6'098km

Mit der heutigen Tour habe ich die Jahreskilometer von 2005 übertroffen. So gesehen ist von nun an alles Zugabe. Offizielles Ziel waren 5'000km für dieses Jahr aber insgeheim rechnete ich schon mit 6'000. Und nun mal sehen, vielleicht reicht  es bis Ende  Jahr sogar noch auf 7'000km...

schöne Samstagstour

Nachmittags um eins traf Jürg bei mir ein und wir wollten nochmals am Irchel nach neuen Varianten suchen. Schon an der ersten Steigung fühlte ich mich komisch. Der Puls ging gleich weit über 160 und ich hatte das Gefühl, zuwenig Luft zu schöpfen oder die Luft zuwenig gut auswerten zu können. Das Wetter war traumhaft. Sonnig, windig, knappe 20°Grad und die Trails sind nun wirklich trocken und dementsprechend schnell fahrbar. Wenn ich mich nur besser fühlen würde... es zeigt sich uns erstmals der Herbst. Es ist schon etwas Laub gefallen. Oben, kurz vor dem Irchelturm trafen wir auf Pino und Beda, die uns entgegen kamen. Wir quatschen etwas und machen dann noch eine kurze Fotosession.

Pino
Beda
Jürg
Oohhh Pino

(wenn ich nur bessere Bilder machen könnte....)

Jürg und ich nahmen dann den "Schanzen-Trail" und unten angekommen ging es nun darum, einen möglichst fahrbaren Weg wieder zum Irchelturm hoch zu finden. Wir entschieden uns für den Wanderweg, welcher  als asphaltiertes Strässchen beginnt, dann in Kies/Schotter übergeht und schon bald so steil wird, dass für mich unfahrbare Rampen und Treppen hochgeschoben werden mussten. Mein System läuft am Anschlag... Letztendlich landeten wir beim Einstieg des Downhills und der höchste Punkt war somit erreicht. Wir fahren der Hügelkette entlang zur Hochwacht und auf dem schnellen Singeltrail überholen wir zwei andere Biker, die es fast vom Fahrrad windet. ;-) . Der Downhill zur Tössegg runter ist klasse und weil ich mich wirklich nicht so gut fühle, sage ich die Fahrt über Rhinsberg und Eschenmosen ab. Ich will nur noch möglichst schonend nach Hause. Wir kehren kurz im Restaurant ein und machen uns dann auf den Heimweg. Ich bin platt vom Bike gestiegen. Heute war einfach irgendwie nicht mein Tag. Der Tacho sagt: 40km., 2:47Std., 1'040Hm

August Top und Flop

Das August-Highlight war eindeutig der letzte Tag der Alpenüberquerung, vom Lago D'Idro über den Tremalzo nach Riva del Garda, am Samstag, 5. August. Leider gibt es dafür keinen Blogeintrag.  

Der Oberflop des Augusts war sicher das  regnerisch-kühle  Wetter.  Als  Flop-Eintrag hat sich ein klassischer Montag entpuppt. (wenn's nichts Schlimmeres gab, war es ein angenehmer Monat)...

August-Statistik nachgeliefert.

Vorher habe ich die Velo-Kilometertabelle vom August fertig gemacht und online gestellt.

Superwetter, Supertour

Um 18:00 Uhr traf ich Thomas in Regensdorf und wir entschieden uns, heute in entgegengesetzter Richtung zu fahren und zuerst die Lägern-Hochwacht anfahren und nach dem Downhill nach Otelfingen runter entscheiden, ob wir noch den Altberg fahren oder ob wir dem Furtbach entlang zurück nach Regensdorf rollen. Das Wetter war herrlich. Der Computer zeigte 26°Grad an - ein Sommertag im September. Danke!

Der 400 Höhenmeter-Downhill machte Laune und so war rasch klar, dass wir die Altbergtrails  heute auch noch mitnehmen wollen. Die Rampen im Uphill sind auch diesmal wieder hart. 1x 5 Min. schieben. Als wir am höchsten Punkt ankommen ist es schon merklich dunkler und ich will gleich durchziehen und die Singletrails den Hügelkamm entlang nach Regensdorf fahren, solange ich die gröbsten Wurzeln und Löcher noch sehen kann. Der Boden ist meist trocken und super griffig fahrbar. Fahrtechnik und Bike-Federung sind hier gefordert. Flüssig nimmt man Wurzeltrails und schlängelt zwischen Bäumen hindurch. Ein Genuss!. Dieser Trail rockt ganz gewaltig!

