilschritten vollzogen, doch die ganze Angelegenheit hat mich doch sehr enttäuscht. Es versetzte mich in gewisser Weise in einen leeren Raum, mit 4 Rikschas und grösseren Verpflichtungen als ich sie mir alleine je aufgebürdet hätte und trotzdem bin ich nun wieder allein. Der Prozess der Neuausrichtung ist noch nicht abgeschlossen…

Dies alles führte dazu, dass mein Jahreseinkommen doch erheblich niedriger als in den Vorjahren ausgefallen ist und eigentlich nicht mehr existenzsichernd ist (von einer vernünftigen Altersvorsorge ganz zu schweigen). Ich musste mich also nach einem Zusatzeinkommen umsehen und wurde glücklicherweise rasch fündig. Ab Januar 2020 verleihe ich mich selbst an eine Firma als Magaziner/Lagerist. Zeitlich passt das super (jeweils Mo-Mi, morgens) und ist somit eigentlich ein Glücksfall, da es keinen Einfluss auf das Rikschageschäft hat.

Somit wäre auch schon ein erster positiver Punkt genannt und von nun an geht es eigentlich nur noch positiv weiter. Mitte Januar waren Karin und ich wieder in Thailand. Zuerst 10 Tage in Krabi und dann noch 4 Tage in Bangkok. Das waren super schöne Ferien! Krabi ist landschaftlich sehr schön und hat uns beiden super gefallen. Auch die abschliessenden Tage in Bangkok waren spitze und nur der Smog trübte das Bild (im wahrsten Sinne).

Kaum zuhause, packte ich schon wieder zusammen um mit Freunden nach Rom zu reisen und von da mit dem Bike durch das Latium, die Toskana und Ligurien bis nach Genua zu fahren. Das war ein wirklich tolles Erlebnis und hat mir viel Freude gemacht. Im März startete dann die Rikschasaison und als positives Highlight will ich hier noch den Werbevertrag nennen, den ich mit dem Reisebüro Tourasia abschliessen konnte und der bis Ende 2020 andauert. Sehr gut!

Richtig verliebt habe ich mich in das neu lackierte TREK 1120. Das war ein längeres Projekt und aus der anfänglichen Idee, einer blau-metallic Lackierung wurde letztendlich eine purple/violette Pulverbeschichtung mit blau-metallic lackierter Gabel. Ich hatte wirklich Glück, mit Stefan von Cycleworks.ch einen kompetenten Fachmann zu finden. Vom Resultat bin ich immer noch hell begeistert und vor allem deswegen sass ich 2019 wieder viel auf dem Mountainbike. Seit 2012, als ich das Rikschageschäft anfing, bin ich nie wieder so viel Rad/MTB gefahren wie dieses Jahr. Das hat mir viel Freude, Erholung und Ausgleich geschenkt.

Quasi neu verliebt habe ich mich in diesen Blog, den ich technisch runderneuerte. Daran wird sich auch in Zukunft noch weiter etwas tun, doch die Technik, oder der Rahmen, ist eigentlich nur sekundär. Was zählt, ist der Inhalt. Und mit 14 Jahren und über 2'500 Beiträgen gibt es mittlerweile doch schon reichlich Inhalt. Ich finde bloggen noch immer ein tolles Hobby.

Ganz zuletzt möchte ich noch meine körperliche Gesundheit erwähnen. Ich wurde im Oktober 56 Jahre alt und blicke auf ein gesundes Jahr zurück. Ein oder zwei Mal habe ich mir einen Muskel entzündet (1x Becken, 1x Schulter), doch mit etwas Salbe verschwand das in ein paar Tagen wieder. Auch mein produzierter Auffahrunfall vom 1. Juli ist glimpflich verlaufen und war bald wieder vergessen. Ansonsten kann ich mich an keine Erkältung oder keinerlei andere Beschwerden erinnern. Dafür bin ich ganz speziell dankbar!

So, das war's. Natürlich habe ich ein paar Dinge vergessen… wie immer… doch nun gilt NEUES JAHR – NEUES GLÜCK! Ich wünsche allen einen tollen Silvester und einen perfekten Rutsch ins Jahr 2020!

Verdauungstour

Schlagschatten
Schlagschatten

Schon gestern war hier das Wetter ziemlich gut und auch heute Morgen war schon bald klar, dass sich der Nebel lichten und die Sonne zeigen würde. Gestern hatte ich einige Sachen zu erledigen und abends hatten wir Gäste eingeladen und deshalb brauchte ich in der Küche noch etwas Vorbereitungszeit. Doch heute Sonntag hatte ich wirklich keine Ausrede mehr um mich vor etwas Bewegung und einer Bikerunde zu drücken. Doch... ich bin langsam etwas faul geworden und nur schon der Gedanke an den Tenüfez, von Zivilkleider aus, meherere Schichten Bikekleider an, nach der Rückkehr Bikekleider wieder aus, duschen und Zivilkleider wieder an, liess mich herumdrücken...

In solchen zögerlichen Momenten hilft die Erfahrung die einem sagt, dass es sich bisher wirklich jedesmal gelohnt hat. Zwei bis drei Stunden frische Luft mit Bewegung und Natur... das reinigt Körper und Geist. Also nicht mehr zögern, sondern umziehen und sich bereit machen!

Ja, es stimmt. Auch wenn es nur ganz knapp über Null grad war und somit eher kalt, so war die Entscheidung auf's Bike zu steigen, absolut richtig. Gerade in Anbetracht der verschiedenen Festessen der letzten Tage. Man soll den einverleibten Kalorien nicht allzu viel Zeit geben um sich festzusetzen... ;-)