< Vorweihnachtszeit | Buchhaltung >

lange Fahrt

Heute Abend war ich um 18:00 Uhr für eink kurze Rikschafahrt in Winterthur gebucht. Im Vorfeld offerierte ich den Rikschatransport mit einem Mietauto und dachte eigentlich, dass dies aus Kostengründen dann doch nicht bestellt wird. Ich sollte mich täuschen... Es ging um die Verabschiedung einer pensionierten Lehrerin und die Idee war, dass diese Frau in der Rikscha fährt und die Lehrerkolleginnen und -kollegen mit den Velos die Rikscha vom Schulhaus zum Restaurant begleiten, wo dann die Abschiedsfeier stattfindet. 

Naturgemäss ist um diese Jahreszeit nicht viel los und es war meine einzige Buchung für den heutigen Tag. Dies brachte mich auf die Idee, mir der Rikscha nach Winterthur zu fahren um so das Geld für das Mietauto behalten zu können. Das Wetter war ja geradezu perfekt. Ein strahlend schöner Wintertag, mit wenig über Null Grad. Das Ganze reizte mich. Es hat etwas abenteuerliches und zudem hilft es mir, in Form zu bleiben.

Der Routenplaner sagte, dass eine Strecke etwa 27km lang ist. Bei etwa 12km/h macht das also an die 2 1/2 Stunden für einen Weg. Da ich aber auch noch die eine oder andere Pause machen wollte, fuhr ich dann schon gegen halb drei Uhr los. Zuerst musste ich über den Milchbuck und dann westwärts Richtung Schwammendingen und Wallisellen. Ich fuhr dabei bei meinem ehemaligen Arbeitgeber vorbei und besuchte meine Ex-Arbeitskollegen und liess mich auf einen Kaffee einladen. Schön, wieder einmal die Leute zu sehen und etwas zu plaudern. Als ich dann das Gebäude verliess war ich aber wirklich froh, dass ich nichts mehr mit diesem technischen Bürokram zu tun habe und mich an der frischen Luft bewegen kann. Es ist wirklich gut, dass ich da weg bin. Da wäre ich verkümmert...

Ich kurbelte also gemütlich in den Abend und näherte mich Winterthur. Eigentlich wollte ich bei der Ortseingangstafel ein Foto machen, doch dafür war es dann schon zu dunkel und ausserdem stand die Tafel an einer dicht befahrenen Strasse. Im Stadtzentrum hatte ich dann noch genügend Zeit um in einer Bäckerei die nun doch langsam kalten Füsse wieder aufzuwärmen und mich mit einem Sandwich und einem Kaffee zu stärken. Danach machte ich mich bereit um vor das Schulhaus zu fahren.

Obwohl ich 10 Minuten zu früh da war, wurde ich bereits erwartet. An die 15 Velofahrer/innen begrüssten mich auf dem Pausenplatz. Viele von Ihnen waren dick eingepackt, denn nun in der Dunkelheit fiel die Temperatur wohl unter den Gefrierpunkt. Wir machten uns vor der Ausgangstüre bereit. Die Radfahrer bildeten ein Spalier und an dessen Ende stand ich mit der Rikscha. Lehrerinnen sind pünktliche Leute. Kaum schlug die nahe Kirchturmuhr sechs Mal, öffnete sich auch schon die Türe und die Hauptperson kam mir entgegen. Sie fand das eine ganz tolle Idee, weil Sie im Februar eine Reise nach Indien unternehmen will und da sind ja Rikschas omnipräsent. Sie kuschelte sich mit einer Freundin unter die Decke und freute sich auf die Fahrt.

Eskortiert von all den Velofahrern wurde ich dann durch die Stadt gelotst. Die Radfahrer klingelten immer wieder und so guckten natürlich alle Fussgänger und winkten uns zu. Das war richtig schön. Die eigentliche Fahrt dauerte wohl keine halbe Stunde, doch es machte allen sichtlich Spass. Vor dem Restaurant warteten dann auch schon Leute und klatschten uns ins Ziel. Ja, das war ein gelungener Anlass. Ich bedankte mich ganz herzlich und machte mich also schon bald wieder auf den Heimweg.

Zum Glück hatte ich noch zusätzliche Kleider mitgenommen, denn mitlerweile war es doch ziemlich kalt. Ich genoss dennoch die Rückfahrt, auch wenn sie mir doch ziemlich lang vorkam. Von Oerlikon zum Milchbuck hoch musste ich dann noch etwas leiden. Wegen der Kälte trank ich fast nichts und so langsam lief ich auf dem Trockenen. Macht nichts. Einfach langsam und gemütlich der Garage entgegen...

Es war dann kurz vor 21 Uhr, bis ich die Rikscha wieder in der Garage parkierte. Alles hat bestens geklappt. Keine Panne und auch sonst kein Zwischenfall. Ja, das war ein gutes Erlebnis. Zum Schluss standen 59 Kilometer auf dem Tacho.

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