Die letzten Asphaltkilometer zum Auto sind dann ein lockeres Auslaufen mit Lächeln im Gesicht. Das war Spitze! Der Tacho sagt: 51km, 2:49Std. 840Hm

Fotos von der Many Hill Show 2006

Thomas hat mir 15 Bilder per Mail geschickt und die habe ich mit meinen zwei in einem kleinen Fotoalbum online gestellt. Fahrbericht, siehe Eintrag gestern.

Nöll-Reparaturen

Heute abend musste ich mich um das Vorderrad des Crossrads kümmern. 3x platt, immer Schleicher, da musste doch was im Reifen stecken. Ich musste den Reifen abziehen, wenden und Stück für Stück abtasten, Und wirklich: ein dünnes etwa 3mm langes Drahtstücken ist längs durch den Reifenmantel gewandert. Aussen war nichts zu sehen oder zu fühlen. Mit einer Pinzette konnte ich es innen rausziehen. Das war der Übeltäter! Die winzigeln Löcher in den Schläuchen waren schwierig zu finden. Ich flickte zwei Schläuche und einen davon montierte ich dann wieder.

Die Sattelstütze hat sich auf der letzten Fahrt wieder um 2cm abgesenkt. Ich konnte nichts anderes tun als den Sattel wieder zu richten und die Klemme so fest wie möglich festzuziehen. Dann hatte ich eine gute Idee! Ich montierte das Diodenrücklicht direkt über der Sattelklemme an die Sattelstütze. Mit dem Unterlagsgummi kann viel Reibwiderstand erzeugt werden. Vielleicht hält das den Sattel etwas vom abrutschen ab. Ich habe über der Klemme mit einem Marker drei kleine Striche gemacht, wo ich erkennen kann, ob sich die Stütze senkt oder nicht. Mal sehen. Ich bleibe dran.

Morgen abend habe ich mich zum biken verabredet. Deshalb schmierte ich noch die Kette des Mountainbikes und prüfte den Reifendruck. Da ist alles i.O.

Many Hill Show, kurze Strecke

Der Wecker klingelte um 06:00 Uhr nur ein einziges Mal und ich war gleich hell wach. Aufstehen und ein kräftiges Birchermüesli machen und essen. Morgentoilette und dann direkt in die Bikekleider und los. (ich war viel zu früh). Nervös. Ich parke das Auto auf dem Firmenparklatz und fahre die kurze Strecke zu Cycle Shark mit dem Bike. Am Startort treffen nach und nach Biker ein und auch Thomas kommt zur Zeit. Für sympatische zehn Schweizerfranken erhält man eine zip-Tasche mit allem, was man braucht. Die Fahrkarte, die jeweils abgestempelt werden muss, das Frageblatt auf welches die Antworten einzutragen sind,  einen  Bleistift, eine Wegbeschreibung und die Not-Telefonnummer.

Um 08:31 Uhr stempelten wir ein erstes Mal unser Ticket und "das Rennen", die Schnitzeljagt, konnte beginnen. Zum Züriberg hochgefahren sind wir natürlich viel zu schnell. Bei der ersten Frage am Waldhüsli war ich schon richtig nass und der Puls lag meist jenseits 160. Der Preis dafür, dass wir einer Gruppe Wegkundiger anhängen wollten. Wenn man in dieser verzweigungsreichen Gegend dauernd nach Wanderwegtafeln mit dem richtigen Text suchen muss, geht der ganze Fahrfluss verloren und es kostet noch zusätzlich Kraft. Die Strecke war wirklich super, das Wetter fast perfekt. Es war stark bewölkt und doch deutlich über 20°Grad warm. Bis zum Pfannenstiel, dem letzten Berg auf der rechten Zürichseeseite, hatten wir gut Druck auf dem Pedal und ich sehnte mich schon auf die Fähre und die Essenspause. Die Abfahrt nach Meilen war schön, leider verpassten wir den Einstieg des Singletrails  in das  Meilenertobel. Egal. Am Bahnhof Meilen stempelten wir unsere Karten für die ungewertete Zeit der Fährenüberfahrt nach Horgen. Geschafft, vorerst.

Bei der Fährstation Horgen kauften wir Sandwiches und etwas zu trinken und setzten uns erst mal hin. Zum Glück wussten wir da noch nicht so genau, was uns dann noch so erwartet. Als wir am Bahnhof wieder einstempeln steht in der Tourenbeschreibung ganz klar: Wanderweg nach Horgenberg, Sihlbrugg. Also los. Nach zwei, drei Kurven zweigt der Wanderweg nach links ab und dann steht man förmlich vor einer Asphaltwand. Es ist sofort klar, dass es so steil ist, dass man überhaupt froh sein muss, im kleinsten Gang hochzukurbeln und nicht abzusteigen. Und das Übel: es sah nicht nach einer kurzen Rampe aus. Es war eine lange, sehr harte Rampe! Geschätzte 100 Höhenmeter. Dann die Strasse runter zur Station Sihlwald, Ticket stempeln und weiter in Richtung Albishorn. Nun folgen 420 Höhenmeter auf 4 Kilometer. Der Wanderweg geht gnadenlos berghoch und der steinige Untergrund verlangt eine gute Linienwahl. Hier zieht es einem alle Körner aus dem Körper. Ich musste zwei Mal absteigen und hochschieben. Das war mir zeitweise einfach zu heftig. Beim Bergrestaurant Albishorn machten wir kurz Pause. Ich bin klatschnass. Hier musste eine Frage beantwortet werden und Thomas wollte noch kurz etwas essen. Gelegenheit, etwas zu verschnaufen. Nun folgen bis zum Üetliberg noch etwa 15 Kilometer auf und ab. 50Hm bergauf, dann wieder runter, wieder hoch und runter.... Die Beine schmerzen. Wir beide müssen nun beissen um mit Anstand ins Ziel zu kommen. Um 13:42 Uhr stempeln wir bei der Bahnstation   Uto Kulm aus. Wir sind platt. Nun ein Kaffee und ein Nussgipfel!

Eine halbe Stunde später machten wir uns auf den Rückweg zu Cycle Shark um unsere Fragebögen und Tickets wieder abzugeben. Der Biketrail vom Üetliberg zum Spital Triemli runter ist mittlerweile supercool ausgebaut. Mit vielen sehr hohen Anliegern und nun teilweise auch mit Spüngen (die ich aber alle umfahren habe). Wirklich Klasse! Dann quer durch die Stadt und wieder hoch auf den Milchbuck zu Cycle Shark. Wir rollen auf den Parkplatz und Pete stellt gerade den Grill auf. Wunderbar. Mit ein paar anderen Bikern grillen wir Würste, trinken afri-cola und reden über das Tagesgeschehen....

Es war ein gelungener, zufriedener  Anlass. Schön! Kann man fürs nächste Jahr speichern. Der Tacho sagt: 71km, 5:02Std., 1'850Hm

nur ein paar km

Ich wollte heute nur eine kurze Runde mit dem Rennrad fahren. Dies einerseits um zu sehen ob die gestrigen Reparaturen erfolgreich waren und andererseits um mich vor der morgigen  Biketour noch etwas einzukurbeln.

Es war irgendwie ernüchternd... Am Vorderrad verliert der neue  Schlauch auch wieder ganz langsam Luft und die Sattelstütze senkte sich während der Fahrt ebenfalls wieder etwas ab. Es muss also doch etwas im Reifen sein, was jeden Schlauch anritzt; das muss ich mir nochmals genauer ansehen. Was die Sattelstütze anbelangt, so  weiss ich im Moment nicht mehr richtig weiter. Das ist einfach Käse! Ich frage mich auch, weshalb dieses Problem erst jetzt auftritt. Ich bin ja vorher schon 2'000 Kilometer mit dem Rad gefahren und der Sattel blieb fest. Weshalb hält der nun nicht mehr? Ich kehrte also etwas angesäuert zurück und stellte das Nöll ganz weit hinten in die Garage. Der Tacho sagt: 40km, 2:05 Std., 380Hm

Für die morgige Many Hill Show bin ich gut vorbereitet. Die Streckenbeschreibung habe ich mir an den Vorbau gemacht und das Bike kurz gecheckt - alles i.O. Habe gleich noch das Auto beladen, so dass ich morgen früh gleich starten kann.

Pleiten, Pech und Pannen

Heute morgen machte ich mich mit dem Nöll Crossrad auf den Arbeitsweg und dachte schon bald, dass ich etwas zu tief sitze. Die Sattelstütze senkt sich langsam, obwohl ich die Klemme am Rahmen schon mit aller Gewalt festgezogen habe. Ich wollte unterwegs also nichts tun und dann vor dem Nachhauseweg in Ruhe die Sattelhöhe kontrollieren und anpassen.

Die Ruhe wurde dadurch gestört, dass ich den Plattfuss am Vorderrad schon beim Hinlaufen enddeckte. Mist; schon wieder platt. Schon beim letzten Nöll-Cross-Arbeitsweg hatte ich abends einen Schleicher vorne und deshalb habe ich am letzten Wochenende einen neuen Schlauch eingesetzt. Und nun schon wieder!  Beim ersten Gebrauch... Zum Glück hatte ich Ersatzschläuche gekauft und so wechselte ich halt im Büro den Schlauch wieder aus. (Ja, ich habe die Innenseite des Reifens abgesucht und auch das Felgenbett. Ich spüre nirgends einen spitzen Gegenstand und sehe auch von aussen am Mantel keine Schnitte oder Fremdkörper). Mal sehen, wie lange dieser Schlauch nun hält. Dann mass ich die Sitzhöhe von Mitte Tretlager bis Oberkante Sattel. 76cm. Am MTB fahre ich knappe 80. Logisch merkt man 4cm Unterschied. Ich löste also den Sattel und hob in an. Nach dem festen Anziehen der Klemme versuchte ich den Sattel zu verdrehen, was mir zu meinem Erstaunen auch noch gelang. Ich musste demzufolge noch  fester anziehen. Ich tat, was mit dem Werkzeugtool machbar ist und war dann guter Dinge.

Nach ein paar Kilometern sass ich aber schon wieder  deutlich tiefer. Mist. Ich halte an, nehme das Werkzeug aus dem Rucksack und justiere die Sattelstütze erneut. Ich ziehe an, so fest ich nur kann. Kaum wieder im Sattel wird der Radweg durch eine Baustelle unterbrochen und ein Trampelpfad führt durch Wiesen am Glattufer entlang. Es holpert heftigst. Eigentlich genau das Einsatzgebiet eines Querfeldeinrads. Ich gebe Druck um mit Schwung über Löcher und Wurzeln zu fahren, so geht es besser. Nach einem Schlag beginnt sich der Sattel zu senken und  schon sehr bald sitze ich etwa 12cm tiefer... was ist da los? Ich halte an und schaue mir die Sache an. Es hat das Gewinde der Sattelklemme ausgerissen (ist/war direkt in den Rahmen geschnitten). Na ja, irgendwie musste man damit rechnen. Bei dem Druck. Doch was nun? Ich sitze wie auf einem Kinderrad und der Sattel dreht sich bei jeder Kurbelumdrehung zwischen den Beinen. Hier kenne ich keine Notreparatur. So ein....

Ich überlege mir kurz ob ich Karin anrufen soll, damit sie mich abholen kommt oder ob ich mich heim schleppe. Karin muss einkaufen und später kriegen wir Besuch, sie hat vermutlich keine Zeit. Also heisst es: kürzester Weg nach Hause, in der Fläche sitzend treten so gut es geht und berghoch Wiegetritt. Ich bin noch nie zuvor in meinem Leben über einen Kilometer lang ausschliesslich im Wiegetritt gefahren. Heute musste ich die 120 Höhenmeter zwischen Rüti und Lufingen stehend packen! Der Schweiss tropfte vom Kopf auf die Vordergabel und die Radnabe. Man darf nicht überpacen und muss versuchen ruhig in der Mitte des Fahrrads zu stehen. Absitzen ist nicht. Beim treten nicht zu stark schaukeln und mit dem Oberkörper nicht zu weit nach vorne lehnen. Mein Puls ist immer jenseits 165, doch ich halte durch. Erst nach dem Kulminationspunkt setze ich mich wieder und versuche mich zu beruhigen. Das war was. Bis vor die Haustüre bin ich dann nur noch einmal aufgestanden. Ich zog es vor runterzuschalten und sitzen zu bleiben.

Nach dem Abendessen sah ich nach, wie ich die Sache reparieren kann. Es hilft nur: Gewindereste ausbohren und mit einer längeren Schraube aussen eine Mutter festziehen. Das sollte klappen. Ich durchstöbere meinen Bastelschrank und finde die ideallange M6-Schraube und eine unauffällige, schwarze Stop-Mutter. Perfekt! 6er Bohrer in den Akkuschrauber und ran ans Werk. Natürlich finde ich es auch nicht lustig an einem so teuren Rad mit der Bohrmaschine rumzuhantieren, doch eine andere praktikable Lösung sah ich nicht. Leider konnte ich die Mutter nicht aufschrauben, es gab keine gerade Auflagefläche weil die Konstruktion für das hintere Bremskabel genau da entlang führt. Ich musste eine Seite der Mutter anfeilen, damit sie etwas schmaler wird und dann hat es auch gut geklappt. Sattel auf die richtige Höhe, gerade ausrichten und festziehen. Auch jetzt musste ich wieder volle Pulle anziehen. Eine kurze Testfahrt... alles o.k. Ich markiere mit wasserfestem Filzstift die Stütze, damit ich sehen kann, ob sie sich wieder senkt. (und übrigens: Ja, die Sattelstütze hat das richtige Mass für den Rahmen).

Irgendwie habe ich einen schwierigen Start in den Herbst mit dem Nöll Crossrad und trotzdem sollte ich im Hinblick auf die Zürimetzgete Anfang Oktober noch ein paar Kilometer damit fahren. Der Tacho sagt: 35km, 1:45Std., 330Hm